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Unorthodox

(27)
Schon am Tag als »Unorthodox« in den USA erschien, führte dieser aufrührende autobiografische Bericht schlagartig die Bestsellerliste der New York Times an und war sofort ausverkauft. Wenige Monate später durchbrach die Auflage die Millionengrenze. Die amerikanische Presse erklärte den Erfolg von Deborah Feldman und ihrem Buch so: Noch nie hat eine Autorin ihre Befreiung aus den Fesseln religiöser Extremisten so lebensnah, so ehrlich, so analytisch klug und dabei literarisch so anspruchsvoll erzählt.
In der chassidischen Satmar Gemeinde in Williamsburg, New York, herrschen die strengsten Regeln einer ultraorthodoxen jüdischen Gruppe weltweit. Die Satmarer, wie sie sich seit ihrer Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg nennen, sehen im Holocaust eine von Gott verhängte Strafe. Um eine Wiederholung der Shoa zu vermeiden, führen sie ein abgeschirmtes Leben nach strengen Vorschriften. Sexualität ist ein Tabu, Ehen werden arrangiert, im Alltag wird Jiddisch gesprochen, Englisch gilt als verbotene, unreine Sprache. Nach Schätzungen zählt die Gemeinde heute 120.000 Mitglieder, denen sie ein Netz an Sicherheit gewährt – ohne jegliche Freiheit.
Deborah Feldman hat schon als Kind Anstoß an der strikten Unterwerfung unter die vom Gründungsrabbiner der Sekte aufgestellten Lebensgesetze genommen, an der Ausgrenzung, der ärmlichen Lebensweise und der Unterordnung der Frau. Ihr Gerechtigkeitsempfinden und ihr Wissenshunger haben sie – verstärkt durch verbotene Literatur – angetrieben, ihren Alltag zu hinterfragen. Stets hat sie Angst, entdeckt und bestraft zu werden, und ihren einzigen Ausweg aus der Enge ihrer Welt zu verlieren. »Unorthodox« führt in die einzigartige Welt von Kindheitserlebnissen, die voller Unschuld scheinen und Einblick geben in alte jüdische Traditionen. Sie führt uns bis an die Grenze des Erträglichen, wenn sie ihre Zwangsehe schildert, und sie lässt uns nachempfinden, wie sie Mut und Kraft zum Auszug aus der Gemeinde findet – um mit ihren Sohn in eine ihr völlig unbekannte Welt in New York zu ziehen.
»Unorthodox« ist eine meisterhafte Schilderung des Emanzipationsprozesses einer jungen Frau aus tiefer Einsamkeit und Angst hin zu einem einzigen Punkt: dem eigenen Denken und Fühlen.
Portrait
DEBORAH FELDMAN (geb. 1986, New York) wuchs in der chassidischen Satmar- Gemeinde im zu Brooklyn gehörenden Stadtteil Williamsburg, New York, auf. Ihre Muttersprache ist Jiddisch. Sie studierte am Sarah Lawrence College Literatur. Ihre autobiographische Erzählung Unorthodox erschien 2012 bei Simon & Schuster und war sofort ein spektakulärer New York Times-Bestseller mit einer Millionenauflage. 2014 folgte ebenso Aufsehen erregend Exodus, das von Pinguin verlegt worden ist.
Heute lebt die Autorin als Schriftstellerin mit ihrem Sohn in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 319
Erscheinungsdatum 29.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-905951-79-0
Verlag Secession Verlag
Maße (L/B/H) 20,8/13,4/2,7 cm
Gewicht 481 g
Auflage 5. Auflage
Übersetzer Christian Aus d. Französischen v. Ruzicska
Verkaufsrang 35.939
Buch (gebundene Ausgabe)
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„Schlafräuber!“

Bettina Berger, Thalia-Buchhandlung Linz

Deborah Feldman wuchs als chassidische Jüdin in Williamsburg, New York auf; ihre Kindheit und Jugend war geprägt von Regeln, Unterwerfung und stetiger Kontrolle.

