>> Die 10 besten Bücher im Oktober

Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

(25)

»Weise, komisch, lebensbejahend.«
Joanne Harris
Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet. Eine bewegende, witzige und mitreißende Hymne an das Leben und an das Menschsein - ebenso unterhaltsam wie berührend.
»Ich habe dieses Buch geschrieben, weil letztendlich doch etwas dran ist an den uralten Klischees: Die Zeit heilt alle Wunden, und es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, auch wenn wir es zunächst nicht sehen können. Und manchmal können Worte einen Menschen tatsächlich befreien.« Matt Haig

Rezension
"Bin ich irre oder ist das normal? Für Haig ist irre normal. Und das liest man sehr gern."
Susanne Baller, stern.de 21.03.2016
Portrait

Matt Haig, geboren 1975 in Sheffield, hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 18.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-28071-6
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 180/135/30 mm
Gewicht 345
Originaltitel REASONS TO STAY ALIVE
Verkaufsrang 6.293
Buch (gebundene Ausgabe)
19,50
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Buchhändler-Empfehlungen

„Sehr mitreissend!“

Melanie Zeier, Thalia-Buchhandlung Linz

Der Autor des Bestsellers „Ich und die Menschen“ erkrankte mit 24 an einer immer noch unterschätzen Krankheit: der Depression.
Matt Haig beschreibt in dieser/m Autobiografie/Ratgeber die schlimmste Zeit in seinem Leben und wie er ohne Antidepressiva wieder in ein glückliches Leben zurückfand.
Seine ständige Begleitung war seine langjährige
Der Autor des Bestsellers „Ich und die Menschen“ erkrankte mit 24 an einer immer noch unterschätzen Krankheit: der Depression.
Matt Haig beschreibt in dieser/m Autobiografie/Ratgeber die schlimmste Zeit in seinem Leben und wie er ohne Antidepressiva wieder in ein glückliches Leben zurückfand.
Seine ständige Begleitung war seine langjährige Freundin Andrea, die ihm jeden Tag, egal wie schlimm die Depression zuschlug, zur Seite stand und ihn, auch finanziell, über Wasser hielt.

Der Autor beschreibt seine innersten Empfindungen vom ersten Moment an, als ihn die Depression im Urlaub in Spanien überfiel, bis zum ersten Tag, als er wieder ein wenig Hoffnung empfand.
Zwischen Alltagsgeschichten, finden sich immer wieder Listen á la „Wie man für Jemanden mit Depressionen oder Ängsten da ist“ oder „Dinge, die du während deiner ersten Panikattacke denkst“.

Ein Ratgeber für Angehörige und Betroffene, der einem eindeutig vermittelt, warum es nicht angebracht ist zu einer Person mit Depressionen zu sagen: „Wieso bist du immer so niedergeschlagen? Reiss dich doch einfach ein bisschen zusammen!“

„Du bist größer als die Depression“

Sabrina Reiter, Thalia-Buchhandlung Wien, Donauzentrum

"Die Wolke kann nicht ohne den Himmel existieren, aber der Himmel kann ohne die Wolke existieren."

Mit 24 Jahren fiel der für seinen Roman "Ich und die Menschen" bekannte Autor Matt Haig in eine tiefe Depression. Über ein Jahr dauerte es, bis er langsam wieder seinen Weg heraus fand. Ganz überwunden hat er die Depression selbst heute
"Die Wolke kann nicht ohne den Himmel existieren, aber der Himmel kann ohne die Wolke existieren."

Mit 24 Jahren fiel der für seinen Roman "Ich und die Menschen" bekannte Autor Matt Haig in eine tiefe Depression. Über ein Jahr dauerte es, bis er langsam wieder seinen Weg heraus fand. Ganz überwunden hat er die Depression selbst heute noch nicht und auch die Angstzustände, die ihn seit damals immer wieder befallen, kann er nicht immer abschütteln, doch Matt Haig hat gelernt damit umzugehen.
In diesem Buch, das teils Erfahrungsbericht und teils Ratgeber ist, erzählt er von seinen dunkelsten Stunden und wie er es schafft, diese immer wieder hinter sich zu lassen.

