Warenkorb
 

Bewerter

Igelmanu66 aus Mülheim Unsere Top-BuchhändlerInnen

Gesamte Bewertungen 455 (ansehen)


Meine Bewertungen

Wie lebt man, wenn man ewig lebt?

Igelmanu66 aus Mülheim , am 19.06.2019

»Die erste Regel lautet, du darfst nicht lieben … Es gibt noch andere Regeln, aber das ist die wichtigste. Du darfst dich niemals verlieben. Niemals lieben. Niemals von der Liebe träumen. – Solange Sie sich daran halten, kommen Sie durch.«

Tom Hazard ist alt. Sehr alt sogar. Blickt man ihm ins Gesicht, hält man ihn für einen Vierzigjährigen, tatsächlich wurde er vor über 400 Jahren geboren. Er kannte Shakespeare persönlich und segelte mit James Cook. In der Jetztzeit lebt er als (natürlich ;-) Geschichtslehrer in London und profitiert davon, dass er beim Unterrichten ständig aus seinen Erinnerungen schöpfen kann.

Was erst mal beneidenswert klingt, ist es bei näherer Betrachtung nicht. Das wird an Tom ganz deutlich, der alles ist, nur nicht glücklich. Schon früh lernte er, dass sein Geheimnis gewahrt bleiben muss. Daher wechselt er alle 8 Jahre die Identität und hält sich von anderen Menschen und vor allem von Gefühlen fern. Jahrhundertelang ging das gut, doch nun ist da Camille, die Französischlehrerin seiner Schule, die ihn gegen seinen Willen anzieht. Das wäre eine Beziehung gegen alle Vernunft. Oder?

Wer nun hier eine reine Liebesgeschichte vermutet, greift zu kurz. Fragen nach dem Sinn des Daseins, dem nicht selten unvernünftigen Handeln von Menschen (Stichworte z.B. Kriege, Umweltzerstörung) und dem Ausgrenzen und Bekämpfen von allem, was in irgendeiner Form „anders“ ist, ziehen sich durch das Buch. Toms Leben ist von Zweifeln durchsetzt, der Ton des Buchs ist melancholisch, nicht selten wird es philosophisch.

Durch die Rahmenhandlung, die in der heutigen Zeit spielt, ziehen sich Rückblenden in die ersten 400 Jahre von Toms Leben. Unschwer kann man sich vorstellen, welche Reaktionen ein Mensch, der nicht altert, im 16. Jahrhundert hervorgerufen hat. Alles wird aus Toms Perspektive geschildert, man ist daher stets nah dran an seinen Gedanken und Empfindungen. Das Buch liest sich flott und ich empfand es, von einigen allzu philosophischen Passagen abgesehen, als sehr kurzweilig.

Fazit: Wie lebt man, wenn man ewig lebt? Interessante Gedankenansätze verpackt in eine kurzweilige Story.

»Doch je länger man lebt, desto deutlicher erkennt man, dass nichts unverrückbar feststeht. Jeder Mensch wäre irgendwann ein Flüchtling, wenn er nur lange genug lebte. Jeder würde sehen, dass Nationalität auf lange Sicht wenig Bedeutung hat. Jeder würde erleben, dass sein Weltbild auf den Kopf gestellt und seine Überzeugungen widerlegt werden. Jeder würde begreifen, dass es nur eine Sache gibt, die den Menschen ausmacht, und das ist die Menschlichkeit.«

Wie man die Zeit anhält - Matt Haig
Wie man die Zeit anhält
von Matt Haig
(131)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,60

Ein toller und informativer Reisebegleiter

Igelmanu66 aus Mülheim , am 09.06.2019

»Teneriffa ist, wie Alexander von Humboldt schon vor mehr als 200 Jahren begeistert feststellte, ein Naturereignis der besonderen Art. Wer den Spuren des Forschers folgt, etwa auf dem Weg von der sonnenverwöhnten, subtropischen Küste in die hochgelegene Gebirgsregion des Pico del Teide, dem offenbart sich auch heute noch eine wundersame Welt.«

Ich gestehe, ich bin ein Wiederholungstäter, die Vis-à-Vis Reiseführer haben mich schon zu einigen Zielen begleitet. Auch als ich kürzlich im Geschäft stand und nach einem Reiseführer für Teneriffa suchte, überzeugte mich schon gleich wieder der erste Eindruck.

Nun, nach dem Lesen, hat sich dieser gute erste Eindruck verfestigt. Der Reiseführer hat alles, was ein ordentlicher Urlaubsbegleiter braucht.
Die Gliederung ist sehr gut und übersichtlich. Teneriffa wird grob in vier Regionen aufgeteilt, die dann einzeln ausführlich behandelt werden. Darüber hinaus gibt es natürlich grundsätzliche Infos, ein schönes Porträt der Insel, eine große Karte zum Rausnehmen und ein kleines Rezeptheft, das ebenfalls entnommen werden kann. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten werden vorgestellt, wie alles im Buch toll bebildert.

