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Magnolienschlaf

Roman

(17)
Ein kleines altes Haus am Rande der Großstadt und zwei Frauen, wie sie verschiedener nicht sein könnten: Wilhelmine und Jelisaweta trennt so viel mehr als 68 Lebensjahre. Jelisaweta ist 23 und für ein paar Wochen aus Smolensk nach Deutschland gekommen, um Wilhelmine zu pflegen, die seit einem Unfall an ihr Bett gefesselt ist. Doch was als scheinbar ideales Arrangement beginnt, gerät bald außer Kontrolle und wird zu einem Kleinkrieg, in dessen Verlauf die beiden Frauen sich auf grausam-weibliche Weise attackieren. Am Ende wird jede auf die Frage zurückgeworfen, was man mit sich anfängt, nachdem man der Wahrheit ins Auge gesehen hat. Denn Schuld wartet nicht auf Kläger, Sühne braucht keinen Richter, und der Krieg ist nicht vorbei, nicht für die Greisin und nicht für das Mädchen. Der Krieg hat gerade erst angefangen.
Portrait
Eva Baronsky, 1968 geboren, lebt im Taunus. Für ihren überraschenden und sehr erfolgreichen Debütroman „Herr Mozart wacht auf“ (2009) erhielt sie den Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe. Nach „Magnolienschlaf“ (2011) erschien 2015 ihr dritter Roman „Manchmal rot“
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Wasserzeichen
Seitenzahl 192, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.05.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783841202406
Verlag Aufbau digital
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Macht der Vergangenheit“

Gerda Keinprecht, Thalia-Buchhandlung Liezen

Wilhelmine ist nach einem Sturz ans Bett gefesselt. Ihr Neffe besorgt eine Pflegerin aus dem Osten, Jelisaweta, 23 Jahre. Anfangs können sich die beiden gut arrangieren, bis Wilhelmine mitbekommt, dass Jelisaweta aus Russland stammt. Wilhelmines traumatische Erlebnisse, die sie durch den Einmarsch der Russen erlebt hat, erwachen. Der Wilhelmine ist nach einem Sturz ans Bett gefesselt. Ihr Neffe besorgt eine Pflegerin aus dem Osten, Jelisaweta, 23 Jahre. Anfangs können sich die beiden gut arrangieren, bis Wilhelmine mitbekommt, dass Jelisaweta aus Russland stammt. Wilhelmines traumatische Erlebnisse, die sie durch den Einmarsch der Russen erlebt hat, erwachen. Der weitere Alltag ist geprägt von Hilflosigkeit und Wut.

Viele neue Romane behandeln das Thema Versorgung im Alter. Dieser jedoch geht unter die Haut

„Altenbetreuung ein tiefgründiges Thema“

michaela bokon, Thalia-Buchhandlung Wien

Wilhemine ist sehr alt und seit ihrem Sturz ist sie bettlägrig und braucht Betreuung.
Ihrer Nichte ist die tägliche Pflege zuviel und sie engagiert eine junge Pflegerin aus Rußland, die bei Wilhemine im Haus wohnen wird.
Das junge Mädchen kümmert sich sehr aufmerksam um Wilhemine und Wilhemine fühlt sich gut umsorgt und ist glücklich,bis
Wilhemine ist sehr alt und seit ihrem Sturz ist sie bettlägrig und braucht Betreuung.
Ihrer Nichte ist die tägliche Pflege zuviel und sie engagiert eine junge Pflegerin aus Rußland, die bei Wilhemine im Haus wohnen wird.
Das junge Mädchen kümmert sich sehr aufmerksam um Wilhemine und Wilhemine fühlt sich gut umsorgt und ist glücklich,bis zu dem Moment, wo sie hört wie das Mädchen mit ihrer Mutter telefoniert und rußisch spricht.
In diesem Moment werden bei Wilhemine Erinnerungen wach, die lange Zeit in ihrem tiefsten Inneren verborgen waren.Erinnerungen an die Zeit der rußischen Besatzung.
Dieses Buch beginnt als nette leichte Lektüre und entwickelt dann eine Tiefsinnigkeit die bewegt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
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Ergreifend
von Julia Seiler aus Darmstadt am 12.06.2011

