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Was alles war

Roman

(22)
Wahlverwandtschaften – der große Familienroman für unsere Zeit
Für ihre Eltern war Susa das lange ersehnte Kind, es fehlte ihr an nichts. Dass sie adoptiert wurde, hat sie nie gestört. Als erwachsene Frau verspürt sie zwar eine leichte Neugier auf die leibliche Mutter, aber als sie Viola kennenlernt, ist diese für sie eine Fremde. Doch das Treffen setzt mehr in Bewegung als vermutet. Die Frage, was Familie eigentlich ausmacht, erhält für Susa eine neue Bedeutung, auch, weil sie sich in Henryk verliebt, der zwei Töchter mit in die Beziehung bringt.
In ihrem neuen Roman begibt sich Annette Mingels literarisch auf die Spur unseres prägendsten und faszinierendsten Beziehungsgeflechts: der Familie. Sie erzählt von den vielen Spielarten moderner Beziehungen und davon, was Familie heute ausmacht, von Nähe und Geborgenheit, von Distanz und Konkurrenz, von der Unmöglichkeit, einander ganz und gar zu verstehen, von der Brüchigkeit des Ganzen, aber auch von seiner Belastbarkeit.
Rezension
»'Was alles war', ihr fünfter Roman, ist kompliziert. Und doch meisterhaft gebaut.«
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 06.03.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783641202248
Verlag Albrecht Knaus Verlag
eBook
16,99
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
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8
1
1
0

Der Leser bleibt emotional außen vor...
von lesenswertebuecher am 04.01.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Klappentext Dass sie adoptiert wurde, weiß Susa seit ihrer Kindheit. Es hat sie nie gestört - sie liebt ihre Eltern und wird von ihnen geliebt. Daran ändert sich auch nichts, als sie ihre leibliche Mutter kennenlernt, mit der sie nichts zu verbinden scheint. Und doch ... Susa erfährt von Brüdern... Klappentext Dass sie adoptiert wurde, weiß Susa seit ihrer Kindheit. Es hat sie nie gestört - sie liebt ihre Eltern und wird von ihnen geliebt. Daran ändert sich auch nichts, als sie ihre leibliche Mutter kennenlernt, mit der sie nichts zu verbinden scheint. Und doch ... Susa erfährt von Brüdern und verspürt eine irritierende Sehnsucht nach ihnen. Und ist der Wunsch, den biologischen Vater kennenzulernen ein Verrat an ihrem im Sterben liegenden Adoptivvater? Als Susa sich in Henryk verliebt, der zwei Töchter mit in die Ehe bringt, wird die Sache noch komplizierter. Was ist das überhaupt, eine Familie? Was begründet sie? Die Gene? Die Liebe? In ihrem neuen Roman erzählt Annette Mingels von den vielen Spielarten der Familie. Ob biologisch oder sozial gewachsen, intakt oder dysfunktional, herbeigesehnt oder abgelehnt - immer geht es der Autorin um das, was Familie in unserer Zeit ausmacht: die Nähe zueinander, die Distanz, die Unmöglichkeit einander ganz zu verstehen, die Brüchigkeit des Ganzen und seine Belastbarkeit. Einstieg ins Buch Der Brief traf an einem Montagmorgen ein, ich sah kurz auf den Absender und steckte den Umschlag in meine Tasche. ... Meine Meinung Susa wurde als Kind adoptiert, doch das hat sie nie gestört. Es geht ihr gut in ihrer Familie und sie leibt ihre Eltern. Als sie älter wird, macht sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. Sie lernt ihre leibliche Mutter kennen und kann die Frage stellen, die ihr schon immer auf der Seele brennt. Warum hat ihre Mutter sie damals weggegeben? Susa will ihr keinen Vorwurf machen, sie will es nur verstehen. Selbst Mutter eines kleinen Sohnes kann sie sich keine Situation vorstellen, die sie dazu bringen würde ihr Kind wegzugeben. Ihre Mutter Viola erzählt von Freiheit und Selbstbestimmung, von den Verpflichtungen einem Kind gegenüber und von der eigenen Selbstständigkeit. Viola ist so weit von Susa`s Einstellungen entfernt, das sich keine richtige Beziehung aufbauen kann. Erst als sie ihren Bruder Cosmo kennenlernt, stellt sich bei Susa so etwas wie ein Familienband her. Sie vermisst ihn oft, will möglichst viel über ihn wissen und besucht ihn regelmäßig. Als sie endlich auch ihren biologischen Vater trifft, scheint Susa alle Antworten auf ihre Fragen beantworten zu können. Aber was ändert das an ihrem Leben? Was ändert es an ihr? Susa ist eine unabhängige Frau, die bei Adoptiveltern aufgewachsen ist. Als sie mit ihrem Mann Henryk eine Familie gründet, verlangt es sie danach, ihre eigenen Wurzeln zu finden. Ihren Adoptiveltern gegenüber hat sie ein so schlechtes Gewissen, dass sie ihnen zuerst nichts darüber erzählt. Erst als Susa Jahre später feststellt, dass sich die Beziehung zu ihrer leiblichen Mutter Viola nicht vertieft, sondern sehr oberflächlich bleibt, kann sie ihren Eltern erzählen, dass sie ihre Mutter gesucht und gefunden hat. Der Roman gleich eher einer Erzählung und oft gibt es nur kurze Passagen, in denen Ereignisse sehr emotionslos geschildert werden. Ein Ereignis springt schnell zum nächsten, sodass ich nur schwer eine Beziehung zu den Geschehnissen und Personen aufbauen konnte. Für mich bleiben die Figuren sehr oberflächlich und emotionslos. Obwohl aus der Sicht von Susa erzählt wird, hat mich sogar der Tod ihres Vaters nicht wirklich berühren können. Mir kam es so vor, als verschanzte sich Susa mit ihren Gefühlen nicht nur vor ihrer Familie, sondern auch vor dem Leser. Der Schreibstil hat es mir von Anfang an sehr schwer gemacht, denn eine direkte Rede gab es nicht. Alle Gespräche wurden einfach erzählt, es gab keine Anführungszeichen und keinen Doppelpunkt. Ich musste mir selbst zusammenreimen, wer das jetzt gesagt haben könnte. Nur selten waren die gesprochenen Sätze auf den ersten Blick einzuordnen. Oft habe ich das Buch aus der Hand gelegt und obwohl es nur 287 Seiten hat, habe ich fast zwei Wochen daran gelesen. Das ist normalerweise maximal eine Seitenanzahl für zwei Tage. Ich habe versucht mich zwischendurch daran zu erinnern, um was es bei diesem Buch geht. Nämlich darum, was Familie bedeutet. Ich bin sicher, dass jeder eine ganz eigen Definition von Familie hat. Für mich geht es in einer Familie darum sich zu unterstützen, wenn es nötig ist, aber auch sich ziehen zu lassen, sich nicht gegenseitig einzuschränken. Besuche sollten niemals Pflichtprogramm werden und man sollte die Zeit, die man mit einander verbringen kann genießen. Annette Mingels hat mich mit diesem Roman leider nicht packen können, weder durch den Plot, noch durch Emotionen. Bis zum Ende konnte ich zur Protagonistin keinerlei Beziehung aufbauen und konnte oft die Reaktionen von Susa nicht nachvollziehen. Hier fehlten mir einfach die gedanklichen und emotionalen Auseinandersetzungen. Zitat Wir sind uns wirklich ähnlich, der gleiche Menschentyp, das schmale längliche Gesicht, dem man die Müdigkeit schnell ansieht, die langen Glieder, die hellen Haare zur blassen Haut, die Anfälligkeit für Sonnenbrand und Magenverstimmungen aller Art, ... (Seite 64) Fazit Eine Erzählung, bei der der Leser emotional immer außen vor bleibt, und dass obwohl der Klappentext emotionale Auseinandersetzungen erwarten lässt. Von mir eine verhaltene Leseempfehlung.

