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Was tun?

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Mit seinem neuesten Buch und angesichts der Ereignisse unserer Tage – der Realität terroristischer Attentate, dem unnachgiebigen Fortschreiten der Oikotechniken (Ökonomie, Finanztechnologie) – reflektiert Jean-Luc Nancy auf die Frage nach einem richtigen Sprechen und dem erforderlichen Tun. Dabei gilt es Begriff und Realität von Politik neu zu hinterfragen, ihre Tragweite und ihre Begrenzungen auf die Frage daraufhin zu fokussieren, was jenseits einer Ethik, fernab von den Fragen der Machbarkeit, der Verwirklichungen und der Auswirkungen zu tun geboten ist. Ein solches Nachdenken, was ein Sagen und Tun heute bestimmen kann, durchquert Kants »Was soll ich tun?« ebenso wie Lenins »Was tun?«, stellt sich mit Godard der von Anna Karina in Pierrot le Fou gesungenen Frage »Was kann ich nur tun? Ich weiß nicht, was tun…«, um schließlich zu einem Modus zurückzufinden, der das Tun aufs intimste mit der Existenz selbst in Verbindung setzt.
Rezension
"Mit "Was tun?" ist Jean-Luc Nancy ein wichtiges Buch gelungen über ein Problem, das nicht nur Europa bis ins Mark erschüttert." Gert Scobel, Philosophie Magazin
Portrait
Jean-Luc Nancy zählt zu den bedeutendsten Philosophen der Gegenwart. Er lehrte bis zu seiner Emeritierung Philosophie an der Université Marc Bloch in Straßburg und hatte Gastprofessuren in Berkeley, Irvine, San Diego und Berlin inne. Sein vielfältiges Werk umfasst Arbeiten zur Ontologie der Gemeinschaft, Studien zur Metamorphose des Sinns und zu den Künsten, Abhandlungen zur Bildtheorie, aber auch zu politischen und religiösen Aspekten im Kontext aktueller Entwicklungen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 108
Erscheinungsdatum 17.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-03734-921-2
Reihe TransPositionen
Verlag Diaphanes
Maße (L/B/H) 186/123/9 mm
Gewicht 118
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
17,50
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„Existieren als ein uferloses Tun“

Dr. Ralf ROTHER, Thalia-Buchhandlung Wien

Das neue kleine Büchlein „Was tun?“ von Nancy enthält vier kurze Texte, die mit einer Präambel, einer Einleitung und einem Abschluss versehen sind. Alle Texte sind jüngeren Datums und scheinen Artikel und Vorträge zu sein, zu denen Nancy eingeladen wurde.
Allen diesen kurzen Texten ist das Unbehagen an der politischen Situation anzumerken.
Das neue kleine Büchlein „Was tun?“ von Nancy enthält vier kurze Texte, die mit einer Präambel, einer Einleitung und einem Abschluss versehen sind. Alle Texte sind jüngeren Datums und scheinen Artikel und Vorträge zu sein, zu denen Nancy eingeladen wurde.
Allen diesen kurzen Texten ist das Unbehagen an der politischen Situation anzumerken. So scheinen die Texte, zu denen sich der Philosoph des Mitseins und der Gemeinschaft aufgefordert sah, Äußerungen zu sein, die Nancys Unbehagen an der gegenwärtigen Formierung des Mitseins durcharbeiten.
Nancys Begriff des Politischen (Mit, Mitsein, Gemeinschaft) braucht kein Subjekt. So richtet sich die Frage „Was tun?“ auch an kein politisches, souveränes Subjekt. Es geht Nancy weder um Ziele, die ein entschlossenes Subjekt zu erreichen sucht, noch um den Entwurf oder um die Pragmatik einer Handlungsanweisung.
In dem etwas längeren Text des Buches, zeichnet Nancy mit knappen Bemerkungen die Geschichte und Brüche der Frage „Was tun?“ nach: Beginnend mit Kants Versuch, eine Brücke zwischen der Theorie und der Praxis zu schlagen, über Hegel, Feuerbach, Marx, Tschernyschewski und natürlich Lenin. In dieser Skizzierung der Frage fehlen auch nicht Arendt, Sartre, Adorno, Althusser und Bataille.
Nancy weist daraufhin, welche Brüche und Verschiebungen im Tun / im Machen / im Handeln / in der Praxis am Werke sind. Wiederholt hat Nancy davon gesprochen, dass das Politische / das Mitsein vor gravierenden Veränderungen steht und überholte Strukturen zerbrechen werden. Er formuliert: „Zu denken also das „existieren lassen“ ohne Prinzip oder Ziel, ohne Autor oder Projekt, sondern wo existieren sich affirmiert als „uferloses Tun“, von dem Celan spricht, das abenteuerlich und gewagt ist.“
In einer Fußnote gibt Nancy bekannt, dass demnächst die Transkription eines Seminars über die Theorie und die Praxis von Derrida erscheinen wird, worauf wir uns jetzt schon freuen.

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