Mit "Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben" wollte der Autor erreichen, dass sich Betroffene verstanden und nicht allein fühlen, wieder Mut schöpfen können und vielleicht auch hilfreiche Tipps zur Selbsthilfe bekommen. Ich glaube, das ist ihm gut gelungen.

Ich empfehle dieses Buch auch nicht betroffenen LeserInnen, die gern mehr als bloße Daten und Fakten über die Krankheit erfahren würden.



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Kundenbewertungen


Durchschnitt
25 Bewertungen
Übersicht
14
7
4
0
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Dieses Buch ist unmöglich
von einer Kundin/einem Kunden am 27.04.2016

"Ich will Bücher lesen, die mich zum Lachen bringen und zum Weinen bringen, dir mir Angst und Hoffnung machen und mich triumphieren lassen. Ich will, dass ein Buch mich umarmt oder am Kragen packt. Ich habe auch nichts dagegen, wenn es mir einen Schlag in den Magen versetzt. Denn... "Ich will Bücher lesen, die mich zum Lachen bringen und zum Weinen bringen, dir mir Angst und Hoffnung machen und mich triumphieren lassen. Ich will, dass ein Buch mich umarmt oder am Kragen packt. Ich habe auch nichts dagegen, wenn es mir einen Schlag in den Magen versetzt. Denn wir sind hier, um zu fühlen." Dieses Zitat, dass in "Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben" vorkommt, könnte nicht treffender sein. Es hat die Kraft, dich zu retten. Es rettet dich vor dem Abgrund, vor der Dunkelheit, vor der Leere und vor den alles verschlingenden Monstern, die diese Krankheit umgibt. In kleinen kurzen Kapiteln, die wirklich leicht verständlich, authentisch geschrieben und locker sind, lernt man den Kampf mit dieser Krankheit - dieser wirklich schlimmen und sogar tödlichen Krankheit - besser verstehen. Man fühlt sich als Krieger, mit Schild und Schwert, nur das der Drache, den man besiegen muss, von der Stärke unserer Gedanken abhängig ist. Kleine anregende Listen begleiten das Buch beständig und frischen auf. Sie sind Anstoß wie Anleitung. Teilweise ein kleiner Ratgeber, auch wenn es mehr als das ist. Diese Geschichte, ist keine Geschichte, es ist auch kein wissenschaftlicher Text über eine psychische Erkrankung, sondern ein ganz persönliches Werk, in dem der ein oder andere sich wiederfindet. Mit viel Herz geschrieben, spiegelt es tausend Aspekte wieder, wie Wasser dass sich in einem Teich bricht und glitzert. Eine Lektüre, für jene, die sich darin wiederfinden oder für diejenigen, die andere darin wiederfinden oder einfach nur für die, die gefunden werden wollen.

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Lebensbejahend
von Nicole aus Nürnberg am 17.04.2016

