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Ökofimmel

Wie wir versuchen, die Welt zu retten - und was wir damit anrichten - Ein SPIEGEL-Buch

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Der ganz alltägliche Öko-Wahnsinn
Alexander Neubacher ist guten Willens: Seine Familie und er machen mit beim Umweltschutz, halten sich brav an alle Öko-Vorschriften, scheuen keine Kosten für Bioprodukte. Doch inzwischen haben sie ernsthafte Zweifel, ob sie der Umwelt damit wirklich helfen, denn die Energiesparbirne endet als gefährlicher Sondermüll, die ausgespülten Joghurtbecher werden nicht recycelt, sondern verfeuert, für die Herstellung des Biobenzins im Autotank wird der Regenwald gerodet, und aus den Gullys in ihrer Straße dringt entsetzlicher Gestank, weil alle Wasser sparen. Am Beispiel des eigenen (Familien-) Lebens zeigt Neubacher, wie hysterisch die deutsche Umweltpolitik geworden ist. Er untersucht, wie sich Dosenpfand, E10 und Atomwende auf den Alltag der Bürger auswirken, und fragt, ob wir mit unserem Ökofimmel tatsächlich die Umwelt retten.
Rezension
»Ein unentbehrlicher Führer durch die Ökowelt und ihre Absurditäten.«
Portrait
Alexander Neubacher, geboren 1968 in Krefeld, hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Köln studiert und ist Absolvent der Kölner Journalistenschule. Er war Redakteur bei der „Wochenpost“, bei „Bizz Capital“ und arbeitet seit 1999 als Wirtschaftsredakteur im Hauptstadtbüro des SPIEGEL in Berlin. Für seine Arbeit wurde er u.a. mit dem Helmut-Schmidt-Journalistenpreis und dem Medienpreis der deutschen Kinder- und Jugendärzte ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 272 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.03.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783641072971
Verlag DVA
Dateigröße 1176 KB
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Umweltschutz um jeden Preis?
von einer Kundin/einem Kunden am 27.05.2018

Erderwärmung, Raubbau, Ressourcenknappheit, weltweite Müllzunahme: Ohne Frage ist es zwingend notwendig, etwas für die Umwelt zu tun, um diese zu schützen und zu bewahren. Inzwischen gibt es auch mehr als genug Möglichkeiten für jeden Einzelnen, um etwas dazu beizutragen, z.B. Mülltrennung, Ökostrom oder Wasser sparen. Doch allein damit ist... Erderwärmung, Raubbau, Ressourcenknappheit, weltweite Müllzunahme: Ohne Frage ist es zwingend notwendig, etwas für die Umwelt zu tun, um diese zu schützen und zu bewahren. Inzwischen gibt es auch mehr als genug Möglichkeiten für jeden Einzelnen, um etwas dazu beizutragen, z.B. Mülltrennung, Ökostrom oder Wasser sparen. Doch allein damit ist es nicht getan! Der Autor zeigt an desillusionierenden Beispielen, dass der Umweltschutz ?im Kleinen? mittels der Globalisierung gravierende Schäden anrichtet, welche von Politik und Unternehmen einfach verkannt oder geduldet werden und man erkennt, dass ein lokales Handeln durchaus großflächige Folgen haben kann, weil einem viele Konsequenzen oft gar nicht bewusst sind. Erschreckend!

Denkanstöße allemal
von Maritta Lehmann am 24.05.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Wer sich fragt, was Oko wirklich bringt, sollte auf alle Fälle zu diesem Buch greifen. Persönlich mochte ich die saloppe Art zu Schreiben des Autors nicht recht. Auch hätte ich mir bei vielen Behauptungen und Erzählungen gern den direkten Nachweis (Fußnote oder ähnliches) gewünscht. Auch ein Stichwortverzeichnis wäre schön... Wer sich fragt, was Oko wirklich bringt, sollte auf alle Fälle zu diesem Buch greifen. Persönlich mochte ich die saloppe Art zu Schreiben des Autors nicht recht. Auch hätte ich mir bei vielen Behauptungen und Erzählungen gern den direkten Nachweis (Fußnote oder ähnliches) gewünscht. Auch ein Stichwortverzeichnis wäre schön gewesen (dafür gibt es ein Personenregister, nun ja). Aber inhaltlich kann ich das Buch nur empfehlen. Der Autor behandelt unglaublich viele Themen rund um Öko und Klima und Umweltschutz und Energiesparen und Zertifikatehandel und und und. Sicher, einiges weiß der interessierte Bürger bereits. Aber es bleiben auf den fast 260 Seiten genügend Entdeckungen zu machen und Denkanstößen nachzugehen.

