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Unter der Drachenwand

Roman

(21)
Veit Kolbe verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Doch Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg verloren, doch wie lang dauert er noch? Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen, vom "Brasilianer", der von der Rückkehr nach Rio de Janeiro träumt, von der seltsamen Normalität in diesem Dorf in Österreich – und von der Liebe. Ein herausragender Roman über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über das Persönlichste und den Krieg, über die Toten und die Überlebenden.
Portrait
Arno Geiger, 1968 geboren, lebt in Wolfurt und Wien. Sein Werk erscheint bei Hanser, zuletzt Alles über Sally (Roman, 2010), Der alte König in seinem Exil (2011), Grenzgehen (Drei Reden, 2011) und Selbstporträt mit Flusspferd (Roman, 2015). Er erhielt u. a. den Deutschen Buchpreis (2005), den Hebel-Preis (2008), den Hölderlin-Preis (2011), den Literaturpreis der Adenauer-Stiftung (2011) und den Alemannischen Literaturpreis (2017).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 10.01.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25812-9
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 211/136/35 mm
Gewicht 586
Verkaufsrang 3
Buch (gebundene Ausgabe)
26,80
inkl. gesetzl. MwSt.
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„ein großes Buch, ein wichtiges Buch“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

"Das unbeschreibliche, mit nichts zu vergleichende Gefühl, das man empfindet, wenn man überlebt hat.....Und der Krieg arbeitet sich weiter, für die einen nach vorn, für die anderen nach hinten, aber immer in der blutigsten, unverständlichsten Raserei.
Fünf Jahre Krieg hat Veit hinter sich. Schwer verletzt hat man ihn in die Heimat
"Das unbeschreibliche, mit nichts zu vergleichende Gefühl, das man empfindet, wenn man überlebt hat.....Und der Krieg arbeitet sich weiter, für die einen nach vorn, für die anderen nach hinten, aber immer in der blutigsten, unverständlichsten Raserei.
Fünf Jahre Krieg hat Veit hinter sich. Schwer verletzt hat man ihn in die Heimat zurückgebracht. Seine Träume, seine Jugend, seine Gesundheit von kleingeistigen, wahnsinnigen Machthabern verschenkt, vergeudet, ausgelöscht. Noch ist der Krieg nicht zu Ende. Während Veit versucht, nicht noch einmal in dieses Grauen zurückgeschickt zu werden, träumen viele seiner Landsleute noch immer von einem Sieg.
"Unter der Drachenwand" von Arno Geiger ist ein unfaßbar intensives Leseerlebnis. Ein großes, wichtiges Buch. Dankeschön

Kundenbewertungen


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1944 war ein schlimmes Jahr
von TochterAlice aus Köln am 23.01.2018

Für den jungen Soldaten Veit Kolbe ergibt sich im letzten Kriegsjahr eine Zwangspause: nach einer Verletzung wird er auf unbestimmte Zeit in den Krankenstand versetzt und auf Erholungsurlaub nach Wien zu seinen Eltern geschickt, wo er es bald jedoch nicht mehr aushält. Er verzieht sich ins Salzburger Land, an... Für den jungen Soldaten Veit Kolbe ergibt sich im letzten Kriegsjahr eine Zwangspause: nach einer Verletzung wird er auf unbestimmte Zeit in den Krankenstand versetzt und auf Erholungsurlaub nach Wien zu seinen Eltern geschickt, wo er es bald jedoch nicht mehr aushält. Er verzieht sich ins Salzburger Land, an den idyllischen Mondsee - und damit unter die Drachenwand, den örtlichen Hausberg, wo er auf andere Gestrandete wie die junge Mutter Margot aus Darmstadt oder auch eine aus Wien verschickte Schulklasse mit 13jährigen Schülerinnen trifft. Dazu kommen die Ansässigen, teilweise durchaus stramme Nazis, dem Regime noch treu ergeben. Frei nach John Fante: 1944 war (auch) ein schlimmes Jahr. Ein absolut grauenvolles sogar, eines mit wenig Hoffnung. Überall. Auch in Mondsee. Doch Arno Geiger zeigt vor allem durch seinen Protagonisten Veit Kolbe, dass es weitergeht Für ihn persönlich vor allem dadurch, dass ihm völlig unerwartet und zunächst zögerlich in Gestalt von Margot die Liebe begegnet. Obwohl es eine ausweglose Situation zu sein scheint, schmieden Veit und Margot - und nicht nur sie - Pläne für die Zukunft. Konkrete, so wie die Absprache möglicher Treffpunkte für die Zeit "danach", aber auch solche genereller Art, nämlich für ein gemeinsames Familienleben. Ein Familienleben in friedlicher Zeit, auch wenn der Begriff "Frieden" hier gar nicht genutzt wird. Dazu ist der Krieg auch in Mondsee zu präsent - ständig überfliegen Kriegsflieger, also Luftwaffen auf dem Weg an die letzten Schauplätze des Krieges, den Ort, die ersten Vertriebenen kommen an, junge Mädchen befinden sich in der Verschickung aus ihrer Heimatstadt Wien. Veit beginnt nicht erst jetzt, an seinem "Dienstherrn"- so bezeichnet er nicht ohne Sarkasmus das nationalsozialistische Regime - zu zweifeln und bringt sich nicht nur durch entsprechende Aussagen mehrfach in Schwierigkeiten. Veit ist unser Auge, er ist derjenige, durch den der Leser die Welt - die im Roman dargestellte - betrachtet. Mondsee wird zum Mikrokosmos, in dem unterschiedliche Gesinnungen, ja verschiedene Welten, aufeinanderprallen. Der eigentlich idyllische Ort wird von den Schrecken des Krieges und allem, was dieser mit sich bringt, eingeholt - so finden auch Schicksale von Menschen andernorts in Briefform Eingang in die Geschichte, beispielsweise das eines Juden, der mit seiner Familie auf der Suche nach einem Fluchtweg aus Wien ausgerechnet nach Budapest reist, wo er erkennen muss, dass die Nazis ihm einen Schritt voraus sind. Arno Geiger stellt mit diesem Roman seine Leser vor eine Herausforderung: sein Erzählstil ist sehr speziell, doch wenn man einmal hineingefunden hat, dann erscheint er als der einzig Richtige, um die Situation darzustellen. Ein besonderer Roman auf jeden Fall, auch ein schmerzhafter, dieses Werk, das das (Über)Leben, das Alltägliche im letzten vollständigen Kriegsjahr beschreibt. Und dem Rezipienten deutlich macht, was für ein Glück es ist, im "Danach" geboren zu sein und zu leben. Ein Glück, mit dem man achtsam umgehen sollte. Ich kann nur empfehlen, diese Herausforderung anzunehmen: dieses Buch ist ein besonderes Geschenk an die Leser - eines, das tatsächlich neue Welten - in diesem Fall neue Sichtweisen, Perspektiven, auch Einsichten - aufzeigt und dazu beiträgt, das Bewusstsein zu erweitern. Man muss es nur zu nehmen - vielmehr zu lesen - wissen. Dann könnte es ein Roman fürs Leben werden.