In „Unorthodox“ lässt sie uns an ihrem Leben in dieser Gemeinde teilhaben und später auch an ihrer Flucht.
Sehr interessant geschrieben, die Flucht hätte ich mir ein bisschen dramatischer vorgestellt, das tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch, mich zumindest hat diese Autobiografie eine ganze Nacht wach gehalten.
Deborah Feldman wuchs als chassidische Jüdin in Williamsburg, New York auf; ihre Kindheit und Jugend war geprägt von Regeln, Unterwerfung und stetiger Kontrolle.

In „Unorthodox“ lässt sie uns an ihrem Leben in dieser Gemeinde teilhaben und später auch an ihrer Flucht.
Sehr interessant geschrieben, die Flucht hätte ich mir ein bisschen dramatischer vorgestellt, das tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch, mich zumindest hat diese Autobiografie eine ganze Nacht wach gehalten.

„unkonventionell & faszinierend “

Ines F., Thalia-Buchhandlung Wien Westbahnhof

Ein Leben abgeschottet von der Außenwelt. Keine (weltlichen) Bücher, kein Internet und eine begrenzte Bildung. Das Leben der Menschen ist strikt geregelt. Männer haben sich überwiegend dem Studium der heiligen Schrift zu widmen. Frauen haben sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern. Deborah Feldman wuchs in solch einer Gemeinde ultraorthodoxen Juden auf. In ihrem Buch lässt sie ihre Kindheit und Jugend Revue passieren, bringt dem Leser die Kultur und das Leben jener Gemeinde näher.
Mir persönlich hat "Unorthodox" sehr gut gefallen. Es ist ein schonungsloser Bericht über alle Höhen und Tiefen die das Leben in solch einer Gemeinschaft zu bieten hat. Was ich der Autorin hoch anrechnen muss, ist ihre kritische Betrachtung. Es ist ein subjektives Buch, mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen aber gleichzeitig sehr reflektiert. Spannend geschrieben aber nicht reißerisch. Feldman beschönigt nichts aber es ist auch keine reine Anklage.
Ein Leben abgeschottet von der Außenwelt. Keine (weltlichen) Bücher, kein Internet und eine begrenzte Bildung. Das Leben der Menschen ist strikt geregelt. Männer haben sich überwiegend dem Studium der heiligen Schrift zu widmen. Frauen haben sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern. Deborah Feldman wuchs in solch einer Gemeinde ultraorthodoxen Juden auf. In ihrem Buch lässt sie ihre Kindheit und Jugend Revue passieren, bringt dem Leser die Kultur und das Leben jener Gemeinde näher.
Mir persönlich hat "Unorthodox" sehr gut gefallen. Es ist ein schonungsloser Bericht über alle Höhen und Tiefen die das Leben in solch einer Gemeinschaft zu bieten hat. Was ich der Autorin hoch anrechnen muss, ist ihre kritische Betrachtung. Es ist ein subjektives Buch, mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen aber gleichzeitig sehr reflektiert. Spannend geschrieben aber nicht reißerisch. Feldman beschönigt nichts aber es ist auch keine reine Anklage.

