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BuchhändlerInnen im Portrait

Philipp Brandstötter
aus der Thalia-Buchhandlung in Linz

Gesamte Empfehlungen 278 (ansehen)


Meine Empfehlungen

Ein britisches Mini-U-Boot auf Irrfahrt vor Italien

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 30.12.2019

Das britische Mini-U-Boot XE 51, ist ein Spionageboot, welches mit einer Mannschaft von nur vier Besatzungsmitgliedern belegt werden kann. Anfang 1943 erhält es den Auftrag, ein deutsches Schwimmdock an der italienischen Südküste zu sprengen, um die Landung der alliierten Truppen in Italien zu gewährleisten. XE 51, von seiner Besatzung liebevoll „Zwerg“ genannt, sticht von Casablanca aus in See. Die vierköpfige Besatzung besteht aus zwei älteren und einem jüngeren britischen Staatsbürger, sowie einem Mitglied der australischen Freiwilligenarmee. Aufgrund des Altersunterschiedes, der politischen Gesinnung und der Enge im nur zwölf Meter langem Boot kommt es immer wieder zu Umstimmigkeiten.

Die Vorbereitung der Sprengung des Schwimmdocks gelingt. Sowohl das Anpirschen, als auch die Überwindung des U-Boot Sperrnetzes können ohne größere Probleme von statten gehen. Als XE 51 unter seinem Kommandanten Ralph Curits jedoch den Rückzug aus der Bucht antritt, kommt es zur Katastrophe. Ein zufällig vorbeikommender Schleppkahn verhindert das pünktliche Auslaufen aus dem Hafen, denn die Zeitschaltuhr zur Sprengung ist bereits aktiviert. Der „Zwerg“ wird unter dem Schwimmdock eingeklemmt und schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Mannschaft ist gezwungen, das U-Boot an der nächstgelegen Küste aufzugeben.

Dieser Küstenabschnitt jedoch befindet sich noch in den Händen der Achsenmächte, allen voran der Italienischen Faschisten. Der Krieg in Nordafrika ist verloren. Deutschland und Italien ziehen sich immer weiter aufs europäische Festland zurück. Da Curits und seine drei Männer jedoch nun sowohl kein U-Boot als auch keine Verbündeten in Italien haben, müssen sie untertauchen. Das ganze wird noch dadurch erschwert, dass sie der italienischen Sprache nicht mächtig sind und mit ihren britischen Marineuniformen unter der italienischen Zivilbevölkerung sofort auch auffallen.

Es bleibt den vier Männern nichts anderes übrig, als sich zu verstecken. Sie hoffen darauf, dass sich der alliierte Angriff auf Italien schnell zu ihren Gunsten lösen wird. Beim Ausstieg aus dem U-Boot verliert das jüngste Crewmitglied, Ian Carvies, den Anschluss an die restliche Gruppe und ist gezwungen, sich vorerst alleine durch das hügelige Gelände unter feindlich gesinnten italienischen Faschisten und moderaten Carabinieri durchzuschlagen .

Carvies hat Glück und gelangt in ein Dorf, welches von Gegnern des Nazi-Regimes und deren italienischen Bündnispartnern kontrolliert wird. Der Bürgermeister des Ortes und seine Tochter gewähren ihm Unterschlupf. Als jedoch die deutsche Gegenoffensive gegen die alliierten Invasionstruppen startet, müssen Curtis und seine Männer erneut die Flucht ergreifen. Auf der Suche nach Carvies stoßen sie auf den, von Deutschland annektierten, Frachter „Antilles“. Dieser ist voller verwundeter Brieten aus dem Afrikakoprs, welche die Flucht nach Süden antreten möchten. Die nun beginnende Jagd der zusammengewürfelten Crew aus Brieten und Italienern gibt einen spannenden Einblick in ein wenig bekanntes Kapitel des Zweiten Weltkrieges.

Das U-Boot-Netz - Alexander Kent
Das U-Boot-Netz
von Alexander Kent
(1)
Buch (Taschenbuch)
8,20

Das Mittelalter neu gesehen

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 29.12.2019

Das Mittelalter erscheint für uns Menschen der Neuzeit als eine Zeit der Dunkelheit und der Rückentwicklung. Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches und dem damit verbundenen europaweiten Bevölkerungsrückgang glauben viele Menschen noch bis heute, zu Unrecht, das die Zeit von 500-1500 n. Chr. nur eine Epoche des Niedergangs und der Rückständigkeit war. Das dem aber bei Weitem nicht so ist, zeigt sehr anschaulich und reich bebildert das hier vorliegende Jugendbuch.

Auch die Mittelalterforschung hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Durch das Auswerten historischer Texte und neueren Funden auf dem europäischen Kontinent konnte hier eine ganze Reihe an Fehlinformationen widerlegt werden. Quer durch alle Bevölkerungsschichten zeigt dieses Buch in einfacher und dennoch sehr informativer Art und Weise wie sich der Blick der modernen Forschung stark gewandelt hat. Ein Buch welches, wie ich finde, nicht nur für junges, sondern auch junggebliebenes Publikum bestens eignet.

