Thalia-BuchhändlerInnen im Portrait: Lisa Tritscher | 87 Rezensionen
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BuchhändlerInnen im Portrait

Meine Lieblingsbuchhändler

Lisa Tritscher
aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

Gesamte Empfehlungen 87 (ansehen)


Lieblingsautoren:
Jack London, David Mitchell, Patrick Rothfuss, Donna Tartt, Thomas Hardy, Daphne du Maurier, Neil Gaiman, Chuck Palahniuk, Stephen Greenblatt
An meinem Beruf gefällt mir:
Millionen Bücher blieben von den Menschen früh'rer Zeiten/Hätten sie nichts aufgeschrieben, könnt' ihr Geist uns nicht begleiten/Und verdammt zu Ignoranten müssten wir durchs Leben schreiten/Alle Bücher sind Garanten für den Fortschritt uns'rer menschlichen Kultur
Im Beruf seit:
2011

Meine Empfehlungen

Terri Hooley, Godfather of Punk

Lisa Tritscher aus der Thalia-Buchhandlung in Wien , am 31.10.2014

Ich kann mich nicht entscheiden, welche die beste Szene dieses Films für mich ist:
Terri Hooleys Gesichtsausdruck, als er "Teenage Kicks" von den Undertones das erste Mal hört
oder
der Moment, als ebenjener Song von BBC-Radiomaster John Peel zweimal hintereinander im Radio gespielt wird
oder
das Benefiz-Konzert für Good Vibrations, das 1980 in der Royal Ulster Hall gegeben wird?

"Good Vibrations" ist ein weiterer dieser fantastischen Filme wie "Radio Rock Revolution" oder "Once", bei denen es im Endeffekt nur einen Protagonisten gibt - und das ist die Musik! Egal wie oft ich diesen Film anschaue oder um welche Uhrzeit, ich MUSS danach einfach die Undertones auflegen und mich diesem sicher nicht alleine dastehenden Beispiel einer Punk-Symphonie hingeben, das beweist, dass es in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts auch etwas anderes als die Troubles in Nordirland gab.
Fantastisch!
Ein Teil von Belfasts Geschichte mal aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet.
Für alle, die Musik lieben und wissen, was diese bewegen kann.

"Good Vibrations isn't a record shop.
It's not a label.
It's a way of life!"

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Good Vibrations
Good Vibrations
(1)
Film (DVD)
6,29

How dare you?

Lisa Tritscher aus der Thalia-Buchhandlung in Wien , am 28.09.2014

Auf ironische Art und Weise wird man in die Thematik dieses Films mit "Oh Sinnerman" (neu interpretiert von Clara Luzia) eingeführt, das den Zuseher bei "Das finstere Tal" noch mehr über dessen Mehrdeutigkeit nachdenken lässt.
Thomas Willmanns Geschichte über eine Seite der Unmenschlichkeit des Menschen wurde von Andreas Prochaska in ein kleines Arthouse-Meisterwerk verwandelt. Ein Film, bei dem man sieht, das er noch mit echtem Schweiß und echten Tränen gedreht wurde - der keine auf Hochglanz polierte Massenware ist. Ein Film mit wortkargen und nichtsdestotrotz ausdrucksstarken Darstellern, die die Stille mit etwas zu füllen verstehen, das man getrost als wahre Schauspielkunst bezeichnen kann. Stille, mit der ein Gefühl einhergeht, an die das Spannungsniveau des gängigen Blockbusters nicht einmal annähernd heranreicht. Nur unterbrochen von einer Musik von Matthias Weber, die dem Zuseher Angst vor der wiederkehrenden Stille macht - hinter der nächsten Wegbiegung, dem nächsten Sinneswandel des Autors, könnte alles lauern.
Schnee wird hier genauso wie die Landschaft noch als etwas Respekteinflößendes vermittelt - und nicht nur als umherstäubender Zweck, der die Mittel heiligt.
Apropos heilig.... Nein, diesen Weg sollte ich wirklich nicht nehmen.

