Thalia-BuchhändlerInnen im Portrait: Philipp Brandstötter | 297 Rezensionen
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BuchhändlerInnen im Portrait

Meine Lieblingsbuchhändler

Philipp Brandstötter
aus der Thalia-Buchhandlung in Linz

Gesamte Empfehlungen 297 (ansehen)

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Alter:
34 Jahre
Abteilung:
Wirtschaft und Recht, Naturwissenschaft und Technik
Funktion:
Themenleiter
Lieblingsautoren:
Stephen Covey im Wirtshaftsbereich Bernahrd Kegel im Naturwissenschaftsbereich Ken Follett bei den Romanen
An meinem Beruf gefällt mir:
Die Arbeit mit Menschen welche, so wie ich, gerne Bücher lesen und damit ihr Wissen erweitern wollen.
Im Beruf seit:
2004
Das beste Buch aller Zeiten:
Die 7 Wege zur Effektivität von Stephen Covey

Meine Empfehlungen

Wandern im Dinosaurierland Österreich

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 01.07.2020

Zwei meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen werden in diesem Buch wunderbar miteinander verbunden: Zum einen das Wandern in ganz Österreich und zum anderen die Liebe zu Dinosauriern und der damit verbundenen Suche nach Fossilien. Im ganzen Land verteilt befinden sich Überreste von prähistorischen Tieren und Pflanzen des Erdmittelalters. Wer der Meinung ist, dass Dinosaurier und deren Hinterlassenschaften die Jahrmillionen nur in den Wüsten unseres Planeten überdauert haben, der irrt gewaltig. Auch die Annahme, dass Fossilien lediglich in den Vereinigten Staaten zu finden sind, ist ein sehr alter Zugang zum Thema. In allen Bundesländern unseres schönen Österreichs findet sich eine größere oder kleinere Überraschung.

Die meisten Fundstellen von Dinosauriern und den Pflanzen ihres einstigen Urkontinents Pangäa finden sich in der Region Salzkammergut. Durch die Jahrhunderte alte Bergbautradition ist es dem Menschen schon im Mittelalter gelungen Überreste der Vorzeit wieder zurück ans Tageslicht zu bringen. Auch wenn vor 300 Jahren noch niemand wusste, was es damit auf sich hat, konnten die Bergleute von damals schon beachtliche Funde vorweisen und diese dann im Kontext ihrer Zeit deuten. Auch in der Moderne konnten eine ganze Reihe an Entdeckungen gemacht werden, die der interessierte Laie, so wie ich, dann bestaunen kann.

Man darf sich natürlich nicht gleich zwanzig Meter große Skelette vorstellen, welche dann im Naturhistorischen Museum in Wien ausgestellt sind. Nein, es sind gerade die kleinen Fundstücke und Versteinerungen, welche dieses Buch wirklich lesenswert machen. Es sind eben oft die kleinen Funde, die das Entdecken viel schöner machen – etwa in Kärnten, wo ein versteinerter Fischdinosaurier im örtlichen Regionalmuseum zu bestaunen ist, oder die versteinerten Abdrücke von Ammoniten und Farnen im Salzkammergut, welche bei Bergbauarbeiten im 19. Jahrhundert entdeckt wurden. Was ich bis zur Lektüre dieses Buches auch nicht kannte, ist die Tatsache, dass der einzige österreichische Dinosaurierfund, welchen ich kannte, gar nicht der Einzige ist.

Der bekannteste Vertreter der Dinos in Österreich ist „Strutimimus Austriacus“ oder liebevoll auch einfach „Struzi“ genannt – allerdings ist er bei Weitem nicht der Einzige Fund Österreichs. Das zur Zeit bekannteste Relikt aus der Vorzeit ist ein einzelner Zahn eines Mosasaurus, eines einst über zwanzig Meter langen Meeresräubers, welcher bei Ausgrabungen im Mondseegebiet zutage gefördert wurde. Auch in der Steiermark wurde in einem Steinbruch ein einzelner Wirbelknochen eines Ichtiosaurus bereits in den 1970er Jahren entdeckt, allerdings war es zu der Zeit nicht sehr populär solche Funde der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Funde werden optisch sehr schön aufbereitet und kindgerecht mit Wanderwegen verbunden. Ich denke gerade im heurigen Jahr 2020 ist es ein wirklich gelungenes Buch, welches uns die Schätze der Vorzeit aus Österreich näher bringt und dazu einlädt diese wieder zu entdecken. Absolute Leseempfehlung!!!