Schon das Porträt macht Lust, gleich loszufahren. Es behandelt die Themen Strände, Natur, Kultur, Fiestas, Aktivurlaub, Genuss, Wellness und Shopping. Immer wird dabei darauf geachtet, alles möglichst übersichtlich zu präsentieren, so dass die benötigten Infos schnell und leicht erfasst werden können. Zum Beispiel wird beim Thema „Strände“ unterschieden in „beliebte Strände“, „Strände für Individualisten“ und „Naturschwimmbecken“, jedem Unterthema wird eine Doppelseite gewidmet. Auf dieser sind die Lagen der Strände auf einer Karte gekennzeichnet, es gibt kleine Bilder mit Infos und zusätzlich eine Tabelle, aus der man auf einen Blick alles Wichtige ablesen kann. Da sieht man sogar, wo es Palmen am Strand gibt oder man mit Glasbodenbooten fahren kann. Wo gibt es schwarzen, wo weißen Sand? Wo badet man gut mit Kindern, wo, wenn man es ruhig haben will und wo gibt es ein großes Sport- und Spaßangebot? Keine Fragen bleiben unbeantwortet.

Auch die anderen Themen werden so gut behandelt. Mich faszinierte natürlich der Bereich „Natur“ besonders und begeistert las ich von der einzigartigen Flora der Kanaren und dass Teneriffa die größte Pflanzenvielfalt aufweist. Oder davon, dass man das ganze Jahr über Wale in Küstennähe beobachten kann, bis zu 26 Wal- und Delfinarten tummeln sich dort. Viele Naturparks locken, die Vielfalt der Landschaft lässt Wanderfreunde voll auf ihre Kosten kommen. In einem separaten Abschnitt erfährt man, von welchen Punkten aus man die schönsten Ausblicke auf die Insel bekommen kann.

Natürlich fehlen auch die Grundinfos und praktischen Hinweise zur Reise nicht. Sie werden ergänzt mit einem historischen Überblick und einer Doppelseite zu den Guanchen, den Ureinwohnern der Kanaren. Wie alles im Buch schön übersichtlich gestaltet und bebildert. Ein kleiner Sprachführer schließt sich an.

Begeistert bin ich auch von dem robusten Einband, feucht abwischbar und widerstandsfähig gegen Sonnenmilchflecken und Wasserspritzer. Auch die herausnehmbare große Inselkarte ist aus diesem tollen Material und wird daher ihre tägliche Mitnahme gut überstehen. Auf ihrer Rückseite finden sich mehrere Innenstadtpläne und allgemeine Toureninfos.

Fazit: Ein sehr übersichtlicher und informativer Reiseführer, reich bebildert und als Begleiter im Gepäck ordentlich robust.

Vis-à-Vis Reiseführer Teneriffa - Gabriele Rupp
Vis-à-Vis Reiseführer Teneriffa
von Gabriele Rupp
(2)
Buch (Taschenbuch)
17,50

Eine ungewöhnliche Frau und brillante Künstlerin

Igelmanu66 aus Mülheim , am 02.06.2019

»Die Ausübung der Kunst ist ja ein großer Theil meines Ichs, es ist mir die Luft, in der ich athme.«

Wer sich mit dem klassischen Klavierspiel beschäftigt, kommt an dem Namen Clara Schumann nicht vorbei. Und wer – so wie ich – noch zu D-Mark-Zeiten aufgewachsen ist, kennt ihr Gesicht, das auch vom Cover dieses Buchs lächelt, vom Hundertmarkschein. Irmgard Knechtges-Obrecht zeichnet in dieser Biographie ein differenziertes Bild einer Frau, die die Musikwelt nachhaltig prägte und beeinflusste und zu ihrer Zeit ein außergewöhnliches Frauenbild präsentierte.

Von ihrem Vater systematisch zum Wunderkind aufgebaut, startete Clara ihre Karriere mit zarten 9 Jahren. Als sie 18 war, war ihr bereits der internationale Durchbruch gelungen. All das war nur durch den kompletten Verzicht auf eine Kindheit möglich, ihr Leben wurde durch Fingerübungen und höchst strapaziöse Konzertreisen bestimmt. Der dominante Vater managte erfolgreich, reglementierte aber selbst die privatesten Bereiche im Leben seiner Tochter. So nahm er beispielsweise ihre Tagebucheintragungen vor, erst als junge Frau durfte sie selber schreiben, wobei er aber jeden Eintrag kontrollierte und, wo er es für richtig empfand, korrigierte. Wie sich die 19jährige Clara von ihm loskämpft, um (natürlich gegen den Willen des Vaters) Robert Schumann, die große Liebe ihres Lebens, zu heiraten, ist sehr berührend und nötigt Respekt ab.