Reifere Menschen wurden in ihrer Schulzeit davon unterrichtet, wie unhygienisch und finster es einst auf den großen Burgen und Schlössern quer durch Europa zugegangen ist. Natürlich entsprach das Leben auf einer Burg nicht dem heutigen Lebensstandart. Viele Menschen vergessen gerne, dass die Erfindung des elektrischen Lichts gerade einmal 180 Jahre her ist. Auch die Errungenschaft einer Bodenheizung wurde nicht erst in der Neuzeit entwickelt sondern ist auch den Menschen der damaligen Zeit schon bekannt. Viele Städte des Mittelalters haben sich im wesentlichen Zügen seit dieser Zeit kaum verändert. Als Beispiel sei hier etwa die deutsche Stadt Rothenburg ob der Tauber zu erwähnen. Sowohl die engen Gassen als auch die Stadtmauern und das Burgtor sind heute genauso wie vor 800 Jahren zu bestaunen.

Auch hatte die Burg als solches nicht nur eine Schutzfunktion vor Raubrittern und anderem plünderndem Volk. Die Burg bot auch Schutz vor Naturkatastrophen und den strengen Wintern. Die Jahreszeiten, welche aufgrund des Klimas zusehends einer Veränderung unterliegen, waren im Mittelalter noch viel stärker ausgeprägt. In der „modernen“ Burg hatte man Möglichkeiten Lebensmittel möglichst trocken und somit haltbar zu lagern. In diesen strukturierten Hierarchien kam es auch zu keinen Hungersnöten. Auch diese Klischees konnte die moderne Forschung widerlegen.

Das viel erlerntes und erprobtes Wissen der Antike in jener Zeit verloren ging, ist eine weitere Fehlinformation, welche dieses Buch gekonnt korrigiert. So hatten Mönche in ihren umfangreichen Bibliotheken in Klöstern nicht nur Räumlichkeiten, sondern auch die Möglichkeit Wege zu finden den Herausforderungen dieser Zeit entgegen zu wirken. Krankheiten und Seuchen, der die Menschheit noch heute ausgesetzt ist, konnten schon wirksam bekämpft werden. Sogar eine mittelalterliche

Version der Brille brachte jene Zeit hervor. Auch dass es ständig politische Unruhen und somit Krieg gab ist eine Metapher, welche die moderne Forschung widerlegt. Es gab immer wieder auch längere Phasen des Friedens und des guten Miteinanders. Ein wirklich tolles Buch, welches ich nicht nur einem jugendlichen Publikum sondern auch einer schon reiferen Leserschaft empfehlen möchte. Hier wird eine ganze Reihe an veraltetem und angestaubtem Wissen neu und auf dem aktuellen Stand der Forschung dargestellt.

Geheimnisvolle Welt des Mittelalters - Karolin Küntzel
Geheimnisvolle Welt des Mittelalters
von Karolin Küntzel
(6)
Buch (gebundene Ausgabe)
15,50

auf dem neusten Stand der Forschung

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 29.12.2019

Sein Name steht heute in der modernen Popkultur für eine der schillerndsten Gestalten des Spätmittelalters: Robin Hood. Wie kaum ein anderer Name taucht er immer wieder auf, wenn es um die gerechte Verteilung von Lebensmitteln, Kleidung und anderen Dingen des täglichen Lebens geht. Dass sich die Mythen und die Geschichten rund um Robin Hood im Laufe der Zeit jedoch stark gewandelt haben, zeigt dieses Buch der deutschen Mediävistin Judith Klinger. Auf sehr informative und leicht lesbare Art wird hier dargestellt, was die moderne Forschung zur historischen Gestalt Robin Hoods belegen kann.

So war für mich äußert interessant zu erfahren, dass etwa die Figur als solches selbst in Historikerkreisen des 17ten Jahrhunderts bereits stark umstritten war. Einige Regionalforscher jener Zeit glaubten schon damals nicht, dass es ein reales Vorbild rund um Sherwood Forrest gab. Hierzu muss man zunächst wissen, und auch das war mir neu, dass die moderne Forschung den eigentlichen Wald von Sherwood heute nicht mehr als die angebliche „Wirkungsstätte“ Robins sieht. Mittlerweile haben Forscher seit über 300 Jahren versucht, Anhaltspunkte zu finden wo Robin wirkte. Interessanterweise wird die Stadt Nottingham in historischen Berichten kaum erwähnt. Die Region weiter südlich des bekannten Waldgebiets jedoch umso häufiger.

Auch war es sehr informativ darüber zu lesen, dass die frühesten Überlieferungen über die Robin Hood Sage wesentlich gewaltbereiter waren, als es in der Neuzeit oft gezeigt wird. So war Robin etwa einem vom Sheriff von Nottingham, ausgesandten Kopfgeldjäger ausgesetzt. Er trug den Namen „Guy of Guisoborne“ und war in ein Eselskostüm gekleidet. Robin tötet ihn in einem Zweikampf nur mit einem Stock (und nicht mit einem Schwert) und trennt ihm auch noch den Kopf ab. Diese frühen Aufzeichnungen des „Outlaws“ werden heute in Zeiten von TV, Fernsehen und digitalen Medien so nicht mehr dargestellt.

