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Tatort Schule

Licht ins Dunkel bringen

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"Sie sind doch alle volljährig. Das werden sie ja wohl alleine klären können!" An dieser Stelle irrte sich meine Lehrerin, ebenso wie mit der Annahme, dass Schüler mit zunehmendem Alter vernünftiger werden, verstehen, was sie anderen durch Mobbing antun. Je älter, desto grausamer, lautet die Devise.

Diese Erfahrung habe nicht nur ich gemacht, nur bin ich eine der wenigen Betroffenen, die darüber in der Öffentlichkeit spricht. Warum denn eigentlich? Wer als Mobbingbetroffener von dem, was er erlebt hat berichtet, muss mit beruflichen Konsequenzen rechnen, mit der Angst leben, von Freunden, Bekannten und Kollegen plötzlich anders wahrgenommen zu werden, ständig mit der Frage nach dem Grund oder dem Auslöser konfrontiert zu werden, und sich dem Risiko bewusst sein, vielleicht zum wiederholten Mal zum Mobbingopfer zu werden, denn die allermeisten suchen die Schuld beim Betroffenen selbst.

So erging es mir nach meiner ersten Buchveröffentlichung und ich musste feststellen, dass nicht alle Menschen in meinem Umfeld begeistert von meinem offenen Umgang mit der Thematik waren, und mir meinen Erfolg in der Aufklärungsarbeit sogar neideten. Das Mobbing ging von vorne los, vielleicht sogar in noch schlimmerer Form als zuvor.

Ich bin trotzdem der festen Überzeugung, dass wir nur etwas zum Positiven verändern können, wenn wir uns als Betroffene nicht den Mund verbieten lassen und genau deshalb ist es jetzt an der Zeit, das Schweigen zu brechen und Licht ins Dunkel zu bringen. Deshalb berichten jetzt viele weitere Betroffene in diesem Buch anonym von ihren Erlebnissen und auch ich werde über meine Mobbingerfahrungen in der Oberstufe sprechen.

Wir wünschen uns mehr Toleranz und Empathie von unseren Mitmenschen, mehr Aufklärungsarbeit und Hilfestellung in der Schule, und auch endlich politische Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Ausbildung aller Lehrkräfte in diesem Bereich.

Portrait

Schülerin

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 172
Altersempfehlung 12 - 15
Erscheinungsdatum 02.12.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8495-7282-2
Verlag Tredition
Maße (L/B/H) 21,1/14,7/1,5 cm
Gewicht 254 g
Buch (Taschenbuch)
12,99
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Tatort Schule
von Sinzinger am 02.03.2012
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Inhalt: Mobbing. Diskriminierung. Gewalt. Das ist es, was der vierzehnjährigen Sylvia passierte. Und das wegen einer winzigen Kleinigkeit, die schnell hätte geklärt sein können. Sylvia verlor langsam ihr Selbstvertrauen und ihr Selbstbewusstsein. Sie wurde so fertiggemacht, dass sie nicht mehr wusste, wer sie war und wie sie war. Und... Inhalt: Mobbing. Diskriminierung. Gewalt. Das ist es, was der vierzehnjährigen Sylvia passierte. Und das wegen einer winzigen Kleinigkeit, die schnell hätte geklärt sein können. Sylvia verlor langsam ihr Selbstvertrauen und ihr Selbstbewusstsein. Sie wurde so fertiggemacht, dass sie nicht mehr wusste, wer sie war und wie sie war. Und sie verlor sich selbst … Meine Meinung: Es ist schwer zu sagen, dass mir das Buch gefallen hat. Bei solch einem ernsten Thema kann man nicht sagen „Wow, das war ein tolles Buch!“, man kann auch nicht sagen „Hm, es war langweilig“. Denn es ist die wahre Geschichte der Autorin. Also eine Autobiographie. Mir fällt es ein wenig schwer, meine Meinung dazu zusammenzufassen, eben deswegen, da die Geschichte nicht der Fantasie eines Schriftstellers entspringt. Was Sylvia in der Schule widerfährt, sollte man nicht ignorieren, man sollte handeln. „Wegsehen ist mitmachen“, das ist ein Zitat aus dem Buch, das einem die Augen öffnet. Allgemein das ganze Buch ist gut erzählt und bringt den Leser zum Nachdenken. Auch das Cover gefällt mir. Allerdings habe ich auch etwas zu bemängeln: Es waren einige Rechtschreib- und Grammatikfehler, die mir sofort ins Auge sprangen und vor allem „das- und dass“-Fehler fielen mir haufenweise auf. Dies könnte man noch verbessern, deswegen gibt es keine volle Punktzahl. Dennoch sollte jeder dieses Buch einmal gelesen haben, auch als Schullektüre wäre es gut geeignet. Empfehlen würde ich es ab 13 Jahren.