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Jáchymov

Roman

(16)
Sie begegnen sich zufällig: der Verleger und die Tänzerin. Er sucht Heilung im alten Kurhotel von Jáchymov und stößt dabei auf das Grauen dieses Ortes. Die Tänzerin beginnt ihm eine Geschichte zu erzählen, die sie ihr Leben lang begleitet hat. Es ist die Tragödie ihres Vaters. Als Eishockeytorwart der tschechoslowakischen Nationalmannschaft seit den 1930er Jahren ein Star, glaubte er, seine Erfolge würden ihn vor der Willkürherrschaft des kommunistischen Regimes schützen. Dann wurde er verhaftet. Man deportierte ihn unter anderem in die Arbeitslager von Jáchymov, einem Uranbergwerk in einem Tal des Erzgebirges. Nach fünf Jahren wird er amnestiert und als Todkranker entlassen. Seiner Familie bleibt nichts, als ihm beim langsamen Sterben zuzusehen. Die Tochter wird zur Chronistin einer ungewissen Erinnerung, der sie nicht mehr entkommen kann.
Portrait

Josef Haslinger, 1955 in Zwettl/Niederösterreich geboren, lebt in Wien und Leipzig. Seit 1996 lehrt Haslinger als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 1995 erschien sein Roman ›Opernball‹, 2000 ›Das Vaterspiel‹, 2006 ›Zugvögel‹, 2007 ›Phi Phi Island‹. Sein letztes Buch ›Jáchymov‹ erschien im Herbst 2011. Haslinger erhielt zahlreiche Preise, zuletzt den Preis der Stadt Wien, den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels und den Rheingau Literaturpreis. 2010 war er Mainzer Stadtschreiber.

Literaturpreise:

Theodor Körner Preis (1980)
Österreichisches Staatsstipendium für Literatur (1982)
Förderungspreis der Stadt Wien (1984)
Stipendium des Deutschen Literaturfonds (1985)
Österreichisches Dramatikerstipendium (1988)
Elias Canetti-Stipendium der Stadt Wien (1993-94)
Stipendium des Deutschen Literaturfonds (1994)
Förderungspreis des Landes Niederösterreich für Literatur (1994)
Preis der Stadt Wien und Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels (2000)
Mainzer Stadtschreiber (2010)
Rheingau Literatur Preis (2011)

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 13.12.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-18652-5
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 190/123/25 mm
Gewicht 241
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
10,30
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Buchhändler-Empfehlungen

„großartig und tief bewegend - unbedingt lesen“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Josef Haslinger erzählt in diesem Buch die Tragödie des besten Eishockeyspielers seiner Zeit - Bohumil Modrý.
.... Anselm Findeis ist Verleger. Er leidet an einer unheilbaren Krankheit seines Bewegungsapparates. Sein Arzt und Freund schickt ihn zur Kur nach Jáchymov, ein für seine Radonquellen bekanntes, etwas heruntergekommenes Heilbad.
Josef Haslinger erzählt in diesem Buch die Tragödie des besten Eishockeyspielers seiner Zeit - Bohumil Modrý.
.... Anselm Findeis ist Verleger. Er leidet an einer unheilbaren Krankheit seines Bewegungsapparates. Sein Arzt und Freund schickt ihn zur Kur nach Jáchymov, ein für seine Radonquellen bekanntes, etwas heruntergekommenes Heilbad. Dort lernt er eine Tänzerin kennen, die aus einem ganz anderen Grund nach Jáchymov gekommen ist. Für Findeis soll der Aufenthalt Linderung seiner Schmerzen bringen, bei der Tänzein bewirkt er das Gegenteil. In Jáchymov befanden sich früher auch Arbeitslager im Uranbergwerk. Dorthin hat man ihren Vater - Ingenieur Bohumil Modrý, Eishockeytorwart der tschechoslowakischen Nationalmannschaft, deportiert.

Ein großartiges Buch, ein wichtiges Buch.
Ich wünsche dieser Geschichte soviel mediale Aufmerksamkeit wie möglich (das Buch selbst braucht sie nicht - es ist großartig).

„Jáchymov“

Yasmin Tiefenthaler, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Haslinger erzählt die Geschichte des Tormanns der tschechoslowakischen Eishockeynationalmannschaft der dreißiger und vierziger Jahre,
Bohumil Modry.
Die Geschichte wird erzählt als zufälliges Zusammentreffen von Modrys Tochter, einer Tänzerin, und dem Kleinverleger Anselm Findeisen, der sie drängt, die Geschichte ihres Vaters aufzuschreiben.
Haslinger erzählt die Geschichte des Tormanns der tschechoslowakischen Eishockeynationalmannschaft der dreißiger und vierziger Jahre,
Bohumil Modry.
Die Geschichte wird erzählt als zufälliges Zusammentreffen von Modrys Tochter, einer Tänzerin, und dem Kleinverleger Anselm Findeisen, der sie drängt, die Geschichte ihres Vaters aufzuschreiben.
Ich finde dieses Buch sehr interessant vor allem, da es wirklich passiert ist.


