>> SSV: Eiskalt reduziert. Jetzt bis zu 70% sparen**

Polizei am Limit

Originalausgabe

(2)

Bedingt einsatzfähig?
Die Ereignisse der Silvesternacht 2015/2016 am Kölner Hauptbahnhof sind für Expolizist Nick Hein nur ein Symptom. Ein Symptom für das, was generell schiefl äuft in der deutschen Strafverfolgung: Er kritisiert die mangelnde Vernetzung, personelle und fi nanzielle Unterbesetzung, die veraltete Ausstattung, Ausbildungsdefi zite und Mängel in der Strafverfolgung, durch die wir Gefahr laufen, Intensivtäter heranzuziehen, die jeglichen Respekt vor der Polizei verlieren. In diesem Buch wirft Nick Hein einen kritischen, desillusionierenden Blick auf den Arbeitsalltag in Uniform und seine Zeit als Bundespolizist am Kölner Hauptbahnhof.

Portrait
Nick Hein, Jahrgang 1984, beendete Anfang 2015 seinen Beamtenlaufbahn zugunsten seiner MMA-Sportlerkarriere. Schon mit sechs fing er mit Kampfsport an, war in der deutschen Judo-Nationalmannschaft und konnte zahlreiche Titel gewinnen. Er gibt außerdem Seminare zur Selbstverteidigung und zur Bewältigung von Konfliktsituationen. Nick Hein lebt in Köln - wenn er nicht für seine Wettkämpfe in den USA und Thailand unterwegs ist.
… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 16.12.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-63238-9
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 18,8/12,3/2 cm
Gewicht 186 g
Auflage 3. Auflage
Buch (Taschenbuch)
10,30
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Sofort lieferbar
Kostenlose Lieferung ab 30 Einkaufwert
Versandkostenfrei für Bonuscard-Kunden
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • Polizei am Limit
    von Nick Hein
    (2)
    eBook
    9,99

