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Unter der Drachenwand

Roman

(17)
Veit Kolbe verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Doch Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg verloren, doch wie lang dauert er noch? Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen, vom "Brasilianer", der von der Rückkehr nach Rio de Janeiro träumt, von der seltsamen Normalität in diesem Dorf in Österreich – und von der Liebe. Ein herausragender Roman über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über das Persönlichste und den Krieg, über die Toten und die Überlebenden.
Portrait
Arno Geiger, 1968 geboren, lebt in Wolfurt und Wien. Sein Werk erscheint bei Hanser, zuletzt Alles über Sally (Roman, 2010), Der alte König in seinem Exil (2011), Grenzgehen (Drei Reden, 2011) und Selbstporträt mit Flusspferd (Roman, 2015). Er erhielt u. a. den Deutschen Buchpreis (2005), den Hebel-Preis (2008), den Hölderlin-Preis (2011), den Literaturpreis der Adenauer-Stiftung (2011) und den Alemannischen Literaturpreis (2017).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 10.01.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25812-9
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 211/136/35 mm
Gewicht 586
Verkaufsrang 3
Buch (gebundene Ausgabe)
26,80
inkl. gesetzl. MwSt.
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Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

"Das unbeschreibliche, mit nichts zu vergleichende Gefühl, das man empfindet, wenn man überlebt hat.....Und der Krieg arbeitet sich weiter, für die einen nach vorn, für die anderen nach hinten, aber immer in der blutigsten, unverständlichsten Raserei.
Fünf Jahre Krieg hat Veit hinter sich. Schwer verletzt hat man ihn in die Heimat
"Das unbeschreibliche, mit nichts zu vergleichende Gefühl, das man empfindet, wenn man überlebt hat.....Und der Krieg arbeitet sich weiter, für die einen nach vorn, für die anderen nach hinten, aber immer in der blutigsten, unverständlichsten Raserei.
Fünf Jahre Krieg hat Veit hinter sich. Schwer verletzt hat man ihn in die Heimat zurückgebracht. Seine Träume, seine Jugend, seine Gesundheit von kleingeistigen, wahnsinnigen Machthabern verschenkt, vergeudet, ausgelöscht. Noch ist der Krieg nicht zu Ende. Während Veit versucht, nicht noch einmal in dieses Grauen zurückgeschickt zu werden, träumen viele seiner Landsleute noch immer von einem Sieg.
"Unter der Drachenwand" von Arno Geiger ist ein unfaßbar intensives Leseerlebnis. Ein großes, wichtiges Buch. Dankeschön

Kundenbewertungen


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Land-Leben in den letzten beiden Kriegsjahren
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Arno Geiger hat sich von Briefen einer landverschickten Mädchengruppe ins österreichische Schwarzenindien am Mondsee zu diesem Roman inspirieren lassen. Wie schon in seinem Roman "Es geht uns gut" entsteht aus verschiedenen individuellen Perspektiven ein Zeitbild der letzten beiden Kriegsjahre. Der Soldat Veit Kolbe ist mit 24 seit sechs Jahren Soldat... Arno Geiger hat sich von Briefen einer landverschickten Mädchengruppe ins österreichische Schwarzenindien am Mondsee zu diesem Roman inspirieren lassen. Wie schon in seinem Roman "Es geht uns gut" entsteht aus verschiedenen individuellen Perspektiven ein Zeitbild der letzten beiden Kriegsjahre. Der Soldat Veit Kolbe ist mit 24 seit sechs Jahren Soldat und kommt verletzt von der Ostfront ins heimatliche Wien zurück. Die enge und brüllende väterliche Überzeugungsmitläuferschaft seiner elterlichen Wohnung erträgt er nicht und flieht an den Mondsee nahe Sazburg, wo sein Onkel Gendarm ist. Langsam taucht der Soldat in das Leben der Landgemeinde ein befreundet sich mit einem Nachbarn und geht eine Beziehung ein. Die "grpße Geschichte" des Krieges wird durch Briefe erzählt, die von der Flucht, Bombadierung Wiens und der Sorge von Müttern berichten. Nur wenige Figuren des Buches haben Namen, die meisten sind durch Ihre Funktion benannt ("Der Brasilianer", "Der Onkel" ). Dadurch werden die Schicksale exemplarisch für die Zeit, die Überlegungen der Hauptfigur zu seiner verlorenen Jugend und Plänen nach Ende des Krieges zu Fragen der Zeit und auch für uns aktuell. Klug, unterhaltsam, gut strukturiert und absolut lesenswert!

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Ein großartiger, neuer Roman von Arno Geiger, dem ich möglichst viele Leser wünsche! Wir erleben mit Veit Kolbe das Jahr 1944:In Russland verwundet, verbringt er einige Monate in seiner österreichischen Heimat. Dort soll er seine Verletzung auskurieren und befindet sich in einem Schwebezustand zwischen dem Hoffen auf das Kriegsende und... Ein großartiger, neuer Roman von Arno Geiger, dem ich möglichst viele Leser wünsche! Wir erleben mit Veit Kolbe das Jahr 1944:In Russland verwundet, verbringt er einige Monate in seiner österreichischen Heimat. Dort soll er seine Verletzung auskurieren und befindet sich in einem Schwebezustand zwischen dem Hoffen auf das Kriegsende und der Furcht, wieder zurück an die Font zu müssen. "Und ich dachte an die Schönheit des Lebens und an die Sinnlosigkeit des Krieges. Denn was war der Krieg anderes als ein leerer Raum, in den das schöne Leben hineinverschwunden war?" Der Wunsch nach einem normalen Leben ohne Krieg verbindet die Menschen, mit denen Kolbe sein Leben teilt.

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"... ich begriff, in der Wohnung der Eltern war ich unfähig, der zu sein, der ich während meiner Abwesenheit geworden war." Und doch hatte Veit Glück - "hatte mich der Krieg ... diesmal nur zur Seite geschleudert." Aber er musste weg und rettet sich an den Mondsee, unter die... "... ich begriff, in der Wohnung der Eltern war ich unfähig, der zu sein, der ich während meiner Abwesenheit geworden war." Und doch hatte Veit Glück - "hatte mich der Krieg ... diesmal nur zur Seite geschleudert." Aber er musste weg und rettet sich an den Mondsee, unter die Drachenwand... Es folgen unzählige sprachlich prägnante Bilder über Veit Kolbe, der 1944 irgendwie etwas Ruhe und Erholung, Abstand vom Krieg sucht und das Leben findet. Arno Geiger ist ein großartiges Gemälde unmöglicher Zeiten gelungen.


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