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Schläge im Namen des Herrn

Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik

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Ihr Schicksal ist kaum bekannt: Bis in die siebziger Jahre hinein wurden mehr als eine halbe Million Kinder sowohl in kirchlichen wie staatlichen Heimen Westdeutschlands oft seelisch und körperlich schwer mißhandelt und als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Viele leiden noch heute unter dem Erlebten, verschweigen diesen Teil ihres Lebens aber aus Scham – selbst gegenüber Angehörigen.
Manchmal genügte den Ämtern der denunziatorische Hinweis der Nachbarn auf angeblich unsittlichen Lebenswandel, um junge Menschen für Jahre in Heimen verschwinden zu lassen. In diesen Institutionen regierten Erzieherinnen und Erzieher, die oft einem Orden angehörten und als Verfechter christlicher Werte auftraten, mit aller Härte. Die »Heimkampagne«, ausgelöst von Andreas Baader und Ulrike Meinhof, und die Proteste der 68er brachten einen Wandel. Die Erlebnisberichte in diesem Buch enthüllen das vielleicht größte Unrecht, das jungen Menschen in der Bundesrepublik angetan wurde.

Erste umfassende Darstellung der bis in die siebziger Jahre herrschenden skandalösen Zustände in kirchlichen und staatlichen Kinderheimen
Erschütternde Erlebnisberichte von Betroffenen, die als Kinder traumatisiert wurden

Portrait
Peter Wensierski, geboren 1954, begann seine Arbeit als Journalist 1979 mit Berichten und Reportagen aus der DDR. Er war damals der jüngste westliche Reisekorrespondent. Als Dokumentarfilmer, Reporter und Buchautor berichtete er über die aufkommende Oppositionsbewegung. Seit 1993 arbeitet er beim SPIEGEL im Deutschlandressort. Mit dem Buch „Schläge im Namen des Herrn“ eröffnete er 2005 die Debatte über Missbräuche in der Heimerziehung. Sein 2014 erschienenes Buch „Die verbotene Reise“ über eine ungewöhnliche Flucht aus der DDR wurde ein Bestseller.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 18.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-421-04756-4
Verlag DVA
Maße (L/B/H) 22,1/15,1/2,5 cm
Gewicht 476 g
Abbildungen 48 schwarz-weiße Abbildungen
Buch (gebundene Ausgabe)
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Schläge im Namen des Herrn
von Gisela Busemann aus Leer (Ostfriesland) am 07.01.2010
Bewertet: Taschenbuch

Der Autor erzählt, an Hand von persönlichen Schicksalen das Leben von Heimkindern in der Bundesrepublik bis in die siebziger Jahre. Heimkinder in kirchlichen und staatlichen Einrichtungen wurden oft auf grausame, unvorstellbare Art, körperlich und seelisch missbraucht und misshandelt. Auch als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Es genügte damals ein denunzierender Hinweis... Der Autor erzählt, an Hand von persönlichen Schicksalen das Leben von Heimkindern in der Bundesrepublik bis in die siebziger Jahre. Heimkinder in kirchlichen und staatlichen Einrichtungen wurden oft auf grausame, unvorstellbare Art, körperlich und seelisch missbraucht und misshandelt. Auch als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Es genügte damals ein denunzierender Hinweis aus der Nachbarschaft, manchmal aus der eigenen Familie, auf ein unsittliches Verhalten hinzuweisen und die Kinder oder Jugendlichen verschwanden oft für Jahre in den Heimen. Vor allem allein erziehenden Müttern wurde die Kinder oft aus nichtigen Gründen weg genommen. Zumal damals uneheliche Kinder eine Schande waren. Vielen wurde großes Unrecht angetan und nicht wenige leiden noch heute unter den Folgen. Das Buch Schläge im Namen des Herrn beleuchtet ein trauriges, dunkles Kapitel unserer Gesellschaft. Weder Kirche noch Staat haben letztendlich zur lückenlosen Aufklärung beigetragen. Noch heute werden Prozesse beigetragen. Solch großes Unrecht darf nie wieder passieren.