>> EBOOKS: Kinder- und Jugendbücher 50% reduziert**

Muttersohn

(7)
Wovon handelt dieser Roman? Es ist leichter zu sagen, wovon er nicht handelt. Er handelt von 1937 bis 2008, kommt nicht aus ohne Augustin, Seuse, Jakob Böhme und Swedenborg, handelt aber vor allem von Anton Percy Schlugen.
Seine Mutter Josefine, Fini genannt, ist Schneiderin; sie lebt, auch als sie mit einem Mann zusammenlebt, allein. Jahrelang schreibt sie Briefe an Ewald Kainz, der auf den Stufen des Neuen Schlosses in Stuttgart eine politische Rede hielt. Die Briefe schickt sie nicht ab; sie liest sie ihrem Sohn vor und vermittelt ihm so, dass zu seiner Zeugung kein Mann nötig gewesen sei.
Mit diesem Glauben lebt Percy. Er wird Krankenpfleger im psychiatrischen Landeskrankenhaus Scherblingen, wird gefördert von Professor Augustin Feinlein und eines Tages mit einem Fall betraut, an dem die Ärzteschaft fast verzweifelt. Es geht um einen Suizidpatienten, einen Motorradlehrer, der sich allen Therapieversuchen stumm widersetzt. Dieser Patient heißt: Ewald Kainz.
Percy ist inzwischen berühmt, weil er keiner Weltvernunft zuliebe verzichtet auf die von der Mutter in ihn eingegangene Botschaft vom Kind ohne leiblichen Vater. Berühmt auch durch seine prinzipiell unvorbereiteten Reden. Das ist sein Thema: Ich sage nicht, was ich weiß. Ich sage, was ich bin.
In «Muttersohn» fügen sich Bekenntnisse und Handlungen zu einem Roman des Lebens: empfindungsreich, ironisch und schwerelos zugleich.
Rezension
Sprache ist Leben – Muttersohn handelt von nichts Geringerem als der Ewigkeit.
Portrait
Martin Walser, 1927 in Wasserburg geboren, lebt in Überlingen am Bodensee. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1981 den Georg-Büchner-Preis, 1998 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels und 2015 den Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis. Außerdem wurde er mit dem Orden «Pour le Mérite» ausgezeichnet und zum «Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres» ernannt.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 512 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.07.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783644012417
Verlag Rowohlt E-Book
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • Der Augenblick der Liebe
    von Martin Walser
    eBook
    8,99
  • Tod eines Kritikers
    von Martin Walser
    eBook
    9,99
  • Das Spiel des Engels
    von Carlos Ruiz Zafón
    (49)
    eBook
    9,99
  • Frauen wollen erwachsene Männer
    von Roland Kopp-Wichmann
    eBook
    6,99
  • Endlich!
    von Ildikó von Kürthy
    (42)
    eBook
    9,99
  • Ein sterbender Mann
    von Martin Walser
    eBook
    9,99
  • Doktor Wassers Rezept
    von Lars Gustafsson
    (3)
    eBook
    10,99
  • Das schönste Wort der Welt
    von Margaret Mazzantini
    eBook
    9,99
  • Simplify your love
    von Werner Tiki Küstenmacher, Marion Küstenmacher
    eBook
    7,99
  • Muttersohn
    von Martin Walser
    Buch (Taschenbuch)
    10,30

Buchhändler-Empfehlungen

„„Ich sage nicht, was ich weiß. Ich sage, was ich bin“ “

Christa Felser, Thalia-Buchhandlung Wien

Anton Percy Schlugen wächst in dem Glauben auf, dass zu seiner Zeugung kein Vater vonnöten war. Er ist fest davon überzeugt, da es ihm seine Mutter so erzählt hat.
Schon allein dadurch gelangt er zu einer gewissen Berühmtheit.
Schauplatz des Romans ist ein psychiatrisches Landeskrankenhaus, wo Anton arbeitet.
Ihm wird ein besonders verzwickter Fall anvertraut, an dem die gesamte Ärzteschaft verzweifelt. Genau diesem Mann schreibt seine Mutter seit Jahren Briefe, die sie alledings nie abschickt.

Ein Roman über die Kraft der Liebe, die Macht des Glaubens und die Magie der Sprache.

Niemand schreibt so schwerelos über die ersten und letzten Fragen unserer Existenz, wie Martin Walser.

