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leseratte1310 Unsere Top-BuchhändlerInnen

Gesamte Bewertungen 949 (ansehen)


Meine Bewertungen

Nachkriegszeit

leseratte1310 , am 25.03.2019

Endlich ist der Krieg zu Ende und das Café Engel blieb tatsächlich unbeschadet. Die junge Hilde Koch will das Café mit Unterstützung ihrer Mutter Else wiedereröffnen. Sie träumt davon, dass es zu altem Glanz zurückfindet. Doch dann taucht eine junge Frau auf. Es ist ihre Cousine Luisa aus Ostpreußen, die geflüchtet ist. Es kommt zu Rivalitäten und die Stimmung im Café ist dadurch nicht die Beste.
Dies ist der erste Teil einer Trilogie um das Café Engel.
Die vielen Perspektivwechsel erfordern Aufmerksamkeit beim Lesen, da man sonst leicht verwirrt wird. Neben der Geschichte um Hilde und Luisa gibt es noch einige Handlungsstränge.
Die Charaktere sind gut und individuell ausgearbeitet, aber mit vielen wurde ich nicht wirklich warm.
Die Geschichte beginnt bereits im Jahr 1935. Wir erfahren so, wie Hilde und Luisa aufgewachsen sind.
Hilde ist behütet in Wiesbaden aufgewachsen. Sie hatte den leichteren Weg. Mir kam sie ziemlich verwöhnt vor. Sie kann es gar nicht leiden, wenn nicht alles nach ihrem Willen geht. Aber sie liebt das Café und setzt sich wirklich dafür ein. Als Luisa auftaucht, wird Hilde eifersüchtig und lässt das Luisa auch spüren.
Luisa ist die uneheliche Tochter des Gutsherrn, doch ihre Mutter und sie werden von ihrer Großmutter nur geduldet. Als ihr Vater stirbt, werden sie vom Gut gejagt. Als die Russen kommen, müssen sie auch aus Stettin verlassen. Auf der Flucht hat sie Schreckliches erleben müssen und ist nun froh, dass sie freundlich aufgenommen wird.
Die Zeiten sind immer noch schwer. Lebensmittel sind kaum zu bekommen. Da ist es schon sehr ambitioniert, unter diesen Umständen das Café wieder zu eröffnen.
Hilde und Luisa treffen erst sehr spät aufeinander, da ist das Buch ja schon fast zu Ende. Umso überraschender war es da für mich, wie schnell der Gesinnungswechsel kam und aus Rivalität so schnell freundliches Miteinanderumgehen wird.
Die Geschichte hat Potenzial und doch hat sie mich nicht so wirklich gepackt.

Café Engel - Marie Lamballe
Café Engel
von Marie Lamballe
(22)
Buch (Taschenbuch)
10,30

Kurzes Prequel

leseratte1310 , am 25.03.2019

Jun Bei, Cole, Anna, Leoben und Ziana sind elf Jahre alt und Versuchsobjekte im Labor des berühmten Genetikers Lachlan Agatta. Er will einen Impfstoff finden gegen den ausgebrochenen Virus. Dafür müssen die Kinder Operationen und Schmerzen aushalten. Doch dann tauchen eines Tages ein Mann und eine Frau von der Cartaxus-Organisation auf. Lachlan hat offensichtlich Angst. Brink macht den Kindern klar, dass sie bei ihm ganz andere Möglichkeiten haben. Jezebel führt ihnen vor, wie stark sie ist. Werden die Kinder die Chance, das alles hinter sich zu lassen, wahrnehmen?
„Vergessene Wunden“ ist ein Prequel zur Cat & Cole-Reihe. Da ich den ersten Band der Reihe „Die letzte Generation“ gelesen habe, ist es eine nette Ergänzung. Jedes der fünf Kapitel zeigt uns die Sicht eines der Kinder. So lernen wir kennen, wie unterschiedlich sie denken und auf das Angebot reagieren.
Es ist eine furchtbare Umgebung, in der die Kinder leben müssen und es ist schrecklich, was sie erdulden müssen.
Eine nette kurze Geschichte, die man aber nicht unbedingt lesen muss.

