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Requiem

Roman. Deutsche Erstausgabe

(14)

Ein Requiem für Unschuld und Unglück
Robert McGladdery, der letzte Mann, der 1961 in Nordirland gehängt wurde, war angeklagt des Mordes an einer Neunzehnjährigen. Er beteuerte seine Unschuld, bis er überraschend, am Abend vor seiner Hinrichtung, ein Geständnis ablegte. Ein Geständnis, dessen Wahrhaftigkeit bis heute zweifelhaft ist. McNamee spürt einem Geschehen nach, das nie eindeutig geklärt wurde. Sein Interesse gilt ebenso der Aufdeckung eines spektakulären Justizirrtums wie der Anatomie einer Gesellschaft, die einen solchen Irrtum erst möglich macht. Halb Fallstudie, halb Fiktion, ist dies eine Expedition in ein menschliches und soziales Drama. Nordirland, ein dunkler Planet, Brachland einer verlorenen Gesellschaft, die dem Filz in Verwaltung, Justiz, Regierung und Klerus nichts entgegenzusetzen weiß.»Ein düsteres Schattenspiel - hypnotisierend in seiner tragischen Unausweichlichkeit.« Val McDermid

Portrait
Eoin McNamee, geboren 1961 im nordirischen Kilkeel/County Down. Er veröffentlichte Drehbücher, Gedichte und Romane. Der Autor lebt mit seiner Familie in Sligo, Republik Irland.
Hansjörg Schertenleib, geb. 1957, lebt seit 1996 als Autor und Übersetzer im County Donegal in Irland. Für sein Werk erhielt Hansjörg Schertenleib zahlreiche Auszeichnungen. Seine Theaterstücke wurden an mehr als 20 Bühnen in Deutschland, Österreich, Belgien, Irland und der Schweiz gespielt.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 340
Erscheinungsdatum 01.12.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-24941-6
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 211/137/30 mm
Gewicht 410
Originaltitel Orchid Blue
Übersetzer Hansjörg Schertenleib
Buch (Taschenbuch)
15,40
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„Ein wahrer Fall“

Yvonne Simone Vogl, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Nordirland. Ein Mädchen wird ermordet aufgefunden. Bald ist auch ein Täter festgenommen. Der Autor Eoin McNamee schreibt über einen wahren Fall. Gut zu lesen. Nordirland. Ein Mädchen wird ermordet aufgefunden. Bald ist auch ein Täter festgenommen. Der Autor Eoin McNamee schreibt über einen wahren Fall. Gut zu lesen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
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2
2
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Fundierte Gerichtsakten
von AKRD am 25.01.2016

Der Fall des 1961 als letztem in Nordirland gehängten Mann Robert McGladdery ist durch den Autor Eoin McNamee sehr interessant aufbereitet worden. Damals schon war der Fall quasi ein Skandal, denn McGladdery hatte während der gesamten Ermittlungen sowie während des quälenden Prozesses immer seine Unschuld beteuert. Er habe das 19-jährige... Der Fall des 1961 als letztem in Nordirland gehängten Mann Robert McGladdery ist durch den Autor Eoin McNamee sehr interessant aufbereitet worden. Damals schon war der Fall quasi ein Skandal, denn McGladdery hatte während der gesamten Ermittlungen sowie während des quälenden Prozesses immer seine Unschuld beteuert. Er habe das 19-jährige Mädchen nicht ermordet. Doch einen Tag vor seiner Hinrichtung widerruft er seine Unschuldbekundungen plötzlich... Dass der Autor Jura studiert hat, merkt man dem Schreibstil deutlich an, was mir aber sehr gut gefallen hat, denn der Mann weiß, wovon er schreibt und wie er das so aufbereitet, dass auch Jura-Unkundigere alles nachvollziehen können. Interessant fand ich, dass der Richter, der eindeutig nicht den Vorsitz hätte führen dürfen, den Prozess überhaupt eröffnen durfte, wenn man so will. Denn durch die Ermordung seiner Tochter war er eindeutig negativ beeinflusst. Heute würde so jemand gar nicht mehr den Vorsitz erhalten, auch nicht in den USA, die ja etwas strengere Maßstäbe an den Tag legen als hier in Deutschland zum Beispiel. Auch der Ermittler und seine Arbeit werden dem Leser eindrucksvoll näher gebracht. Der Autor lässt den Leser am Leben fast aller Protagonisten teilhaben und „inszeniert“ die Handlung detailliert aber nicht zu ausschweifend, genauso wie ich es auch gern lese. Somit ist „Requiem“ viel mehr als die bloße Aufbereitung eines scheinbar uralten Falles, viel mehr als die bloße Aneinanderreihung von Gerichtsaktenauszügen. Eoin McNamee schreibt tiefgründig, authentisch und spannend. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen und bei mir bekommt es das Prädikat „besonders wertvoll“ !

