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Macht

Roman

(12)
Noch nie war Liebe so finster und Weltuntergang so unterhaltsam.
Frauen haben die Regierung an sich gerissen, Pillen geben ewige Jugend, religiöse Endzeitsekten schießen wie Pilze aus dem Boden und ein genervter Mann kettet seine Frau kurzerhand im Keller an …
Wir schreiben das Jahr 2031: Staatsfeminismus, Hitzewellen, Wirbelstürme, Endzeitstimmung und ein 50-jähriges Klassentreffen in der Hamburger Vorortkneipe ›Ehrlich‹. Dank der Verjüngungspille Ephebo, der auch Sebastian Bürger sein gutes Aussehen verdankt, sehen die Schulkameraden im besten Rentenalter alle wieder aus wie Zwanzig- bis Dreißigjährige, und als Sebastian seine heimliche Jugendliebe Elli trifft, ist es um ihn geschehen.Wen interessiert es da noch, dass die Krebsrate vonEphebo bei 60 % innerhalb der nächsten zehn Jahre liegt?
Alles könnte so schön sein, wäre da nicht Sebastians Frau, die ehemalige Ministerin für Umwelt, Naturschutz, Kraftwerkstilllegung und Atommüllentsorgung, die er seit zwei Jahren in seinem Keller gefangen hält. Dort muss sie ihm seine Lieblingskekse backen und auch sonst in jeder Hinsicht zu Diensten sein. Seiner neuen Liebe steht sie jetzt allerdings im Weg. Bei dem Versuch, sich seine Frau vom Hals zu schaffen, löst Sebastian eine Katastrophe nach der anderen aus . . .
Rezension
Der Psychothriller Macht pendelt zwischen Heiterkeit und Brutalität – und hält einige Überraschungen bereit.
Portrait
Karen Duve, 1961 in Hamburg geboren, lebt in der Märkischen Schweiz. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihre Romane »Regenroman« (1999), »Dies ist kein Liebeslied« (2005), »Die entführte Prinzessin« (2005), »Taxi« (2008) und »Macht« (2016) waren Bestseller und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2011 erschien ihr Selbstversuch »Anständig essen«, 2014 die Streitschrift »Warum die Sache schiefgeht«. Die Verfilmung ihres Romans »Taxi« kam im Sommer 2015 ins Kino.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 416 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.02.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783462315387
Verlag Kiepenheuer & Witsch eBook
Dateigröße 3051 KB
eBook
9,99
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„Und zum Abschied sag ich leise Sch...“

Sabrina Reiter, Thalia-Buchhandlung Wien, Donauzentrum

"Wir können alle tun, was wir wollen, ohne uns vor den Folgen fürchten zu müssen. Das ist das Gute daran, wenn es keine Zukunft gibt."

Das scheint sich nicht nur Sebastian zu denken, der seine Frau im Keller angekettet hält um nach Jahren unter der Frauenregierung wieder einmal selbst das Gefühl zu haben, mächtig zu sein. Ephebos versprechen ewige Jugend (solange einen nicht der Krebs dahinrafft), religiöse Sekten bereiten sich auf den Weltuntergang vor und auch sonst spielt im Jahre 2031 so ziemlich alles verrückt.

Ich habe gemischte Gefühle gegenüber diesem Buch. Einerseits finde ich die Gesellschaftskritik, die anhand dieser erschreckende Version der Zukunft geübt wird, sehr gelungen. Andererseits empfinde ich die "Kellersituation" als etwas zu abgehoben. Die Charaktere hinterlassen definitiv einen bleibenden Eindruck, wenn auch keinen positiven. Es scheint, als wären nicht nur dem Protagonisten vor dem nahenden Weltuntergang sämtliche Sicherungen durchgebrannt.

Auch wenn mir die Handlung nicht zu 100 Prozent zugesagt hat, hat mich dieses Buch gut unterhalten und stellenweise auch nachdenklich gestimmt.
Wenn "Macht" eines nicht ist, dann langweilig!
"Wir können alle tun, was wir wollen, ohne uns vor den Folgen fürchten zu müssen. Das ist das Gute daran, wenn es keine Zukunft gibt."

Das scheint sich nicht nur Sebastian zu denken, der seine Frau im Keller angekettet hält um nach Jahren unter der Frauenregierung wieder einmal selbst das Gefühl zu haben, mächtig zu sein. Ephebos versprechen ewige Jugend (solange einen nicht der Krebs dahinrafft), religiöse Sekten bereiten sich auf den Weltuntergang vor und auch sonst spielt im Jahre 2031 so ziemlich alles verrückt.

Ich habe gemischte Gefühle gegenüber diesem Buch. Einerseits finde ich die Gesellschaftskritik, die anhand dieser erschreckende Version der Zukunft geübt wird, sehr gelungen. Andererseits empfinde ich die "Kellersituation" als etwas zu abgehoben. Die Charaktere hinterlassen definitiv einen bleibenden Eindruck, wenn auch keinen positiven. Es scheint, als wären nicht nur dem Protagonisten vor dem nahenden Weltuntergang sämtliche Sicherungen durchgebrannt.

Auch wenn mir die Handlung nicht zu 100 Prozent zugesagt hat, hat mich dieses Buch gut unterhalten und stellenweise auch nachdenklich gestimmt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
5
3
3
1
0

von einer Kundin/einem Kunden am 14.06.2018
Bewertet: anderes Format

Eine Dystopie in deftig deutlicher Sprache. Gesellschaftskritisch, böse und beängstigend. Auch nach Wochen noch beschäftigt mich dieses Buch. Lesen Sie selbst!

von einer Kundin/einem Kunden am 07.05.2018
Bewertet: anderes Format

Grenzwertiger Parcours durch staatsfeministische Ökologie. Polarisierend, sehr speziell, produziert Kopfschütteln auf jeder Seite. Habe zugleich gelacht & einen Brechreiz gefühlt.

von einer Kundin/einem Kunden am 05.05.2018
Bewertet: anderes Format

Dystopischer Roman, der gerade jetzt an Aktualität nicht zu überbieten ist. Duve zeigt, wie schnell Menschen in Mustern fallen und welchen Wert Moral, Respekt und Mut haben! Groß!