Cat & Cole: Vergessene Wunden - Emily Suvada
Cat & Cole: Vergessene Wunden
von Emily Suvada
(6)
eBook
0,00

In eine Rolle gedrängt

leseratte1310 , am 25.03.2019

Andrea und Georg sind schon über zehn Jahre zusammen. Bezüglich ihrer Zukunft hat sich Andrea nicht allzu viele Gedanken gemacht, denn sie ist zufrieden, so wie es ist. Aber Georg fragt immer wieder, ob sie nicht zusammenziehen sollten.
Wie jedes Jahr machen sie Urlaub in Jesolo. Auch im Urlaub stellt Georg wieder seine Frage, doch Andrea weicht ihm aus. Sie will nicht mit ihm zusammen in das Haus seiner Eltern ziehen. Aber nach dem Urlaub ist sie schwanger.
Das Buch hat nur 224 Seiten, die mir einen recht düsteren Eindruck vermitteln. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Andrea.
Das Cover ist einfach genial; erst bei mehrfachem Hinschauen ist mir klar geworden, was dort gezeigt wird.
Andrea und Georg haben eine ziemlich eingefahrene Beziehung. Jedenfalls kommt es mir so vor, als ich die beiden in Jesolo erlebe. Irgendwie ist die Luft raus. Andrea empfindet alles als immer gleich. Wenn Georg Andrea wegen des Zusammenziehens fragt, weicht sie aus. Eigentlich müssten sie über ihre Vorstellungen vom Leben reden und herausfinden, ob ihre Vorstellungen zusammenpassen. Doch eine Entscheidung, wie es weitergehen soll, wird durch die Schwangerschaft verhindert. Andrea fühlt sich von dem, was dann geschieht, überrumpelt. Aber sie wehrt sich auch nicht. Auch gegen die Übergriffigkeit ihrer Schwiegereltern tut sie nichts. Ihr Lebens verändert sich total. Ihre Bedürfnisse werden von niemandem wahrgenommen. Ich konnte Andreas Gedanken und Ängste gut nachvollziehen, aber ihr Verhalten blieb mir fremd.
Auch in der heutigen Gesellschaft wird die Frau häufig noch in eine bestimmte Rolle gedrängt. Sie stößt auf Unverständnis, wenn sie sich gegen Kinder entscheidet. Eigentlich sollten wir das inzwischen überwunden haben.
Andreas Geschichte endet mit der Geburt, aber ansonsten bleibt das Ende offen. So kann sich jeder seine Gedanken machen.
Ein anspruchsvolles Buch, das nicht ganz einfach zu lesen ist. Trotz der melancholischen Stimmung hat mir das Buch gefallen.

Jesolo - Tanja Raich
Jesolo
von Tanja Raich
(3)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,60

Die Uhr tickt

leseratte1310 , am 24.03.2019

In Zeiten in denen nicht mehr zu übersehen ist, wie schändlich wir mit unserer Erde umgehen, passt dieser Roman doch ganz wunderbar.
Wir befinden uns im Jahr 2029. Die junge Vulkanforscherin Dr. Georgina Finley macht eine erschreckende Entdeckung. Wenn sich bewahrheitet, was sie aufgrund ihrer Forschungen feststellt, dann steuert alles auf eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes zu. Doch sie findet nirgendwo Gehör. Die Gier in Wirtschaft und Politik ist so groß, dass alles ignoriert wird, was den Geschäften schadet. Selbst die Medien nehmen die Warnrufe nicht ernst. Georginas größter Gegner ist der skrupellose Jayden Turkov, der zur Wahrung seiner Interessen den Tod von Menschen in Kauf nimmt. Allerdings will Georgina alles tun, um die Katastrophe abzuwehren und sie bekommt Hilfe von Aktivisten, die im Untergrund agieren. Es ist allerhöchste Zeit etwas zu tun und die Uhr tickt…
Der Schreibstil ist wirklich toll und die Geschichte sehr spannend. Es war mir unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Es geht ziemlich actionreich zu und das Ende hätte ich so nicht erwartet.
Dr. Georgina Finley ist eine engagierte Person, der keine Strapazen zu groß sind, wenn es um ihre Forschung geht. Sie war mit sympathisch, genau wie ihre Kolleginnen Camille und Nicky. Daher konnte ich gut mit ihr fühlen, habe mit ihr gehofft und gebangt.
Die Geschichte ist zwar fiktiv, aber sie wirkt doch sehr realistisch, wenn man berücksichtigt, welche Folgen der Klimawandel jetzt bereits zeigt. Die Politik lässt sich viel zu viel von Lobbyisten, deren Interessen sehr einseitig sind, beeinflussen. Dieser Katastrophenroman ist sehr unterhaltend, stimmt aber auch nachdenklich. Wollen wir wirklich weiter zusehen, wie aus wirtschaftlichen Interessen unsere Umwelt zerstört wird mit ungeahnten Folgen?
Ein sehr packender Roman, den ich nur empfehlen kann.

