Wenn du wiederkommst

Roman

(15)
»Wir hatten nur ein Leben, es war zu kurz für alles, was wir von ihm erwarteten.«
Sie wollten vernünftig lieben, mit Maß und Respekt. Leidenschaftlich und doch voller Achtung für die Freiheit des anderen. Ein ganzes Leben haben Jerome und die Erzählerin von Anna Mitgutschs neuem Roman gebraucht, um ein Liebespaar zu werden, das den eigenen hohen Ansprüchen genügt. Doch dann stirbt Jerome plötzlich, und die Erzählerin versucht mit einer eindringlichen, bewegenden Totenklage, das Versprechen eines Neuanfangs einzulösen, über den Tod hinaus.
Es ist keine Liebe auf den ersten Blick, eher das Versprechen von Verlässlichkeit: zwei Menschen, einander nah und vertraut wie Geschwister. Diese Nähe ist so stark, dass sie die dunklen Seiten ihrer Liebe und Ehe, Untreue, ihre einander oft ausschließenden Obsessionen und sogar die scheinbar endgültige Trennung übersteht. Jetzt, lange Jahre später, sieht es so aus, als gäbe es die Möglichkeit, noch einmal ganz neu anzufangen. Da geschieht das Unfassbare. Jerome stirbt. Verzweifelt versucht die verlassene Erzählerin, gegen die Realität des Todes aufzubegehren. Sie kämpft, als könnte sie den Toten zurückholen oder ihm wenigstens ein letztes Wort, ein Zeichen seiner Liebe abringen. Sie klammert sich an die verheißungsvolle letzte Begegnung, den letzten gemeinsamen Augenblick, die letzten Worte beim Abschied am Flughafen von Boston. Sie beschwört die Glücksmomente wie auch die gegenseitigen Verletzungen in ihrer langen Liebesgeschichte. Den gesellschaftlichen Ritualen der Trauer, den Bemühungen der Verwandten, ihr die Bedeutung als Ehefrau abspenstig zu machen, steht sie wehrlos gegenüber. Und doch gelingt es ihr in der gemeinsamen Trauer mit der erwachsenen Tochter, die Beziehung zum Ehemann und zum Vater in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit lebendig werden zu lassen.
Rezension
"Ein herzergreifendes Kammerspiel" Falter
Portrait
Anna Mitgutsch, 1948 in Linz geboren, unterrichtete Germanistik und amerikanische Literatur an österreichischen und amerikanischen Universitäten. Für ihr literarisches Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Solothurner Literaturpreis, den Würdigungspreis (Staatspreis) für Literatur der Republik Österreich und das Ehrendoktorat der Universität Salzburg. Seit den siebziger Jahren übersetzt sie Lyrik und verfasste bisher zehn Romane, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Bei Luchterhand erschienen die Romane „Ausgrenzung“ (1989), „In fremden Städten“ (1992), „Haus der Kindheit“ (2000), „Familienfest“ (2003), „Zwei Leben und ein Tag“ (2007) und „Wenn du wiederkommst“ (2010) sowie zuletzt der Essayband „Die Welt, die Rätsel bleibt“ (2014).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 271
Erscheinungsdatum 01.03.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87327-5
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Maße (L/B/H) 222/135/30 mm
Gewicht 451
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Wenn du wiederkommst“

Susanne Haslehner, Thalia-Buchhandlung Wien

Anna Mitgutsch erzählt von einer Beziehung mit allen ihren Höhen und Tiefen und Trennungen. Die Ich Erzählerin lebt in Wien - ihr ehemaliger Partner in den USA. Sie nähern sich wieder an und wollen einen Neuanfang beginnen. Da stirbt der Mann und so beginnt dieses Buch.Ein Jahr der Trauer, wo die Erzählerin alles durchlebt, auch die Anna Mitgutsch erzählt von einer Beziehung mit allen ihren Höhen und Tiefen und Trennungen. Die Ich Erzählerin lebt in Wien - ihr ehemaliger Partner in den USA. Sie nähern sich wieder an und wollen einen Neuanfang beginnen. Da stirbt der Mann und so beginnt dieses Buch.Ein Jahr der Trauer, wo die Erzählerin alles durchlebt, auch die Riten verschiedener Trauerphasen mit einem jüdischen Partner.Die wieder sehr große Bindung zur erwachsenen Tochter und das Leid, durch das jeder alleine durch muß, auch wenn man von vielen Leuten umgeben ist.
Ein großartiges Buch über das Abschiednehmen.