„Erschütternde Innenansicht“

Ursula Kutzer, Thalia-Buchhandlung Wien

Die Autorin wächst in einer streng orthodoxen, ultrareligiösen jüdischen Gemeinde in New York auf. Die Mitglieder sehen die Vernichtung durch die Nationalsozialisten als Strafe Gottes an, eine erneute Wiederholung kann nur durch extreme Gottesfürchtigkeit verhindert werden. Alles was außerhalb der strengen Regeln liegt, ist verboten, Englisch darf nur in Ausnahmefällen gesprochen werden, Musik, Literatur außer religiöser Schriften ist verboten. Ehen werden arrangiert, Frauen müssen ihre Haare abrasieren und Perücken tragen, alles ist genormt und reglementiert. Ein erschütterndes Dokument, aufwühlend und schwer zu ertragen. Man kann fast nicht glauben, dass es in unserer westlichen Welt noch Menschen gibt, die so leben wollen und wie die Autorin auch müssen. Die Autorin wächst in einer streng orthodoxen, ultrareligiösen jüdischen Gemeinde in New York auf. Die Mitglieder sehen die Vernichtung durch die Nationalsozialisten als Strafe Gottes an, eine erneute Wiederholung kann nur durch extreme Gottesfürchtigkeit verhindert werden. Alles was außerhalb der strengen Regeln liegt, ist verboten, Englisch darf nur in Ausnahmefällen gesprochen werden, Musik, Literatur außer religiöser Schriften ist verboten. Ehen werden arrangiert, Frauen müssen ihre Haare abrasieren und Perücken tragen, alles ist genormt und reglementiert. Ein erschütterndes Dokument, aufwühlend und schwer zu ertragen. Man kann fast nicht glauben, dass es in unserer westlichen Welt noch Menschen gibt, die so leben wollen und wie die Autorin auch müssen.

„Fesselnder Bericht!“

Manuela, Thalia-Buchhandlung Wien

Als eine der wenigen hat die Autorin den Ausstieg aus einer abgeschotteten Gemeinschaft chassidischer Juden geschafft. Was sie über ihr Aufwachsen und ihre Kindheit erzählt ist gleichzeitig faszinierend, erschreckend und fesselnd.
Rund um diese Publikation gab es viele Kontroversen, v.a. von Seiten der Gemeinschaft gab es heftige Proteste und Kritiken. Umso wichtiger erscheint Feldmans Bericht, der nicht nur kritisiert, sondern auch informiert. Man erfährt viele interessante Fakten über die chassidisch jüdischen Traditionen und die Lebensweise der Gläubigen.
Für alle, die schon immer wissen wollten was sich wirklich hinter den Schläfenlöckchen und ausladenden Pelzhüten verbirgt!
Als eine der wenigen hat die Autorin den Ausstieg aus einer abgeschotteten Gemeinschaft chassidischer Juden geschafft. Was sie über ihr Aufwachsen und ihre Kindheit erzählt ist gleichzeitig faszinierend, erschreckend und fesselnd.
Rund um diese Publikation gab es viele Kontroversen, v.a. von Seiten der Gemeinschaft gab es heftige Proteste und Kritiken. Umso wichtiger erscheint Feldmans Bericht, der nicht nur kritisiert, sondern auch informiert. Man erfährt viele interessante Fakten über die chassidisch jüdischen Traditionen und die Lebensweise der Gläubigen.
Für alle, die schon immer wissen wollten was sich wirklich hinter den Schläfenlöckchen und ausladenden Pelzhüten verbirgt!

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
27 Bewertungen
Übersicht
23
3
1
0
0

Verstörender Einblick in das Leben einer jüdischen Sekte
von einer Kundin/einem Kunden am 29.06.2018
Bewertet: Klappenbroschur