Das Feuer der Erde - Leo Aldan
Das Feuer der Erde
von Leo Aldan
(19)
Buch (Paperback)
10,20

Immer noch wir

leseratte1310 , am 23.03.2019

Eine ganz besondere Kinderfreundschaft hat Lina und Joe verbunden. Doch seit fünfundzwanzig Jahren haben sie sich nicht mehr gesehen. Auf einer Party begegnen sie sich und fühlen sich gleich zueinander hingezogen, dabei wissen sie nicht, wer der andere ist. Aber da gibt es so ein vertrautes Gefühl. Sie landen gemeinsam in Carolinas Bett, ohne zu wissen, wer der andere ist. Als sie dann erkennen, woher die Vertrautheit stammt, können sie nicht mehr so unbeschwert miteinander umgehen. Sie beschließen nur „Freunde“ zu sein, obwohl die Gefühle etwas anderes sagen.
Der bildhafte Schreibstil ist sehr schön zu lesen und die Protagonisten sind sympathisch. Trotzdem konnte ich die beiden nicht verstehen. Warum machen sie sich das Leben so schwer? Irgendwie scheint Angst über ihre Beziehung zu bestimmen. Ich habe dann nachgeschaut – dieses Wort kommt 110 mal vor. Sie sind keine Teenager mehr, die noch nicht so recht wissen, was sie wollen. Dennoch tänzeln sie umeinander herum, das Herz voller Gefühle und quälen sich damit. Vor allem Joe hat Probleme, eine Beziehung einzugehen. Erst mit der Zeit wird klar, warum die beiden sich so schwertun.
Mich konnte das alles nicht wirklich packen. Das Ende war vorauszusehen, aber die Länge bis es dazu kommt, war mir zu viel. Vielleicht bin ich zu nüchtern um diese Art Romantik genießen zu können.
Das Cover mit den Vergissmeinnicht gefällt mir sehr gut, die Geschichte aber wird wohl schnell vergessen sein.
Nett zu lesen, aber nicht wirklich packend.

Immer noch wir - Elja Janus
Immer noch wir
von Elja Janus
(34)
Buch (Paperback)
12,30

Doyles Tagebuch

leseratte1310 , am 23.03.2019

Arthur Conan Doyle konnte an nichts anderes denken als an Mord, denn alles dreht sich nur um seinen Romanhelden Sherlock Holmes. Ihn beachtet man kaum und so schreibt er ein letztes Mal über Sherlock und lässt ihn sterben. Seinem Tagebuch vertraut er an: Holmes umgebracht.
Nach einiger Zeit wird Doyle in einen Mordfall hineingezogen. Scotland Yard kümmert sich nicht besonders um Mord an leichten Mädchen, und so macht sich Doyle mit seine Freund Bram Stoker nach Sherlock-Manier an die Ermittlung.
Auch 100 Jahre später gibt es noch viele Sherlock-Fans. Einer von ihnen ist der junge Harold White, der endlich in den Club der „Baker Street Irregulars“ aufgenommen wurde. Er erhofft sich neue Informationen aus dem lange verschollenen Tagebuch Doyles. Alex Cale hatte die Sherlockianer informiert, dass er dieses Tagebuch gefunden hat. Doch etwas später ist Alex tot und Harold macht sich ebenfalls auf Sherlock-Art daran, die Sache zu klären.
Als Fan von Sherlock Holmes war dieses Buch natürlich ein Muss für mich. Außerdem mag ich den anspruchsvollen Schreibstil des Autors Graham Moore. Leider waren die Fälle dann nicht so spannend, wie ich es erhofft hatte. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten. Dabei hat mir der Teil, in dem Doyle ermittelte, besser gefallen. Die Atmosphäre des damaligen London war gut und authentisch dargestellt.
Die Charaktere waren ebenfalls gut ausgearbeitet. Auch wenn ich Sherlock Holmes gut finde, kommt mir dieses Getue bei den "Baker Street Irregulars" und ähnlichen Gruppierungen doch etwas exzentrisch vor.
Die beiden Handlungsstränge sind gut miteinander verflochten. Die Auflösung der Fälle war schlüssig.
Mir hat dieser unterhaltsame Krimi gut gefallen.
Empfehlenswert nicht nur für Sherlock-Fans.