Während einzelne Figuren der Hood Legende heute historisch belegbar sind, sind andere Erfindungen und Neudichtungen erst seit 200 Jahren in dieser Form existent. Der Sheriff ist durch mehrere historische Texte und Gerichtsdokumente eindeutig fassbar. Andere handelnde Personen wie etwa Marian, die Frau an seiner Seite, tauchen erst in der frühen Neuzeit auf. Die entsprachen nicht der Weltanschauung des Spätmittelalters und fehlen daher in den frühsten Überlieferungen um 1190 völlig. Seine rechte Hand „Little John“ hingegen, findet sich durch alle Überlieferungen und sollten demnach einen wahren Kern besitzen.

Es gibt zirka 160 Kilometer südlich von Sherwood eine Grabstätte. Diese war einem Regionalforscher des 17ten Jahrhundert bereits bekannt. Durch einen Kupferstich sowie einen Eintrag in dessen zahlreichen Aufzeichnungen sind uns Grundzüge der damaligen Inschrift überliefert. Der Grabstein aus dem 19ten Jahrhundert ist stark verwittert und nicht mehr lesbar. Den Ursprung der Legende sahen auch andere früheste

Regionalforscher schon in den „Mai-Spielen“. Eine Art Frühlingsfest in welchem die gesellschaftlichen Regeln für wenige Tage ausgesetzt wurden. Das ganze wird mit schönen Bildern und Fotografien im Drei-Farb-Ton (grau, schwarz und passend zu Robin in grün) illustriert. Ein informatives und geschichtsträchtiges Buch über eine schillernde Persönlichkeit. Sollten Sie als Leser, so wie ich, daran interessiert sein was die profunden Historiker über Robin Hodd heute belegen können, liegen Sie bei diesem Buch absolut richtig!

Robin Hood - Judith Klinger
Robin Hood
von Judith Klinger
(6)
Buch (gebundene Ausgabe)
15,40

Die Jagd geht weiter

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 29.12.2019

Einige Wochen sind vergangen seit Terry West und die restliche Mannschaft des U-Boots „Kopernikus“ erneut den Handlangern des Pharmakonzerns Biosyde entkommen konnten. Leider ist die Crew nun vollkommen auf sich gestellt, da Onkel Simon nun keine Forschungsaufträge mehr von internationalen Universitäten annehmen kann. Sie werden in zwei Ländern von der Polizei gesucht. In einem Fall sogar wegen eines Mordes, welchen man Terry und ihren Mitstreitern anlasten will. Die Macht und die finanziellen Mittel von Biosydes Chefin Valerie DeBoes sind unerschöpflich, so scheint es zumindest.

Die Mannschaft der Kopernikus ist auf sich alleine gestellte. So beschließen die Mitglieder, Kurs auf Venedig zu nehmen. Terrys Mutter hatte in ihrer aktiven Zeit rund um den Globus viele Freunde. Einer davon ist ein Biochemiker, welcher noch immer gute Kontakte zu Terrys Onkel Simon pflegt. Da die Crew Freunde und Unterstützung nun dringend nötig hat, beschließen sie das Risiko einzugehen und besuchen das Forschungslabor samt dessen Professor. Doch gleich zu Beginn entdeckt Terry Auffälligkeiten. Nicht nur das Erscheinungsbild des Professors auch dessen Fachkenntnisse werfen Fragen auf.

Gerade noch rechtzeitig gelingt Terry und Onkel Simons rechter Hand Johann die Flucht. Auch wenn sie nicht in Erfahrung bringen konnten, was der eigentlich Grund für die Forschungstätigkeit von Amanda West ist, so haben sie dennoch einen wichtigen Hinweis auf ihre Experimente erhalten. Motiviert durch diesen Fortschritt begeben sie sich auf weitere Suche auf die griechische Insel Santorin. Auch hier erwartet sie eine ebenso spannende Suche. Denn alles deutet darauf hin, dass das Artefakt namens „Jerichos Splitter“ ein Geheimnis birgt, das weit über die Vorstellungskraft von Terry und ihren Mitstreitern hinausreicht.

Eine weitere Spur führt sie noch in ein mysteriöses Spukschloss in die verregneten schottischen Highlands. Nicht nur das dort wohnhafte Ehepaar und deren Page machen einen äußerst dubiosen Eindruck auf Terry. Das Schloss selber ist geradezu übersät mit einer Vielzahl an Geheimgängen und verborgenen Geheimnissen. Auch hier liegt es an der jungen Frau West durch ihre unglaublich wissbegierige Art und unerschütterlichen Neugierde diese Geheimnisse nach langer Zeit wieder zurück ans Licht zu führen.