Wandern in die Welt der Dinos - Alexander Lukeneder
Wandern in die Welt der Dinos
von Alexander Lukeneder
(4)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00

Geheimmissionen im Mittelalter

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 01.07.2020

Wenn man an Spezialoperationen denkt, fallen den meisten Menschen sicher Einheiten wie die britische SAS oder die deutsche GSG 9 ein. Die Einheiten sind für Sonderaufträge zuständig, für die normale Polizei- oder Bundesheereinheiten aufgrund zu gro§er Herausforderungen nicht geeignet sind. Geiselbefreiungen oder auch die Rettung von Menschen aus vom Wasser eingeschlossenen Gebäuden gehören unter anderem zu ihrem Tagesgeschäft. Der Großteil von uns ist sich allerdings nicht bewusst, dass es diese Arten von Spezialeinheiten auch schon vor fast 1000 Jahren auf der Erde gab. Auch vor Über 500 Jahren sind diese speziellen Aufgaben nicht immer automatisch einer größeren Gruppe an militärischen Verbänden zugeteilt worden, sondern auch gerne mal kleineren VerbŠnden.

Der durch seine Weltbestseller "Die kurze Geschichte der Menschheit" oder auch den wirklich lesenswerten Titel "Homo Deus" einer breiten Öffentlichkeit bekannten Autor Yuval Harrari blickt aber nicht nur in gegenwärtige Probleme, sondern ist auch ein sehr guter Historiker, welcher sich durch ganze Berge an mittelalterlichen Schriftquellen gearbeitet hat. Auch im Zeitalter der Ritter gab es eine ganze Reihe an Spezialeinheiten, die für eine bestimmte Aufgabe ausgewählt und aufgestellt wurden. Deren Aufgaben waren kaum unterschiedlich zu deren moderner Spezialeinheiten unserer Zeit. Das Sprengen von Brücken etwa oder die Unterbindung von Nachschublinien, sind nicht etwa erst seit dem 20. und 21. Jahrhundert im Zeitalter der Digitalisierung ein wichtiger Faktor

Harari legt in seinem Buch eine ganze Reihe an Fällen vor, in welchem durch den gezielten Einsatz einer kleinen und spezialisierten Gruppe von Soldaten ein wesentlich größeres (Schandens-) Potenzial am Gegner verursacht werden konnte als durch den Einsatz einer ganzen Armee. Im ersten Kapitel werden exemplarisch die vom Jahr 476 bis zum Jahr 1538 dauernden Konflikte kurz vorgestellt. Das Erste, was ich dabei gelernt habe, ist die Tatsache, dass die meisten Fürsten, Kaiser und Gouverneure einer größeren Armee nur einen begrenzten Zeitrahmen hatten, um militärische Unternehmungen vorzunehmen. Der Großteil der Armeen löste sich einfach nach der erfolgreichen Operation wieder in ihre Einzelbestandteile auf.

Bei Spezialkommandos ist das etwas anders. Diese mussten eine ganze Weile an Energie in ihre Ausbildung stecken und genossen daher aufgrund ihrer Erfahrung ein breites Ansehen. Die Erstürmung einer Burg oder das Vergiften eines Getreidelagers waren Aufgaben, die zur damaligen Zeit ein gewisses Fingerspitzengefühl erforderten und daher nicht von jedermann durchführt werden konnten. Die gezielte Ermordung eines gegnerischen Herrschers war ebenso eine Herausforderung. Zum Einen musste die feindliche Wehranlage Überwunden werden und danach auch noch die Leibgarde des Fürsten oder Kaiser eliminiert werden. Durch die gezielte Ausschaltung eines militärischen Anführers war oft ein ganzes Heer führungslos. Ohne Führung drohte das Auseinanderbrechen einer militärischen Hierarchie und damit das schnelle aber wenig blutige Ende des Gegners.

Viele große Schlachten und militärische Konflikte der Weltgeschichte, wie etwa die Kreuzzüge oder der Untergang des byzantinischen Reiches, wurden durch den Einsatz von Spezialkräften möglich, wenn nicht zumindest beschleunigt.

Fürsten im Fadenkreuz - Yuval Noah Harari
Fürsten im Fadenkreuz
von Yuval Noah Harari
(11)
Buch (gebundene Ausgabe)
27,80

Tesla ist (fast) immer einen Schritt voraus

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 01.07.2020

Jede innovative Idee hat einmal klein im Kopf eines Menschen angefangen. So war es auch mit der Marke Tesla und seinem Firmenchef Elon Musk. Aus Sicht des Entwicklungsingenieurs und früheren Mitarbeiters Hamish McKenzie zeigt dieses Buch auf, wie Tesla es geschafft hat, ein völlig neues Geschäftsfeld zu etablieren. Tesla war zu Beginn nichts anderes als die Idee eines völlig unbekannten Erfinders, der auf Geldgebersuche war. Der Erfinder des Tesla-Motors mit all seinen technischen Raffinessen ist ein, wie ich finde, genialer Kopf. Jedoch fehlte es ihm am nötigen Kapital. Daher wandte er sich im Jahr 1998 an Elon Musk, einen Multimillionär, der durch die Gründung des Start-ups „PayPal“ ein gigantisches Unternehmen aufgezogen hat.