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete - Graham Moore
Der Mann, der Sherlock Holmes tötete
von Graham Moore
(28)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,70

Eine Frau rächt sich

leseratte1310 , am 22.03.2019

Als der französische Bankier Marcel Péricourt im Jahr 1927 in Paris verstirbt, hat er zwar eine Erbin, doch die ist gar nicht darauf vorbereitet, ein Bankhaus zu führen. Es ist seine Tochter Madeleine. Ihr Mann sitzt wegen eines Skandals im Gefängnis. Sie verlässt sich auf ihren Onkel Charles Péricourt, der Prokurist in der Bank ist, und die Angestellten. Daher unterschreibt sie alles, ohne zu wissen, was sie da tut. Doch die Familie hat Neider, die die Gunst der Stunde nutzen, um ihr zu schaden. Aber Madeleine nimmt das nicht einfach hin. Um ihres Sohnes willen plant sie, sich zu rächen.
Ich habe vor einiger Zeit das Buch „Opfer“ des Autors Pierre Lemaitre gelesen. Mir hat sein anspruchsvoller Schreibstil, der allerdings nicht so ganz einfach zu lesen ist, gut gefallen. Die Geschichte spielt in einer Zeit als die politischen Verhältnisse etwas wirr sind. Es deutet sich bereits an, dass es zum Krieg kommen könnte.
Die Charaktere sind interessant, aber auch etwas überzeichnet. Niemand kam mir wirklich nahe. Frauen hatten in jener Zeit nicht allzu viele Rechte. Für alles benötigten sie die Zustimmung des Vaters beziehungsweise des Ehemanns. Nicht einmal einen Scheck durften sie unterschreiben. Madeleine braucht die Unterstützung männlicher Personen, leider gerät sie an die falschen, denn jeder verfolgt seine eigenen Interessen. Zunächst recht naiv, ändert sie sich und passt sich dem Stil ihrer Widersacher an. Gut überlegt geht sie ihre Rache an. Ich konnte ihre Motive nachvollziehen, mit ihr zu fühlen gelang mir allerdings nicht.
Es ist eine Geschichte mit vielen Facetten. Mir hat dieser Roman gut gefallen, auch wenn es zwischendurch etwas langatmig wird.

Die Farben des Feuers - Pierre Lemaitre
Die Farben des Feuers
von Pierre Lemaitre
(74)
Buch (gebundene Ausgabe)
25,80

Zum Glück gibt es Emma

leseratte1310 , am 22.03.2019

Jim Knopf hat plötzlich Lust auf Kuchen, aber nicht irgendeinen Kuchen. Nein, er möchte einen Gugelhupf, wie ihn nur Frau Waas backen kann. Frau Waas hat nichts dagegen und so kaufen sie erst mal ohne Geld bei Frau Waas ein. Jim weiß ganz genau, was in den Gugelhupf hineingehört und kann schon fast alleine den Teig zubereiten. Auf das Schüsselschlecken freut er sich ganz besonders. Aber oh weh, der Backofen funktioniert nicht. Auch Lukas bekommt ihn nicht in Gang. Gut, dass es Emma gibt.
Die Kinder sind bei diesem Buch mit Feuereifer dabei, können sie doch zeigen, dass sie auch genau wissen, was in einen Kuchen gehört. Man kann wunderbar mitfiebern, denn beinahe hätte es nicht geklappt mit dem Gugelhupf. Zum Glück braucht man ja nur die richtige Idee.
Die Bilderbuchgeschichte von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer sind an der Geschichte von Michael Ende angelehnt. Die bekannten Figuren erleben Geschichten, die nicht unbedingt etwas mit dem Original zu tun haben. Trotzdem macht es den Kindern Spaß die Abenteuer mit Jim Knopf und Lukas zu verfolgen. Sie sind kindgerecht und wunderschön illustriert.

Ende, M: Jim Knopf rettet den Gugelhupf - Michael Ende, Beate Dölling, Mathias Weber
Ende, M: Jim Knopf rettet den Gugelhupf
von Michael Ende
(1)
Buch (Taschenbuch)
2,10