Kundenbewertungen

Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
1
1
0
0
0

"Wenn es so ist, dann sollen die Leute das auch wissen"
von Dr. M. am 29.06.2018

Ex-Polizist Nick Hein war gerade in Thailand im Urlaub als ihn die Ereignisse der Silvesternacht auf der Kölner Domplatte überraschten. Der Kölner Hauptbahnhof war einmal seine Dienststelle gewesen. Also setzte er sich hin und formulierte einen Facebook-Eintrag, traute sich aber zunächst nicht, ihn zu veröffentlichen. Erst seine Frau musste... Ex-Polizist Nick Hein war gerade in Thailand im Urlaub als ihn die Ereignisse der Silvesternacht auf der Kölner Domplatte überraschten. Der Kölner Hauptbahnhof war einmal seine Dienststelle gewesen. Also setzte er sich hin und formulierte einen Facebook-Eintrag, traute sich aber zunächst nicht, ihn zu veröffentlichen. Erst seine Frau musste ihn mit dem obigen Satz ein wenig Mut einhauchen. Schließlich könnten einige Menschen das alles falsch verstehen. Und irgendwie ist das wahrscheinlich viel gefährlicher als die Wahrheit. Nun also ist aus diesem ursprünglichen Facebook-Eintrag ein ganzes Buch geworden. Wer sich für die Hintergründe der damaligen Ereignisse und den Zustand der deutschen Polizei inzwischen ein wenig interessiert hat, den kann der Inhalt dieses Buches nicht wirklich überraschen, denn viel Neues weiß Nick Hein nicht zu berichten. Er ist nur ein weiterer Kronzeuge für die Folgen einer desaströsen Kaputtsparpolitik an der Polizei und für die Stimmungslage unter seinen ehemaligen Kollegen. Das Ganze verpackt Hein dann auch sehr vorsichtig, um möglichst keinen politisch unkorrekten Schaden zu hinterlassen. Was also erfährt man als Leser? Nach offizieller Lesart konnte man die Ereignisse dieser Silvesternacht nicht vorausahnen. Bei Hein liest man jedoch, dass kriminelle nordafrikanische Banden seit 2012 am Hauptbahnhof ihr Unwesen treiben, nachdem sie dort die Konkurrenz vom Balkan verdrängt hatten. Taschendiebstähle mit der Antanzmethode waren dabei immer die Hauptmasche. Hein erklärt, dass diese Tätergruppe nicht nur zunehmend den Respekt vor der deutschen Staatsmacht verlor, sondern sich auch sicher war, dass ihr nicht viel passieren kann. Wieso kam eigentlich niemand auf die naheliegende Idee, dass diese Banden gerade zu Silvester auf besonderen Profit hofften? Auch bei Hein findet man einen solchen Gedanken nicht. Stattdessen befasst er sich seitenlang unter Zuhilfenahme von inzwischen nicht mehr besonders vertrauenswürdigen Statistiken mit der Frage, ob denn die Zuwanderer krimineller seien als die Einheimischen, um daraus dann zu schließen: "Für eines können die jedenfalls die Silvesterereignisse nicht herhalten: nämlich für die Behauptung, dass die Zuwanderung von Flüchtlingen überwiegend Kriminelle ins Land gespült hat." Abgesehen davon, dass das niemand ernsthaft behauptet hat, ist dies eine aberwitzige Herangehensweise. Wenn jemand in Deutschland Asyl beantragt, dann erwartet man doch wohl, dass es sich um tatsächlich Verfolgte und Schutzbedürftige handelt, die somit viel weniger kriminell sein sollten als irgendein Durchschnitt. Dazu gehören die Täter dieser Nacht jedoch keineswegs. Und man fragt sich, was diese Leute hier noch zu suchen hatten. Abgesehen von diesem politisch korrekten Eiertanz findet der Leser in diesem Buch noch zahlreiche Fakten, die allerdings größtenteils bekannt sind, die aber aus dem Mund eines ehemaligen Polizisten einen speziellen Nachdruck erhalten. Erstens wurden im Sommer und Herbst 2015 von den meisten illegal eingereisten Ausländern keine Fingerabdrücke genommen. Und zweitens ist die Ausstattung und die Ausrüstung der Polizei in NRW ein einziges Desaster: Die IT-Systeme sind überaltert und leicht angreifbar. Der Polizeifunk hinkt den Erfordernissen meilenweit hinter und funktioniert nicht zuverlässig. Die Behörden sind chronisch unterbesetzt, das Personal ist mental und physisch schon jahrelang jenseits der Belastungsgrenze. Die Ausrüstung der Beamten ist qualitativ minderwertig. Viele Beamte müssen sich privat besser ausrüsten, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten. Hein beispielsweise kaufte sich erst einmal eine ordentliche amerikanische Taschenlampe, um bei seinen nächtlichen Einsätzen etwas zu sehen. Angesichts dieser Tatsachen und dem fehlenden politischen Rückhalt für die Polizei muss man sich nicht über die zunehmende Respektlosigkeit ihr gegenüber wundern. Obwohl sich Hein wirklich nach Kräften bemüht, ein politisch korrekter Ex-Polizist zu sein, so beschreibt er doch die Abwärtsspirale, in denen sich die exekutiven Organe des deutschen Staates befinden, recht treffend. Beruhigend wirkt dieses Buch jedenfalls nicht.

Ein sehr wertvolles Stück Meinungsbildung
von einer Kundin/einem Kunden aus Riezlern am 08.01.2017
Bewertet: eBook (ePUB)

Das Buch hat viele Stellen in denen einfach erzählt wird, was so und nicht anders erlebt wurde oder im Berufsalltag beobachtet und erfahren wurde. Das macht es einfach, unterhaltsam und fast etwas spannend zu lesen. Diese Erzählungen werden alle begleitet von Erklärungen der Zusammenhänge im Kleinen bis hin zu... Das Buch hat viele Stellen in denen einfach erzählt wird, was so und nicht anders erlebt wurde oder im Berufsalltag beobachtet und erfahren wurde. Das macht es einfach, unterhaltsam und fast etwas spannend zu lesen. Diese Erzählungen werden alle begleitet von Erklärungen der Zusammenhänge im Kleinen bis hin zu großen gesellschaftlichen Themen. Dabei und das ist das Besondere an diesem Buch, hat man nie das Gefühl irgend etwas ins Knie geschraubt zu bekommen oder gar bekehrt zu werden. Die Glaubwürdigkeit und auch Authentizität ist extrem hoch. Der interessierte Leser erfährt nicht nur viel über die Polizei, die Gesellschaft in der wir leben sonder hin und wieder auch etwas über die Person Nick Hein. Alles in Allem sehr lesenswert, ein top aktuelles und wertvolles Stück Meinungsbildung.