Freuen soll man sich über diesen Film - sofern man sich über so etwas freuen kann. Freuen über die Unmenschlichkeit des Menschen, die hin und wieder solche Meisterwerke, bei denen man die Welt um sich herum vergisst, möglich macht.

Verabschiedung mit einem erneuten "Oh Sinnerman" (diesmal neu interpretiert von One Two Three Cheers and a Tiger)

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Das finstere Tal
Das finstere Tal
(7)
Film (DVD)
8,89 bisher 9,99

Der Chronist

Lisa Tritscher aus der Thalia-Buchhandlung in Wien , am 18.08.2014

Wien, 1684: Wird es der vermeintliche Dorftrottel Senfbichler schaffen, seinen halb österreichisch, halb türkischen Stiefsohn Jakob - dem von allen als "Türkenbankert" beschimpftem Sohn seiner verstorbenen Frau Maria - vor der Intoleranz der Dorfbewohner zu beschützen und ihm die versprochene Bildung zu ermöglichen?

"Jakob Mustafa" ist eine sehr authentische Geschichte über den alle Vernunft übertrumpfenden Aberglauben, menschliche Unmündigkeit und extremistischen religiösen Eifer in einer bewegten und schwierigen Zeit: dem ausgehenden 17. Jahrhundert, als die Türken Wien bedrängten.
Ein Roman, der sich vor allem sprachlich sowie inhaltlich von der sonstigen Massenware von historischen Romanen abhebt. Darüber hinaus wird "Jakob Mustafa" aus der Sicht eines Chronisten erzählt, der sich nur an die Aufzeichnungen hält, die aus der damaligen Zeit stammen (könnten), was dem Leser - trotz der Beharrung darauf eine fiktive Geschichte verfasst zu haben - das Gefühl vermittelt, die genaue prosaische Wiedergabe einer geschichtlichen Chronik der damaligen Lebensumstände in und um Wien zu lesen.

All diese Punkte machen "Jakob Mustafa" zu einem Buch mit großem Seltenheitswert!
Für alle, die gerne historische Romane mit hohem Wahrheitsgehalt in gehobener Sprache lesen!

Jakob Mustafa – Das Vermächtnis des Chronisten - Fritz Schindlecker
Jakob Mustafa – Das Vermächtnis des Chronisten
von Fritz Schindlecker
(1)
Buch (Taschenbuch)
12,95

Verwirrend schön

Lisa Tritscher aus der Thalia-Buchhandlung in Wien , am 14.08.2014

Durch den Selbstmord eines Mannes im Familienauto des 7-jährigen Protagonisten, werden Mächte geweckt, die besser in Ruhe gelassen werden sollten. Gemeinsam mit dem Mädchen, das am Ende der Straße wohnt, macht sich der Junge auf, diese Mächte wieder zu besänftigen. Leider geht dabei einiges schief und die Probleme fangen erst so richtig an.

Neil Gaimans neuestes preisgekröntes Buch in Worte zu fassen, fällt mir schwer, da sich vieles davon nicht beschreiben lässt. Teils, weil der Inhalt selbst sehr abstrakt ist; teils, weil von Neil Gaiman selbst vieles nicht näher erklärt wird.
Wieder einmal ein Buch von ihm, nach dessen Lektüre ich mir gedacht habe: Das war genial!! – aber was war es eigentlich?

Die Idee bzw. die Beschreibung des Ozeans „am Ende der Straße“ finde ich entrückend schön, beängstigend und nicht zuletzt überwältigend! Um auch nur ansatzweise eine Ahnung vom Ozean – der meiner Meinung nach der Protagonist in diesem Buch ist - erhaschen zu können, muss man das ganze Buch lesen.

Abstrakt, schwer zu verstehen bzw. zu erklären und wunderschön elegisch – aber nichts für Kinder (selbst wenn der Ich-Erzähler erst sieben Jahre alt ist und der Schreibstil deshalb sehr einfach gehalten wurde)!

Sehr empfehlenswert für alle, die offen sind für unorthodoxe, brandneue Bücher und unverbrauchte Ideen!