Dem Meister selbst zu lauschen ist ein Erlebnis!
Anton Percy Schlugen wächst in dem Glauben auf, dass zu seiner Zeugung kein Vater vonnöten war. Er ist fest davon überzeugt, da es ihm seine Mutter so erzählt hat.
Schon allein dadurch gelangt er zu einer gewissen Berühmtheit.
Schauplatz des Romans ist ein psychiatrisches Landeskrankenhaus, wo Anton arbeitet.
Ihm wird ein besonders verzwickter Fall anvertraut, an dem die gesamte Ärzteschaft verzweifelt. Genau diesem Mann schreibt seine Mutter seit Jahren Briefe, die sie alledings nie abschickt.

Ein Roman über die Kraft der Liebe, die Macht des Glaubens und die Magie der Sprache.

Niemand schreibt so schwerelos über die ersten und letzten Fragen unserer Existenz, wie Martin Walser.

Dem Meister selbst zu lauschen ist ein Erlebnis!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
5
2
0
0
0

Muttersohn
von einer Kundin/einem Kunden am 23.03.2013

„Muttersohn“ ist ein auftrumpfender Roman über Liebe und Glauben. Im Mittelpunkt dieser mutigen „Glaubensforschung“ steht Percy. Er ist Pfleger im psychiatrischen Landeskrankenhaus Scherblingen und lebt in seiner ganz eigenen Welt. Seine Mutter Josefine, Fini genannt, vermittelt ihm über Jahre die Botschaft, dass zu seiner Zeugung kein Mann erforderlich gewesen war.... „Muttersohn“ ist ein auftrumpfender Roman über Liebe und Glauben. Im Mittelpunkt dieser mutigen „Glaubensforschung“ steht Percy. Er ist Pfleger im psychiatrischen Landeskrankenhaus Scherblingen und lebt in seiner ganz eigenen Welt. Seine Mutter Josefine, Fini genannt, vermittelt ihm über Jahre die Botschaft, dass zu seiner Zeugung kein Mann erforderlich gewesen war. Percy glaubt die Wundererzählung. Martin Walser sagt dazu: „Wenn man das glaubt, kann man alles glauben“. Mit diesen Ansichten und den Glauben an die Botschaft der Mutter wird er berühmt. Auch wird er bewundert durch seine freien Reden ohne ein Manuskript. Die zweitwichtigste Figur im Roman ist Professor Feinlein. Auch entwickelt eine mitreißende Glaubensstärke. Das zentrale Zitat des Romans stammt von ihm: „Wir glauben mehr als wir wissen“. Es ist eine empfehlenswerte heiter beschwingte Geschichte ohne Normen und Begrenzungen.

Glaube und Liebe
von einer Kundin/einem Kunden am 14.08.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

Ein psychiatrisches Landeskrankenhaus in Scherblingen ist der Haupthandlungsort des Romans. Wovon er handelt, lässt sich schwer in drei Sätze fassen. Protagonist ist der unerschütterliche Krankenpfleger Percy Anton Schlugen, zu dessen Zeugung (laut seiner Mutter Fini, die im Roman auch noch eine tragende Rolle spielt) kein Mann von Nöten war... Ein psychiatrisches Landeskrankenhaus in Scherblingen ist der Haupthandlungsort des Romans. Wovon er handelt, lässt sich schwer in drei Sätze fassen. Protagonist ist der unerschütterliche Krankenpfleger Percy Anton Schlugen, zu dessen Zeugung (laut seiner Mutter Fini, die im Roman auch noch eine tragende Rolle spielt) kein Mann von Nöten war und der dank dieser Tatsache schon eine kleine Berühmtheit ist. Die Kernthemen sind der Glaube und die Liebe, des Weiteren wartet der Roman mit allerlei skurrilen Personen auf: verschiedene Muttersöhne und -söhnchen, ein homosexueller Nazi, der Arno Schmidt verehrt, ein Patient, der eine Anthologie abgelehnter Dichter herausbringen will, ein alternder Professor und viele andere. Ein sogleich zärtliches, brutales, bizarres und humorvoll-ironisches Buch, voller Facetten. Zugegeben, man braucht Zeit um in die Welt Walsers einzutauchen, aber es lohnt sich diese Zeit aufzubringen, denn dann möchte man Percy und alle anderen so schnell nicht mehr verlassen.

Genial
von einer Kundin/einem Kunden am 03.08.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

Ein sehr lesenswertes Stück. Egal ob jung oder alt. Das perfekte Buch für jeden.