Kämpfen musste sie auch später oft. Als ihr Mann starb, war sie erst 37 Jahre alt und Mutter von 7 Kindern. Entgegen dem, was gesellschaftlich üblich gewesen wäre, heiratete sie nicht neu, sondern führte ihr erfolgreiches Künstlerinnenleben auch als Alleinerziehende weiter und entsprach dadurch in keiner Weise dem bürgerlichen Frauenbild ihrer Zeit. Dies führte sie konsequent weiter, leitete zu einem späteren Zeitpunkt eine Klavierklasse an Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main und war damit die erste und für lange Zeit einzige Frau in einer solchen Position. Clara Schumann erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen und wurde über ein halbes Jahrhundert auf den Konzertbühnen Europas gefeiert.

Zweifelsfrei war Clara eine ungewöhnlich moderne Frau, die Autorin stellt in ihrem Buch aber die Künstlerin in den Mittelpunkt. Clara liebte und lebte die Musik, sie spielte und komponierte, übte stetig und ausdauernd, um die gewünschte Perfektion und Brillanz zu erlangen bzw. zu erhalten. Tapfer nahm sie alle Strapazen der Konzertreisen auf sich und genoss den Lohn der ihr entgegengebrachten Ovationen. Die Musik gab ihr Halt auch in schweren Zeiten und als ihr das Musizieren im Alter krankheitsbedingt nicht mehr möglich war, ahnt man als Leser schon, dass dies ihr Lebensende eingeläutet hat.

Indem man ihr Leben verfolgt, liest man auch vieles über das ihres Mannes Robert Schumann und das eines ihrer engsten Freunde, Johannes Brahms. Obwohl das gezeigte Bild von Clara überwiegend positiv ist, finden auch ihre schlechteren Eigenschaften Erwähnung. Nicht jede ihrer Verhaltensweisen mag man gutheißen, aber man kann leicht nachvollziehen, wie sie zu dem Menschen wurde, der sie war. Als Künstlerin ist sie über jeden Zweifel erhaben und ihre mutige Rolle als moderne Frau verdient auf jeden Fall Respekt.

Die Biographie liest sich leicht und angenehm, ist chronologisch aufgebaut und in logische Kapitel gegliedert. Eingestreut in den Text finden sich immer wieder passende Bilder und Fotos. Bei ihrer sorgfältigen Recherche konnte die Autorin auch die bisher unveröffentlichten Jugendtagebücher Claras einsehen und auswerten.

Ein kleines Manko stellen einige Unregelmäßigkeiten im Text dar. Da stirbt z.B. eine Tochter Claras im Jahr 1938 und kann daher kaum wie auf S. 242 geschrieben »nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs« aus England zurückkehren. Oder auf S. 48: Da findet die heimliche Verlobung von Clara und Robert am 14.8.1837 statt. Danach wird beschrieben, wie sich die beiden auf die gemeinsame Zukunft freuen und »heimlich viele Monate lang« Briefe austauschen. Bis dann am 13.9.1837 der offizielle Heiratsantrag erfolgte. Viele Monate zwischen August und September? Es ist offensichtlich, dass dies nicht passen kann und wie beim Zweiten Weltkrieg, der vermutlich der Erste war, ein kleiner Fehler ohne große Bedeutung vorliegt. Nur stolpere ich leider beim Lesen über solche Dinge, sie stören meinen Lesefluss und zudem wünsche ich mir von einem Sachbuch / einer Biographie stimmige Angaben. Von Stolpersteinen dieser Art gibt es noch ein paar, daher muss ich leider einen Stern abziehen, obwohl ich ansonsten gerne fünf gegeben hätte.

Fazit: Hochinteressantes Porträt einer ungewöhnlichen Frau und brillanten Künstlerin. Der Untertitel des Buchs lautet »Ein Leben für die Musik« und trifft voll auf den Punkt.

Clara Schumann - Irmgard Knechtges-Obrecht
Clara Schumann
von Irmgard Knechtges-Obrecht
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
25,70

Kreativ, schwarz, abwechslungsreich

Igelmanu66 aus Mülheim , am 30.05.2019

»Als meine Mutter starb, sah ich zu. Tatenlos. Ich sah einfach zu. Ein tiefer Blick in ihre sterbenden Augen. Vom Tod der eigenen Mutter hatte ich mir mehr erwartet. Große Gefühle. Verlust. Trauer. Bedauern. Nichts. Sie war einfach tot. Und gefiel mir so viel besser.«

Andreas M. Sturm hat wieder Geschichten gesammelt. Er und elf weitere Autoren haben insgesamt dreizehn Mörder und Mörderinnen bei ihren ausgesprochen giftigen Problemlösungen begleitet. Diese sind wieder höchst kurzweilig zu lesen und bieten sowohl vom Stil her als auch thematisch ordentliche Abwechslung.