Meine Meinung zum Buch: Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben Aufmerksamkeit und Erwartung: Diesen Punkt findet ihr wie stets auf meiner Blogseite :) Inhalt in meinen Worten: Dieses Buch ist eigenwillig, lebendig, und doch auch still, und doch sind die stillen Worte laut, es ist nicht einfach einzusortieren und doch ist es... Meine Meinung zum Buch: Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben Aufmerksamkeit und Erwartung: Diesen Punkt findet ihr wie stets auf meiner Blogseite :) Inhalt in meinen Worten: Dieses Buch ist eigenwillig, lebendig, und doch auch still, und doch sind die stillen Worte laut, es ist nicht einfach einzusortieren und doch ist es ein Lebensbuch, ein Buch, dass das Leben bejaht! Voller Beispielen, Abgründen, Aufschwingen und auch Dahinplätscheren Zeiten erzählt dieses Buch die Geschichte von Matt. Tauche ein, denn mehr als gewinnen kannst du nicht! Wie fand ich das gelesene? Wie schon im Unterpunkt Inhalt in meinen Worten, ist dieses Buch nicht einfach einzusortieren. Einerseits Sachbuch, andererseits ein Lebensbericht, ein Wachrütteln, ein Schmunzeln, ein staunen und ein erkennen. Jedoch, auch wenn es witzig ist, sind die witzigen Szenen versteckt, und vielleicht kann ein Mensch der selbst durch diese Höhle der Depression musste dieses Buch besser verstehen, zumindest den Humor im Buch? Ich selbst habe die wertvollen Tipps, die Gedanken zum Leben, und auch die verschiedenen Menschen die Matt in seinem Werk verwendet um an ihrem Beispiel zu zeigen, dass es weiter gehen kann, genossen. Wenn es zugleich auch traurig machte wenn man an den Schauspieler denkt, der sich selbst das Leben genommen hat. Und doch ist es nicht der einzige der starb, an dieser Krankheit. Oft kritisiert die Kirche, dass Selbstmörder nicht in den Himmel könnten, doch hier muss ich an Luther denken der einst sagte: Was kann ein Mensch dafür, wenn der Teufel ihn um das Leben betrügt. So wie als wenn Räuber im Wald einen reichen Menschen überfallen? Und doch wird ständig geurteilt und das Loch, dass in einer Familie, in einem Freundeskreis gerissen wird, wenn ein Mensch stirbt, ist nicht schön. Umso mehr freute ich mich, dass Matt das Leben bejaht und mehr als 100 Gründe angibt, warum es sich lohnt die Zeit, die schwere Zeit, zu überstehen. Doch auch sagt er, geh nicht allein durch, hol dir die Hilfe, die du brauchst, mach es nicht alleine, und doch gehe Dinge sorgfältig an, nicht zu leichtfertig Medikamente schlucken, denn gewisse Bereiche sind bis heute nicht wirklich erforscht. Medikamente haben auch ihre Nebenwirkungen und doch macht er klar: Höre auf dich! Fühle dich, fühl dich in dich selbst ein, was brauchst du? Diese Frage ist ja nicht immer einfach zu beantworten, und umso schöner finde ich, dass er keine vorgekauten Antworten gibt, sondern dazu anregt zu entdecken. Für mich ist das Buch ein buntes, und reiches Buch an Tipps, an Mitgefühl, an Spielerei von Worten, an Hoffnung und doch auch ein Blick in die Tiefe. Fazit: Wer einfach Lebensmut braucht, sollte dieses Buch lesen! Wer mit Worten spielen lernen möchte, sollte mit diesem Buch das spielen lernen! Sterne: Ich gebe diesem wunderbaren Buch gerne 5.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Matt Haig ist großartig! Durch seinen Mut ist dieses Buch wie ein guter Freund. Es nimmt nicht und gibt so unglaublich viel
von Sandra251/MeMyBooksandIBlog aus Bayern am 08.04.2016