Der Erfinder bat Musk um ein Startkapital in Höhe von 100.000 US-Dollar. Musk erwiderte, er könne um 10.000 US-Dollar einen Kredit bekommen, sofern er innerhalb von drei Jahren Ergebnisse liefere. Der Erfinder ging auf dieses Angebot ein und das ziemlich geringe Risiko für Musk zahlte sich gewaltig aus. Nach knapp drei Jahren präsentierte Musk das Model „S“, welches das erste in einer ganzen Reihe von innovativen neuen Automobilen ohne Verbrennungsmotor sein sollte. Die Idee dahinter war eine ganze einfache. Musk wollte einen alternativen Automobilantrieb in seinem Unternehmen haben, welcher ohne die Abhängigkeit von Erdöl funktioniert. Da er selber zur Zeit des Investments gerade am Verkauf von seinen E-Bay Anteilen beschäftigt war, ein logischer Schluss.

Der Ausbau eines Streckennetzes für die dazugehörigen Ladestationen gestaltete sich jedoch ungemein schwieriger als vorerst gedacht. In der Anfangszeit hatte einer der integrierten Akkus im Model S nur eine Reichweite von knapp 100 Kilometern. In McKenzies Buch erfährt man, dass das auch der Grund für das erste Scheitern der E-Mobilität im Jahr 1907 (!) war. Nur durch ein gut verbundenes Netz von Ladestationen in und um den Wohnort des Teslas ist es möglich dieses Gefährt auch über längere Strecken zu schicken. Das Unternehmen und somit Musk verfügten jedoch nicht über die notwendige Logistik und so stand der Tesla um die Jahrtausendwende fast schon vor dem Aus.

Was ich bis zur Lektüre dieses Buches nicht gewusst habe, ist das, was dann passierte. Die drei größten Automobilbauer der USA Daimler-Chrysler, Ford und General Motors haben durch eine gewaltige Finanzspritze an Tesla die Firma vor dem finanziellen Bankrott bewahrt. Dadurch konnte eine günstigere Variante des Teslas entstehen und die Ladestationen samt dazugehörigem Streckennetz ausgebaut werden. Dass sich dieses Investment für die großen Drei jedoch jetzt als Boomerang auswirkt – man bedenke auch bei uns die rückläufigen Zahlen bei Autos mit Verbrennungsmotor – konnte damals offensichtlich niemand wissen.

Auch wenn man von Unfällen mit Brandschaden von Teslafahrzeugen in den Nachrichten hört, etwa in Norwegen, geht sein Siegeszug ungebremst weiter. Die Idee weg von den fossilen Brennstoffen zu kommen und so eine günstigere und vor allem umweltfreundliche Alternative zu schaffen, ist die Antriebskraft die Elon Musk und seinen Mitstreitern, die Kraft gibt, allen Widerständen zum Trotz weiterzumachen. Eine fesselnde Geschichte aus Sicht des Insiders McKenzie, der unbekannte Seiten und technisches Wissen mitbringt.

Insane Mode – Die Tesla-Story - Hamish McKenzie
Insane Mode – Die Tesla-Story
von Hamish McKenzie
(3)
Buch (gebundene Ausgabe)
25,70

Atombombentest in der Südsee

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 01.07.2020

Der in Wien abgeschlossene Atom-Deal ist ein Meilenstein in der Geschichte: Endlich, so sah es zumindest einige Monate aus, entschließt sich ein Land künftig auf sein Atomprogramm zu verzichten. Die mit dem Land Iran geschlossene Vereinbarung sollte in die Geschichtsbücher eingehen als der Tag, an dem die Menschheit begriff, dass die Bedrohung durch nukleare Strahlung ein zu großes Risiko und einen zu geringen Nutzen brachte. Doch leider wurde daraus nichts. Durch den Einfluss der Vereinigten Staaten haben sich die Machthaber in Teheran dazu entschieden schrittweise wieder aus diesem Abkommen auszusteigen und die Weltgemeinschaft damit erneut einen Schritt näher an den Abgrund gerückt.

Dass die Bedrohung durch den Einsatz von Kernwaffen aber nicht erst in den letzten Jahren wie ein Damoklesschwert über der Menschheit hing, zeigt eindringlich der Autor des hier vorliegenden Buches: Fred Pearce, ein britischer Agrarökonom und Journalist. Er begibt sich auf Spurensuche rund um den Globus, wo die Großmächte vergangener und aktueller Nationen immer wieder versuchten ihr Atomprogramm geheim zu halten. Selbst wenn diese Nationen eines Tages verschwinden, sind ihre nuklearen Hinterlassenschaften für die Menschen der Zukunft eine potenziell tödliche Gefahr, die man auf den ersten Blick oftmals leider nicht erkennen kann.

