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Landgericht

Roman

(13)
Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2012
Nach "Shanghai fern von wo" geht Ursula Krechel noch einmal den Spuren deutscher Geschichte nach. Ihr neuer Roman handelt vom Exil und von den fünfziger Jahren, von einer Rückkehr ohne Ankunft. Was muss einer fürchten, was darf einer hoffen, der 1947 aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrt? Nach ihrem gefeierten, 2008 erschienenen Buch "Shanghai fern von wo" geht Ursula Krechel mit ihrem neuen großen Roman "Landgericht" noch einmal auf Spurensuche. Die deutsche Nachkriegszeit, die zwischen Depression und Aufbruch schwankt, ist der Hintergrund der fast parabelhaft tragischen Geschichte von einem, der nicht mehr ankommt. Richard Kornitzer ist Richter von Beruf und ein Charakter von Kohlhaas'schen Dimensionen. Die Nazizeit mit ihren absurden und tödlichen Regeln zieht sich als Riss durch sein Leben. Danach ist nichts mehr wie vorher, die kleine Familie zwischen dem Bodensee, Mainz und England versprengt, und die Heimat beinahe fremder als das in magisches Licht getauchte Exil in Havanna. Ursula Krechels Roman lässt Dokumentarisches und Fiktives ineinander übergehen, beim Finden und Erfinden gewinnt eine Zeit atmosphärische Konturen, in der die Vergangenheit schwer auf den Zukunftshoffnungen lastet. Mit sprachlicher Behutsamkeit und einer insistierenden Zuneigung lässt "Landgericht" den Figuren späte Gerechtigkeit widerfahren. "Landgericht", der Roman mit dem doppeldeutigen Titel, handelt von einer deutschen Familie, und er erzählt zugleich mit großer Wucht von den Gründungsjahren einer Republik.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 480 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.09.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783990271001
Verlag Jung und Jung Verlag
eBook
10,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
9
3
0
0
1

von einer Kundin/einem Kunden am 25.01.2018
Bewertet: anderes Format

Westdeutsche Nachkriegsgeschichte, 2012 zu Recht mit den Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Zu Recht, bitte lesen!

Nachkriegsjahre in Deutschland
von einer Kundin/einem Kunden am 06.07.2017

Die Autorin schafft es geschickt, historische Begebenheiten und literarische Erzählform zu verknüpfen. Sprache und Ausdruck sind geschliffen und man bekommt einen bruchstückhaften Einblick in die (einzig mögliche) Strategie des Überlebens und Weitermachens der vom Krieg schwer getroffenen Bevölkerung und den täglichen jahrelangen Kampf um Vergünstigungen und Entschädigungen, auch wenn... Die Autorin schafft es geschickt, historische Begebenheiten und literarische Erzählform zu verknüpfen. Sprache und Ausdruck sind geschliffen und man bekommt einen bruchstückhaften Einblick in die (einzig mögliche) Strategie des Überlebens und Weitermachens der vom Krieg schwer getroffenen Bevölkerung und den täglichen jahrelangen Kampf um Vergünstigungen und Entschädigungen, auch wenn es sich gerade beim Protagonisten hauptsächlich um Jammern auf sehr hohem Niveau handelt. Empfehlenswert!

Großartig!
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 19.07.2016
Bewertet: Taschenbuch

Dieses Buch erschüttert, bewegt, entsetzt und berührt. Frau Krechel erzählt eine eindrucksvolle Geschichte aus einer unsäglichen Zeit - der Zeit vor und nach 1945. Dazu wählt sie Worte, die teils so nüchtern und sachlich anmuten, teils so treffend in ihrer knappen Poesie, dass ich an vielen Stellen mit angehaltenem... Dieses Buch erschüttert, bewegt, entsetzt und berührt. Frau Krechel erzählt eine eindrucksvolle Geschichte aus einer unsäglichen Zeit - der Zeit vor und nach 1945. Dazu wählt sie Worte, die teils so nüchtern und sachlich anmuten, teils so treffend in ihrer knappen Poesie, dass ich an vielen Stellen mit angehaltenem Atem gelesen habe. Ihre Erzählung folgte mir in meine Träume, trieb mich beinahe um, machte mich geradezu "angefasst". Das erlebe ich selten in dieser Form und bin der Autorin sehr dankbar für solch ein grandioses Leseerlebnis UND die Lehre, dass sich ein totalitäres Regime nicht einfach so abschafft, geschweige denn überwindet, sondern dass im Nachhall noch jede Menge Arbeit vonnöten ist. Wir sehen ja derzeit nicht zu knapp, wieviel immer noch in den Abgründen nachscheppert. Meines Erachtens sollte man Ursula Krechels "Landgericht" zur Pflichtlektüre in den Schulen machen!