The Ocean at the End of the Lane - Neil Gaiman
The Ocean at the End of the Lane
von Neil Gaiman
(5)
Buch (Taschenbuch)
7,99

I took the road that was less travelled by

Lisa Tritscher aus der Thalia-Buchhandlung in Wien , am 12.08.2014

Hommage an Robin Williams, der in seiner Rolle als John Keating bis heute unerreicht darin ist, mir die Macht und die Schönheit der Worte bzw. die Möglichkeiten der Poesie zu vermitteln.

I went to the woods because I wished to live deliberately
I wanted to live deep and suck out all the marrow of life
To put to rout all that was not life
And not, when I come to die, discover that I had not lived
(Thoreau)

Der Club der Toten Dichter - Special Edition
Der Club der Toten Dichter - Special Edition
(10)
Film (DVD)
5,09 bisher 5,99

The Taste of Blood

Lisa Tritscher aus der Thalia-Buchhandlung in Wien , am 20.07.2014

Regisseur Jim Jarmusch hat seine Vampir-Kurzgeschichte im 21. Jahrhundert angesiedelt, an das sich die Protagonisten mehr oder weniger angepasst haben, das für sie aber auch immer mehr zur Bedrohung wird. Dabei lässt er allerdings gekonnt kaum apokalyptisches Feeling aufkommen - "Only Lovers Left Alive" ist kein Film für Menschen mit einer Vorliebe für viel Blut und viele Tote. Es wird nicht einmal die gesamte Bandbreite der Exzessivität ausgelotet, mit der Vampire oft in anderen Geschichten nach ihrem Blut gieren, bzw. mit der sie es schließlich trinken. Diese wird bei "Only Lovers Left Alive" eher durch den subtilen, perfekt angepassten Soundtrack und die schauspielerischen Meisterleistungen von Tilda Swinton und Tom Hiddleston übermittelt.

Ehrlich gesagt, hätte ich hier keine Nebenhandlungen mehr gebraucht (auch wenn es interessant war Christopher Marlowe alias John Hurt zu begegnen). Mir würde dieser Film auch gefallen, wenn es sich um eine zweistündige visuelle und akustische Hingabe des lustvollen Bluttrinkens, des gekonnten Musik-Machens, des Sortierens unzähliger (für die Seele) nahrhafter Bücher, des Redens über vergangene Zeiten/Taten/große Erfinder/Musiker/Dichter und des Tanzens handeln würde. Tilda Swinton und Tom Hiddleston in der von Jim Jarmusch hergestellten düsteren, melancholischen und zeitgleich unglaublich anziehenden Atmosphäre durch die Straßen Detroits oder Tangiers schlendern zu sehen - alleine dafür ist es dieser Film wert gesehen zu werden. Aufgrund seiner Ausstrahlung und der Emotionen, die er übermittelt - nicht um irgendeiner Botschaft oder eines Sinnes willen.

Only Lovers Left Alive
Only Lovers Left Alive
(8)
Film (DVD)
5,19 bisher 5,99

Gesamtaufnahme live

Lisa Tritscher aus der Thalia-Buchhandlung in Wien , am 15.06.2014

Eine Geschichte über die Moral des Menschen, seine Wertigkeit und die Grenzen der Menschlichkeit als Musical inszeniert?
Kann es "Der Besuch der alten Dame" in diesem Metier schaffen auf seinem ursprünglichen Niveau zu bleiben?
Teilweise ja, sage ich.