'Ich habe dieses Buch geschrieben, weil letztendlich doch etwas dran ist an den uralten Klischees: Die Zeit heilt alle Wunden, und es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, auch wenn wir es zunächst nicht sehen können. Und manchmal können Worte einen Menschen tatsächlich befreien.' Matt Haig" Ich finde den... 'Ich habe dieses Buch geschrieben, weil letztendlich doch etwas dran ist an den uralten Klischees: Die Zeit heilt alle Wunden, und es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, auch wenn wir es zunächst nicht sehen können. Und manchmal können Worte einen Menschen tatsächlich befreien.' Matt Haig" Ich finde den Schreibstil großartig. Matt Haig erzählt ganz unverblümt von seinen eigenen Erlebnissen und Gefühlen. Er hat viel über Symptome, Erkennungszeichen, Medikamente und Genesungsmöglichkeiten recherchiert und beschreibt diese in Verbindung mit seinen eigenen Erfahrungen, ohne zu langweilen oder den Leser zu bombardieren.  "Ziemlich gute Gründe um am Leben zu bleiben" zu lesen ist wie, ein Studium bei dem Lieblingsdozenten. Matt Haig spricht seine Leser viel mit "Du" an, erzählt aus eigener Erfahrung und aus allgemeinen Erfahrungen. Er zitiert oft sehr bedeutende Persönlichkeiten, die selbst an Depressionen litten und zeigt so, wie er selbst immer wieder aus der Dunkelheit zurückgefunden hat. Ihr würdet euch wundern, wer alles auf dieser Liste steht. Ich sollte vielleicht klarstellen, dass ich Selbsthilfe-Bücher eigentlich absolut nicht leiden kann. Sobald jemand anfängt mir zu sagen "Das wird schon wieder, du musst nur..." oder "Ja, dann müssen Sie halt was ändern..." würde ich am liebsten, mir die Haare ausreißend, schreiend davon laufen! Ich hab auch keine Lust mir eine Liste zu machen oder mir in meinem Kopf einen Wohlfühlraum einzurichten in den ich mich zurück ziehen kann - Ich halte das alles für absoluten Schwachsinn, weil mir das einfach nichts hilft! Was ich mir wünsche, dass man erkennt: Depression ist eine ernsthafte Krankheit. Aber auch, dass man mich trotzdem nicht behandelt, als ob ich irre oder minderwertig wäre. Ich will kein Mitleid und auch nicht darüber reden wie ich mich fühle. Ich erwarte auch nicht, dass jemand weiß wie ich mich fühle, wenn er selbst noch nicht so gefühlt hat. Warum ich das Wort so oft schreibe? Na weil es genau darum geht: Um das Gefühl. Matt Haig kann diese Gedanken sehr gut nachvollziehen, Demnach handelt es sich bei diesem Buch nicht um ein klassisches Buch zur Selbsthilfe. Sondern eher um seine Möglichkeit sich selbst und zugleich anderen zu helfen. Der Leser ist eher mit einem Zuhörer vergleichbar und der Autor erspart mit seinem Buch die Last der "Selbstbeteiligung". Matt Haigs Buch ist wie ein Freund der unglaublich viel gibt, aber nichts dafür verlangt. Den Tatsachen ins Auge zu blicken ist nicht leicht, aber der Autor versucht es und es gelingt so gut wie es kann. Ich muss auch zugeben, dass ich die letzten Tage nicht besonders gut geschlafen habe. Ich bin noch nachdenklicher geworden und war oft traurig, aber ich habe auch das Gefühl, jemanden gefunden zu haben, der mich versteht ohne von mir etwas preisgeben zu müssen. Das Buch ist in mehrere Phasen eingeteilt, wie wir sie z.B. auch von den Phasen der Trauer kennen, nur eben angepasst auf die Depression. Die erste Phase ist das "Fallen", darauf folgen: Landen, Aufstehen, Leben und Sein. Ich habe das Buch von vorne bis hinten mit unendlich vielen Post-ist durchgearbeitet und von Teil zu Teil ging es mir immer besser. "Ziemlich gute Gründe um am Leben zu bleiben" gibt mir das, was ich schon lange gesucht habe. Mit seinem leicht selbst ironischen, unverblümten, sachlichen und ehrlichen Schreibstil, liest sich das Buch einfach ganz toll und durch die sehr gut recherchierten und gesammelten Zahlen, Daten, Fakten reicht es dem Leser seine helfende Hand. Ein Buch für alle Betroffenen und Menschen die gerne verstehen und helfen wollen. Es ist mit Mut geschrieben und ermutigt seine Leser.

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