Meine Filiale

Verbrechen

Stories

Ferdinand von Schirach

(57)
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
10,30
10,30
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Sofort lieferbar,  Kostenlose Lieferung ab 30  € Einkaufswert ,  Versandkostenfrei für Bonuscard-Kunden
Sofort lieferbar
Kostenlose Lieferung ab 30  € Einkaufswert
Versandkostenfrei für Bonuscard-Kunden

Weitere Formate

Taschenbuch

ab € 10,30

Accordion öffnen
  • Verbrechen

    Piper

    Sofort lieferbar

    € 10,30

    Piper
  • Ein Märchen im Winter

    Piper

    Sofort lieferbar

    € 10,90

    Piper

Klappenbroschur

€ 10,90

Accordion öffnen
  • Verbrechen

    btb

    Sofort lieferbar

    € 10,90

    btb

eBook

ab € 8,99

Accordion öffnen

Hörbuch (CD)

€ 12,69

Accordion öffnen

Hörbuch-Download

€ 9,95

Accordion öffnen

Beschreibung

Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er – lakonisch wie ein Raymond Carver und gerade deswegen mit unfassbarer Wucht.

"Seine kühlen, klaren Texte wirkten wie mit dem Meissel gehauen. Trotzdem berührten sie stärker als alles, was auf Rührung aus war. Seine Geschichten waren nur wenige Seiten lang. Trotzdem erzählten sie mehr über Leben und Tod als manch weitschweifender Roman der deutschen Gegenwartsliteratur.", NZZ Folio, 03.02.2014

Der SPIEGEL nannte ihn einen »großartigen Erzähler«, die NEW YORK TIMES einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der INDEPENDENT verglich ihn mit Kafka und Kleist, der DAILY TELEGRAPH schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Ferdinand von Schirachs Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld« und seine Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern, die bisher in mehr als 40 Ländern erschienen sind. Sein erstes Theaterstück »Terror« wurde parallel am Deutschen Theater Berlin und am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt. Schirach wurde mit mehreren – auch internationalen – Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kleist-Preis. Seinen Erfolg erklärt die französische LIBÉRATION so: »Schirachs Meisterleistung ist, uns zu zeigen, dass – egal wie monströs dessen Taten zunächst scheinen mögen – ein Mensch doch immer ein Mensch ist.« Ferdinand von Schirach lebt in Berlin.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 205
Erscheinungsdatum 01.10.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-25966-8
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,5/12,2/2 cm
Gewicht 197 g
Auflage 33. Auflage
Verkaufsrang 219

Buchhändler-Empfehlungen

Menschliche Abgründe

Helmuth Fahrngruber, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

11 Geschichten über wahre Kriminalfälle in präziser, kurzer Sprache: Ferdinand von Schirach nimmt sich spektakulärer Verbrechen als Verteidiger an. Nüchtern beschreibt er den Hergang von brutalen Morden, ohne zu moralisieren. Welche Gedanken gehen Mördern durch den Kopf? Warum vergehen sich Menschen mit kaum unvorstellbarer Brutalität an Schwachen und Hilflosen? Dazu gibt es kaum Antworten und keine Wertungen, nur die Beschreibungen realer Geschehnisse. Ein unheimlich fesselndes Buch!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
57 Bewertungen
Übersicht
38
16
2
1
0

Das Verbrechen und wie es dazu kam
von einer Kundin/einem Kunden am 04.07.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Sprachlich unaufgeregt gewährt uns der deutsche Strafverteidiger Ferdinand von Schirach einen Einblick in elf "seiner" Akten und zeichnet dabei mit nur wenigen Pinselstrichen eindrucksvolle Bilder: Wie kam es zu den Verbrechen, wer sind die Menschen, die dahinterstecken, was hat sie dazu bewegt? Das Urteil überlässt er dem Leser... Sprachlich unaufgeregt gewährt uns der deutsche Strafverteidiger Ferdinand von Schirach einen Einblick in elf "seiner" Akten und zeichnet dabei mit nur wenigen Pinselstrichen eindrucksvolle Bilder: Wie kam es zu den Verbrechen, wer sind die Menschen, die dahinterstecken, was hat sie dazu bewegt? Das Urteil überlässt er dem Leser ... Lehr- und erkenntnisreich, kurzweilig und vor allem unglaublich unterhaltsam!