Da kann man einen Kopfgeldjäger bei der Arbeit beobachten oder verfolgen, wie ein schlimmer Nachbarschaftsstreit eskaliert. Zu den Protagonisten bzw. Opfern zählen unter anderem eine rachsüchtige Ehefrau, ein verhinderter Vater, ein Mittelalterfan, eine Serienmörderin oder ein Experte in Sachen Whiskey. Und wie passt ein Biologieprojekt mit Hamstern in ein Giftmordszenario? Am besten nachlesen und überraschen lassen!

Giftmorde haben als Gemeinsamkeit, dass sie meist gut geplant sind. Die jeweiligen Vorgehensweisen zeichnen sich jedoch durch ein hohes Maß an Kreativität aus. Und immer mal wieder kommt es vor, dass nicht alles wie geplant verläuft, manchmal überrascht ein Ende, gelegentlich erschreckt es sogar. Gar nicht verlassen kann man sich darauf, dass immer das Gute siegt, viele der Handlungen entwickeln sich nicht vorhersehbar. Da wird es auch schon mal schwarz und böse und man staunt als Leser, wie entscheidend doch eine Kleinigkeit sein kann.

Wie immer bei Anthologien habe ich jede Geschichte einzeln bewertet. Für vier Geschichten konnte ich 5 Sterne vergeben, für weitere vier lautete meine Wertung 4 Sterne. 3 Sterne vergab ich für erneut vier Geschichten und lediglich eine konnte mich nicht erreichen und erhielt eine 2-Sterne-Wertung. Das ergibt einen Schnitt von 3,8 und somit gute 4 Sterne.

Fazit: Auch diese Sammlung giftiger Morde hat mich wieder gut unterhalten. Kreativ, schwarz, abwechslungsreich – gerne mehr davon!

Giftmorde 3 - Franziska Steinhauer, Patricia Holland Moritz, Martina Arnold, Petra Steps, Jan Flieger
Giftmorde 3
von Franziska Steinhauer
(3)
Buch (Taschenbuch)
13,40

Skrupellose Finanzgeier und eine taffe Journalistin

Igelmanu66 aus Mülheim , am 26.05.2019

»Die Frage ist, … ob du dir nicht ein weniger brisantes Thema überlegst und die Angelegenheit auf sich beruhen lässt.«
»Damit diese Mistkerle davonkommen und noch größere Schweinereien anzetteln? Niemals! … Siehst du denn nicht, was die machen? Die verschieben die Gewinne auf Schwarzgeldkonten, erpressen ganze Staaten und bringen Leute um!«

Die Journalistin Lena Halberg reagiert auf Ungerechtigkeiten ungefähr so, wie der sprichwörtliche Stier auf das rote Tuch. So nimmt sie auch jetzt den Kampf auf, entgegen diverser gutgemeinter Ratschläge und Warnungen. Und tatsächlich wird sie sich wieder in große Gefahr begeben…

Der angebliche Selbstmord eines Bankers hatte ihre Aufmerksamkeit erregt und die Neugierde geweckt, denn der Name des Toten fiel im Zusammenhang mit den Panama Papers. Bei Recherchen stößt sie schnell auf einige brisante Infos rund um den angeblich so seriösen Banker Martin Kurkov, der sich der Öffentlichkeit als großer Kunstliebhaber präsentiert und einen jungen, begabten Cellisten fördert. Lena wird klar: Hinter der biederen Fassade steckt ein ganz, ganz mieser Kern.

Dieser Thriller sorgte bei mir wieder für ordentlich Wut im Bauch, manche Menschen gehen einfach mit unglaublicher Skrupellosigkeit vor. Vermutlich mag ich Lena so, weil sie versucht, diesen gemeinen Subjekten das Handwerk zu legen. Was sie aufdeckt, geht weit über dubiose Bankgeschäfte hinaus, entsprechend wirken ihre Nachforschungen wie ein Stich ins Wespennest. Es wird also sehr spannend!

Wer nicht so im Thema ist, was mit den Panama Papers und Offshore-Diensten gemeint ist, muss sich keine Sorgen ums Verständnis machen, denn es gibt grundlegende Infos zu diesen Punkten. Auch die Kenntnis der vorherigen Bände der Lena-Halberg-Reihe ist nicht notwendig, die früheren Handlungen sind abgeschlossen und man kann problemlos mit diesem Band einsteigen.

Neben Lena, einer starken Frau, gibt es einige interessante Nebencharaktere. Ein Schauplatz der Handlung liegt in Bolivien, außerdem verfolgen wir die Wege des titelgebenden Cellisten. Beides hat mir sehr gefallen und ich war gespannt, wie die Fäden am Ende zusammenlaufen. Im Anhang sind einige „Facts“ aufgeführt, die erschreckend deutlich machen, wie realistisch die Handlung des Thrillers ist.