Einer breiten Öffentlichkeit wurden die Gefahren des Nuklearwaffeneinsatzes im August 1945 erstmals bewusst. Durch den Abwurf von zwei Atombomben in Japan gelang es den USA den militärischen Gegner durch die komplette Zerstörung zweier Großstädte in die Knie zu zwingen. Der Zweite Weltkrieg war vorbei, doch die Gefahr ist bis heute geblieben. Die zerstörten Städte wurden wieder aufgebaut, doch die im Boden vorhandene Strahlung ist für die Menschen der nachfolgenden Generationen immer noch ein gewaltiges Problem. Hiroshima und Nagasaki sind noch heute die Namen, die einem sofort einfallen, wenn es um den Einsatz von Kernwaffen geht – aber das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Ab 1947 haben die Vereinigten Staaten versucht die Sowjetunion, den damals einzigen Gegner, durch ein Atomwaffenprogramm immer wieder in die Defensive zu rücken. Ein deutscher Physiker namens Fuchs gab jedoch alle Forschungsergebnisse der ersten Atommeiler verdeckt an die Russen weiter. Dadurch gelangten Entwicklungspläne auch auf die andere Seite des Globus. Wie Pearce es sehr spitz in seinem Buch formuliert, ein Atomprogramm hatte nicht nur „Uncle Sam“, sondern auch „Onkel Josef“. Auch Frankreich und Großbritannien starteten ein eigenes Programm. Letztere nahmen ihr „Know How“ vom großen Bruder USA einfach mit nachhause.

Fast vergessene Atomanlagen in Kasachstan, welche die Reste sowjetischer Anlagen enthalten, sind noch heute fast frei zugänglich. Der Berg heißt „Belem“, die Stadt dazu gleicht einer Geisterstadt, welche zur Blütezeit fast 40.000 Menschen beheimatete. Fred Pearce gelang es dort einen Einblick in die Hinterlassenschaften einer ganzen Reihe fehlgeschlagener Atomtests über- und unterirdisch in Augenschein zu nehmen. Eine erschreckende und zugleich faszinierende Reise nach Russland, Kasachstan, USA, Algerien und auf die Hawaii-Inseln.

Fallout - Fred Pearce
Fallout
von Fred Pearce
(3)
Buch (gebundene Ausgabe)
25,70

Die Vernichtung der Arten

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 01.07.2020

In der Geschichte unseres Planeten gab es in Summe fünf große Massensterben. Zu keinem Zeitpunkt davon war der moderne Mensch jedoch schon Teil des Planeten. Immer wieder ist es also schon passiert, dass nicht nur einzelne Spezies, sondern ganze Artenstämme ausgestorben sind. Die Gründe dafür waren sehr unterschiedlich. So hat etwa ein gewaltiger Asteroid vor knapp 65 Millionen Jahren fast die gesamte Population der Dinosaurier ausgelöscht. Lediglich die Vögel und die Krokodile blieben davon weitgehend verschont. Die Vögel, so glauben die modernen Evolutionsforscher unserer Zeit, überlebten lediglich dadurch, dass sie sehr klein waren. Krokodile lebten in den Meeren, welche von dem gewaltigen Einschlag weniger stark betroffen waren. Das ist das bekannteste Massensterben unserer Welt.

Weit weniger bekannt jedoch ist eine weitere Katastrophe, die unseren Planeten heimgesucht hat. Vor mehreren Millionen Jahren traf ein Gammablitz unsere Heimat. Dieser hatte die gleichen negativen Auswirkungen auf unsere Tierwelt. Ganze Populationen starben aus. Doch nun stehen wir vor dem sechsten großen Massensterben. Noch nie in der Geschichte unseres Planeten standen dermaßen viele Bewohner kurz davor für immer zu verschwinden. Der deutsche Evolutionsbiologe und Wissenschaftshistoriker Matthias Glaubrecht begibt sich mit historischen Dokumenten und fossilen Überresten auf Spurensuche.

Seine Nachforschungen ergeben ein groteskes und manchmal auch verwirrendes Bild für mich. Obwohl auch in unserem Jahrhundert vereinzelt immer wieder neue Arten entdeckt werden, man denke etwa an die Erfindung des Atommikroskops, ist dennoch ein starker Trend auszumachen. Immer mehr Tierarten geraten auf die „rote Liste“ der bedrohten Arten. Quer durch alle Kontinente unserer Erde ist diese Entwicklung nachzuvollziehen. Sei es nun in den Steppen der afrikanischen Savanne oder im Regenwald Brasiliens. Ganz egal, wo Herr Glaubrecht auch hinsieht, überall ergibt sich das gleiche Bild. Immer mehr Tierarten geraten durch unterschiedliche Einflüsse in Bedrängnis.