Familie
von einer Kundin/einem Kunden am 19.12.2017
Bewertet: Hörbuch (CD)

Annette Mingels nimmt ihre Hörer in diesem Hörbuch mit auf die Reise durch die unterschiedlichsten Facetten des Familienlebens. In ihrem Roman geht es um Adoption, Patchworkfamilie, um spätes Kennenlernen und die täglichen kleinen und großen Dramen in Familien. Sie zeigt sehr schön auf, dass keine Blutsverwandschaft nötig ist,... Annette Mingels nimmt ihre Hörer in diesem Hörbuch mit auf die Reise durch die unterschiedlichsten Facetten des Familienlebens. In ihrem Roman geht es um Adoption, Patchworkfamilie, um spätes Kennenlernen und die täglichen kleinen und großen Dramen in Familien. Sie zeigt sehr schön auf, dass keine Blutsverwandschaft nötig ist, um sich zu lieben, zu streiten und wieder zu versöhnen. Mitten aus dem Leben gelingt ihr ein schöner und fließender Roman, in dem man die Geschichten der Familien über eine große Zeitspanne verfolgen kann, da sie manchmal recht große zeitliche Sprünge macht. Dadurch wirkt die Erzählung nicht ganz so dicht, aber es gibt ihr andererseits eine gewisse Leichtigkeit.

Familienbande
von einer Kundin/einem Kunden am 05.10.2017
Bewertet: Hörbuch (CD)

Unaufdringlich eindringlich erzählt Annette Mingels zum Teil autobiografisch von ungewöhnlichen Familienkonstellationen. Einfühlsame Gedanken um Adoptivkinder, die Patchworkfamilie, den Ehepartner und schließlich auch den Beruf mit seinen heutigen hohen Anforderungen. Mitten aus dem Leben, nachvollziehbar und zum "Sich-Wiederfinden". Auch als Hörbuch sehr zu empfehlen, wunderbar gelesen von Ulrike C.... Unaufdringlich eindringlich erzählt Annette Mingels zum Teil autobiografisch von ungewöhnlichen Familienkonstellationen. Einfühlsame Gedanken um Adoptivkinder, die Patchworkfamilie, den Ehepartner und schließlich auch den Beruf mit seinen heutigen hohen Anforderungen. Mitten aus dem Leben, nachvollziehbar und zum "Sich-Wiederfinden". Auch als Hörbuch sehr zu empfehlen, wunderbar gelesen von Ulrike C. Tscharre.


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