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Stoner

Roman

(70)
Stoner ist einer der großen vergessenen Romane der amerikanischen Literatur. John Williams erzählt das Leben eines Mannes, der, als Sohn armer Farmer geboren, schließlich seine Leidenschaft für Literatur entdeckt und Professor wird - es ist die Geschichte eines genügsamen Lebens, das wenig Spuren hinterließ.
Ein Roman über die Freundschaft, die Ehe, ein Campus-Roman, ein Gesellschaftsroman, schließlich ein Roman über die Arbeit. Über die harte, erbarmungslose Arbeit auf den Farmen; über die Arbeit, die einem eine zerstörerische Ehe aufbürdet, über die Mühe, in einem vergifteten Haushalt mit geduldiger Einfühlung eine Tochter großzuziehen und an der Universität oft teilnahmslosen Studenten die Literatur nahebringen zu wollen.
"Stoner" ist kein Liebesroman, aber doch und vor allem ein Roman über die Liebe: über die Liebe zur Poesie, zur Literatur, und auch über die romantische Liebe. Es ist ein Roman darüber, was es heißt, ein Mensch zu sein.
Rezension
"Ohne Zweifel hat John Williams mit 'Stoner' den Roman seines Lebens verfasst."
Lesetipp von Alex Capus, buchreport.express 08.08.2013
Portrait
Bernhard Robben, geboren 1955, war nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie als Deutschlehrer in Nordirland tätig. Seit 1986 arbeitet der Spezialist für irische und angelsächsische Literatur als freier Übersetzer und Journalist. Nebenbei ist er ehrenamtlicher Bürgermeister von Brunne, wo er seit 1992 mit seiner Familie lebt. 2003 wurde er für die Übersetzung des Romans "Abbitte" von Ian McEwan und für sein Lebenswerk mit dem Übersetzerpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW ausgezeichnet. 2013 wurde Bernhard Robben mit dem "Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis" für sein literarisches Lebenswerk auf dem Gebiet der Übersetzung aus dem Englischen gewürdigt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 01.12.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14395-0
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 190/122/20 mm
Gewicht 290
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 3.906
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„Der Professor“

Marina M., Thalia-Buchhandlung Wien

John Williams' Erzählstil ist heute noch selten zu finden. Es ist schön dieses Buch zu lesen. Wir schreiben Anfang des 20. Jahrhunderts und alles läuft wie es vorherbestimmt ist. Aufgewachsen auf einer Farm, strebt Stoner danach zu unterrichten, und erreicht sein Ziel. Er heiratet die Erstbeste Frau die ihn über den Weg läuft. Sein John Williams' Erzählstil ist heute noch selten zu finden. Es ist schön dieses Buch zu lesen. Wir schreiben Anfang des 20. Jahrhunderts und alles läuft wie es vorherbestimmt ist. Aufgewachsen auf einer Farm, strebt Stoner danach zu unterrichten, und erreicht sein Ziel. Er heiratet die Erstbeste Frau die ihn über den Weg läuft. Sein Leben plätschert dahin, bis er seine Frau mit einer anderen betrügt. Von Geburt bis Tod begleitet der Leser Williams Stoner. Obwohl sein Leben so normal, so nichtssagend verläuft, hat mich dieses Buch mitgerissen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen treten sehr stark hervor und fesseln den Leser bis zur letzten Seite. Und man kommt nicht um die Frage herum, warum Stoner nicht mehr aus seinem Leben gemacht hat, oder warum er nicht früher schon die Notbremse betätigt hat.