Diese Tragödie hat jedoch viele Seiten, welche Herr Glaubrecht aufzeigt. Der Klimawandel zerstört den Lebensraum vieler großer und kleiner Tiere immer mehr. Der Regenwald Südamerikas wird zunehmend auch noch durch die starke Abholzung verkleinert. Durch die kontrollierte Vernichtung ganzer Biohabitate verschwinden nicht nur die Wälder, sondern auch die Tiere, die darin leben. Das trifft vor allem Affen und Gorillas, aber auch eine ganze Bandbreite von Papageienarten.

Ein Buch, das eine dramatische Veränderung der Biodiversität unseres Planeten aufzeigt und zum Nachdenken anregt. Da Herr Glaubrecht Wissenschaftshistoriker ist, gibt es immer wieder einen historischen Rückblick, was das Lesen teilweise etwas ermüdend macht. Man erfährt zwar sehr viel Neues, aber auch manches, was man schon aus den Nachrichten oder diversen Tierdokumentationen kennt. Auch die Tatsache, dass das Werk über 1000 Seiten hat und immer wieder Wiederholungen aufwirft, macht es zwar interessant, aber dennoch an mehreren Stellen viel zu langatmig, um es komplett zu lesen.

Das Ende der Evolution - Matthias Glaubrecht
Das Ende der Evolution
von Matthias Glaubrecht
(5)
Buch (gebundene Ausgabe)
39,10

Die Zukunft nach Big Data

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 16.06.2020

Stellt man heutzutage in Österreich eine Online-Suchanfrage, so würden die meisten von uns automatisch an die Suchmaschine Google denken. Nur wenige können sich noch daran erinnern, dass in der Anfangszeit der weltweiten Suche und Recherche zu Informationen aller Art auch eine ganze Reihe an anderen Suchmaschinen existiert hat. Immer häufiger hört man aber in letzter Zeit von der allumspannenden Macht von Google und dem dazugehörigen Firmenimperium. Vom Sitz in Mountain View, im US-amerikanischen Kalifornien, wird dieser Weltkonzern gesteuert. Doch wie lange noch?

Der renommierte Wirtschafts- und Technologieexperte George Gilder glaubt, dass hier der Punkt bereits überschritten ist, an dem alle Welt von den Suchergebnissen von Google abhängt. Mehr als 90 Prozent der suchenden Menschen klickt lediglich die ersten drei Suchergebnisse an, die restlichen Millionen Möglichkeiten verschwinden erneut in den Weiten des Internets. Doch immer mehr alternative Suchmaschinen rücken der Allmacht von Google auf die Pelle. Die alleinige Weltherrschaft von Google ist bald vorbei, ist sich Gilder sicher.

Und er geht in seinem neuen Buch sogar noch einen Schritt weiter: Er ist der festen Überzeugung, dass Google in weniger als 15 Jahren (!) bereits in vielen Ländern der Erde nur noch eine Randnotiz für Internet-Historiker ist. Seiner Meinung nach ist bereits jetzt die große Zeit der „Big Data“, also der Speicherung von großen Datenmengen über jeden von uns Menschen, vorbei. Zu viele Länder und deren regionale Gerichte bereiten Gesetze vor, um Google hier Einhalt zu gebieten. Auch wenn hier noch eine ganze Menge an Arbeit vor den Justizbehörden liegt, so zeichnet sich, seiner Meinung nach, hier ein erster gewaltiger Umbruch an.

Dem Niedergang von Google sind jedoch nur die ersten beiden Kapitel seines sehr informativen Buches gewidmet. Der Großteil beschäftigt sich mit dem kometenhaften Aufstieg der Blockchain, also des bargeldlosen, alternativen Zahlungsverkehrs. Auch wenn große Konzerne wie Google und andere Tech-Giganten dies immer noch leugnen, so gehört laut Gilder ihnen die Zukunft. Sehr umfangreich und detailliert beschreibt er die ersten Gehversuche dieser neuen Technologiestufe und wo wir heute bereits stehen.

Sehr interessant fand ich etwa in seinem Buch, dass man den eigentlichen Erfinder der Bitcoins und seiner diversen Abarten bis heute als reale Person nicht greifen kann. Er ist ein vermutlich japanischer Technologieexperte, welcher nur durch verschlüsselte Kanäle mit seinen Anhängern kommuniziert. Auch das tut er nur zu sehr unregelmäßigen Zeiten und daher kam Ende 2010 das Gerücht auf, er sei verstorben oder gar von einem Geheimdienst eliminiert worden. Als jedoch ein australischer Milliardär von sich selbst behauptete der unbekannte Erfinder der Blockchain zu sein, rief dies den ursprünglichen Erfinder wieder auf den Plan. In einem direkten Gespräch mit Gilder, über einen mehrfach verschlüsselten Kanal, nahm er mit ihm Kontakt auf.