Spannende, reale Fälle aus dem Leben eines Strafverteidigers
von Duchess of marvellous books am 25.06.2020
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Schon lange bin ich Fan von Schirachs Werken. Er ist einer meiner liebsten Gegenwartsautoren und auch dieses Buch hat mich wieder vollkommen begeistert. Das Buch ist so fesselnd, dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe. Klappentext: Ein angesehener, freundlicher Herr, Doktor der Medizin, erschlägt nach vierzig Ehejahr... Schon lange bin ich Fan von Schirachs Werken. Er ist einer meiner liebsten Gegenwartsautoren und auch dieses Buch hat mich wieder vollkommen begeistert. Das Buch ist so fesselnd, dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe. Klappentext: Ein angesehener, freundlicher Herr, Doktor der Medizin, erschlägt nach vierzig Ehejahren seine Frau mit einer Axt. Er zerlegt sie, bevor er schließlich die Polizei informiert. Sein Geständnis ist ebenso außergewöhnlich wie seine Strafe ... Ein Mann raubt eine Bank aus, und so unglaublich das klingt: Er hat gute Gründe. Gegen jede Wahrscheinlichkeit wird er von der Justiz an Leib und Seele gerettet ... Eine junge Frau tötet ihren Bruder. Aus Liebe. Meinung: Schirach berichtet in elf Geschichten spannend über seine Erfahrungen als Strafverteidiger. Es sind einzelne Kriminalgeschichten, die sehr divergiert sind: Es geht um das grausame Ende einer Ehe, um einen kuriosen Diebstahl, Prostitution, Drogen, Kannibalismus, grausame Eltern und viele andere Taten. Die Geschichten schockieren, sie berühren, gehen unter die Hat und hallen nach. Es ist unfassbar, dass sie real sind und zu was Menschen in der Lage sind und vor allem auch was ein Verteidiger so auszuhalten hat. Dabei werden immer wieder interessante Fakten über das deutsche Rechtssystem, insbesondere von Prozessverläufen erläutert. Man lernt viel und ist oft sehr erstaunt. Auch rechtsphilosophische Probleme werden diskutiert wie die Frage nach dem Sinn von "Strafe", Moral, Schuld und Unschuld. Mal wieder, wird ersichtlich, dass schwarz und weiß nicht wirklich existieren. Der Schreibstil des Autors ist scharfsinnig, intelligent, eloquent, sachlich, fast schon kühl. Er lässt dem Lesenden den Raum für seine eigene Wertung, er manipuliert ihn nicht und regt ihn dazu an, sich selbst Gedanken zu machen – den Geschichten nachzuspüren. Fazit: Ein kluges, spannendes Buch, eines grandiosen Erzählers. Unbedingt lesen! .

Verbrechen
von Rugin Rechid am 19.06.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein tolles Buch mit Geschichten, die uns zeigen das hinter Verbrechen oft mehr steckt und wir sie verstehen können. Man erfährt auf erzählerischer Weise etwas über das Rechtssystem und wird zum Nachdenken angeregt. Durch die verschiedenen Storys ist bestimmt für jeden was dabei.


