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Das Volk der Bäume

Der junge Arzt Norton Perina kehrt mit einer unfassbaren Entdeckung von der Insel Ivu'ivu zurück: Hat er wirklich ein Mittel gegen die Sterblichkeit gefunden? Eine uralte Schildkrötenart soll die Formel des ewigen Lebens bergen. So kometenhaft er damit zur Spitze der Wissenschaft aufsteigt, so rasant vollzieht sich die Kolonisierung und Zerstörung der Insel. Mit gnadenloser Verführungskraft zieht Hanya Yanagihara uns hinein in den Forscherrausch im Urwald und lässt uns auch dann nicht entkommen, als Perina dort eine weitere Entdeckung macht: seine fatale Liebe zu Kindern. Wie betrachten wir eine Lebensleistung, wenn sich das Genie als Monster entpuppt? Ein brillant geschriebener, gefährlicher Dschungel von einem Roman.
Portrait
Hanya Yanagihara, 1974 geboren, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Mit ihrem Roman "Ein wenig Leben" gewann sie den Kirkus Award und stand auf der Shortlist des Man Booker Prize, des National Book Award und des Baileys Prize. "Ein wenig Leben" ist eines der bestverkauften und meistdiskutierten literarischen Werke der vergangenen Jahre. Eine TV-Serie, produziert von Scott Rudin (The Social Network, No Country for Old Men, Frances Ha, Grand Budapest Hotel), ist in Vorbereitung. Yanagihara ist Chefredakteurin des "T Magazine" der "New York Times".
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 480 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 28.01.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783446263079
Verlag Hanser
Dateigröße 2642 KB
Übersetzer Stephan Kleiner
Verkaufsrang 5772
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Buchhändler-Empfehlungen

Die menschlichen Abgründe der Wissenschaft

Anja Gernandt, Thalia-Buchhandlung Wien

"Das Volk der Bäume" war mein erstes Buch von Hanya Yanagihara und ich muss sagen, dass es mich sprachlich wirklich begeistert hat. Man hatte wirklich das Gefühl selbst mit den Forschern auf der Insel Ivu'ivu zu sein, so bildhaft waren die Beschreibungen. Nichtsdestotrotz hat mich der Roman sehr ratlos zurück gelassen. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht recht, wie ich ihn bewerten soll. Die Geschichte an sich war wirklich sehr interessant und auch die Wahl des autobiografischen Berichts hat mir gut gefallen. Aber irgendwie hat mir etwas gefehlt. Zum Einen wurde der Roman irgendwann etwas zu langatmig und zum Anderen kamen mir die Fragestellungen zu Forschung, Menschlichkeit, Gier, Suche nach Liebe und Missbrauch in der Wissenschaft, die im Buch anklingen etwas zu kurz. Hätte man diese ein wenig mehr verhandelt, wäre das Ganze doch etwas nachhaltiger für mich gewesen. So lies mich vor allem das Ende ratlos zurück, denn damit wurde für mich die Frage danach, wie man eine Lebensleistung beurteilt, wenn sich das Genie als Monster entpuppt, obsolet. Der Protagonist war für mich die ganze Geschichte nicht wirklich sympathisch, was ja auch an sich kein Problem ist, aber mit dem Ende hat er sich völlig deklassiert, was jegliche Ambivalenz, die den Charakter hätte umschwirren können, ausgelöscht hat. Alles in allem war Hanya Yanagiharas Roman wohl einfach nicht meins, bzw. hätte für mich persönlich etwas anders aufgebaut sein müssen. Sehr schade, denn das Potenzial war durchaus gegeben!

Eine schier unglaubliche Entdeckung...

Anne K., Thalia-Buchhandlung Wien Westbahnhof

"Das Volk der Bäume", das sind die Memoiren des Wissenschaftlers Abraham Norton Perina, der in den 1950er Jahren auf einer abgelegenen Insel eine Möglichkeit entdeckt hat, die erwartete Lebensdauer eines Menschen um ein Vielfaches zu übersteigen. Ergänzt durch eine Vielzahl an Fußnoten eines Freundes und Bewunderers, erfahren die LeserInnen von den Folgen dieser Entdeckung sowohl für Perina selbst, als auch der Insel und ihrer Bewohner. Inspiriert von der wahren Geschichte Daniel Carleton Gajduseks hat Hanya Yanaghiara einen Roman vorgelegt, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Eine herausragende Übersetzung von Stephan Kleiner. Dieser Roman gehört für mich ganz klar zu den besten Publikationen dieses Jahres.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
62 Bewertungen
Übersicht
34
21
5
2
0