VBW-Intendant Christian Struppeck (Buch) hat es in den für das inhaltliche Fortschreiten des Stückes relevanten Szenen geschafft, Dürrenmatts Klassiker für die Showbühne umzuschreiben - wobei ihm hier nur zweimal (meiner Meinung nach) die Hand ins absolut bodenlose und in keiner Weise an Dürrenmatt erinnernde Showbiz abgeglitten ist. Dazu komme ich später noch - aber wenn man diese misslungenen Szenen außer Acht lässt, dann kann man trotz der "Überdramatisierung" des ohnehin schon dramatischen Stoffs ein Auge bei dieser Musicalgeschichte nach Literaturvorlage zudrücken und sagen, dass er sich relativ gut daran gehalten hat.
Moritz Schneider und Michael Reed (Musik) haben mit ihrem Sound für die alte Dame sicherlich nichts gänzlich Neues bzw. bis dato Ungehörtes erschaffen - dafür sind bei einigen Liedern zu viele Einflüsse von Andrew Lloyd Webber und Jim Steinmann herauszuhören. Aber sie haben es geschafft, die wichtigsten Themen dieses schwierigen Stücks musikalisch zu transportieren, wobei hier vor allem die Duette der beiden Protagonisten hervorstechen.
Hierzu zählen "Weißt du noch?", "Sturm der Liebe" und "Liebe endet nie".

Die Beziehung zwischen Claire Zachanassian und Alfred Ill wird auch auf der Bühne sehr kreativ aufbereitet - mit jeweils einer jungen Claire (Lisa Habermann) und einem jungen Alfred (Riccardo Grecco), die ihrem gealterten Selbst (Pia Douwes und Uwe Kröger) gegenübertreten.
Diese Idee, die Vergangenheit auf diese Weise aufzurollen, bzw. die vergangenen und gegenwärtigen Gefühle der Hauptpersonen so darzustellen, gibt dem hier vorhandenen Kontrast eine unerwartete Schärfe, die vor allem in der finalen Szene zu tragen kommt und dabei gerade durch ihr überraschendes Auftreten umso tiefer ins Herz einschneiden kann.
Über die dabei transportierte Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern Pia Douwes ("Gerechtigkeit", "Die Welt gehört mir") und Uwe Kröger ("Ich hab die Angst besiegt") möchte ich hier gar nicht allzu viele Worte verlieren, sondern einfach sagen, dass es immer wieder eine Freude ist, mitanzusehen, in wie vielen verschiedenen Rollen diese beiden sowohl stimmlich als auch schauspielerisch unglaublich miteinander interagieren.
Diesen beiden zur Seite gestellt sind noch weitere Musicalstars wie z.B. Ethan Freeman als Lehrer ("Das Böse wird siegen") und Norbert Lamla als Polizist ("Freunde fürs Leben"), die wieder einmal von einem exzellenten VBW-Ensemble + Orchester unterstützt werden.

Ein kleiner Tipp an alle Käufer dieser CD:
Bitte überspringen Sie das "Trio Infernale"! - außer Sie möchten komplett aus dem Drama um den "Besuch der alten Dame" herausgerissen werden und sich Witzeleien anhören, die schon nächstes Jahr nicht mehr lustig sein werden.

Bis auf diesen Fauxpas und einige überbordend schrille und sehr unpassende Kostümwahlen, die meiner Meinung nach in einem Dramamusical absolut nichts verloren haben, ist "Der Besuch der alten Dame" sehr hörens- und sehenswert!
Ich hoffe sehr, dies ist bzw. war nicht der letzte Besuch von Fr. Zachanassian in den Theatern Wiens!

Der Besuch der alten Dame-Gesamtaufnahme Live
Der Besuch der alten Dame-Gesamtaufnahme Live
von Original Cast Wien
(1)
Musik (CD)
23,79

Neue Meisterleistung von Frank Wildhorn!

Lisa Tritscher aus der Thalia-Buchhandlung in Wien , am 10.04.2014

Endlich der neueste Musicalstreich von Komponisten Frank Wildhorn ("Jekyll & Hyde", "Der Graf von Monte Christo", "Dracula", "Rudolf - Affaire Mayerling", "Scarlet Pimpernel" u.a.)!
Diese Mal dreht sich alles um das Thema König Artus.

