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Warum ich kein Christ bin

Bericht und Argumentation

Heute fragen sich viele Menschen, ob sie noch Christen sind. Andere wollen es wieder werden und suchen nach Wegen. Kurt Flasch erzählt – ausgehend von seiner Herkunft aus einer liberal-katholischen, kulturell und politisch engagierten Familie –, wie er ins Zweifeln am Christentum gekommen ist. Er bespricht die Hauptpunkte der christlichen Lehre in ihrer katholischen wie evangelischen Form und wendet sich an jeden Gläubigen und an jeden Ungläubigen, der seine Gründe prüfen will, warum er Christ ist. Kurt Flasch ist Fachmann für antike und mittelalterliche Philosophie. Er hat sich ein Leben lang mit den Quellen zu dieser Zeit und deshalb auch mit dem Christentum befasst. Er erläutert argumentierend in persönlich gefärbter Darstellung, warum er kein Christ ist. Die Kritik gilt der christlichen Lehre, nicht dem Zustand der Kirchen. Das Buch ist keine Autobiographie und keine Kampfschrift. Es bemüht sich um historische Gerechtigkeit, benennt die christlichen Überzeugungen genau und mit geschichtlichem Verständnis, bringt aber an Details nur das, was nötig ist, um zu einem sachlichen Urteil zu kommen. Flasch prüft aus den Quellen heraus die katholischen und evangelischen Varianten der christlichen Lehren und begründet, warum er von ihnen keinen weiteren Gebrauch machen wird. Fromme wie Unfromme können daraus Nutzen ziehen.
Portrait
Kurt Flasch, geb. 1930, gilt als der bedeutendste deutsche Historiker mittelalterlicher Philosophie. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. 2000 mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa, 2009 mit dem Hannah-Arendt-Preis, 2010 mit dem Lessing-Preis für Kritik sowie mit dem Essay-Preis Tractatus und 2012 mit dem Joseph-Breitbach-Preis. Bei C.H.Beck sind von ihm zuletzt erschienen: Meister Eckhart. Philosoph des Christentums (2011), Was ist Gott? Das Buch der 24 Philosophen (2013) und seine Übersetzung von Boethius’ Trost der Philosophie (2013).
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Wasserzeichen
Seitenzahl 280, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.08.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783406652851
Verlag C.H.Beck
eBook
9,99
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„Ein sehr persönliches Buch des Philosophiehistoriker“

Dr. Ralf ROTHER, Thalia-Buchhandlung Wien

Kurt Flasch, der ehrwürdige Philosophiehistoriker, der so großartige Bücher über Augustinus, Meister Eckhart, Nikolaus von Kues, oder über die Zeit schrieb, publizierte nun ein recht persönliches Buch darüber, warum er kein Christ ist.
Einige Leserinnen mögen sich wundern, dass ein Gelehrter, der sich so ausgiebig mit mittelalterlicher
Kurt Flasch, der ehrwürdige Philosophiehistoriker, der so großartige Bücher über Augustinus, Meister Eckhart, Nikolaus von Kues, oder über die Zeit schrieb, publizierte nun ein recht persönliches Buch darüber, warum er kein Christ ist.
Einige Leserinnen mögen sich wundern, dass ein Gelehrter, der sich so ausgiebig mit mittelalterlicher und christlicher Philosophie beschäftigt hat, sich dieser Frage überhaupt stellt. Andere Leserinnen mögen sich wiederum wundern, dass Herr Flasch so wenig Rücksicht nimmt, auf die Verfassung und Ausrichtung der aktuellen Kirche. Wiederum andere Leserinnen mögen monieren, dass Herr Flasch keine Ambitionen hat, auf die Alltagsvorstellungen der modernen Christen einzugehen.
Zum Glück. Kurt Flasch ist Philosoph und Philosophiehistoriker. Bei all den persönlichen und biografischen Ausführungen bleibt er eben, was er ist: D.h., er macht sich die Sache nicht einfach!
Das Problem, das er mit der christlichen Theologie hat, ist ein theo-philosophisches Problem, und kein politisches, auch kein Problem, das von der Kirche zu integrieren wäre, wenn sie sich öffnen oder modernisieren würde. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Kirche bzw. der Glaube in der Lage ist, Trost zu spenden und ein Gefühl der Geborgenheit zu erzeugen. Es wäre auch vollends ein Irrtum zu glauben, Herr Flasch gehöre jetzt zu jenen kämpferischen "Atheisten", die nur ihre Herren austauschen.
Kurt Flasch führt uns im Buch wieder in die mittelalterliche und christliche Philosophie zurück, aber auch hinaus.

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