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Wo die Welt anfängt

Erzählungen

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Als er längst berühmt war, erzählte Truman Capote gern, dass er bereits als kleiner Junge Schriftsteller werden wollte: Seitdem er elf war, habe er sich jeden Tag nach der Schule an die Schreibmaschine gesetzt, um sich im Handwerk des Schreibens zu schulen. In diesen frühesten Short Stories schuf er sich sein eigenes fantasievolles Universum. Und anders als es sich bei einem Teenager vermuten lässt, ist dieses von Figuren bevölkert, die mit seiner Erfahrungswelt als Schüler nur selten zu tun hatten: Mal schlüpft er in den Kopf eines Schwarzen, der seine Angebetete an einem Samstagabend ausführt; mal hinterlässt der Tod einer alten Frau tiefen Eindruck bei ihm, dann wieder tauchen bereits Motive seines späteren Werks auf, wie ein Schlangenbiss oder das Stoßgebet gen Himmel, endlich sterben zu dürfen. Durch ihre lebendigen Figuren, eindringlichen Bilder und ihre schnörkellos-glänzende Sprache ist all den Geschichten eine erzählerische Kraft gemein, die man auch vom älteren Truman Capote kennt.
Portrait
Truman Capote wurde 1924 in New Orleans geboren; er wuchs in den Südstaaten auf, bis ihn seine Mutter als Achtjährigen zu sich nach New York holte. Mit neunzehn Jahren erhielt er für seine Kurzgeschichte Miriam den »O.-Henry-Preis«. 1948 erschien sein Roman »Andere Stimmen, andere Räume«, der als das sensationelle Debüt eines literarischen Wunderkindes gefeiert wurde. 1949 folgte die Kurzgeschichtensammlung »Baum der Nacht«, 1950 die Reisebeschreibung »Lokalkolorit«, 1951 der Roman »Die Grasharfe«. Das 1958 veröffentlichte »Frühstück bei Tiffany« erlangte auch dank der Verfilmung mit Audrey Hepburn große Berühmtheit. 1965 erschien der mehrmals verfilmte Tatsachenroman »Kaltblütig«, 1973 »Die Hunde bellen« (Storys und Porträts), 1980 »Musik für Chamäleons« (Erzählungen und Reportagen). Postum wurden 1987 - unvollendet - der Roman »Erhörte Gebete« und 2005 das neu entdeckte Debüt »Sommerdiebe« veröffentlicht. Truman Capote starb 1984 in Los Angeles. Die Herausgeberin Anuschka Roshani studierte Verhaltensbiologie und Germanistik in Berlin und besuchte anschliessend die Henri-Nannen-Schule in Hamburg. Danach war sie sieben Jahre lang Redakteurin und Reporterin im Kultur- und Gesellschaftsressort des »Spiegel«. Seit 2002 lebt sie in Zürich, wo sie als Redakteurin für »Das Magazin« des »Tages-Anzeigers« arbeitet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Anuschka Roshani
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 22.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-0369-5731-9
Verlag Kein + Aber
Maße (L/B/H) 19/12,3/1,7 cm
Gewicht 208 g
Originaltitel The early stories of Truman Capote
Auflage 3. Neuausg.
Übersetzer Ulrich Blumenbach
Buch (gebundene Ausgabe)
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„Der Beginn einer literarischen Reise“

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Im Nachwort von „Wo die Welt anfängt“, Truman Capotes ersten Erzählungen überhaupt, heißt es sinngemäß, dass seine frühen Werke von einer Reife und Kunstfertigkeit zeugen, die man einem so jungen Menschen nicht zutrauen würde. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen; einen Teil seiner Kurzgeschichten, die in diesem Werk versammelt sind, schreibt er aus der Sicht alter Männer und Frauen, junger verliebter Mädchen, Dieben und Wegelagerer und das mit einer Hingabe die man nur selten bei jemanden liest, der sich vielleicht schon sein Leben lang dem Fabulieren verschrieben hat. Über 30 Jahre lang lagen diese Schätze der Literatur unentdeckt in einer amerikanischen Bibliothek und man mag gar nicht daran denken, was noch alles hier verborgen liegt, ohne das die breite Öffentlichkeit davon Kenntnis hat. Das bereitet mir eine besondere literarische Gänsehaut.

Das Schreiben nannte Capote seinen kleinen Dämonen. Der geneigte Leser seiner Werke, und meine Wenigkeit profitieren nun von seiner Besessenheit. Aufmerksam wurde ich auf ihn, durch seine Jugendfreundin Harper Lee und ihren zwei Romanen. Weltweite Bekanntheit erlangte Truman Capote durch die Verfilmung von - Frühstück bei Tiffany. Dabei war er mit der Wahl der Hauptprotagonistin, Audrey Hepburn, gar nicht zufrieden und dennoch hat sie zu diesem weltweiten Ruhm, mit ihrer Darstellung der Hooly Golightly, beigetragen.

Hier fängt meine Reise durch die literarische Welt von Truman Capote an. Und so wird der Titel „Wo die Welt anfängt“ für mich zum geflügelten Wort. Ich bin mir daher sicher, dass es nicht bei diesen Erzählungen blieben wird, die ich von ihm lese.
Im Nachwort von „Wo die Welt anfängt“, Truman Capotes ersten Erzählungen überhaupt, heißt es sinngemäß, dass seine frühen Werke von einer Reife und Kunstfertigkeit zeugen, die man einem so jungen Menschen nicht zutrauen würde. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen; einen Teil seiner Kurzgeschichten, die in diesem Werk versammelt sind, schreibt er aus der Sicht alter Männer und Frauen, junger verliebter Mädchen, Dieben und Wegelagerer und das mit einer Hingabe die man nur selten bei jemanden liest, der sich vielleicht schon sein Leben lang dem Fabulieren verschrieben hat. Über 30 Jahre lang lagen diese Schätze der Literatur unentdeckt in einer amerikanischen Bibliothek und man mag gar nicht daran denken, was noch alles hier verborgen liegt, ohne das die breite Öffentlichkeit davon Kenntnis hat. Das bereitet mir eine besondere literarische Gänsehaut.

Das Schreiben nannte Capote seinen kleinen Dämonen. Der geneigte Leser seiner Werke, und meine Wenigkeit profitieren nun von seiner Besessenheit. Aufmerksam wurde ich auf ihn, durch seine Jugendfreundin Harper Lee und ihren zwei Romanen. Weltweite Bekanntheit erlangte Truman Capote durch die Verfilmung von - Frühstück bei Tiffany. Dabei war er mit der Wahl der Hauptprotagonistin, Audrey Hepburn, gar nicht zufrieden und dennoch hat sie zu diesem weltweiten Ruhm, mit ihrer Darstellung der Hooly Golightly, beigetragen.

Hier fängt meine Reise durch die literarische Welt von Truman Capote an. Und so wird der Titel „Wo die Welt anfängt“ für mich zum geflügelten Wort. Ich bin mir daher sicher, dass es nicht bei diesen Erzählungen blieben wird, die ich von ihm lese.

Kundenbewertungen

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Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden aus Magdeburg am 14.12.2017
Bewertet: anderes Format

Dieser dünne Erzählband enthält mehrere Kurzgeschichten mit wundervoll ausgestalteten, eigenwilligen Charakteren. Schnörkellos wird beschrieben. Poetisch, wunderschön, kurzweilig!