In Lisa, der jungen russischen Pflegekraft, und Minchen, der über 90jährigen alten Dame mit tragischer Vergangenheit, prallen nicht nur zwei Generationen konfliktreich aufeinander. Vielmehr geht es um die Verarbeitung und das Verstehen der jeweils eigenen Vergangenheit. Das bedeutet in Minchens Fall das Eingeständnis einer unglaublichen Schuld und im Falle... In Lisa, der jungen russischen Pflegekraft, und Minchen, der über 90jährigen alten Dame mit tragischer Vergangenheit, prallen nicht nur zwei Generationen konfliktreich aufeinander. Vielmehr geht es um die Verarbeitung und das Verstehen der jeweils eigenen Vergangenheit. Das bedeutet in Minchens Fall das Eingeständnis einer unglaublichen Schuld und im Falle Lisas die Erkenntnis, dass auch ihre Wurzeln bis tief in die grausige Zeit des zweiten Weltkriegs zurückreichen. Ein beklemmendes Buch, das einen von der ersten bis zur letzten Seite gefangen nimmt und verändert zurücklässt. Großartig.

Alter und Pflege
von einer Kundin/einem Kunden am 20.02.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Während der erste Roman von E. Bronsky „Mozart wacht auf“ unbeschwert daherkommt, wendet sich die Autorin in „Magnolienschlaf“ der Thematik Alter und Pflege zu. Zugleich wird die in der Gegenwart spielende Handlung von den nachwirkenden Ereignissen des 2. Weltkrieges überschattet. Eva Bronsky baut in dem Buch von Beginn an... Während der erste Roman von E. Bronsky „Mozart wacht auf“ unbeschwert daherkommt, wendet sich die Autorin in „Magnolienschlaf“ der Thematik Alter und Pflege zu. Zugleich wird die in der Gegenwart spielende Handlung von den nachwirkenden Ereignissen des 2. Weltkrieges überschattet. Eva Bronsky baut in dem Buch von Beginn an einen Spannungsbogen auf und zieht den Leser mitten hinein in das von einem Desaster geprägte Leben der alten Frau Mia. Sie ist nunmehr mit 90 Jahren auf die Hilfe einer Pflegerin angewiesen. Die Familie kümmert sich nur halbherzig um die alte Frau, der selbst die einfachsten Dinge nicht mehr gelingen. Ohne Pathos beschreibt die Autorin überzeugend das Schwinden der Kraft und die auflebenden Erinnerungen an die schrecklichen Tage am Ende des 2. Weltkrieges. Mit der russischen Pflegerin gibt die Autorin zugleich einem durch die gleichen Umstände geprägten Gegenbild Raum. „Magnolienschlaf“ ist ein lebenskluges Buch, das erschüttert und den Leser lange nicht los lässt.

Zwei Wahrheiten
von einer Kundin/einem Kunden am 14.08.2011
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Jelisaweta 23 soll Wilhelmine 68 pflegen. Alles beginnt positiv. Als die ältere Dame erfährt, dass die junge Frau aus Russland stammt, wendet sich das Blatt. Von Sekunde an begegnet sie der jungen Frau mit Abneigung, Wut fast schon mit Hass. Jelisaweta beginnt nun kleine Teilchen zu verbinden.... Jelisaweta 23 soll Wilhelmine 68 pflegen. Alles beginnt positiv. Als die ältere Dame erfährt, dass die junge Frau aus Russland stammt, wendet sich das Blatt. Von Sekunde an begegnet sie der jungen Frau mit Abneigung, Wut fast schon mit Hass. Jelisaweta beginnt nun kleine Teilchen zu verbinden. Dieser Roman schildert sehr intensiv und mit einer Wucht, wie ich sie bisher erst wenige gelesen habe, ein Stück deutscher Zeitgeschichte.