„pures Lesevergnügen“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Es ist der Beginn des 20. Jahrhunderts, als William Stoner geboren wird. Seine Eltern bewirtschaften eine kleine Farm. Das Land wirft kaum genug zum Überleben ab und früh schon lernt William die harte Arbeit kennen. Er folgt dem Vorschlag seines Vaters - und geht auf eine Universität um Agrarwirtschaft zu studieren. Sehr bald entdeckt Es ist der Beginn des 20. Jahrhunderts, als William Stoner geboren wird. Seine Eltern bewirtschaften eine kleine Farm. Das Land wirft kaum genug zum Überleben ab und früh schon lernt William die harte Arbeit kennen. Er folgt dem Vorschlag seines Vaters - und geht auf eine Universität um Agrarwirtschaft zu studieren. Sehr bald entdeckt William seine Leidenschaft für Literatur.
"Stoner" von John Williams ist pures Lesevergnügen - großartig

„"STONER"“

Ingrid Führer, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Ein amerikanischer Roman wie er im Buche steht. Ein wenig nachdenklich, ein wenig unklar, ein wenig „un aufregend“. Aber sehr schön geschrieben und auf beeindruckende Weise fesselnd. Eine Lebensgeschichte geschrieben, die Seite für Seite neugierig macht. Ein amerikanischer Roman wie er im Buche steht. Ein wenig nachdenklich, ein wenig unklar, ein wenig „un aufregend“. Aber sehr schön geschrieben und auf beeindruckende Weise fesselnd. Eine Lebensgeschichte geschrieben, die Seite für Seite neugierig macht.

„Campus erleben“

Marie-Therese Reisenauer, Thalia-Buchhandlung Wien

Wenn die geballte geistige Kraft, auf den Jahrmarkt der Eitelkeiten trifft, steht man wahrscheinlich mit beiden Füssen auf dem Boden einer Universität. So ist es auch bei Stoner, seines Zeichen Professor für Literatur an der Universität von Missouri. Das Leben Stoners hat ist dem einer Hochschaubahn nicht unverwandt. Mit einem Prachtexemplar Wenn die geballte geistige Kraft, auf den Jahrmarkt der Eitelkeiten trifft, steht man wahrscheinlich mit beiden Füssen auf dem Boden einer Universität. So ist es auch bei Stoner, seines Zeichen Professor für Literatur an der Universität von Missouri. Das Leben Stoners hat ist dem einer Hochschaubahn nicht unverwandt. Mit einem Prachtexemplar von Xanthippe als Frau gesegnet, bleibt er sich stets treu, und geht seiner Berufung unbeirrt nach. Tolles Gesellschaftsbild.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
70 Bewertungen
Übersicht
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8
2
0
0

Eine ruhig erzählte Lebensgeschichte, die uns ganz nahe geht !
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 26.11.2015

"Stoner" von John Williams ist eine literarische Kostbarkeit. Inzwischen habe ich den Roman mehrmals gelesen und habe immer wieder versucht, hinter den "literarischen Trick" zu kommen. So ganz ist es mir (immer noch) nicht gelungen. Der Autor erzählt die Lebensgeschichte seines Protagonisten in unaufgeregten, ruhigen und dabei sehr schönen... "Stoner" von John Williams ist eine literarische Kostbarkeit. Inzwischen habe ich den Roman mehrmals gelesen und habe immer wieder versucht, hinter den "literarischen Trick" zu kommen. So ganz ist es mir (immer noch) nicht gelungen. Der Autor erzählt die Lebensgeschichte seines Protagonisten in unaufgeregten, ruhigen und dabei sehr schönen Sätzen. Obwohl es eine traurige Geschichte ist und Stoner nichts in seinem Leben gelingt, werden wir beim Lesen immer zuversichtlicher im Hinblick auf unser eigenes Leben. Dabei wird nicht alles in Worten, geschweige denn in Handlungen ausgedrückt! Hier ähnelt John Williams für mich Henry James. Der Autor zwingt mich mit seiner Erzählweise sehr konzentriert seinen Andeutungen zu folgen. Ich muss zwischen den Zeilen lesen und aus manchen Leerstellen eigene Schlüsse ziehen. Das macht die Geschichte für mich überaus spannend und lohnend.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Absolutes Muss
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 12.05.2015

