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Peer Gynt

Suiten Nr. 1 (op. 46) und Nr. 2 (op. 55). op. 46 und 55. Klavier

(1)
Grieg's 'Peer Gynt' Suites are among the most popular works in the orchestral repertoire. Every music lover is familiar with titles like 'Anitra's Dance' or 'Solvejg's Song'. Easy piano arrangements by Hans-Günter Heumann are attractively complemented by a precise and colour illustrations. (German text).

Instrumentation:
piano

op. 46 und 55
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 32
Erscheinungsdatum 06.01.1998
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7957-5313-9
Reihe Klassische Meisterwerke zum Kennenlernen
Verlag Schott & Co
Maße (L/B/H) 23,1/30,4/0,5 cm
Gewicht 151 g
Abbildungen Musiknoten, farbige Abbildungen
Illustrator Brigitte Smith
Buch (Taschenbuch)
16,50
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Peer Gynt – der nordische Faust?
von Zitronenblau am 31.10.2012
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses weltberühmte dramatische Gedicht von Henrik Ibsen gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Schöpfungen der Literaturgeschichte. Ibsen selbst ist vielleicht der herausragendste Dramatiker Norwegens. Nicht zuletzt auch deshalb, weil er die Werte seiner Zeit stets kritisch beäugelte, ja torpedierte. Peer Gynt stellt jedoch eine Sonderposition dar. Mag sein, dass hintergründig... Dieses weltberühmte dramatische Gedicht von Henrik Ibsen gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Schöpfungen der Literaturgeschichte. Ibsen selbst ist vielleicht der herausragendste Dramatiker Norwegens. Nicht zuletzt auch deshalb, weil er die Werte seiner Zeit stets kritisch beäugelte, ja torpedierte. Peer Gynt stellt jedoch eine Sonderposition dar. Mag sein, dass hintergründig Gesellschaftskritik getrieben wird, ist doch aber im Vordergrund Peer Gynt, der ein Lügner ist, wie es sich uns bereits im ersten Satz durch seine Mutter Ase offenbart: „Peer, du schwindelst!“ Der Taugenichts ist unbeliebt und erinnert an Frischs Gantenbein: Wir sind nur unserer Erfahrungen, doch wir wollen unsere Geschichten sein. Gynt aber übernimmt keine Verantwortung, sein Leben besteht somit nur aus Flucht, die ihn aus dem ersten Akt – hinter ihm die Horde der Dorfbewohner – in die Berge führt, wo er gar die Tochter des Trollkönigs und bald darauf ihn selbst antrifft. Zwar behauptet Gynt, er sei ein Prinz, jedoch lässt er nicht zu, dass der Dovregreis ihm ans Auge will: „Ich ritz dir ’ne Maser / Ins linke Auge, scheel siehst du dann; Doch was du siehst, mutet dich prächtig an. / Sodann will ich’s rechte Licht dir ausschneiden -//“ Woraufhin Gynt ihn bloß fragt: „Bist du trunken?“ Da flieht er erneut. Nachdem er abermals Solvejg begegnet, die sich in Gynt verliebt hat, wohnt er dem Tode seiner Mutter bei. Ibsen setzt anschließend einen harten Bruch – räumlich wie zeitlich. Denn der Held findet sich dreißig Jahre später auf einem Schiff an der Küste von Marokko wieder (4. Akt). Angeblich hat er es u.a. durch Sklavenhandel zu Geld gebracht. Dort verwickeln sich er und einige andere Europäer in ein politisches Gespräch, in dem Gynt Partei für das osmanische Reich ergreift, das im Zwist mit Griechenland liegt: diese Anti-Haltung bezeichnet er als das Gyntische Selbst: „Das Gyntische Selbst – was soll das sein?“ // Die Welt in meinem Schädelschrein, / durch die ich Ich bin, sonder Zweifel, / Kein andrer, wie Gott nicht der Teufel.“ Sie verbannen ihn vom Schiff, das selbst kurz darauf untergeht. Später trifft er auf eine orientalische Diebesgruppe, verliebt sich in Anitra, wird aber von ihr ausgeraubt und verlassen. Am Ende des Aktes findet er sich in Ägypten wieder, wo er Begriffenfeldt begegnet, dieser führt ihn in eine Irrenanstalt, wo Gynt dann zum König gekrönt wird: „Es lebe hoch der Selbstheit Kaiser!“ Im letzten Akt kehrt er nach Norwegen zurück. Dort passiert er den Weg des Knopfgießers, der Gynt holen will, weil er nie er selbst gewesen: „In meine Kelle sollst du. [...] Darin schmelzt man dich um.“ Gynt bittet um etwas Zeit, jemanden zu finden, der den gegenteiligen Beweis führt, kreuzt den Pfad von Dovregreis und dem Teufel (der Magre) gar. Am Ende findet er Solvejg – und wird erlöst? Gynts Suche nach sich selbst ist das philosophische Grundmotiv des Ibsenschen Dramas. Seine Reise ist eine nordische Odyssee und erinnert eben mehr an diesen Helden. Somit scheint mir Peer Gynt eher ein nordischer Odysseus zu sein. Ein brillantes und obskures Werk!