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Milo Manara Werkausgabe

Die Borgia

(4)
Rom um das Jahr 1490. Die einst Heilige Stadt hat sich verwandelt und gleicht vielmehr einem gottlosen Sündenpfuhl. Heimgesucht von Sittenzerfall, Schmutz und Schwarzem Tod sehen nicht wenige Bewohner in den zügellosen, chaotischen Zuständen die Anzeichen für eine wohlverdiente Strafe Gottes. Einer von ihnen, der Dominikanermönch und Bußprediger Girolamo Savonarola, wird alsbald das genaue Sterbedatum des dahinsiechenden Papstes Innozenz VIII. vorhersagen, und verleiht seinen fürchterlichen Prophezeiungen damit eine erschreckend konkrete Grundlage. Das einfache Volk, vor Angst erstarrt, klammert sich an jede noch so kleine Hoffnung, die ihm versprochen wird. Beste Voraussetzungen also für einen skrupellosen Machtmenschen, wie den korrupten, ausschweifenden Kardinal Rodrigo Borgia. Dieser bahnt sich nach dem Tod des alten Papstes durch Intrige, Mord und Inzest den Weg auf den Heiligen Stuhl und verhilft mit seiner Krönung zum Papst Alexander VI. der Familie Borgia noch ein letztes Mal zu einem Höhepunkt der Macht, dem gleichzeitig jedoch bereits der Keim ihres eigenen Untergangs innewohnt. Die Wucht der provokanten Feder des chilenischen Filmemachers Alejandro Jodorowsky geht mit der Bildgewalt des nicht minder provokanten Pinselstrichs Manaras hier eine wahrhaft exzessive Mischung ein. Das Ausnahmegespann nimmt den Leser mit auf eine verstörende Reise zurück in die Vergangenheit, die jedoch nur vordergründig auf möglichst akkurate historische Detailtreue abzielt. Seine wahre Intensität entfaltet das Epos erst durch die implizite Projektionsfläche für die zeitlosen Abgründe der Macht, ihre auslösenden Triebfedern, Strategien und verheerenden Resultate.
Portrait
Milo (Maurilio) Manara (Lüsen, Bozen, 1945) ist einer der größten Comic-Künstler der Welt. Sein Erstlingswerk
Genius aus dem Jahr 1969 ist der erste Schritt in eine außergewöhnliche Comic-Karriere. In den 70er-Jahren wurde er mit Werken wie Der Affenkönig, Die Odyssee des Giuseppe Bergmann und Revolution bekannt.
Es folgte eine Reihe beispielloser internationaler Erfolge: Mann aus Papier, Click!, Der Schneemensch, Candid Camera und Kamasutra. Ab den 80er-Jahren begann er, verstärkt mit anderen großen Künstlern wie Hugo Pratt, Federico Fellini oder Luc Besson zusammenzuarbeiten. So schuf er gemeinsam mit Pratt Werke wie Ein
indianischer Sommer und El Gaucho, mit Fellini entstanden Die Reise nach Tulum und Die Reise des G. Mastorna, genannt Fernet. Mit dem französischen Regisseur Luc Besson kreierte er zwei Werbespots für Chanel No. 5. Nach Beendigung von Borgia, der hier vorliegenden Zusammenarbeit mit Alejandro Jodorowsky, hat sich Milo Manara einem neuen, ganz persönlichen Projekt gewidmet. Dabei handelt es sich um eine auf zwei Bände angelegte Hommage an den italienischen Meister des Frühbarocks Caravaggio.