Fazit: Skrupellose Finanzgeier und eine taffe Journalistin – spannend!

Lena Halberg: Der Cellist - Ernest Nybørg
Lena Halberg: Der Cellist
von Ernest Nybørg
(8)
Buch (Taschenbuch)
15,00

So eine Führung will ich auch!

Igelmanu66 aus Mülheim , am 18.05.2019

»Also«, sagte Leo derweil ungeduldig und zeigte auf die Fassade des Petersdoms. »Leg los! – was fällt dir als Erstes zum Petersdom ein?«
Ich überließ mich einen Augenblick der Faszination, die dieses gewaltige Bauwerk auch nach so vielen Jahren auf mich ausübt.

Ich mag Rom und habe schon wie unzählige andere Menschen staunend und bewundernd vor den vielen, vielen Zeugnissen der alten Kultur und vor großartigen Kunstwerken gestanden. Wenn ich an Rom denke, fehlen mir regelmäßig die angemessenen Worte, um meine Faszination zu beschreiben, dieses unglaubliche Gefühl, das mir einflüstert, gerade mitten durch die Geschichte zu laufen.

Andreas Englisch gelingt es, diese angemessenen Worte zu finden. Und so löste auch dieses Buch bei mir große Begeisterung aus.
Seit über 30 Jahren lebt er in Rom und liebt die Stadt mit all ihren Facetten. Der Titel des Buchs ist sehr passend gewählt, denn Englisch vermittelt nicht nur viele hochinteressante Infos, sondern bringt immer auch eine persönliche Note mit hinein. So erfährt man, was ihn besonders begeistert, welche persönlichen Erlebnisse er mit der Stadt und einzelnen Bauwerken verbindet.
Sein Fachwissen scheint enorm, ich erfuhr so einiges, was ich noch in keinem Reiseführer gelesen hatte. Und alles wird auf solch leichte und unterhaltsame Art beschrieben, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen mochte.

Besonders reizvoll wird die Lektüre noch durch die Rahmenhandlung. Englisch ist nämlich dieses Mal nicht allein in Rom unterwegs, sondern gemeinsam mit seinem Sohn Leonardo. Dieser benötigt ein wenig Nachhilfe vor der Aufnahmeprüfung für den Fremdenführerlehrgang. Zwischen dem Schon-Experten und dem künftigen Experten entstehen zahlreiche Diskussionen, die teilweise ganz normale Vater-Sohn-Probleme spiegeln, gleichzeitig aber auch hochinteressant zu verfolgen sind. Leonardo scheint mir ein sehr intelligenter junger Mann zu sein, neugierig, durchsetzungsstark und aufgeschlossen. Aber er ist auch kritisch, er hinterfragt viel und zeigt sich durchaus streitlustig. Damit strapaziert er zwischenzeitlich die Nerven seines Vaters, bringt diesem aber auch wichtige Gedankenanstöße. Ich merkte an so manchen Stellen, dass Leonardo aussprach, was mir bei Beschreibungen, zum Beispiel im Vatikan, so durch den Kopf geht.

Der Vatikan bildet auch den Schwerpunkt der Tour des Vater-Sohn-Gespanns, weiter geht es dann noch zum Kolosseum und zu einigen weiteren Kirchen/Sehenswürdigkeiten. Zahlreiche tolle Fotos ergänzen die Beschreibungen. Viel zu schnell sind die beiden am Ende, ich hätte gerne noch weitergelesen. Für den Fall, dass das Buch gut ankommt, stellt Englisch einen Folgeband in Aussicht. Daher hier noch einmal ganz deutlich von mir: Bitte macht weiter!

Fazit: So eine Führung will ich auch! Hochinteressante Infos, unterhaltsam geschrieben. Hoffentlich gibt es einen Folgeband!

Mein Rom - Andreas Englisch
Mein Rom
von Andreas Englisch
(15)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,70

Hat wieder Spaß gemacht!

Igelmanu66 aus Mülheim , am 06.05.2019

Zum dritten Mal habe ich eine mörderische Reise durch Sachsen unternommen – und auch dieses Mal fühlte ich mich gut unterhalten.
Die Reise geht durch verschiedene Regionen des Freistaats, jeder der 13 Kurzkrimis spielt in einer anderen Region. Das ist auch deswegen schön, weil in vielen der Geschichten auf regionale Besonderheiten eingegangen wird, man also zusätzlich zur Spannung ein paar Reisebeschreibungen erhält ;-)

Wie immer wurden die Krimis von verschiedenen Autoren geschrieben, was für Abwechslung beim Erzählstil sorgt. Die einzelnen Geschichten bieten auch thematisch eine große Vielfalt. Natürlich geschieht immer ein Verbrechen, aber nicht immer wird dieses auch aufgeklärt. Nicht immer siegt das Gute, nicht immer scheint der Täter der Böse zu sein. Während einige Morde beim Leser für Entsetzen sorgen, empfindet man bei anderen sogar Sympathien für den Täter. Manche Geschichten kommen recht ernst daher, andere schwarzhumorig oder richtig schön fies. Es gibt die klassischen Eifersuchtsdramen und Racheaktionen, eskalierende Nachbarschaftsstreits und tödliche Höhlentouren. Und natürlich gibt es auch Bezüge zu Stasizeiten.