Sehr informativ, wenn man sich, so wie ich, fragt, wie das mit Google so weitergehen kann. Sollten Sie Interesse am aktuellen Stand zu den verschiedenen Blockchain-Formen und seinen Möglichkeiten haben, sind Sie hier ebenfalls richtig.

Das Leben nach Google - George Gilder
Das Leben nach Google
von George Gilder
(2)
Buch (Paperback)
25,60

Louise Bonis 6ter Fall

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 09.06.2020

Wieder sind vier Monate vergangen und Louise Boni kämpft mit den Geistern ihrer Vergangenheit. Seit dem Tod ihres Vorgesetzten Rolf Bermann ist auch der letzte ihrer einstigen Mitstreiter aus dem Dezernent 11 aus Bonis Anfangszeit bei der Kripo Freiburg verschwunden. Bermanns Nachfolger im Dezernat 11 ist Leif Enders, ihr aus Berlin erst kürzlich nach Freiburg versetzter neuer Chef. Da Louise Boni jedoch nur schwer mit Veränderungen in ihrem Leben umzugehen versteht, dauert es nicht lange bis es zum ersten Streit zwischen den beiden kommt. Hinzu kommt, dass ihre erst kürzlich entstandene neue Liebschaft mit Ben Liebermann leider auf eine Fernbeziehung umgeschwenkt ist.
 
Da kommt es Boni gerade recht, dass ein neuer Fall auf die Kripo Freiburg im Breisgau wartet. Von einem Informanten erhält Boni den Tipp, dass zwei Waffen russischer Bauart, eine Tokarev und eine Makarov, auf verschlungenen Pfaden den Weg nach Freiburg gefunden haben. Sie geht dem anonymen Hinweis nach, auch um einem möglichen baldigen Gewaltverbrechen vorzubeugen. Bei ihren ersten Ermittlungsansätzen stößt sie auf eine in Freiburg aktive Neonazizelle namens „Brigade Südwest“ sowie eine weitere rechte Verbindung namens „Heimatschutz Freiburg“. Beide Zellen dürften sich überschneiden, jedenfalls haben sie Kontakt zueinander. Doch sowohl die politische Ausrichtung, als auch die Art der Gesinnung sind bei den Mitgliedern höchst unterschiedlich. Dass sie sich auf einem Campingplatz nahe Freiburg treffen, ist zudem höchst verdächtig.
 
Bei dem geplanten Treffen auf dem unscheinbaren Campingplatz geht es offensichtlich um den direkten Einsatz der beiden russischen Schusswaffen. Das Ziel, so glaubt Boni anfangs, ist ein aus Kenia stammender Geistlicher namens Ludwig Kabangu. Kabangu selbst ist sich offensichtlich der drohenden Gefahr nicht bewusst und verfolgt daher in Freiburg seine eigenen Ziele. Unabhängig des aktiven Neonazi-Netzwerks begibt er sich auf die Suche nach dem Urgroßvater seiner verstorbenen Frau. Da es sich um einen Farbigen handelt und dieser zudem auch noch ohne Personenschutz in der Stadt unterwegs ist, ist er ein ideales Ziel für die Neonazis. Diese lauern ihm an verschiedenen Stellen auf und bereiten eine Falle vor. Doch auch Kabangu selbst hütet ein Geheimnis, von dem Louise Boni nichts ahnt.
 
Nachdem man in den vorangegangenen Bänden die unterschiedlichsten Probleme wie Menschenhandel, Industriespionage, Waffenschmuggel oder deutsche Vergangenheitsbewältigung als Ausgangslage hatte, gibt es auch hier wieder ein sehr präsentes Kernthema: Die Problematik mit verschiedensten deutschen Neonazi-Netzwerken und deren Verdrängung aus dem allgemeinen gesellschaftlichen Gedächtnis. Frei nach dem Motto: Was ich nicht sehen kann, ist nicht vorhanden – eine durchaus interessante Thematik, welche man aus diesem Blickwinkel kaum wahrnimmt.
 
Wie schon in den vergangenen fünf Bänden gibt es auch hier eine ganze Menge an Lokalkolorit der Gegend in und um Freiburg im Breisgau. Verfügt man über etwas Ortskenntnis innerhalb der Region, ist man hier ganz klar im Vorteil. Viele Straßennamen und Ortsteile habe ich auch hier zum ersten Mal gehört. Es wird aber auch immer wieder alles schön erklärt, was das Lesen dadurch sehr angenehm und flüssig gestaltet. Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung!