Camping und Verbrechen

leseratte1310 , am 21.03.2019

Auf dem Campingplatz Bensersiel hat die Saison angefangen und schon tauchen die Saisonrentner auf. Der Kellner Gernot Kaldenbach ist hier auch untergekommen, aber er kann nicht lange die Campingatmosphäre genießen, denn schon bald schwimmt er als Leiche im Yachthafen. Dann verschwindet auch noch die attraktive Anna, die nichts anbrennen ließ. Keine einfache Ermittlung für die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens von der Polizei Wittmund, denn im Fall Anna deutet alles auf eine Entführung hin. Hängen die beiden Fälle zusammen?
Für mich war dies der vierte Band um das Ermittlerteam aus Wittmund, obwohl es bereits der sechste ist.
Der Schreibstil ist gewohnt gut zu lesen und sehr locker. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven betrachten kann. Die ostfriesische Atmosphäre ist sehr schön dargestellt und es kommt gleich Urlaubsfeeling auf. Auch das Zusammengehörigkeitsgefühl auf einem Campingplatz ist schön beschrieben, trotzdem wäre das nichts für mich, da ist mir zu viel Nähe und zu viel Beobachtung.
Bert und Nina sind sympathische und sehr fähige Ermittler. Sie gehen auf die Menschen ein und finden so einiges heraus, was die Menschen lieber unter der Decke gehalten hätten. Dabei geht es teilweise um wirklich heftige Probleme. Kellner Kaldenbach aber war wirklich ein schlimmer Finger und es ist kein Wunder, dass es ein solches Ende mit ihm genommen hat.
Es gibt einige Verdächtige und es ist gar nicht so leicht herauszufinden, wer denn nun der Mörder ist. Immer wieder gibt es Wendungen, die wieder Zweifel säen. Doch am Ende ist der Täter jemand, den wohl niemand auf dem Schirm hatte.
Es ist von Anfang an spannend und da der Leser im Ungewissen bleibt, hält sich die Spannung auch bis zum Ende.
Wieder einmal wurde das idyllische Ostfriesland vom Verbrechen heimgesucht. Mit hat dieser Krimi sehr gut gefallen.

Campermord in Bensersiel. Ostfrieslandkrimi - Rolf Uliczka
Campermord in Bensersiel. Ostfrieslandkrimi
von Rolf Uliczka
(15)
eBook
3,99

Brutal, spannend, temporeich und fesselnd

leseratte1310 , am 20.03.2019

Shepherd-Agentin Maggie Carlisle ist immer noch auf der Suche nach ihrem Bruder Tommy, der vor Jahren vom „Taker“ entführt wurde und natürlich nach dem Täter. Dann hatte sie Hinweise bekommen, unter anderem von Francis Ackerman jr. Nun ist sie dem Serienmörder wohl zu nahegekommen und fällt ihm ebenfalls in die Hände. Sie ist verschwunden und Marcus Williams und Ackerman machen sich auf die Suche nach ihr. Ackerman will sie retten und hat einen Plan, um den Taker aus seinem Versteck zu locken. Doch das wir zu einem Krieg, der viele Opfer fordert, auf allen Seiten.
"Ich bin die Rache" ist der sechste Band um Special Agent Marcus Williams und seinen Bruder, den Serienkiller Francis Ackerman jr. Obwohl es interessant ist, die Entwicklung der Protagonisten zu verfolgen, lässt sich dieses Buch auch lesen, wenn man die anderen Bände nicht kennt, denn alles Wichtige wird aufgegriffen.
Auch dieser Band lässt sich wieder gut lesen und man wird förmlich in die Geschichte hineingezogen. Dabei geht es wirklich drastisch zu und es wird reichlich brutal und blutig. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet. Diese verschiedenen Handlungsstränge laufen am Ende zusammen.
Kann man einen psychopathischen Killer sympathisch finden? Wenn Francis Ackerman jr kennengelernt hat, wird man sagen ja. Er wurde von seinem Vater zu einem eiskalten Serienkiller gemacht. Sein Bruder Marcus Williams arbeitet für die Shepherd Organization. Er ist bei Pflegeeltern aufgewachsen. Trotzdem bekam auch er die Grausamkeit der Familie zu spüren. Doch es gibt Familienbande und Marcus und Francis arbeiten zusammen. Ackermann hat Marcus versprochen, nicht wieder zu töten, aber für Maggie würde er alles tun. Maggie, die auch immer ihre Traumata mit sich herumgetragen hat, ist in einer bedrohlichen Situation, aus der sie sich alleine nicht retten kann.
Dieses Mal müssen die Protagonisten ohne die Rückdeckung der Shepherd Organization auskommen.
Der Spannungsbogen ist gut aufgebaut und das Ende ist heftig, wie bei Ethan Cross üblich.
Auch wenn die Bücher des Autors nicht jedermanns Sache sind, ich finde sie spannend und wurde wieder gut unterhalten.

Ich bin die Rache - Ethan Cross
Ich bin die Rache
von Ethan Cross
(13)
Buch (Taschenbuch)
11,40

 
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