Wie immer bei Anthologien habe ich jede Geschichte einzeln bewertet und daraus einen Schnitt gebildet. Fünf Sterne konnte ich für drei Krimis vergeben, sechsmal notierte ich mir am Ende eine Vier-Sterne-Wertung. In drei Fällen vergab ich drei Sterne und lediglich eine Geschichte konnte mich nicht erreichen und bekam von mir zwei Sterne. Das ergibt einen Schnitt von 3,85 Sternen und damit in der Summe gute 4 Sterne.

Fazit: Die Krimitour durch Sachsen hat wieder Spaß gemacht und bei einem vierten Band bin ich gerne wieder dabei.

Sachsenmorde 3 - Bernd Köstering, Andreas M. Sturm, Jan Flieger, Martina Arnold, Franziska Steinhauer
Sachsenmorde 3
von Bernd Köstering
(3)
Buch (Paperback)
13,40

Faszinierender Bericht einer starken Frau

Igelmanu66 aus Mülheim , am 05.05.2019

»Für uns Frauen ist nicht der Berg selbst das Schwierige, sondern was sich um ihn herum baut und sich gegen uns stellt. Niemand kann uns helfen, diese Widerstände zu überwinden. Im letzten sind wir immer allein … Wichtig ist ja nur das eine: Das zu leben, was man ist…«

Ich gestehe, dass ich Helma Schimke erst mit diesem Buch kennenlernte. Ich las über eine faszinierende Frau, die als Architektin arbeitete und in den 1950er und 1960er Jahren zu den weltweit besten Bergsteigerinnen zählte. Schon früh hatte sie mit gesellschaftlichen Akzeptanzproblemen zu kämpfen, wollte sie doch gegen den Zeitgeist in einem „Männerberuf“ arbeiten und sich nicht mit einer Rolle als Hausfrau und Mutter begnügen.
Dazu kamen ihre Leidenschaft und ihre große Begabung für das Bergsteigen. Ohne es gezielt darauf angelegt zu haben, wurde sie zu einer Pionierin des Frauenalpinismus – einfach, weil sie das tat, was sie wollte und für sich als das Beste ansah.

1961 kam ihr Mann, ebenfalls ein passionierter Bergsteiger, bei einem Lawinenunglück in der Watzmann-Ostwand ums Leben. Für die Mutter von drei kleinen Kindern ein Schicksalsschlag, eine wahre Tragödie. In diesem Buch schildert sie in großer Offenheit, wie sie die dramatischen Tage rund um das Unglück erlebte, wie sie anschließend weiterlebte, was ihr Mut machte und was das Leben erschwerte.

Das jetzt als Neuauflage herausgekommene Buch erschien erstmals 1964 und ist geprägt von dem Gefühlschaos, das durch den Tod des geliebten Mannes und die folgenden Widrigkeiten hervorgerufen wurde. Der erste Teil befasst sich sehr detailliert mit dem Unglück und der – leider erfolglosen – Rettungsaktion. Das ist Dramatik pur, man kann beim Lesen gar nicht anders, als mitzuleiden und ich für mein Teil konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Im weiteren Teil geht es um die Zeit „danach“. Nachdem sie offenbar eine Zeitlang damit ausgesetzt hatte, beginnt sie wieder mit dem Bergsteigen. Und sie stellt fest, wie sehr es ihr hilft, das Geschehene zu verarbeiten, wie sehr sie in ihren geliebten Bergen zur Ruhe kommt, dort ganz zu sich findet und alles hinter sich lassen kann. Und das Abschalten wird ihr nicht leicht gemacht, denn aus der Gesellschaft heraus werden ihr Vorwürfe gemacht, wird sie verantwortungslos genannt, weil sie als Mutter kleiner Kinder auf Berge steigt.