Der Umstand, dass es zur Lebensgeschichte der nebulösen Hauptfigur nahezu keine handfesten historischen Fakten gibt, hat Wildhorn sehr viel Freiraum gegeben, an der verworrenen Liebesgeschichte in seinem neuesten Stück herumzudoktern.
Aber ich will ehrlich sein: selbst wenn sich Wildhorn die genauesten literarischen Vorlagen für seine Musicals zur Hand nimmt, dann artet das Ganze doch in einem Liebesdrama aus - prägnantestes Beispiel: "Jekyll & Hyde". Wobei ich "Ausarten" hier im guten Sinne meine: schließlich ist dieses Musical zu Wildhorns bekanntestem Welterfolg geworden.

Ob "Artus" ein ebensolcher Erfolg werden wird, wird sich noch herausstellen. Die erste Albumaufnahme ist auf jeden Fall hörenswert, auch wenn sie für meinen Geschmack etwas zu "Liebeslieder-lastig" ist.
Wenn man die Liebeslieder außer Acht lässt, dann reichen die musikalischen Stile in "Artus" von sehr hymnischen Liedern (die mir im Wildhorn-Repertoire bisher noch nicht untergekommen sind, in diesem Fall aber wirklich gut gefallen) wie "Feld der Ehre", über sehr rockige Titel wie "Schwert und Stein" (das mich stilistisch stark an "Hölle auf Erden" aus "Der Graf von Monte Christo" erinnert), bis zu Songs wie "Begehren" bei denen wieder einiges an erotischer Spannung zu spüren ist.
Spannung zwischen Artus und Guinevere, zwischen Guinevere und Lanzelot und sogar zwischen Merlin und Morgana.

Dargestellt werden diese Hauptcharaktere der Artus-Mythologie von einem Teil der Elite der deutschen Musicaldarsteller, von denen jeder Einzelne beweist, dass er/sie nicht ohne Grund Rollenangebote für eine Wildhorn-Premiere bekommen hat:
Artus - Patrick Stanke (Durchbruch mit "Die drei Musketiere")
Guinevere - Annemieke van Dam ("Elisabeth")
Merlin - Thomas Borchert ("Jekyll & Hyde")
Morgana - Sabrina Weckerlin ("Die Päpstin")
Lanzelot - Mark Seibert ("Elisabeth")

Apropos: Die Aufnahmen auf diesem Album enthalten nicht die gesamte originale Besetzung der diesjährigen Uraufführung in St. Gallen, sondern nur die obengenannten Hauptdarsteller, die im Tonstudio vom Wiener Kammerchor und von Eric Papilaya in der vokalen Rolle von Artus' Gegenspieler Loth unterstützt wurden.
Das Einzige, was ich mir von dieser CD wirklich wünschen würde, ist, dass sie ruhig ein wenig länger sein könnte, da die 14 enthaltenen Titeln - so wie ich Frank Wildhorn einschätze - sicherlich nur ein Bruchteil der Liedervielfalt seines neuen Werks sind.
Übrigens ist "Artus" nach "Dracula" in 2005 und "Der Graf von Monte Christo" in 2009 die dritte Frank Wildhorn-Premiere in der Schweiz, die vom Komponisten selbst produziert wurde. Hoffentlich findet dieses Stück danach auch bald seinen Weg nach Österreich!

Als Einstimmung zum Hineinhören empfehle ich: "Feld der Ehre", "Schwert und Stein" und "Morgen triffst du den Tod"

Artus Excalibur-Das Musical
Artus Excalibur-Das Musical
von Original St.Gallen Cast
(1)
Musik (CD)
19,79

Zero Gravity

Lisa Tritscher aus der Thalia-Buchhandlung in Wien , am 27.02.2014

Dieser Film beeindruckt - im Gegensatz zu vielen anderen Sci-Fi-Filmen - vor allem durch seine realistischen Bilder und Soundeffekte (sofern ich das ohne eigene Spacewalk-Erfahrung beurteilen kann).