Fiktion und die Wirklichkeit
von mac tíre súl am 17.07.2013

Der letzte Mordprozess, bei dem jemand in Nordirland gehängt wurde, fand im Jahre 1961 statt. Er schrieb Geschichte - genau wie nun Eoin McNamee eine Geschichte daraus gemacht hat. Auch wenn schon so viel Zeit seither vergangen ist, ruft diese wahre Geschichte immer noch das Empören und Ärgernis der... Der letzte Mordprozess, bei dem jemand in Nordirland gehängt wurde, fand im Jahre 1961 statt. Er schrieb Geschichte - genau wie nun Eoin McNamee eine Geschichte daraus gemacht hat. Auch wenn schon so viel Zeit seither vergangen ist, ruft diese wahre Geschichte immer noch das Empören und Ärgernis der Leute herauf. Die Politik spielte eine sehr große Rolle, doch ist es in unserer heutigen Welt anders? Wer genug zahlt und Einfluss hat gewinnt doch meistens die Oberhand. Gerechtigkeit ist nicht gleich Gerechtigkeit und daran hat sich meiner Meinung nach nichts geändert. Eine junge Frau, Pearl Gamble, wird mit zahlreichen Stichverletzungen in einem Gebüsch gefunden. Zusammengeschlagen und erwürgt hat sie der Täter dort zurückgelassen. Tags zuvor war sie bei einem Tanzabend in der Nähe und hat sich vergnügt. Der ermittelnde Beamte, Eddie McCrink, frisch aus London zurückgekehrt, hat es nicht einfach. Schnell kommt er aber auf die Spur des Angeklagten, Robert McGladdery. Obwohl keine Augenzeugen, keine Beweise oder Derartiges gefunden wird, hat man in ihm den passenden Täter gefunden. In einer sehr schwierigen politischen und aggressiven Zeit in Nordirland muss die Justiz hart durchgreifen und schnell einen Sündenbock preisgeben. Der vorsitzende Richter, Lord Justice Curran, greift hart durch. Neun Jahre zuvor wurde seine 19jährige Tochter ebenfalls ermordet. Der gefasste Täter wurde später wieder begnadigt, da er für unzurechnungsfähig abgestempelt wurde. Dies kann der Richter nicht vergessen und will nun an dem Verurteilten 'seine' Gerechtigkeit ausleben. Eigentlich hätte er diesen Prozess niemals führen dürfen. Robert McGladdery hat keine Chance. Auch McCrink, der seine Zweifel hat, sind die Hände gebunden. Eoin McNamee macht aus dieser düsteren wahren Begebenheit eine wahre literarische Schönheit.

Die Schuld währt ewig
von kissing_rose am 14.12.2012

Nord-Irland im Jahr 1961: Robert McGladdery, ein junger Schumacher, der sich für Bodybuilding und Anatomie interessiert, wird verhaftet. Die Anklage lautet Mord – eine 19-jährige Frau wurde nach einem Tanzabend tot aufgefunden. Zeugen sagen aus, dass McGladdery dort mit ihr getanzt hätte und aufdringlich geworden sei. Eddie McCrink übernimmt... Nord-Irland im Jahr 1961: Robert McGladdery, ein junger Schumacher, der sich für Bodybuilding und Anatomie interessiert, wird verhaftet. Die Anklage lautet Mord – eine 19-jährige Frau wurde nach einem Tanzabend tot aufgefunden. Zeugen sagen aus, dass McGladdery dort mit ihr getanzt hätte und aufdringlich geworden sei. Eddie McCrink übernimmt den Fall und geht den Indizien nach. Ist Robert wirklich schuldig? Die Mischung aus Fiktion und Wahrheit war sehr spannend zu lesen. Einerseits wird die Geschichte des letzten Mannes, der in Irland hingerichtet wurde, erzählt, andererseits geht es um den Ermittler McCrink, der seines Zeichens extra aus London zurückkommt, um sich dem Fall Pearl Gamble anzunehmen. Der Schreibstil wirkt nachdenklich und poetisch, ist gleichzeitig allerdings flüssig zu lesen und doch wiederum sachlich. Aber auch Witz und Ironie kommt an manchen Stellen zum Einsatz. Man merkt, dass der Autor sich mit der Sprache an sich beschäftigt hat. Er legt nicht nur Wert darauf, eine reißerische Story zu erdenken, sondern er setzt sich mit der Formulierung auseinander, die zu einem Gesamtwerk wird. Natürlich hätte das Thema es auch hergegeben, dass man einfach nur platt darüber schreibt, was damals passiert ist, und ich will nicht einmal ausschließen, dass das nicht sogar genauso spannend geworden wäre, aber man merkt, dass Eoin McNamee Sprache liebt, und gerade das macht die Freude beim Lesen dieses gelungenen Romans aus! Es ist nicht so, dass auf hochtrabender Sprache herumgeritten und nur um des schönen Ausdrucks willen formuliert wird, es wird gleichzeitig auch eine spannende Story von Schuld und Unschuld, Recht und Unrecht erzählt. Ich bin wirklich begeistert von diesem Roman, vor allem, weil Literatur auch mal spannend sein kann, ohne sich nur und ausschließlich auf großen Worten auszuruhen. Die Charaktere bleiben dem Leser zwar größtenteils „fremd“, da McNamee recht berichtartig formuliert und somit die sachliche Ebene wahrt – was dem Thema nur gerecht wird – aber das hat beim Lesen nie gestört. Der Ermittler McCrink, der Angeklagte Robert McGladdery und die Ermordete Pearl Gamble sind die einzigen Figuren, über die man etwas mehr erfährt. Auch die Tatsache, dass man den Ausgang der Geschichte – nämlich die Hinrichtung McGladderys – letztendlich schon im Vorhinein kennt, tut der Begeisterung keinen Abbruch, denn man fiebert trotzdem mit. Der Leser selbst wird dazu aufgerufen anhand der Indizien zu entscheiden, ob McGladdery schuldig oder unschuldig ist. Es scheint, als sei McCrink der einzige, der noch irgendwie an die Unschuld des Angeklagten glaubt und zumindest versucht, den Mord aufzuklären. Der Roman ist wirklich empfehlenswert. Man sollte sich keinesfalls von der Überkategorie „Literatur“ abschrecken lassen. Eoin McNamee schafft es tatsächlich, Literatur und Spannung miteinander in angemessener Weise zu vereinen.


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