Dieser, ich nenne ihn mal „Aufarbeitungsteil“ des Buchs, wird von Berichten über Bergtouren dominiert. Schimke schildert eigene Erlebnisse und die von befreundeten Bergsteigern. Im Zentrum all dieser Berichte steht der Berg und das Leben für die Berge. Es sind Berichte voller Strapazen und Gefahren und zugleich voller Faszination und atemberaubender Schönheit. Wer, wie ich, zu viel Respekt vor Bergen hat, um sie anders als nur wandernd zu erkunden, liest dies mit einem Gefühl, das zwischen Staunen, Bewunderung und Befremden schwankt. Für den Nichtbergsteiger kann es zwischendurch zu Verständnisproblemen kommen, weil regelmäßig Fachausdrücke verwendet werden. Das Buch ist nicht so konzipiert, interessierten Lesern etwas über das Bergsteigen zu erklären, sondern es ist eine sehr persönliche Schilderung, die noch dazu in wörtlichen Zitaten viel Dialekt bringt. Da es keine Übersetzungshilfen im Buch gibt, bleibt dem hochdeutsch sprechenden Leser da nur ein Mix aus raten und googeln. Während mich der erste, dramatische, Teil ans Buch fesselte, gelang das im zweiten Teil nicht immer. Abschnitte, in denen immer wieder ausführlich die persönliche Beziehung zu den Bergen behandelt wurde, kamen bei den Betroffenen sicher aus vollem Herzen, mir gerieten sie aber manchmal zu theoretisch.

Im Mittelteil finden sich einige tolle, teils sehr persönliche Fotos. Ich habe immer wieder während des Lesens dorthin geblättert. In der Summe habe ich mit diesem Buch eine beeindruckende und starke Frau kennengelernt, der die Liebe zu den Bergen eine beneidenswert optimistische Lebenseinstellung gab. Selbst im fortgeschrittenen Alter kletterte sie noch, verstarb erst 2018 im Alter von 92 Jahren.

Fazit: Faszinierender Bericht einer starken Frau, sehr offen und geprägt von der Liebe zu den Bergen.

»Zum Berg, in seine Stille und Einsamkeit, zu den Menschen, die auf ihm wohnen, trage ich hinauf, womit ich unten nicht fertig werde. Und jedes Mal, wenn ich zurückkomme, meine ich, das Leben sei wieder ein Stück einfacher geworden.«

Über allem der Berg - Helma Schimke
Über allem der Berg
von Helma Schimke
(3)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00

Ruhiger Krimi mit interessanten psychologischen Einblicken

Igelmanu66 aus Mülheim , am 01.05.2019

»Das ist eine harte Nuss. Wie soll jemand hier, mitten auf dem Platz, aus dieser Höhe abstürzen? Der muss wirklich vom Himmel gefallen sein.«

Ein kleines Städtchen in Nordfriesland, mitten auf dem Marktplatz liegt ein Toter. Die Todesursache ist schnell klar: Ein Sturz aus einer Höhe, wie sie ungefähr der 4. Etage eines Wohnhauses entspricht. Nur, dass es weit und breit kein höheres Gebäude gibt. Und bewegt wurde die Leiche auch nicht. Wirklich eine harte Nuss. Das Team der Kripo Husum nimmt sich des Rätsels an – obwohl es mal wieder eigentlich gar nicht zuständig ist…

Diesen Küstenkrimi fand ich sehr unterhaltsam. Die Ausgangslage ist herrlich knifflig, denn hier eine logische Erklärung zu finden, ist nicht leicht. Was mir besonders gefiel, waren die umfangreichen Ermittlungsarbeiten und Verhöre, die gut beschrieben werden. Nachdem das Ermittlerteam das persönliche Umfeld des Opfers ins Auge gefasst hatte, wurde schnell klar, dass auf dessen Arbeitsstelle nichts so läuft, wie es nach außen dargestellt wird. Eine ganze Reihe Verdächtiger kommen zusammen, viele Motive, Alibis und Verstrickungen. Und dann geschieht auch noch ein zweiter Mord im gleichen Umfeld, da liegt natürlich ein Zusammenhang nah.

Was dem Autor sehr gut gelungen ist, ist der Blick hinter die Kulissen einer offenbar sauberen Gesellschaft. Da wird so einiges aufgedeckt, was krampfhaft verborgen bleiben sollte und da wird so manchem der Spiegel vorgehalten.
Auch bei seinem Ermittlerteam lohnt ein Blick hinter die Fassade, die Charaktere erscheinen mir deutlich vielschichtiger, als es zunächst aussieht.
Die regionalen Besonderheiten kommen ebenfalls sehr schön rüber, häufig werden Landschaft und Wetter beschrieben, auf die charakterlichen Eigenarten der „Ureinwohner“ eingegangen und Sätze und Ausdrücke der dortigen Mundart eingestreut. Das alles sorgt für eine stimmige Atmosphäre, die Freunden der norddeutschen Küstenregionen gefallen sollte.

Was man bei diesem Krimi nicht erwarten darf, sind große Spannungsmomente. Alles ist recht ruhig, die Fälle werden nicht durch Verfolgungsjagden oder Schießereien gelöst, sondern durch Befragungen und Recherche. Das wirkt so im Grunde recht realistisch. Allerdings ist es mit dem Realismus wieder vorbei, wenn man bedenkt, dass die Beamten in Husum eigentlich gar nicht für Mordermittlungen zuständig sind, auch ständig aufgefordert werden, sich nicht einzumischen. Trotzdem agieren sie munter, machen Verhöre und sogar Dienstreisen. Parallel dazu scheinen die eigentlichen Ermittler der Mordkommission in Flensburg außer meckern nichts zu tun, bei parallelen Tätigkeiten müsste man sich doch normalerweise ständig über den Weg laufen. Außerdem ist es, bei aller Anerkennung für die Leistungen der Husumer, völlig unlogisch, dass die Flensburger nicht zu den gleichen Ergebnissen kommen würden.