Wie auch der erste Band der „Code Genesis“ Reihe eine absolut fesselnde Geschichte. Ein wirklich gelungener Übergang, welcher mich schon gespannt darauf warten lässt, wie die Geschichte um die Crew der „Kopernikus“ ihr Ende finden wird. Wilde Verfolgungsjagden, ein übermächtiger Pharmakonzern als Gegner, ein großes Geheimnis und immer wieder eine rasante Handlung machen diese Reihe für mich zu einem der besten Bücher in diesem Jahr! Kann ich jedem Leser empfehlen, der schon alle Bände von Clive Cussler besitzt und nun nach einer wirklich gelungenen neuen, mehrbändigen Reihe mit maritimer Spannungsliteratur sucht.

Code Genesis - Sie werden dich jagen - Andreas Gruber
Code Genesis - Sie werden dich jagen
von Andreas Gruber
(1)
Buch (Paperback)
13,40

Asterix und die fehlende Handlung

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 22.11.2019

Nach fast genau zwei Jahren ist es endlich wieder soweit, ein neuer Band aus der Asterix-Reihe ist erschienen. Von vielen begeisterten Lesern sehnsüchtig erwartet, kann man nun nach längerer Pause wieder in das große Asterix-Universum eintauchen. Wie auch schon in den letzten drei neuen Bänden unter der Regie des neuen Texters Jean-Ives Ferry und dem Zeichner Didier Conrad. Aufmerksamen Lesern wird wieder gleich auffallen, dass sich der herausgebende „Ehapa“ Verlag wieder dazu entschieden hat, Gosszinny und Uderzo als Herausgeber beizubehalten, auch wenn diese ja schon vor Längerem gestorben sind.

Nach dem wirklich sehr schwachen Band „Gallien in Gefahr“, welcher der letzte aus der Hand der ursprünglichen Asterix Erfinder war, wurde es lange ruhig um unsere beiden beliebten Helden Asterix und seinen besten Freund Obelix. Mit fast acht Jahren Pause kam dann der erste Band „Der Papyrus des Caesar“ unter der Leitung der neuen beiden Zeichner und Textschreiber heraus. Dieser besticht vor allem durch seine wirklich neue Idee, wie man die Geschichten um Asterix und seine Freunde mit frischem Wind (wieder-)beleben kann. Danach kamen im 2-Jahres-Rhythmus wieder neue Bände hinzu.

Der diesjährige Band behandelt eine Thematik, die Kenner der römischen Antike nicht unbekannt sein dürfte, der Kampf zwischen dem gallischen Heerführer Vercingetorix und seinem Widersacher Caesar. Erster hat, wie man heute als gebildeter Mensch gut weiß, den Kampf gegen Caesars Heer verloren und sein Freiheitskampf war danach den Untergang geweiht. Hier setzt dann der neue Asterix-Band an. Es wird davon ausgegangen, dass Vercingetorix eine Tochter hatte, von welcher niemand etwas wusste. Das zieht sich dann über den ganzen aktuellen Band, jeder ist überrascht, die Tochter des gallischen Kriegers vor sich zu haben.

Zwei Häuptlinge aus dem Stamm der Arverner, einem auch historisch belegten Völkchen in der Bretagne, gelingt kurz vor Ausbruch der Kampfhandlungen zwischen Caesars Legionen und den Anhängern Vercingetorix' die Flucht nach vorne. Sie schaffen die unbekannte Häuptlingstochter ins (große Überraschung) Dorf der gallischen Helden. Ihr Ruhm, sich immer wieder sehr erfolgreich gegen die römische Besatzungsarmee zu behaupten, ist auch in andere Teile Europas bereits durchgedrungen. Sie bitten die Gallier auf Vercingetorix' Tochter so lange aufzupassen, bis sie eine sichere Überfahrt per Schiff auf das vermeintlich sichere Brittanien (das zu diesem Zeitpunkt noch nicht gänzlich von den Römern kontrolliert wird) zu garantieren.

Die Häuptlingstochter denkt jedoch nicht daran im gallischen Dorf zu bleiben und ergreift die Flucht. Im Wald wird sie von einem fremden gallischen Spion gefangen genommen und den Römern übergeben. Die Befreiung von den Römern wiederum ruft Asterix und Obelix auf den Plan um sie schnellstmöglich von diesen zu befreien. Das war's dann leider auch schon von der Geschichte her, ich hab mir da wesentlich mehr erwartet. Der aktuelle Band besticht wieder mal durch Wortkomik und vor allen auch einen Gastauftritt von Wolfgang Amadeus Mozart als Trommler auf einer Römischen Galeere. Die Handlung ist leider komplette Fehlanzeige, die römischen Zitate heitern jedoch das Lesen auf. Band 38 ist der bis jetzt dennoch schwächste aus der neuen Reihe.