In den vorangegangenen Rezensionen steht bereits viel, was ich nur bestätigen kann. Nur was manche ambivalent nennen, ist meiner Meinung nach bei näherer Betrachtung gar nicht ambivalent, außer man sieht das Leben Stoners als ein Scheitern an. Vielleicht hilft es, eine anderen Blick auf das Leben Stoners zu werfen,... In den vorangegangenen Rezensionen steht bereits viel, was ich nur bestätigen kann. Nur was manche ambivalent nennen, ist meiner Meinung nach bei näherer Betrachtung gar nicht ambivalent, außer man sieht das Leben Stoners als ein Scheitern an. Vielleicht hilft es, eine anderen Blick auf das Leben Stoners zu werfen, wenn man folgendes mitbedenkt, was einmal John Williams in einem Interview über Stoner gesagt haben soll (sinngemäß) "Stoner hatte kein unglückliches Leben. Er hatte ein gutes Leben. Er hat sich aus seiner vorgezeichneten Existenz als Farmer befreit, ist seiner inneren Sehnsucht gefolgt. Er ist in der Liebe gescheitert und hat dann doch echte Liebe erfahren. Er wurde in seiner Berufslaufbahn gestutzt und hat sich dann trotzdem seinen eigenen Freiraum erkämpft...". Mir hat beim Verständnis der Figur Stoner auch geholfen, was Klaus Nüchtern (selbst Vater einer Tochter) in einer Buchbesprechung über die Vater-Tochter-Beziehung gesagt hatte. Wie ihn diese innige, zarte Beziehung des Vaters berührt hat und wie schmerzhaft die Entfremdung der beiden durch das Wirken der Mutter gewesen sein muss. Leider kann ich seine Worte nicht wiedergeben. Ich erwähne es trotzdem, weil ich weitergeben möchte, dass mir bewusst geworden ist, wie sehr sich die innere Welt des Stoner für mich geweitet hat, je mehr mir andere über deren Leseerlebnis berichtet wurde - was sie angesprochen oder berührt hat. Die Geschichte ist so subtil und stringent gleichzeitig erzählt und die Figuren so plastisch, dass ich den Eindruck hatte, sie öffnen sich mit jedem Lesebericht anderer immer weiter, statt auf einen bestimmte Sichtweise zu schrumpfen. Das ist das Schöne an diesem Buch gewesen - von der fesselnden Sprache ganz zu schweigen. Wenn mich zu Beginn fasziniert hat, wie die karge Sprache klare Bilder hervorbringen konnte, hat mich die Raffinesse der Wortwahl ab der zweiten Hälfte gebannt. Die Veränderung der Erzählsprache spiegelt sehr schön die Entwicklung Stoners (vom Bauernsohn zum Universitätsprofessor) wider. z.B. Zu Beginn hat er kaum Worte für Liebe und seinen Zustand hat (Ehefrau). Nachdem er in späteren Jahren echte Liebe erfährt, die vom Gegenüber getragen wird, finden sich plötzlich unglaublich schöne Beschreibungen von Empfindungen und auch vom "Objekt" seiner Liebe (eine Doktorandin). Wirklich ein Muss und absolute Weltliteratur.

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Wahnsinn!
von einer Kundin/einem Kunden am 25.11.2014

Ein Buch über ein fast belangloses Leben, vom ersten bis zum letzten Tag auf nur 351 Seiten, aber so intensiv erzählt, dass ich mich der Geschichte nicht mehr entziehen konnte. Das erstaunliche an diesem Buch ist, dass es John Williams geschafft hat, ein völlig durchschnittliches Leben mit all seinen... Ein Buch über ein fast belangloses Leben, vom ersten bis zum letzten Tag auf nur 351 Seiten, aber so intensiv erzählt, dass ich mich der Geschichte nicht mehr entziehen konnte. Das erstaunliche an diesem Buch ist, dass es John Williams geschafft hat, ein völlig durchschnittliches Leben mit all seinen Höhen und Tiefen so in Worte zu fassen, dass man am Ende einfach tief bewegt ist vom Leben und seinen Machenschaften. Große Literatur und schlichtweg großartig!!!

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