„Jàchymov“

Margarete Stadlbauer, Thalia-Buchhandlung Linz, Online-Shop

Der Verleger Anselm Findeis begibt sich auf Kur. Dort, in Jàchymov erfährt er durch die Begegnung mit einer Tänzerin vom schicksalhaften Leben ihres Vaters. Bohumil Modrý, einst weltweit gefeierter Eishockey-Torwart, wird vom Kommunistischen Regime ins Uran-Arbeitslager Jàchymov deportiert. Für mich, nicht nur als Prag-Liebhaberin, Der Verleger Anselm Findeis begibt sich auf Kur. Dort, in Jàchymov erfährt er durch die Begegnung mit einer Tänzerin vom schicksalhaften Leben ihres Vaters. Bohumil Modrý, einst weltweit gefeierter Eishockey-Torwart, wird vom Kommunistischen Regime ins Uran-Arbeitslager Jàchymov deportiert. Für mich, nicht nur als Prag-Liebhaberin, ein überraschendes, bedeutendes Buch.

„Das Drama eines Lebens“

Eva Katzer, Thalia-Buchhandlung Wiener Neustadt

Berührend erzählt Josef Haslinger in seinem neuen Roman "Jachymov" aus der Sicht der Tochter, deren Leben geprägt ist durch den Verlust des geliebten Vaters, die Geschichte des tschechischen Eishockeytorwarts Bohumil Modry`. Dieser wird in den späten 40er Jahren zusammen mit fast dem gesamten Eishockeyteam verhaftet und aus politischer Berührend erzählt Josef Haslinger in seinem neuen Roman "Jachymov" aus der Sicht der Tochter, deren Leben geprägt ist durch den Verlust des geliebten Vaters, die Geschichte des tschechischen Eishockeytorwarts Bohumil Modry`. Dieser wird in den späten 40er Jahren zusammen mit fast dem gesamten Eishockeyteam verhaftet und aus politischer Willkür zur Zwangsarbeit in einer Uranmine verurteilt an dessen Spätfolgen er schlussendlich nach seiner Amnestierung stirbt.
Josef Haslinger hat wieder einen aufwühlenden, tief ergreifenden Roman geschrieben, der den Leser von der ersten Sekunde an fesselt und in seinen Bann zieht.

„Jachymov“

Ingrid Führer, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Ich habe schon lange kein so GROSSARTIGES Buch, eines Österreichischen Autors mehr gelesen. Haslinger hat alle meine Erwartungen übertroffen. Ein sehr bewegendes und zu gleich berührendes Buch, das einen nicht mehr los lässt, bis zum Schluss, dieses Buch muss gelesen werden. Ich habe schon lange kein so GROSSARTIGES Buch, eines Österreichischen Autors mehr gelesen. Haslinger hat alle meine Erwartungen übertroffen. Ein sehr bewegendes und zu gleich berührendes Buch, das einen nicht mehr los lässt, bis zum Schluss, dieses Buch muss gelesen werden.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
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Spannend und traurig
von Mag. Miriam Mairgünther aus Salzburg am 12.11.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

Josef Haslinger zeigt in diesem Buch wieder einmal seine Vorliebe für Begebenheiten aus der jüngeren Vergangenheit und ebenso sein Talent, diese in fesselnde Romane zu verpacken. Ein düsteres Thema ist es auch diesmal wieder, nämlich der Willkür der Justiz und der Umgang mit angeblichen Verrätern in den Ländern des... Josef Haslinger zeigt in diesem Buch wieder einmal seine Vorliebe für Begebenheiten aus der jüngeren Vergangenheit und ebenso sein Talent, diese in fesselnde Romane zu verpacken. Ein düsteres Thema ist es auch diesmal wieder, nämlich der Willkür der Justiz und der Umgang mit angeblichen Verrätern in den Ländern des Eisernen Vorhangs. Als Beispiel für ein solches Schicksal dient der einst gefeierte tschechische Eishockeyspieler Bohumil Modry, der nach seiner Gefängnishaft und Zwangsarbeit in den radioaktiven Minen schließlich an der Strahlenkrankheit stirbt. Seine Zeit in den Bergwerken von Jachymov und sein Sterben sind nicht sehr detailliert beschrieben; das wäre wohl allzu traurig. Dafür schreibt der Autor viel zu den Umständen, die seiner Verhaftung vorausgehen, über die staatlichen Zwänge, die einen Menschen zum Denunzianten machen, und vor allem über die Auswirkungen, die der Prozess und das Urteil auf Modrys Familie haben. An der Ich-Erzählerin, Modrys jüngster Tochter, sieht man, ebenso wie nach dem Zweiten Weltkrieg, wie erlittene Traumata auch die nachfolgenden Generation beeinflussen. Sehr spannend und beklemmend zu lesen fand ich auch die vielen kleinen Beispiele, wie die Restriktionen des Staates das Privatleben und die Kommunikation der Menschen, selbst unter Freunden und Geliebten beeinflusst hat, so etwa die Zeichensprache, die Nachbarn entwickelt haben, um sich von Fenster zu Fenster verständigen zu können. Wer die Bücher von Orlando Figes über das Leben in der Stalin-Ära gelesen hat, wird hier einiges aus der Geschichte wiedererkennen. Ein spannender Roman und gleichzeitig eine Dokumentation von Ereignissen aus der Geschichte, die nicht vergessen werden sollten.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Spannend und schockierend
von einer Kundin/einem Kunden am 06.11.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