Asterix 38 - Jean-Yves Ferri, Didier Conrad
Asterix 38
von Jean-Yves Ferri
(19)
Buch (gebundene Ausgabe)
12,40

Die Rückkehr zu den fossilen Energieträgern

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 22.11.2019

Öl ist der Grundstoff für viele Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Fast überall ist Öl enthalten. Sei es nun im ganz klassischen Plastiksackerl, beim Aufdruck auf einer Flasche oder auch als Inhaltsstoff für Medikamente. Seit dem heurigen Herbst ist Öl und somit das Plastik jedoch stark in Verruf geraten und immer mehr Nationen unseres Planeten versuchen nun dem Plastikmüll Herr zu werden. Eine der wichtigsten Erkenntnisse unserer Zeit.

Doch nicht nur der Verdrängung und immer weitere Reduzierung von Plastikmüll, welcher aus Erdöl hergestellt wird, sollte und wird weiter vorangetrieben. Auch verschiedene Autobauer und deren Zuliefererfirmen versuchen auf alternative Antriebssysteme zu setzen. Man denke nur an Hybridtechnologie oder den Tesla-Antrieb. Auch wenn diese Technologien ihre Kritiker haben, so ist es dennoch eine umweltfreundlichere Technologie als der Verbrennungsmotor mit Diesel und Benzin. Eigentlich alle Länder unseres Planeten sind sich dieser Thematik mittlerweile bewusst, doch ein Land stellt sich hier bewusst quer: die Vereinigen Staaten und allen voran deren Präsident Donald Trump.

Auch Frau Heike Buchter, die Autorin des hier vorliegenden Buches, ist sich dieser Thematik bewusst. Sie ist dem breiten Publikum vor allem durch ihr erstes Buch „Black Rock“ und ihre sehr fundierten Börsenanalysen auf NTV ein Begriff. Mit ihrem neuen Buch nun wendet sie sich einer weiteren interessanten Thematik zu: die Rückkehr der USA zum Ölzeitalter. Während die ganze Welt versucht einen Ausweg aus der Klimakrise zu finden, streitet die USA das alles ab und geht ihren eigenen Weg. Durch die Erschließung neuer Ölfelder und die Wiederinbetriebnahme älterer Anlagen läuten sie ein neues Öl-Zeitalter ein, welches Auswirkungen auf den gesamten Planeten hat.

Frau Buchter begibt sich vor allem in den Vereinigten Staaten auf die Spurensuche, warum und wie es soweit kommen konnte. Eigentlich hätten unter Präsident Barack Obama auch in den USA alle Zeichen darauf gedeutet, dass hier ein Umschwung weg von den fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien geht. Doch nun vollführt Donald Trump auch hier eine komplette Kehrtwende. Unter seiner Führung werden die USA in den nächsten Jahren ihre Produktion an Rohöl immer weiter steigern, ist Frau Buchter überzeugt.

Sie reiste in die Wüste Nevadas, wo im staubigen Wüstenstand eine komplett neue Stadt entsteht. Wie einst eine Goldgräberstadt im 18. Jahrhundert wird hier mitten im Nichts eine neue Welt entstehen. Anfang des Jahres 2017 waren hier nur endlose Wüste und staubiges Land. Als jedoch durch die neue Bohrtechnologie des „Frackings“ auch ältere und nicht rentable Ölfelder wieder nutzbar wurden, kamen findige und geldgierige Großindustrielle auf die Idee, gleich hier vor Ort eine Bohrstation zu errichten. Innerhalb weniger Monate, so erfährt man im Buch, wurde diese Quelle so ergiebig, dass hier ein ganzes Dorf voller Anlagen entstand.

Ein wirklich wissenschaftlich fundiertes Buch, welches einem zeigt, welche Möglichkeiten es als Ausweg aus der Klimakrise gibt und gleichzeitig die Erderwärmung zu leugnen. Frau Buchter ist es gelungen hier sehr nüchtern und dennoch wissenschaftlich fundiert aufzuzeigen, wie die USA ihren persönlichen Energiewandel vollziehen und das entgegen dem Trend vom Rest der Welt.

Ölbeben - Heike Buchter
Ölbeben
von Heike Buchter
(2)
Buch (gebundene Ausgabe)
25,60

Hannah Peters zum 5ten

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 22.11.2019

Hannah Peters leitet gerade ein neues Ausgrabungsprojekt im Dschungel von Honduras, als dort ein Bürgerkrieg ausbricht. Die Archäologin und ihre Kollegen müssen das monatelang vorbereitete Ausgrabungscamp abbrechen und in ihre jeweiligen Heimatländer zurückkehren. Auch Hannah Peters tritt wehmütig die Heimreise an, allerdings nicht bevor sie noch eine letzte dringende Videonachricht aus dem heimatlichen Europa durchgesehen hat. Sie stammt von ihrer alten Bekanntschaft Leslie Rickart, welche sie vor knapp zwei Jahren im Nordirak im Rahmen des Projekts „Babylon“ das letzte Mal gesehen hat.