Beflügelt durch meine vorherige Lektüre griff ich zu diesem bemerkenswerten Buch von Deborah Feldman. Die Autorin ist in einer sehr restriktiven jüdischen Sekte aufgewachsen, die v.a. im New Yorker Stadtteil Williamsburg beheimatet ist. Im Buch beschreibt sie ihre Kindheit und Jugend bis hin zur arrangierten Hochzeit mit 18 Jahren.... Beflügelt durch meine vorherige Lektüre griff ich zu diesem bemerkenswerten Buch von Deborah Feldman. Die Autorin ist in einer sehr restriktiven jüdischen Sekte aufgewachsen, die v.a. im New Yorker Stadtteil Williamsburg beheimatet ist. Im Buch beschreibt sie ihre Kindheit und Jugend bis hin zur arrangierten Hochzeit mit 18 Jahren. Schon früh wendet sie sich verbotener englischer Literatur zu und will mehr sein als 'nur' die Frau, die ihrem Mann Kinder in die Welt setzt. Der Schritt hinaus aus der Gemeinschaft ist jedoch mit vielen Hürden verbunden und bedeutet den Bruch mit Familie und Freunden. Das Buch liest sich wie die Geschichte einer jungen Frau Anfang des 20. Jahrhunderts und spielt doch in der heutigen Zeit. Wie man sich vorstellen kann, musste die Autorin mit Veröffentlichung dieser Autobiografie viel Hass und Verachtung ertragen, da es als Affront gilt soviel über die Satmarer Juden preiszugeben. Probleme sollen selbstverständlich intern geklärt werden, ob Mord, Vergewaltigung oder Missbrauch. Die geschätzte Größe der Gemeinschaft variiert zwischen 50.000 und 120.000 Anhängern, die wiederum eine große und geschätzte Wählergruppe repräsentieren. Diese will man augenscheinlich nicht verärgern und so wird von den Behörden großzügig über strafrechtliche Vergehen hinweggesehen. Es ist umso beeindruckender, was für eine unglaublich inspirierende und starke Frau Deborah Feldman geworden ist. Mit der Entscheidung dieses Buch zu schreiben hat sie viel getan, um allen Aussteigern eine Stimme zu geben.

Extreme Religionsausübung
von Everett am 28.04.2018
Bewertet: Klappenbroschur

Deborah Feldman wächst in Williamsburg, New York auf, innerhalb der chassidischen Satmar-Gemeinde, einer der strengsten ultraorthodoxen jüdischen Gruppen. Es herrschen sehr strenge Regeln, die die Autorin anhand ihrer Kindheit und Jugend schildert. Dabei versteht man als Leser sehr schnell, wie unerträglich es für einen frei denkenden Men-schen sein muss.... Deborah Feldman wächst in Williamsburg, New York auf, innerhalb der chassidischen Satmar-Gemeinde, einer der strengsten ultraorthodoxen jüdischen Gruppen. Es herrschen sehr strenge Regeln, die die Autorin anhand ihrer Kindheit und Jugend schildert. Dabei versteht man als Leser sehr schnell, wie unerträglich es für einen frei denkenden Men-schen sein muss. Sicherlich gibt es auch Regeln für die Männer, doch für die Frauen ist es wesentlich schlimmer und so viele befolgen sie, nehmen es als gottgegeben hin. Früh hei-raten, Kinder bekommen, den Haushalt machen und für die vielen Feiertage kochen. An-sonsten eher in Armut leben und wegen der abrasierten Haare eine Perücke tragen. Dann muss man sich ein Mal im Monat ?reinigen? und ist eine gewisse Zeit unrein. Nach und nach schafft Deborah es, sich ihre kleinen Freiheiten zu schaffen und sich dann zu trennen und ein ganz neues Leben zu beginnen. Dann sind da noch so viele Kleinigkeiten, die mich als nicht sehr religiösen Menschen nur den Kopf schütteln lassen. Deborah Feldman schildert ihr Leben in der Satmar-Gemeinde in einem guten Schreibstil. Wie sie es erlebt hat, aus ihren Erinnerungen und ihren Gefühlen. Aber nicht reißerisch oder bewusst emotional. Es reicht in dieser From vollkommen aus, damit ich mir als Leser die Verhältnisse annähernd vorstellen konnte. Es ist nachvollziehbar geschrieben und das Ende freut mich. Sehr viel mehr kann und mag ich gar nicht erwähnen, weil man das Buch und die Ge-schichte von Deborah selber erlesen muss. Es ist zu Recht Bestseller genannt und gibt ei-nem einen Einblick in ein eher völlig unbekanntes religiöses Leben. Es macht deutlich, dass alles Extreme mit Vorsicht zu genießen ist.

Auf der Suche nach Freiheit
von einer Kundin/einem Kunden am 09.03.2018
Bewertet: Klappenbroschur

Eine großartige Autobiographie über eine junge, mutige Frau, die sich aus der rigiden Welt der jüdisch- orthodoxen Gemeinde befreien möchte. Absolut fesselnd- empfehlenswert!