Land-Leben in den letzten beiden Kriegsjahren
von einer Kundin/einem Kunden am 22.01.2018

Arno Geiger hat sich von Briefen einer landverschickten Mädchengruppe ins österreichische Schwarzenindien am Mondsee zu diesem Roman inspirieren lassen. Wie schon in seinem Roman "Es geht uns gut" entsteht aus verschiedenen individuellen Perspektiven ein Zeitbild der letzten beiden Kriegsjahre. Der Soldat Veit Kolbe ist mit 24 seit sechs Jahren Soldat... Arno Geiger hat sich von Briefen einer landverschickten Mädchengruppe ins österreichische Schwarzenindien am Mondsee zu diesem Roman inspirieren lassen. Wie schon in seinem Roman "Es geht uns gut" entsteht aus verschiedenen individuellen Perspektiven ein Zeitbild der letzten beiden Kriegsjahre. Der Soldat Veit Kolbe ist mit 24 seit sechs Jahren Soldat und kommt verletzt von der Ostfront ins heimatliche Wien zurück. Die enge und brüllende väterliche Überzeugungsmitläuferschaft seiner elterlichen Wohnung erträgt er nicht und flieht an den Mondsee nahe Sazburg, wo sein Onkel Gendarm ist. Langsam taucht der Soldat in das Leben der Landgemeinde ein befreundet sich mit einem Nachbarn und geht eine Beziehung ein. Die "grpße Geschichte" des Krieges wird durch Briefe erzählt, die von der Flucht, Bombadierung Wiens und der Sorge von Müttern berichten. Nur wenige Figuren des Buches haben Namen, die meisten sind durch Ihre Funktion benannt ("Der Brasilianer", "Der Onkel" ). Dadurch werden die Schicksale exemplarisch für die Zeit, die Überlegungen der Hauptfigur zu seiner verlorenen Jugend und Plänen nach Ende des Krieges zu Fragen der Zeit und auch für uns aktuell. Klug, unterhaltsam, gut strukturiert und absolut lesenswert!

Großartiger Roman des dt.Buchpreis-Trägers
von einer Kundin/einem Kunden am 19.01.2018

Ein großartiger, neuer Roman von Arno Geiger, dem ich möglichst viele Leser wünsche! Wir erleben mit Veit Kolbe das Jahr 1944:In Russland verwundet, verbringt er einige Monate in seiner österreichischen Heimat. Dort soll er seine Verletzung auskurieren und befindet sich in einem Schwebezustand zwischen dem Hoffen auf das Kriegsende und... Ein großartiger, neuer Roman von Arno Geiger, dem ich möglichst viele Leser wünsche! Wir erleben mit Veit Kolbe das Jahr 1944:In Russland verwundet, verbringt er einige Monate in seiner österreichischen Heimat. Dort soll er seine Verletzung auskurieren und befindet sich in einem Schwebezustand zwischen dem Hoffen auf das Kriegsende und der Furcht, wieder zurück an die Font zu müssen. "Und ich dachte an die Schönheit des Lebens und an die Sinnlosigkeit des Krieges. Denn was war der Krieg anderes als ein leerer Raum, in den das schöne Leben hineinverschwunden war?" Der Wunsch nach einem normalen Leben ohne Krieg verbindet die Menschen, mit denen Kolbe sein Leben teilt.


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