„Wenn du wiederkommst“

michaela bokon, Thalia-Buchhandlung Wien

Eine Beziehung , die schon sehr lange besteht, man hat sich verliebt, geheiratet, ein Kind großgezogen und irgendwann hat man sich getrennt, weil die Wege nicht mehr die selben waren.Es ist immer ein freundschaftlicher Kontakt geblieben, man denkt an Annäherung, wieder mehr Nähe....
Einfühlsam geht Anna Mitgutsch mit dem Stoff der
Eine Beziehung , die schon sehr lange besteht, man hat sich verliebt, geheiratet, ein Kind großgezogen und irgendwann hat man sich getrennt, weil die Wege nicht mehr die selben waren.Es ist immer ein freundschaftlicher Kontakt geblieben, man denkt an Annäherung, wieder mehr Nähe....
Einfühlsam geht Anna Mitgutsch mit dem Stoff der großen Gefühle um

„Ein Ehepaar...“

Doris Oberauer, Thalia-Buchhandlung Grieskirchen

Ein Ehepaar ist durch Höhen und Tiefen des Zusammenlebens gegangen. Als der Ehemann stirbt, lässt die Ich -Erzählerin in wunderschöner Sprache die Zweisamkeit Revue passieren. Ein Ehepaar ist durch Höhen und Tiefen des Zusammenlebens gegangen. Als der Ehemann stirbt, lässt die Ich -Erzählerin in wunderschöner Sprache die Zweisamkeit Revue passieren.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
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Eindrucksvoll
von einer Kundin/einem Kunden am 26.02.2010

Anna Mitgutsch erzählt uns die Geschichte einer Beziehung, die immer unkonventionell war, die gekennzeichnet war durch grosse räumliche und zeitliche, aber nie emotionale Entfernung. Und gerade zu dem Zeitpunkt, an dem die Erzählerin und Jerome beschliessen ihren Kampf um Freiheit aufzugeben, stirbt Jerome. Auf diesen schmerzhaften Weg, vom Erfahren... Anna Mitgutsch erzählt uns die Geschichte einer Beziehung, die immer unkonventionell war, die gekennzeichnet war durch grosse räumliche und zeitliche, aber nie emotionale Entfernung. Und gerade zu dem Zeitpunkt, an dem die Erzählerin und Jerome beschliessen ihren Kampf um Freiheit aufzugeben, stirbt Jerome. Auf diesen schmerzhaften Weg, vom Erfahren der Todesnachricht an, nimmt uns Anna Mitgutsch mit, mitten rein in diese Totenklage. Sehr eindringlich und absolut grossartig geschrieben gehört dieser Roman zu meinen momentanen literarischen Highlights im Frühjahrsprogramm.

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Sensibel, einfühlsam, gefühlvoll
von Lisa Weigel aus Leipzig am 06.09.2010

– all diese Attribute beschreiben den neuen Roman von Anna Mitgutsch treffend. Die Autorin schildert hierin das intime Innenleben einer vom unerwarteten Tod ihres Exmannes erschütterten, namenlosen Frau. Die Beziehung war, gelinde gesagt, heikel. Zugegebenermaßen kein leicht zu schulterndes Thema. Und doch möchte ich Ihnen dieses Buch ans Herz... – all diese Attribute beschreiben den neuen Roman von Anna Mitgutsch treffend. Die Autorin schildert hierin das intime Innenleben einer vom unerwarteten Tod ihres Exmannes erschütterten, namenlosen Frau. Die Beziehung war, gelinde gesagt, heikel. Zugegebenermaßen kein leicht zu schulterndes Thema. Und doch möchte ich Ihnen dieses Buch ans Herz legen. Warum? Es verdeutlicht, dass uns erst bewusst wird, was oder vor allem wer unser Leben ausmacht, wenn es uns plötzlich entrissen wird. Es macht dankbar für das, was ist. Vieles könnte man hier über das Buch von Anna Mitgutsch schreiben. Vor allem ist es aber eines: zutiefst menschlich.

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Ein grandioser Roman über Erinnerung und Verbundenheit
von Mirjam Berle aus Hagen am 12.04.2010

"Bis zum nächsten Mal" - ein Abschied, der ein neuer Anfang sein soll. Ein neuer Anfang nach 30 Jahren, für eine Beziehung gleichsam geprägt von Unabhängigkeit und räumlicher Distanz aber auch von tiefer emotionaler Verbundenheit. Der plötzliche Tod setzt jedoch allen Plänen ein jähes Ende und es bleibt nur... "Bis zum nächsten Mal" - ein Abschied, der ein neuer Anfang sein soll. Ein neuer Anfang nach 30 Jahren, für eine Beziehung gleichsam geprägt von Unabhängigkeit und räumlicher Distanz aber auch von tiefer emotionaler Verbundenheit. Der plötzliche Tod setzt jedoch allen Plänen ein jähes Ende und es bleibt nur die Erinnerung. Anna Mitgutsch erzählt eindringlich und bewegend, wie die Kraft der Erinnerung auch den Tod überdauern kann. Ein grandioser Roman, der fesselt und auch ein wenig nachdenklich macht.

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