Im weißen Kreis / Louise Bonì Bd.6 - Oliver Bottini
Im weißen Kreis / Louise Bonì Bd.6
von Oliver Bottini
(8)
Buch (Taschenbuch)
10,30

Aufstieg und Fall unserer Gesellschaften

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 28.05.2020

Unsere moderne Welt gliedert sich in unterschiedliche Länder und Regionen. Auch wenn manche von ihnen heute moderner und fortschrittlicher anmuten als andere, so sind wir dennoch eine große globale Gemeinschaft. Gerade in Zeiten, welche von modernen Medien als „schwierig“ bezeichnet werden, wird einem dies wieder richtig bewusst. Besonders in Krisenzeiten fällt aber auch auf, wie unterschiedlich die verschiedenen Länder mit Krisen umzugehen versuchen – und wie gut oder schlecht sie diese dann bewältigen. Die Coronakrise ist nur das aktuellste Beispiel dafür.
 
Jared Diamond, der Autor des hier vorliegenden 700 Seiten-Wälzers begibt sich auf eine weltweite Spurensuche, um herauszufinden, wie es schon in der Vergangenheit passieren konnte, dass große Reiche und gebildete Völker wieder von unserer Erde verschwunden sind. Seine Reise führt ihn in die hintersten Winkel unseres Planetens, zu teils sehr abgelegenen, indigenen Völkern. Jedoch sind auch moderne Gesellschaften oder Staatsformen nicht vor einem Untergang gefeilt. Diamonds aktuellstes Beispiel ist die Sowjetunion. Hierbei muss noch erwähnt werden, dass das Buch im Original bereits 2005 erschienen ist und somit noch kein Bezug zu aktuelleren Krisen herangezogen werden kann – doch besonders aus der Geschichte sollte man für die Gegenwart lernen.
 
Für den Untergang oder das Überleben einer Gesellschaftsform gibt Diamond in seinem Buch fünf Faktoren an. Diese werden dann im Einzelnen sehr umfangreich beschrieben, wodurch ich mich im Folgenden auf zwei beschränken werde. Der eine Grund, den Diamond nennt, ist die Zerstörung der Lebensgrundlage einer Gesellschaft. Sollte das Umfeld mit Nahrungsmitteln oder dringend benötigten Baumaterialien plötzlich nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, so droht der Zusammenbruch dieser Gesellschaft. Vor allem Völkern, die in einer isolierten Umgebung leben und daher von außen keine Hilfe erwarten können, droht dieses Schicksal. Als Beispiel nennt er hier unter anderem die Osterinseln. Der Zusammenbruch dieses Volkes im Südpazifik Mitte des 17. Jahrhunderts war bereits einige Jahrzehnte zuvor absehbar. Durch die komplette Abholzung ihres Regenwaldes auf der Insel waren die Bewohner nicht mehr in der Lage Holz für Fischerboote zu verwenden und somit die Nahrungsversorgung für die eigene Bevölkerung zu gewährleisten.
 
Eine zweite sehr interessante These dieses Buches ist die Gefahr des Wegfalls der „freundlichen Nachbarn“ als Handelspartner. In der Geschichte der Menschheit haben sich nur sehr wenige Hochkulturen entwickelt ohne mit anderen Völkern zu interagieren. Auch wenn moderne Medien uns manchmal den Eindruck vermitteln, dass in früheren Zeiten oft und allerorts Krieg herrschte, so sind viele frühe Hochkulturen erst durch den regen Austausch mit anderen Volksgruppen entstanden. Sollte einer oder mehrerer dieser „freundlichen Nachbarn“ plötzlich den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch mit der Hochkultur abbrechen, so droht der Untergang dieses Volkes. Nicht jede Zivilisation ist in der Lage jedes benötige Produkt selbst zu produzieren – eine wirklich interessante und lesenswerte These mit sehr aktuellem Bezug.
 
Lassen Sie sich vom Umfang dieses Buches nicht abschrecken, es liest sich sehr schnell und flüssig. Außerdem kann man sich bei Interesse einzelne Kapitel heraussuchen und muss somit nicht das ganze Buch in einem Stück lesen. Ich habe das selber genauso gemacht. Es ist sehr informativ und auch knapp 15 Jahre nach seinem Erscheinen noch immer aktuell zu lesen.

Kollaps - Jared Diamond
Kollaps
von Jared Diamond
(4)
Buch (Taschenbuch)
15,50

Römer, auf in die Welt!