Rickart bittet Hannah bei ihrer Heimreise einen Abstecher über Großbritannien zu machen, da sie einer ganz großen Sache auf der Spur ist. Da Peters ohnehin nicht allzu gestresst nach Hause muss, ihr Mann John und ihre Tochter Leni sind bei einer Unterwasserausgrabung im Mittelmeer, willigt sie gleich darauf ein. Rickart ist bis vor Kurzem als freie Mitarbeiterin der BBC in äußerst dubiose Dokumentationen involviert gewesen. Diese halfen ihr dabei zwei kleinere okkulte Sekten in Großbritannien aufzudecken. Doch nun hat sie sich an ein Projekt gewagt. welches ihre fachliche Kompetenz und ihren historischen Background bei weitem überschreitet. Dies ist auch der Grund warum sie Hannah Peters um Hilfe bittet.

Zusammen mit dem pensionierten Professor und Regisseur Edward Moore ist sie auf die Spur der keltischen Untergrundbewegung „Wicca“. Diese baut sich auf einem altkeltischen Mythos auf, welcher bis in die Römerzeit zurückreicht. Als Grundlage von Rickarts Recherchen dient Rohmaterial des Films „The Wicca Men“. Was zunächst als harmloser und vor allem ziemlich billig gemachter Historienfilm daherkommt, ist innerhalb weniger Stunden die Grundlage für das neue Abenteuer von Hannah Peters. Denn die Gemeinschaft der Wicca ist im Südwesten Englands immer noch sehr aktiv, ihr Zentrum ist nichts geringeres als ein eigenes Schloss - das „Redcliff Castle“. Die Hausherren sind ein undurchsichtiges Geschwisterpaar, welches bereits seit Jahrhunderten dem Wicca-Kult angehören.

Die Nachforschungen werden für Leslie und Hannah innerhalb weniger Stunden zum Wettlauf gegen die Zeit. Nicht nur in Südwestengland, auch in Jordanien findet sich eine Spur zum ominösen Kult. Ihre Recherchen werden immer präziser, auch ein Teil des noch nicht vollständig freigelegten Felsengrabes in der Wüstenstadt Petra spielt dabei eine wichtige Rolle. Doch selbst hier hat die Wicca-Gemeinschaft eine Handlangerin vor Ort. Ihr Name ist Yara und sie verfügt über ausgezeichnete Kenntnisse im Umgang mit dem Scharfschützengewehr.

Wie auch in den ersten vier Bänden ist auch Band fünf der „Hannah Peters Reihe“ ein absoluter Schlafräuber, welchen ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Eine wirklich gelungene Mischung aus Mystery-Thriller und historisch nachweisbaren Fakten wie auch schon bei anderen Bänden von Thomas Thiemeyer. Zu Hilfe kommt Hannah Peters diesmal übrigens der Streifenpolizist Jonathan Carver, welcher die Wicca-Gemeinschaft selbst bereits länger im Auge hat. Und das obwohl sein eigener Vorgesetzter es ihm verboten hat. Ein wirklich durchdachter und fesselnder Wissenschaftsthriller aus deutschem Hause!

Wicca - Tödlicher Kult - Thomas Thiemeyer
Wicca - Tödlicher Kult
von Thomas Thiemeyer
(8)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,60

Die offizielle Biographie eines großen Schauspielers

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 22.11.2019

Terence Hill ist den meisten Menschen vor allem durch seine Italo-Western-Filme aus den 1970er Jahren bekannt. An der Seite des nicht weniger berühmten Bud Spencer steht sein Name für den leichten und unbeschwerten Lebensstil einer ganzen Epoche des Kinofilms. Vor allem durch seine Westernfilme jener Zeit ist er auch heute noch einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Diese Spätzeit des Westerns, der durch Hill und Spencer eine letzte große Blüte erlebte, wurde sogar noch durch einen eigenen Begriff geprägt: der „Spaghetti-Western“. Die populären Filme mit den beiden als Hauptdarsteller zeichnen sich durch das wenig vergossene Blut und den vielen Schlägereien aus. Auch heute, wie ich finde, noch immer sehr lustig anzusehen.

Was ich auch bis zum Lesen dieser Biographie nicht wusste, ist die Tatsache, dass jedoch gleich mehrere seiner Filme in den deutschen und italienischen Kinos gefloppt sind. Diese Filme sind teilweise sogar nicht mal in die Kinos gekommen, sondern sind gleich im deutschen Privatfernsehen gezeigt worden oder sofort in diversen Filmarchiven verschwunden. Dass Hill aber auch mit wirklich großen Kinoregisseuren der 1960er und 1970er Jahre zusammenarbeitet hat, wird vermutlich keinen verwundern. Heute kennt man ja vor allem die wirklich großen Streifen wie „Vier Fäuste für ein Halleluja“ oder „Zwei sind nicht zu bremsen“. Das Hill jedoch auch in Monumentalfilmen mitwirkte oder auch ernste Western wie „Winnetou II“ vor der Kamera stand, war mir weniger bekannt.