Es ist sicherlich ein beklemmendes oder (je nachdem) befreiendes Gefühl außer der Stimme des Kollegen im All nichts anderes zu hören. Dieses Gefühl wurde brilliant transportiert - unterstützt von einigen Stücken sehr guter Filmmusik, welche auf sehr subtile Weise die ganze Beklemmung, die die unendliche Weite des Weltalls paradoxerweise bei vielen auslöst, noch eindrucksvoller macht.
Auch die fürs All unrealistischen Soundeffekte, die beim Aufeinandertreffen des Shuttles mit den Trümmerstücken im Trailer von "Gravity" zu hören waren, sind glücklicherweise nicht in den Film aufgenommen worden.

Ebenfalls gänzlich an diese extremen Bedingungen angepasst wurden die gesamten Kameraaufnahmen: dreht sich der Astronaut in der Schwerelosigkeit 180° um die eigene Achse, dann steht er in der Kameraeinstellung eben mal ein paar Minuten auf dem Kopf. Und wenn sich innerhalb eines Shuttles einige Wassertropfen auf direktem Weg zum Kameraobjektiv befindet, dann wird dieses davon logischwerweise beschlagen. Gegebenheiten, die einem als Zuseher das Gefühl geben, wirklich vor Ort zu sein und einen Teil der Eindrücke, die die Astronauten auf ihrem Trip durchs All erhalten, selbst zu erfahren.
Die wissenschaftliche Genauigkeit ist bei "Gravity" im Übrigen generell sehr hoch.

Interessantes Detail: Über den Funkspruch mit dem Hilfegesuch, den Dr. Stone zur Erde sendet und der in einer ihr nicht geläufigen Sprache beantwortet wird, hat Regisseur Alfonso Cuaron einen eigenen Kurzfilm mit dem Titel "Aningaaq" gedreht, der von jenem Mann handelt, der Stones' Funkspruch beantwortet.

Einen Stern ziehe ich dem Film für seine eher sehr sentimentale und - etwas - vorhersehbare Handlung ab (Astronaut hat schweren Schicksalsschlag erlitten - schafft es trotz aller Widrigkeiten aus der eigenen Vergangenheit immer wieder Kraft für die Rückreise zu ziehen...). Eigentlich ein Ein-Mann-Drama mit Sandra Bullock, das mir trotz der beeindruckenden Aufnahmen ein wenig kurzweilig erschienen ist.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Gravity
Gravity
(8)
Film (DVD)
9,49

Melody

Lisa Tritscher aus der Thalia-Buchhandlung in Wien , am 22.02.2014

This is in my opinion the best Doctor Who - Soundtrack that has been written by Murray Gold yet!
This is mainly due to the fantastic first few songs with which the 6th season of Doctor Who starts off: "I am the Doctor in Utah", "1969" (with a bit of Ennio Morricone because of the American setting) and the "Impossible Astronaut". And although these songs fit the setting of the Doctor's newest adventures perfectly, they seem to be mere preludes compared to the ones that follow: "Help is on it's way" , "Day of the moon" and "I see you silence". The melodies used for these three songs accompany the Doctor and his companions throughout the whole 6th season and they can be heard in all the episodes that contain a crucial turn in the series. Especially towards the end of the season.
Besides these totally new themes Murray Gold used a few variations of older ones, such as "Amy's theme" and the "Gallifreyan theme". In "The Curse of the Black Spot" the composer picked up a few ideas from Hans Zimmer, so that some music in this episode sounds very much like the main theme of "Pirates of the Caribbean".
For the last few episodes of the season Murray Gold wrote another couple of outstanding songs: the blood-curdling "Tick Tock", a very sentimental "Brigadier Lethbridge-Stewart" (dedicated to Doctor Who - cast member Nicholas Courtney, who died in 2011) and a heart-wrenching "Forgiven". Finishing off with a glorious "A Majestic Tale of a Mad Man in a Box" which contains some beautiful variations of the 11th Doctor's theme.

I recommend this outstanding soundtrack to any Doctor Who - Fan of the Steven Moffat era!

Dr. Who Vol. 6. Original Soundtrack
Dr. Who Vol. 6. Original Soundtrack
von OST-Original Soundtrack TV
(1)
Musik (CD)
19,89