In Wirklichkeit ein Monster?
von Sikal am 29.07.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Nachdem ich von „Ein wenig Leben“ begeistert war, musste ich auch dieses Buch der Autorin unbedingt lesen. Dass der Schreibstil von Hanya Yanagihara fesselt und zugleich schwierig zu fassen ist, war mir klar. Dass das Thema bis ins kleinste Detail ausgebreitet wird, ebenso. Dass Ekel, Abscheu, Faszination und Vielschichtigke... Nachdem ich von „Ein wenig Leben“ begeistert war, musste ich auch dieses Buch der Autorin unbedingt lesen. Dass der Schreibstil von Hanya Yanagihara fesselt und zugleich schwierig zu fassen ist, war mir klar. Dass das Thema bis ins kleinste Detail ausgebreitet wird, ebenso. Dass Ekel, Abscheu, Faszination und Vielschichtigkeit sich abwechseln werden, war mir von vornherein bewusst. Doch zwischendurch hat sich eine Langatmigkeit eingestellt, die mir einiges abgefordert hat. Weiterlesen oder nicht? Diese Frage stellte ich mir mehrmals, doch schlussendlich habe ich es durchgezogen. Der Roman beginnt mit der Verurteilung von Dr. Norton Perina, Mediziner, Nobelpreisträger, angeklagt wegen Kindesmissbrauch … und verurteilt. Er sitzt nun im Gefängnis, während sein Assistent und Freund Kubodera die Schuld vertreiben möchte und ein Schutzschild für sein großes Vorbild hochhält. Kubodera bringt Perina dazu, seine Lebensgeschichte aufzuschreiben, ergänzt wird mit Fußnoten und subjektiver Wahrnehmung … alles zum Teil sehr verworren. Quasi als Biographie beginnt Perina seine Aufzeichnungen, seine Kindheit und seine Beziehung zu seinem Bruder Owen, seine Forschungsarbeiten, seine Beweggründe, dem Angebot auf die Insel Ivu’ivu und die Erforschung eines unbekannten Stammes zu folgen. Perina findet heraus, dass jahrhundertelanges Leben möglich ist – einige Stückchen vom Fleisch einer Schildkröte reichen hier aus. Ebenso findet er eigenartige, abstoßende Rituale des Naturvolks vor, von denen er immer wieder angezogen wird. Was hier alles im Sinne der Forschung geschildert wird, welche Vergewaltigungen Mensch und Natur auszuhalten haben, wie selbstverständlich Kultur zerstört wird – die Autorin leitet hier an, sich Gedanken darüber zu machen was hier alles im Argen liegt, nicht nur der Kindesmissbrauch, der natürlich auch zum Thema gemacht wird. Welche Beziehung Perina zu seinen vielen Adoptivkindern hat, kann man lange Zeit nicht so recht einordnen. Hier wird erst am Ende eine furchtbare Überraschung den Leser mit voller Wucht treffen. Perina sieht natürlich an sich selbst keinen Fehler, er argumentiert (unterstützt von Kubodera), seine Beweggründe wirken glaubwürdig – und doch so dermaßen abstoßend, dass man auch nach dem Zuschlagen des Buches nicht so recht weiß, wie einem geschieht. Fazit: Kein einfaches Buch, es ist definitiv nichts für schwache Nerven. Der Schreibstil der Autorin hat mich auch hier fasziniert, wenngleich ich „Ein wenig Leben“ um einiges besser finde. Nach wie vor bin ich gespalten in meiner Meinung – für des grandiosen Schreibstil, die Anregung zum Nachdenken über diverse Themen und die Idee mit der fiktiven Biographie vergebe ich 3,5 Sterne (aufgerundet 4).

Auch Yanagiharas zweiter Roman überwältig - auf ganz andere Art
von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2019

Yanagihara schockiert und begeistert! Begeisterung ruft ihre eindrucksvolle Schilderung um die Erlebnisse eines Wissenschaftlers bei einem vergessenen Dschungelvolk hervor, schockierend hingegen sind seine persönlichen Vorlieben, die die Autorin den Erzähler in so beifällig gestreuten unscheinbaren Episoden offenbaren lässt, das... Yanagihara schockiert und begeistert! Begeisterung ruft ihre eindrucksvolle Schilderung um die Erlebnisse eines Wissenschaftlers bei einem vergessenen Dschungelvolk hervor, schockierend hingegen sind seine persönlichen Vorlieben, die die Autorin den Erzähler in so beifällig gestreuten unscheinbaren Episoden offenbaren lässt, dass es dem Leser den Atem raubt!

Die Geschichte wirkt lange nach
von einer Kundin/einem Kunden am 05.07.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Das Volk der Bäume" ist kein Buch für den Strand oder Pool, sondern ein Buch das man vermutlich über eine oder zwei Wochen lesen wird. Nicht weil es sprachlich schlecht, lahm oder einfach blöd ist - sondern, weil es mit dem biografischen Stil und den Fußnoten (die man unbedingt beachten sollte) so komplex ist. Mit dem Wissen, d... "Das Volk der Bäume" ist kein Buch für den Strand oder Pool, sondern ein Buch das man vermutlich über eine oder zwei Wochen lesen wird. Nicht weil es sprachlich schlecht, lahm oder einfach blöd ist - sondern, weil es mit dem biografischen Stil und den Fußnoten (die man unbedingt beachten sollte) so komplex ist. Mit dem Wissen, das die Geschichte auf wahren Errrungenschaften(?) und moralischen Verfehlungen eines Genies basiert, ist es noch nachhaltiger am Ende. Das Buch zeigt eindeutig wie nah Genie und Wahnsinn ( ja seine moralischen und ethischen Abgründe sehe ich als Wahnsinn) beeinander liegen (mit dem letzten Kapitel wurde dies bestätigt). Aber mit Sicherheit ist dies auch kein Roman für jeden Leser - er sorgt nicht für eine Wohlfühlatmosphäre, oder kurzweilige Unterhaltung, sondern zeigt ein gesellschaftliches Problem auf und das Ganze in einem herausragenden literarischen Maße.