Terence Hill, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Mario Girotti heißt, ist der zweite Sohn einer deutschen Schauspielerin und eines italienischen Regisseurs. Geboren wurde er noch in Venedig, aufgewachsen ist er jedoch in der Kleinstadt Lommatzsch bei Dresden. Hier hat er auch die letzten Monate des Zweiten Weltkriegs und die Bombardierung der Großstadt Dresden miterleben müssen. Gleich nach dem Krieg zieht es jedoch seine Familie wieder zurück nach Italien, wo er in den frühen 1960er Jahren als Filmschauspieler entdeckt wird. Vor allem seine Mutter war in der Anfangszeit eine große Stütze für den noch schauspielerisch völlig unerfahren Hill.

Das jedoch auch im Leben von Terence Hill nicht immer nur die Sonne geschienen hat, zeigt diese Biographie ebenso deutlich auf. Sein zweiter Sohn stirbt während der Pause zu den Dreharbeiten von „Lucky Luke“ bei einer Autofahrt mit einem Freund. Dies wahr im Jahr 1994 dann auch der Grund, warum sich Hill aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat und erst Anfang der 2000er Jahre wieder vereinzelt und viel zu selten in Deutschland, Italien aber auch in Russland, Polen und vor allem seiner zweiten Wahlheimat USA im Fernsehen aufgetreten ist. Er heiratet seine Verlobte nur zwei Monate nachdem er sie bei Freunden kennengelernt hat, auch das eine filmreife Aktion, wie ich finde und man im Buch erfährt.

Einige schöne Fotografien aus fast 50 Jahren vor und hinter der Kamera runden das Buch ab. Im Mittelteil werden auch einige der wirklich immer wieder gelungenen Filmzitate von ihm und Bud Spencer erneut in Erinnerung gerufen. Ich erfuhr dadurch wirklich einiges Neues, Cineasten jedoch werden das meiste davon schon kennen.

Terence Hill - Ulf Lüdeke
Terence Hill
von Ulf Lüdeke
(3)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,60

Kleine Heiterkeiten über einen großen Schauspieler

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 20.11.2019

Terence Hill ist heute einer der bekanntesten Filmschauspieler der 1970er und frühen 1980er Jahre. Seine Rollen, in die er immer wieder schlüpft, sind aber nie ernste Charaktäre, sondern immer eher die tollpatschigen Antihelden. Der Grund, warum Hill nie in seinem Leben eine ernste Rolle angenommen hat, ist einer der wirklich lesenswerten Anekdoten dieses kleinen Büchleins. Während Hill in Deutschland immer noch ein großes Ansehen genießt, war sein Bekanntheitsgrad bis vor wenigen Jahren in seinem Heimatland Italien doch stark im Rückgang.

Erst durch die Serie „Don Camillo“, welche im Jahr 2000 gestartet ist, wurde er auch in Italien wieder für die breite Masse bekannt. Diese Serie ermöglichte es ihm wieder den großen Sprung ins Abendfernsehen von „Rai Uno“, dem italienischen Pendant zum österreichischen ORF oder in Deutschland der ARD, zu schaffen. Don Camillo handelt von einem Priester, welcher in der italienischen Kleinstadt Gubbio auf eigene Faust Kriminalfälle löst. Er schafft es damit eigentlich immer vor der italienischen Polizei, den Carabinieri, den Fall zu lösen. Seine Rolle hat es mittlerweile in die neunte Staffel geschafft, ein wirklich großer Wurf wie ich finde.

Da die Serie dermaßen erfolgreich in Italien läuft, haben Hill und seine Frau ihren zweiten Wohnsitz mittlerweile auch in die Nähe der Drehorte verlegt. Der gemeinsame Sohn geht somit nicht nur in im Hauptwohnsitz in den Vereinigten Staaten in die Schule, sondern auch in der italienischen Provinz. Somit lernt er dann auch die Muttersprache seines Vaters, was Hill ein großes Anliegen war. Hill hatte noch einen zweiten Adoptivsohn, welcher jedoch bei einem Autounfall zusammen mit einem Freund verunglückt ist.

Dass Terence Hill immer noch Fans rund um den Globus hat zeigt sich aber nicht nur in der Serie, sondern auch in anderen wirklich amüsant zu lesenden Anekdoten. So hat er etwa im Jahr 2017 in der Nähe seines Geburtsortes Lommatzsch bei Dresden einen Eisstand wiedereröffnet, welcher in seiner Kindheit in den 1940er Jahren dort beheimatet war. Dieser trägt zu seinen Ehren auch seinen Namen. Die Gemeinde Lommatzsch hat auch im örtlichen Freibad eine Rutsche durch seine finanzielle Unterstützung geschenkt bekommen, welche nun seinen Namen trägt.