wahrscheinlich nich so doll
von einer Kundin/einem Kunden am 04.07.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Mir ist das Werk im Buchladen aufgefallen. Interessiert schlug ich es auf und las mir mal durch, was er zum Thema "Veggieday" zu sagen hatte. Ich muss zugeben, dass ich schockiert war, wie einfältig er an dieses Thema herangegangen ist. Er erzählt dort von einem Ereignis, bei dem er... Mir ist das Werk im Buchladen aufgefallen. Interessiert schlug ich es auf und las mir mal durch, was er zum Thema "Veggieday" zu sagen hatte. Ich muss zugeben, dass ich schockiert war, wie einfältig er an dieses Thema herangegangen ist. Er erzählt dort von einem Ereignis, bei dem er auf eine kritische Bemerkung zu seinem Thunfischverzehr erwiderte, dass der Fisch ja eh schon tot sei und er ihn auch deshalb noch schnell genießen möchte, weil sie ja eh bald ausgestorben sind. So eine unsinnige Aussage würde ich von vielen erwarten, aber nicht von jemandem, der den Anspruch hat, ein seriöser Autor zu sein. Den hat er doch, oder? Er erkennt zwar ganz richtig, dass es der Umwelt nicht dienlich ist, wenn man ökologisches Verhalten dazu nutzt, an anderer Stelle umso unvernünftiger zu handeln und damit mehr Schaden anrichtet als einen guten persönlichen Teil dazu beizutragen, die Erde für unsere Kinder und allen anderen Mitgeschöpfen zu erhalten, doch dann vegan lebende Menschen dafür anzugreifen, weil sie evtl. einen auf Kunststoff basierenden Rasierpinsel benutzen, das ist schon sehr bedenklich. Ich glaube nicht, dass er die Folgen des heutigen Verbrauchs tierischer Produkte wirklich erfasst hat und er scheint auch die primären Motive der meisten vegan lebenden Personen zu verkennen. Sicherlich spielt ökologisches Denken eine große Rolle, doch der Verachtung von Gewalt, Folter und Ausbeutung kommt eine zumindest nicht weniger große Bedeutung zugute. Den Wunsch nach einem gesünderen Leben und einem effizienteren Umgang mit Nahrung möchte ich auch nicht unerwähnt lassen. Menschen, die sich gegen Speziesismus einsetzen, geht es im übrigen auch nicht darum, Tiere zu "vermenschlichen", wie es einige Pudelhalter/innen tatsächlich tun mögen, sondern um einen der Spezies angepassten Umgang (die meisten Tiere wünschen aber sicherlich keinen Umgang mit dem Menschen). Töten ist mit Sicherheit nie ein angemessener Umgang. Der Antispeziesist hat erkannt, dass Leiden unabhängig von der Art vermieden werden sollte und schon gar nicht dadurch gerechtfertigt werden kann, weil man Appetit auf Schnitzel hat. Es wäre schön gewesen, wenn er sich mit dem Thema etwas intensiver beschäftigt hätte, bevor er in seinem Buch seine offensichtlich sehr oberflächliche Meinung dazu kundtut. Es gibt inzwischen eine Menge guter Literatur zu dem Thema, die ich sehr empfehlen kann. Ich hoffe sehr, dass nicht das ganze Buch so plump geschrieben ist. Ich für mein teil bin jedenfalls froh, dass ich das Geld gespart habe, die ich nun für vielversprechendere Bücher ausgeben kann. Ich hoffe sehr, dass bei der vielen Kritik an umweltbewussten Verhaltensweisen, die ich auch oft teile (z.B. Agrosprit, Energiesparlampen), bei einem Großteil der Leser nicht der Eindruck entsteht, das Buch wäre eine Art Legitimierung, am Ende gar nichts zu tun und die Hände in den Schoß zu legen. Achso, zum eigentlichen Veggieday stand gar nichts drinn. Viele Grüße