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Papst im Widerspruch

Benedikt XVI. und seine Kirche 2005-2013

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Als Joseph Kardinal Ratzinger am 19. April 2005 zum Papst gewählt wurde und sich als Benedikt XVI. auf dem Balkon des Petersdoms in Rom zeigte, titelte die BILD-Zeitung voller Stolz „Wir sind Papst“. Allein Benedikt XVI. selbst schien zu diesem Zeitpunkt bewusst zu sein, welch schweres Erbe er nach dem „Jahrhundertpapst“ Johannes Paul II. antritt. Er sollte Recht behalten. Bald schon überlagerten Diskussionen über innerkirchliche Entwicklungen die große Aufgabe, der Entchristlichung weiter Teile Europas kraftvoll und überzeugend entgegenzutreten.
Alexander Kissler zeichnet das ungemein spannende Pontifikat des einzigen deutschen Papstes der Neuzeit nach: seine drei Deutschlandbesuche; die Regensburger Rede und die Beziehungen zu den Muslimen; die Rehabilitation der alten Messe und das Verhältnis zu den Juden, den „Vätern im Glauben“; die ökumenischen Gespräche und die Konflikte um die Rehabilitierung der Pius-Bruderschaft; die Versuche einer Neu-Evangelisierung Europas und einer Stärkung des Glaubens weltweit; der Kampf gegen den Relativismus und seine drei Enzykliken; die Bewältigung schließlich des Missbrauchs-Skandals und der „Vatileaks“-Affäre.
Das fast achtjährige Anschwimmen gegen den Strom war am Ende so kräftezehrend, dass Benedikt XVI. als erster Papst seit 700 Jahren seinem Amt zu Lebzeiten entsagte, um die Verantwortung für das Schiff Petri in jüngere Hände zu legen.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 304 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.03.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783629320124
Verlag Pattloch eBook
eBook
17,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
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Klarstellung über Benedikt XVI
von Werner Jaroschek aus Duisburg am 25.08.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Klarstellungen Es nicht zu früh, eine Bilanz über Benedikt XVI Pontifikat zu ziehen, wenn man über Jahrzehnte den Theologen Ratzinger und dann den Papst Bendedikt XVI beobachtete, Belege über dessen Reden und Bücher sammelte, die Vergangenheit des bedeutenden Theologen genauestens recherchierte, wie es Kissler in seinen Buch ‚Papst im Widerspruch‘... Klarstellungen Es nicht zu früh, eine Bilanz über Benedikt XVI Pontifikat zu ziehen, wenn man über Jahrzehnte den Theologen Ratzinger und dann den Papst Bendedikt XVI beobachtete, Belege über dessen Reden und Bücher sammelte, die Vergangenheit des bedeutenden Theologen genauestens recherchierte, wie es Kissler in seinen Buch ‚Papst im Widerspruch‘ tat. Er gewann ein Bild , wie dieser bedeutende Theologe wirklich war. Da gibt es das Bild der Tausenden, die ihm zujubelten, die Faszination, die er auf Jugendliche ausübte.. Aber es gibt eben auch die Meinung derer, die ihm Starrheit, übersteigerten Konservatismus vorwarfen und wie Küng erklärte, eine „Kombination von mittelalterlicher Rückständigkeit und vatikanischem Größenwahn“ darstellt; letztlich verweigerten ihm fast 100 Bundestagsabgeordnete ihre Teilnahme, als er dort eine wirklich bedeutsame Rede hielt. Vielleicht entstand ein falsches Bild durch die Aufwändigkeit seiner Auftritte in prächtigen Gewändern. Er beklagte zwar die Gefallsucht der Kirche, trat aber selbst keineswegs bescheiden auf. Offensichtlich war er bei seiner Bescheidenheit nicht so durchsetzungsfähig wie sein Nachfolger, der konsequent nur das tut, was er für richtig hält. Eine starke Persönlichkeit war Ratzinger nicht. Er beeindruckte alle durch seine Bescheidenheit und Höflichkeit. Stets verzichtete er auf den Pluralis Maiestatis und forderte sogar eine entweltlichte Kirche. Kissler weist hin auf den Psychoterror, dem Ratzinger angesichts der 68er Ausschreitungen ausgesetzt war und der seine Sorgen um die Zukunft prägte. Schon 1958 hatte er erklärt, die Kirche würde in Zukunft klein sein, sprach von den absterbenden Ästen der Kirche. Sorge bereitete ihm manche Fragwürdigkeit des Fortschritts, die Selbstverdunklung des Verstandes durch Überdehnung und die Abstumpfung des Schuldbewusstseins bei vielen Menschen, die er im Gefängnis der öffentlichen Meinung sah. Christen hätten Nonkonformisten zu sein. Immer wieder machte er deutlich, dass der Ausschluss von Gott die Gesellschaft verkürzt, die Vernunft braucht dringend die Korrektur durch die Religion. Gefährlich werde es, wenn der Mensch sein Ich zum alleinigen Maßstab seines Handelns macht. Sehr ausführlich geht Kissler auf Auseinandersetzungen ein, die Benedikt auslöste mit Reden wie zum Beispiel seiner Regensburger Rede oder mit der Aufhebung der Exkommunikation der Bischöfe der Pius Bruderschaft. Es ist wirklich erstaunlich, wie falsch Angriffe von Theologen, selbst von Bischöfen oder der Bundeskanzlerin waren, die offensichtlich Stellung nahmen, ohne auf den Kontext zu achten oder, wie bei Bischof Williamson, beinah böswillig übersahen, was Benedikt in Wirklichkeit getan bzw. gesagt hatte. Als Wissenschaftler achtete Benedikt zuweilen nicht darauf, dass machen Äußerungen auch eine politische Auswirkung haben können. Kisslers Buch ist nicht nur eine wichtige Klarstellung vieler Fehlurteile über Benedikt, es ist auch ein Buch, das die gesamte Problematik der Kirchen heute abhandelt. Die Sprache des Glaubens ist vielen Menschen heute so fern, dass sie an Äußerlichkeiten hängen bleiben und das Eigentliche übersehen. Christen müssen gegen den Strom schwimmen, das ist schwer und bringt nur langsam Erfolg. Diesem Buch ist eine weite Verbreitung zu wünschen