Hill ist eigentlich nicht wirklich präsent in den sozialen Medien à la Facebook, Twitter, Instergram und wie sie nicht alle heißen. Das hielt Fans von ihm jedoch nicht davon ab, ihm - ohne seiner Einwilligung - einfach auf der jeweiligen Plattform ein Konto einzurichten. Hill zeigte sich aber auch hier sehr entgegenkommend und hat erst im Sommer 2019 ein Foto gezeigt, welches bereits im Herbst 1970 (!) aufgenommen wurde. Es zeigt seine Frau Lori und in kurz nach der sehr kurzfristig angesetzten Hochzeit. Man könnte glauben, manche Leute verklagen einen wegen solcher Aktionen, aber Terence Hill ist selbst hier noch zu Späßen aufgelegt und lässt fleißig weiter posten.

Es gibt ein eigenes Computerspiel in welchem man visuell zusammen mit Bud Spencer Bösewichte verhauen kann, welches von ungarischen Fans erdacht wurde. Es sind Anekdoten wie die hier angeführten, welche dieses kleine Büchlein wirklich sehr lesenswert machen. Ich habe es in nur einem Tag in einem Rutsch gelesen.

Terence Hill - Felicia Englmann
Terence Hill
von Felicia Englmann
(2)
Buch (gebundene Ausgabe)
8,30

Ein guter Überblick über eine wirklich tolle Stadt

Philipp Brandstötter aus der Thalia-Buchhandlung in Linz , am 15.10.2019

Die meisten Menschen fliegen nach Hamburg aufgrund eines Musicalbesuches. Das war auch bei uns der Grund der Reise. Dass es jedoch noch eine ganze Reihe anderer kultureller Möglichkeiten gibt zeigt dieser Band der Reihe „Baedeker Smart“. Hamburg ist eine Stadt die trotz ihrer gewaltigen Ausmaße von über 1,8 Millionen Einwohnern ihren Charme behalten hat, welcher heute in vielen Großstädten Europas selten geworden ist.

Der hier vorliegende Band der Baedeker Smart Reihe gibt, wie von dieser Serie bekannt, zu Beginn einen groben Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist etwa das gewaltige und weithin sichtbare Gebäude und gleichzeitig Kulturzentrum der „Elbphilharmonie“. Dieses neue Wahrzeichen wurde mit mehreren Unterbrechungen im Sommer 2018 dann doch noch eingeweiht. Nicht nur der Eröffnungstermin, sondern auch die Baukosten wurden dabei um Millionen Euro falsch kalkuliert, erfährt man hier. Dennoch einer der Höhepunkte Stadt.

Die Elphilharmonie besticht zum einen mit ihrem imposanten Äußeren, aber auch mit dem Platz, an welchem sie errichtet wurde. Steht dieses neue Wahrzeichen doch auf einer Halbinsel, welche man nur durch eine künstliche Brücke erreichen kann. Auch sollte man hier vielleicht darüber nachdenken die wenigen Meter per Fuß und nicht mit dem Bus zurückzulegen, da es hier geradezu von Reisebussen nur so wimmelt. Der „Baedeker Smart“ Band hat auch hier, wie schon von anderen Bänden bekannt, eine eigene Spazierstrecke für das Hafengebiet anzubieten. Baedeker nennt diese Gegend, passend wie ich finde, die HafenCity.

Dem Hafengebiet und den dazugehörigen Landungsbrücken konnten auch wir durch den Baedeker neben dem Hard Rock Cafe und den Busumspannwerken den direkten Zugang zum Elbtunnel entlocken. Wenn man dort nicht ortskundig ist handelt es sich nämlich um ein sehr unscheinbares Gebäude, welches seinen direkten Nachbarhäusern stark gleicht. Allein den Anblick der Innenarchitektur dieses Hauses zu verpassen wäre wirklich schade gewesen.

Neben den bekannten und weniger bekannten Gebäuden des Hafenzentrums bietet der Baedeker auch eine schöne Übersicht über die anderen Stadtteile von Hamburg. Neben den bekannten Bauwerken im Hafengebiet gibt es noch eine ganze Menge mehr in Hamburg zu entdecken. Da wären etwa die wirklich empfehlenswerte Gegend um die Außen- und die Binnenalster. Diese lassen sich am besten, und das kann ich jetzt auch so bestätigen, mit einer „Hop on & hop off“-Tour bequem erkunden. Auch hier hat uns der Baedeker die wirklich richtige Tour empfohlen, es gibt nämlich hier konkurrierende Busunternehmen, welche verschiedene Stadtteile und Haltestellen anfahren.

Neben den kulturellen Höhenpunkten gibt es auch noch viele kulinarische Köstlichkeiten in der Stadt zu entdecken. Zu den bekanntesten gehören sicher das „Fischbrötchen“ oder für süße Liebhaber das „Franzbrötchen“. Auch hier lohnt sich ein kurzer Blick in den Reiseführer um das dafür passende Lokal zu finden! Einziges Manko ist der nicht ganz genaue Stadtplan am Ende des Buches, welcher uns leider aufgrund des nicht vollständigen Straßenregisters zwei mal in die Irre führte.

Baedeker SMART Reiseführer Hamburg - Dorothea Heintze
Baedeker SMART Reiseführer Hamburg
von Dorothea Heintze
(3)
Buch (Ringbuch)
17,50

 
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