Fazit: Ruhiger Krimi mit interessanten psychologischen Einblicken, guten Charakteren und toller Atmosphäre. Ein wenig mehr Realismus fehlt mir noch zum völligen Krimiglück.

Vom Himmel hoch - Hannes Nygaard
Vom Himmel hoch
von Hannes Nygaard
(1)
Buch (Taschenbuch)
10,20

Ein Schmuckstück in meinem Bücherregal

Igelmanu66 aus Mülheim , am 28.04.2019

»Wer hat sich beim Anblick spektakulärer Ruinen oder beim Lesen von Geschichtswerken nicht schon einmal gefragt, wie die Bauwerke und Städte wohl wirklich aussahen? Babylon, Karthago, Palmyra, Alexandria, Delphi, Olympia … allein die Namen verleiten zum Träumen.«

Ich gestehe: Diese einleitenden Worte sprachen mir genau aus dem Herzen. Ruinen, antike Bauwerke, Zeugen vergangener Kulturen – das sind Dinge, die mich absolut faszinieren. Und tatsächlich habe ich mir beim Betrachten irgendwelcher Säulenreste jedes Mal vorgestellt, wie der Ort wohl tatsächlich mal ausgesehen haben mag.

Der Autor studierte Architektur, begeisterte sich früh für die Antike und leitete zehn Jahre lang ein Forschungszentrum in Ägypten, das die Tempelanlange in Karnak restaurierte. Damals begann er, die Stätten, an denen er gearbeitet hatte, zeichnerisch zu rekonstruieren. Eine raffinierte Methode, bei der es darauf ankommt, alle irgendwie verfügbaren Informationen zu sammeln und in einer Zeichnung zusammenzuführen. Fehlende Informationen können natürlich nicht wie in einem Text einfach weggelassen werden, stattdessen muss man sich an solchen Stellen bemühen, die Lücken bestmöglich zu füllen. Für mich eine wirklich bemerkenswerte Methode!
In den einleitenden Worten erläutert der Autor diese Technik der Rekonstruktion, spricht offen über die damit verbundenen Schwierigkeiten, über die Vorteile und Kritikpunkte.
In mittlerweile zwanzig Jahren hat er über 600 Illustrationen gefertigt, dieses Buch stellt eine ganze Reihe davon vor. Es finden sich Zeichnungen zu vielen wichtigen antiken Orten aus dem Zeitraum von 2.500 v. Chr. bis ins 5. Jahrhundert n. Chr.

Obwohl heute meist am Computer gearbeitet wird, zeichnet Golvin Aquarelle – und das absolut meisterlich! Wer wie ich das gedruckte Wort der Datei vorzieht, empfindet da schon gleich besondere Sympathie. Die Zeichnungen lassen aber auch wirklich keine Wünsche offen, sind beeindruckend schön, übersichtlich und informativ. Zu jeder Stätte gibt es eine große Übersichtsseite mit ausführlichen Erklärungen. Dabei erfährt man auch, welche Infos belegt sind, welche vermutet werden und wie die Stätte heute aussieht.

Das Buch ist ein wahres Schmuckstück, hat aber auch ein ordentliches Format und Gewicht. Nichts für unterwegs, aber das Lesen auf dem heimischen Sofa macht großes Vergnügen. 80 antike Metropolen gilt es zu bewundern, darunter natürlich zum Beispiel Babylon mit seinen „Hängenden Gärten“, die Felsenstadt Petra, Athen und die Akropolis oder – besonders ausführlich – Rom. Natürlich finden sich auch Metropolen in Deutschland, mich faszinierten dabei die besonders, die ich gut kenne: „Colonia Claudia Ara Agrippinensium“ (Köln) oder „Augusta Treverorum“ (Trier).

Am Anfang findet sich ein sehr übersichtliches Inhaltsverzeichnis, geordnet nach Ländern / Regionen. Am Ende sind auf einer historischen Weltkarte alle Stätten aus dem Buch eingezeichnet. Ein Glossar zu den verwendeten Fachbegriffen rundet alles perfekt ab.

Fazit: Faszinierende Zeichnungen, die in meinem Kopfkino die Antike erstehen lassen. Ein Schmuckstück in meinem Bücherregal.

Metropolen der Antike - Jean-Claude Golvin
Metropolen der Antike
von Jean-Claude Golvin
(4)
Buch (gebundene Ausgabe)
49,40

 
zurück