Alejandro Jodorowsky, künstlerischer Tausendsassa und einer der größten Comic-Szenaristen unserer Zeit,
der insbesondere das Fantasy- und Science-Fiction-Genre mit unvergesslichen mystischen Welten bereichert hat. Der Schriftsteller und Szenarist sowie Cineast und Poet der Mystik wurde am 17. Februar 1929 in Tocopilla, Chile, geboren. Der Sohn jüdischer Einwanderer, die vor Pogromen aus Russland flüchten mussten, verließ 1953 Chile, um sich in seiner Wahlheimatstadt Paris niederzulassen. Er war Teil der dortigen Surrealisten-Szene und verfasste gleichermaßen Stücke für den Pantomimen Marceau wie auch für Maurice Chevalier. Mit Roland Topor und Fernando Arrabal gründete er 1962 die Theatergruppe Panico, eine burlesk-provokative Kunstbewegung. Ab 1965 lebte Jodorowsky für etwa zehn Jahre in Mexiko, wo er zwei Filme drehte: El Topo und Montana Sacra – Der heilige Berg. Gleichzeitig begann er seine Karriere als Comicautor mit der Serie Hannibal 5, die von Manuel Moro gezeichnet wurde. 1978 kam mit Die Augen der Katze die erste gemeinsame Arbeit mit Moebius heraus, zwei Jahre später stürzten sich beide in die Abenteuer um John Difool. Jodorowsky stieg damit in den Olymp der bedeutendsten Comicautoren auf. Weitere Erfolgsserien folgten, wie etwa Alef-Thau (mit Arno), Der weisse Lama, das Remake von Hannibal 5 und Juan Solo (allesamt mit Georges Bess), John Difool: Vor dem Incal (mit Zoran Janjetov), Mondgesicht (mit Boucq), Die Kaste der Meta-Barone (mit Juan Gimenez) um nur einige zu nennen. 1996 erhielt er in Angoulême den Preis L’Alph’art für den ersten Teil von Juan Solo. 2001 schuf er die Erfolgs-Westernserie Bouncer, gezeichnet von Boucq und 2004 begann schließlich die Publikation von Borgia, seiner Zusammenarbeit mit Manara. 2008 beendete er die Serie Megalex, um zusammen mit Marco Nizzoli einen neuen Zyklus für Alef-Thau anzugehen. 2010 startete er mit dem chinesischen Zeichner Dongzi Liu seine neue Serie Sang Royal. Schließlich folgte 2013 mit La Danza de la Realidad ein Film-Experiment mit autobiographischen Anleihen, das in Cannes eine Nominierung beim Nebenwettbewerb der Filmfestspiele Zwei Wochen der Regisseure erhielt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 220
Altersempfehlung 16 - 17
Erscheinungsdatum 20.04.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95798-306-0
Verlag Panini
Maße (L/B/H) 29,7/22,2/2 cm
Gewicht 1178 g
Originaltitel I Borgia
Illustrator Milo Manara
Buch (gebundene Ausgabe)
41,20
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Manaras ganzes Spektrum gezeigt
von breedstorm am 26.01.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Manara Werksausgabe 16 Panini Comics hat es sich seit 2009 zur Aufgabe gemacht, Manaras Arbeiten als Werksausgabe herauszubringen, lange vor dem Start der neuen Albensparte. Das bedeutete einheitliches Großformat, Hardcover, Schutzumschlag und hochwertiges Papier. Natürlich gibt es dazu viel Bonusmaterial. In der Werksausgabe sind viele Klassiker erschienen, z.B. Indian Summer... Manara Werksausgabe 16 Panini Comics hat es sich seit 2009 zur Aufgabe gemacht, Manaras Arbeiten als Werksausgabe herauszubringen, lange vor dem Start der neuen Albensparte. Das bedeutete einheitliches Großformat, Hardcover, Schutzumschlag und hochwertiges Papier. Natürlich gibt es dazu viel Bonusmaterial. In der Werksausgabe sind viele Klassiker erschienen, z.B. Indian Summer oder El Gaucho. In Band 16 der Werksausgabe sind 3 lange Geschichten enthalten. Mann aus Papier Manaras Anspruch, eine Westerngeschichte zu zeichnen, in der nicht geschossen wird, hat sich (fast) erfüllt. Er schickt einen jungen Abenteurer, einen alten Briten in der Unform seines Vaters und eine Indianerin ohne Höschen auf eine abgefahrene Reise durch den wahrlich Wilden Westen. Ihnen zur Seite stehen in Priester, der bei Regen Amok läuft und ein Indianer, der von allem was er ausdrücken will das Gegenteil macht. Dabei müssen sie sich gegen gierige Kavallerie und nackte Häuptlingssöhne behaupten. Kling irre? Isses auch. Der Schneemensch Nicht erst Reinhold Messner will ihn gesehen haben, den Yeti, jenen legendären Schneemensch, der auf dem Himalaya und anderswo auf der Welt gesichtet wurde. Tobey, Reporter beim Daily Telegraph aus London, macht sich 1921 auf dem Suche nach dem legendären Wesen. Auf dem Dach der Welt hat er schließlich eine Begegnung, die sein Leben für immer verändern soll. Flucht von Piranesi Bei der letzten Episode handelt es sich um lupenreine Science Fiction. Piranesi ist ein Gefangenenplanet wie er im Buche steht. Wer gegen die strikten Regeln der Herrscher verstoßen hat, wird verbannt und entmannt. Zack und ab, so einfach ist das. Nur eine junge, gutaussehende Dame ist nicht auf diesen Planeten gebracht worden, sondern war schon immer da. Zusammen mit einem neuen Gefangen wird sie quer über den Planeten gejagt, bis ihr Mitstreiter sich als Spion herausstellt. Zeit, die Regeln zu verändern! Fazit Western, Abenteuer, Science Fiction... so unterschiedlich die Genres sind, so unterschiedlich sind die Geschichten, und damit meine ich nicht den Erzählstil. Dieser ist aufgrund verschiedener Autoren, auf deren Zusammenarbeit mit Manara im ausführlichen Vorwort übrigens umfassend eingegangen wird, natürlich unterschiedlich. Auch Manaras Strich ist jeweils stark variierend. Mann aus Papier ist passend meist in Sephiatönen gehalten und im Stil von Indian Summer gehalten, nutzt aber viel mehr Humor als Treibstoff der Handlung. Schade, dass daraus keine Serie geworden ist. Ganz anders ist da Der Schneemensch. Vergleichsweise rau und bisweilen psychedelisch koloriert kombiniert die Geschichte Abenteuer, Mythologie und Bergsteigerlegenden zu einer Erklärung für den Mythos Schneemensch. Flucht von Piranesi ist sicherlich die am mondernsten wirkende Story, und gleichzeitig die mit dem höchsten Erotikanteil. Während im Western weibliche Attribute durch die Kleidung der Indianerin nur angedeutet wurden, und Der Schneemensch vollkommen ohne Damen auskommt (Für Manara doch sehr ungewöhnlich) gibt die Protagonistin von Piranesi in der hautengen Hose, die bisweilen wegen unglücklicher Umstände nach unten rutscht, wirklich alles, jedoch immer gut in die Handlung eingebunden. Während z.B. bei Jolanda die Handlung um die Erotik herumgestrickt wurde ist es hier um der guten Geschichte Willen schade, dass auch die Story nicht fortgesetzt wurde. Abgerundet wird der Band durch weitere Zeichnungen aus Manaras Portfolio, z.B. sind Cover aus Indian Summer dabei. Wunderschönes Bildbandmaterial! Insgesamt ein sehr guter Band auch für Einsteiger, um Manaras Bandbreite anzutesten.


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