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 26.05.2020

Wir schreiben das Jahr 43 nach Christus. Fast 1400 Kilometer von der Heimat entfernt beginnt eine aus vier römischen Legionen bestehende Armee mit der Vorbereitung einer Invasion, wie sie die Welt schon lange nicht mehr gesehen hat. Das römische Reich streckt seinen Arm nach Britannien aus. Für die nächsten fast 400 Jahre sollte dies die nördlichste Provinz des Reiches sein. Im Gegensatz zu vielen anderen teils abgelegenen Regionen ist in dieser Provinz jedoch militärisch immer viel los, ständig sehen sich die römischen Besatzungstruppen mit Aufständen der einheimischen Bevölkerung konfrontiert. Doch es gibt auch positive Effekte der römischen Besatzungszeit Britanniens. Der Wohlstand und Luxus, etwa von Bodenheizungen, stammt aus jener Zeit. Die Römer bringen nicht nur viele Gebrauchsgegenstände mit in das neu erworbene Gebiet, auch der technische Fortschritt ist unübersehbar.

In diesem Buch, welches begleitend zu einer Ausstellung entstand, zeigen die beiden britischen Autoren die guten und schlechten Seiten der römischen Herrschaft Britanniens. Ein wirklich gut recherchiertes Buch, welches Lust macht diese Ausstellungen einmal selbst zu besuchen!

Das römische Weltreich - Rainer Vollkommer
Das römische Weltreich
von Rainer Vollkommer
(1)
Buch (Kunststoff-Einband)
20,60

Was man übers Baby wissen sollte

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 26.05.2020

Nach neun Monaten hat das lange Warten endlich ein Ende: Der Nachwuchs zieht ins Haus ein und damit eröffnet sich eine ganze Reihe an Fragen. Nicht nur sollte jetzt besprochen werden, wie das Baby erzogen wird – auch über Hygienemaßnahmen muss spätestens jetzt nachgedacht und entschieden werden. Das Baby selber kann einem zwar deutlich machen, wie und wann es beispielsweise Hunger hat, aber wie man das Füttern dann wiederum richtig macht, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Unterstützung erhält man hier in Österreich für gewöhnlich durch eine Hebamme. Ich denke, das wird auch in den meisten anderen westlichen Ländern der Fall sein. Sollten Sie übrigens der Meinung sein, dass dies auf der ganzen Welt gleich sei, so liegen sie hier leider falsch.

Einige vorgestellte Kapitel in diesem Buch sind so in dieser Form, denke ich persönlich, nur in westlichen Staaten zutreffend. Mir war bis zu dieser Lektüre nicht bewusst, welche großen Unterschiede es in den verschiedenen Kulturkreisen gibt. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich beispielsweise berichten, dass die im Buch vorgestellte Form des Tragetuchs bei uns in Österreich in dieser Form leider so nicht existiert. Hier merkt man dann doch die Unterschiede amerikanischer und europäischer Eltern. Hilfreich hingegen sind beispielsweise aber die vorgestellten Techniken der richtigen Ernährung der Mutter oder die verschiedenen Arten des Windelwechselns. Und JA, hier gibt es eine ganze Reihe, welche ich vor diesem Buch noch nicht kannte.

Die erste große Herausforderung ist die des Stillens. Diese wird im Buch von Heidi Murkoff sehr umfangreich beschrieben.
Übrigens ist sie nur Herausgeberin des Buches. Es gibt eine ganze Reihe an weiteren Mit-Autoren, welchen im (zu) umfangreichen Vorwort dann sehr überschwänglich gedankt wird. Die Originalvorlage dieses Buches erschien bereits Mitte der 1990er Jahre und wird seitdem immer wieder am amerikanischen Buchmarkt neu aufgelegt. Im Jahr 2015 entschied sich auch der MVG-Verlag dieses Werk auf Deutsch zu übersetzen und das Ergebnis sieht man hier.

Ob es sich wirklich um das „meistgelesene Buch der Welt“ handelt, vermag ich nicht zu beurteilen. Was ich jedoch mit Sicherheit sagen kann, ist, dass ein Werk, welches sich bereits seit über 30 Jahren in unterschiedlichen Aufmachungen am Markt hält, schon für eine fixe Leserschaft spricht. Manche Angaben im Buch sollte man nicht allzu ernst nehmen, jedenfalls wäre es definitiv klüger im Vorhinein auch seine Hebamme zum gleichen Thema zu Rate zu ziehen. Direkte Infos vom Fachmann oder der Fachfrau sind doch immer aktueller und auch individuell angepasst. Die richtige Handhabe mit dem eigenen Baby liegt ja doch jedem von uns am Herzen.

Die Anzahl der Illustrationen ist leider an einer Hand abzählbar, auch hier hätte ich mir etwas mehr erwartet. Auch wenn einige der Aussagen im Buch so leider nicht wirklich anwendbar sind, haben sie mir dennoch ein sehr schönes Sammelsurium wissenswerter Informationen und neuer Einsichten zum Thema Baby gewährt und daher eine gute Ergänzung darstellt. Kann man daheim haben, muss aber nicht sein.

Das erste Jahr mit Baby - Heidi Murkoff
Das erste Jahr mit Baby
von Heidi Murkoff
(3)
Buch (Taschenbuch)
25,70

 
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