  • Artikelbild-0
  • Vorwort

    Jim Jarmusch hat einmal gesagt, er würde lieber einen Film über einen Mann machen, der mit seinem Hund spazieren geht, als über den Kaiser von China. Mir geht es genauso. Ich schreibe über Strafverfahren, ich habe in mehr als siebenhundert verteidigt. Aber eigentlich schreibe ich über den Menschen, über sein Scheitern, seine Schuld und seine Großartigkeit.
    Ich hatte einen Onkel, der Vorsitzender Richter an einem Schwurgericht war. Diese Gerichte sind für Tötungsdelikte, für Mord und Totschlag, zuständig. Er erzählte uns Fälle, die wir als Kinder verstanden haben. Sie begannen immer da- mit, dass er sagte: "Die meisten Dinge sind kompliziert, und mit der Schuld ist es so eine Sache." Er hatte recht. Wir laufen den Dingen hin terher, sie sind schneller als wir, und am Ende können wir sie nicht erreichen. Ich erzähle von Mördern, Drogendealern, Bankräubern und Pros tituierten. Sie haben ihre Geschichte, und sie unterscheiden sich nicht sehr von uns. Wir tanzen unser Leben lang auf einer dünnen Schicht aus Eis, darunter ist es kalt, und man stirbt schnell. Manche trägt das Eis nicht, und sie brechen ein. Das ist der Moment, der mich interessiert. Wenn wir Glück haben, passiert es nicht, und wir tanzen weiter. Wenn wir Glück haben.
    Mein Onkel, der Richter, war im Krieg bei der Marine, sein linker Arm und seine rechte Hand wurden von einer Granate abgerissen. Er hat trotzdem lange nicht aufgegeben. Man sagt, er sei ein guter Richter gewesen, menschlich, ein aufrechter, gerechter Mann. Er ging gerne auf die Jagd, er hatte ein kleines Revier. Eines Morgens ging er in den Wald, er nahm den Dop pellauf seiner Schrotflinte in den Mund und drückte mit dem Stumpf seines rechten Armes ab. Er trug einen schwarzen Rollkragenpulli, sein Jackett hatte er über einen Zweig gehängt. Sein Kopf zerplatzte. Viel später habe ich die Bilder gesehen. Er hinterließ einen kurzen Brief an seinen besten Freund, er schrieb, dass er einfach genug habe. Der Brief begann mit den Worten: "Die meisten Dinge sind kompliziert, und mit der Schuld ist es so eine Sache." Er fehlt mir immer noch. Jeden Tag.
    Von solchen Menschen und ihren Geschichten handelt das Buch.

    Fähner

    Friedhelm Fähner war sein Leben lang prak tischer Arzt in Rottweil gewesen, 2800 Krankenscheine pro Jahr, Praxis an der Hauptstraße, Vorsitzender des Kulturkreises Ägypten, Mitglied im Lionsclub, keine Straftaten, nicht einmal Ordnungswidrigkeiten. Neben seinem Haus besaß er zwei Mietshäuser, einen drei Jahre alten Mercedes E-Klasse mit Lederausstattung und Klimaautomatik, etwa 750000 Euro in Aktien und Obligationen und eine Kapitallebensversicherung. Fähner hatte keine Kinder. Seine einzige noch lebende Verwandte war seine sechs Jahre jüngere Schwester, die mit ihrem Mann und zwei Kindern in Stuttgart lebte. Über Fähners Leben hätte es eigentlich nichts zu erzählen gegeben.
    Bis auf die Sache mit Ingrid.
    Mit 24 Jahren hatte Fähner Ingrid auf dem sechzigsten Geburtstag seines Vaters kennengelernt. Auch sein Vater war Arzt in Rottweil gewesen.
    Rottweil ist eine durch und durch bürgerliche Stadt. Jedem Fremden wird ungefragt erklärt, die Stadt sei von den Staufern gegründet und die älteste in Baden-Württemberg. Tatsächlich trifft man hier auf mittelalterliche Erker und hübsche Stechschilder aus dem 16.Jahrhundert. Die Fähners waren schon immer hier. Sie gehörten zu den sogenannten ersten Familien der Stadt, waren anerkannte Ärzte, Richter und Apotheker.
    Friedhelm Fähner ähnelte dem jungen John F. Kennedy. Er hatte ein freundliches Gesicht, man hielt ihn für einen sorglosen Menschen,
    die Dinge glückten ihm. Nur wenn man genauer hinsah, fiel etwas Trauriges, etwas Altes und Dunkles in seinen Zügen auf, wie man es nicht selten in dieser Gegend zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb sieht.
    Ingrids Eltern, Apotheker in Rottweil, brachten ihre Tochter zu der Feier mit. Sie war drei Jahre älter als Fähner, eine handfeste Pro