Tschechoslowakei 1950 - Die Spieler der erfolgreichen Eishockey-Nationalmannschaft sind bei den Kommunisten in Ungnade gefallen und werden in einem Schauprozess zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Einen Teil dieser Zeit müssen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen im Uran-Bergbau in Jáchymov, dem ehemaligen Joachimsthal im Erzgebirge, arbeiten. Die Gefangenen erkranken an den Folgen... Tschechoslowakei 1950 - Die Spieler der erfolgreichen Eishockey-Nationalmannschaft sind bei den Kommunisten in Ungnade gefallen und werden in einem Schauprozess zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Einen Teil dieser Zeit müssen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen im Uran-Bergbau in Jáchymov, dem ehemaligen Joachimsthal im Erzgebirge, arbeiten. Die Gefangenen erkranken an den Folgen der Verstrahlung, viele überleben nicht. Haslinger erzählt spannend und fesselnd diese erschütternde und zugleich wahre Geschichte. Mit großem Interesse habe ich dieses packende Buch gelesen und kann es allen sehr empfehlen, die sich für dieses traurige Kapitel der jüngeren Geschichte interessieren.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Jachymov.
von Gisela Busemann aus Leer (Ostfriesland) am 11.08.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

Zufällig begegnen sich zwei Menschen, in einem alten Kurhotel von Jachymov. Er Anselm Findeisen und eine junge Tänzerin Blanka. Findeisen sucht Linderung oder aber auch Heilung von seinem schmerzhaften Rückenleiden. Die Tänzerin beginnt ihm die Geschichte ihres Vaters zu erzählen. Es ist ein tschechische Tragödie. So wie sie... Zufällig begegnen sich zwei Menschen, in einem alten Kurhotel von Jachymov. Er Anselm Findeisen und eine junge Tänzerin Blanka. Findeisen sucht Linderung oder aber auch Heilung von seinem schmerzhaften Rückenleiden. Die Tänzerin beginnt ihm die Geschichte ihres Vaters zu erzählen. Es ist ein tschechische Tragödie. So wie sie wohl nicht selten geschehen ist aber auch heute noch geschieht in Ländern, wo die Menschenrechte mit Füssen getreten werden. Als Torwart der tschechoslowakischen Eishockey-Nationalmannschaft ist er, Bohumil Modry seit 1930 ein Star. Jedoch das schützt ihn nicht vor der Willkür der kommunistischen Herrschaft. Nach unbewiesenen Anschuldigungen wird er verhaftet und man deportiert in ein Straflager ins Erzgebirge. Lange fünf Jahre arbeitet er dort in einem Uranbergwerk. Er wird amnestiert und als gebrochener, todkranker Mann kehrt er zu seiner Familie zum Sterben zurück. Lange sieben Jahre dauert der Leidensweg von ihm und seiner geliebten Familie, danach stirbt er an den Folgen der Verstrahlung Seine Tochter wird zur Chronistin und erzählt mit beklemmender Wucht, aber auch großer Sachlichkeit die Geschichte von Hoffnung, Angst, Wut und der Macht der Erinnerungen. Es ist erschreckend und aufwühlend wie der Autor Josef Haslinger das langsame Sterben des Bohumil Modry beschreibt. Mir kamen manchmal die Tränen. Haslinger ist in Zwett-Österreich geboren, er lebt in Wien und Leipzig. Seit 1996 lehrt er als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er erhielt zahlreiche Preise. Auch wenn der Roman eine Fiktion ist, so ist die Grundlage dazu aus den Erzählungen der Tochter von Bohumil Modry, Blanka Modra möglich geworden. Sie hat dem Autor erlaubt, aus Briefen zu zitieren und ihm die Prozessakten zugänglich gemacht. „Das Erinnern gehört zu uns lebenden Menschen. Das, was wir mit Erinnerung meinen, gibt es nur hier auf dieser Welt“.

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