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Kommt ein Pferd in die Bar

Roman

(12)
Für eine gute Pointe gab Dovele schon immer alles. Als Kind lief er oft auf den Händen. Er tat das, um seine Mutter zum Lachen zu bringen und damit ihm keiner ins Gesicht schlug. Heute steht er ein letztes Mal in einer Kleinstadt in Israel auf der Bühne. Er hat seinen Jugendfreund, einen pensionierten Richter, eingeladen. Im Laufe des Abends erzählt der Comedian zwischen vielen Witzen eine tragische Geschichte aus seiner Jugend. Es geht um Freundschaft und Familie, Liebe, Verrat und eine sehr persönliche Abrechnung auf dem Weg zu einer Beerdigung. Dem Kleinstadtpublikum ist das Lachen vergangen. Den Leser hält David Grossman mit diesem grandiosen Roman bis zur letzten Zeile gefangen.
Portrait
David Grossman wurde 1954 in Jerusalem geboren und gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der israelischen Gegenwartsliteratur. 2008 erhielt er den Geschwister-Scholl-Preis, 2010 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 2017 den internationalen Man-Booker-Preis für seinen Roman Kommt ein Pferd in die Bar. Bei Hanser erschienen zuletzt Diesen Krieg kann keiner gewinnen (2003), Das Gedächtnis der Haut (2004), Die Kraft zur Korrektur (2008), Eine Frau flieht vor einer Nachricht (Roman, 2009), Die Umarmung (2012), Aus der Zeit fallen (2013), Kommt ein Pferd in die Bar (Roman, 2016), Die Sonnenprinzessin (2016) und Eine Taube erschießen (Reden und Essays, 2018).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Erscheinungsdatum 01.02.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783446251892
Verlag Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Übersetzer Anne Birkenhauer
Verkaufsrang 7.577
eBook
10,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„"Ein Blick in die Hölle von jemand anderem"“

Hans Wilhelm Schmölzer, Thalia-Buchhandlung Atrio, Villach

Das Publikum des seltsamen Comedians auf der Bühne einer israelischen Kleinstadt wäre wohl schon längst gegangen, "wenn da nicht etwas Verlockendes wäre, dem man so schwer widerstehen kann: ein Blick in die Hölle von jemand anderem" - mit einem Schuss bitter-bösen Humors. Das Publikum des seltsamen Comedians auf der Bühne einer israelischen Kleinstadt wäre wohl schon längst gegangen, "wenn da nicht etwas Verlockendes wäre, dem man so schwer widerstehen kann: ein Blick in die Hölle von jemand anderem" - mit einem Schuss bitter-bösen Humors.

„Die Tränen eines Clowns“

Lukas Bärwald, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

In Netanja, einer Stadt Nahe Nahe Tel Aviv an der israelischen Mittelmeerküste, steht ein Comedian auf der Bühne und spielt (um) sein Leben: Sein Publikum erwartet ein Feuerwerk aus Pointen, doch was auf sie zukommt, ist eine Lebensbeichte, die weder Dovele selbst noch sein Publikum schont.

Zwischen den Zuschauern sitzt der Ich-Erzähler – ein pensionierter Richter und Jugendfreund des Comedians, den er nach Jahrzehnte langer Funkstille mit der Bitte kontaktierte, zu diesem Auftritt zu kommen, um danach im Stile seines ehemaligen Berufs ein Urteil zu fällen: über das was auf der Bühne geschah, über die Ausstrahlung, über den Menschen.

David Grossman lässt in seinem neuesten Roman eine Welle nach der anderen aus unterschiedlichen Emotionen auf das Publikum im Theater und die Leserschaft des Buches prallen – ungebremst und ungefiltert. Denn Doveles Erzählungen changieren rückhaltlos, und auch gegen die immer stärker werdende Unruhe und -geduld seines Publikums, zwischen seinen seelischen wie körperlichen Gebrechen, Unglücksmomenten seiner Kindheit und hin und wieder dazwischen geschobenen Witzen.

Das alles wird vermittelt durch die Wahrnehmung des Ich-Erzählers, der sich nach und nach zu fragen beginnt, was eigentlich seine Rolle in dieser Tragikomödie ist und ob neben ihm noch Andere herbeizitiert wurden, um dem wahrscheinlich letzten Auftritt des Comedians beizuwohnen.

Die besondere Qualität dieses Buchs liegt im unentrinnbaren Sog, mit dem es seine Leser auf eine emotionale Reise mitnimmt, auf der es niemals ganz klar zu sein scheint, ob das Geschehen auf der Bühne zum Lachen oder Weinen, die ungeschonte Wahrheit oder inszenierte Fiktion ist.
Am Ende geht man auf unsicher wankenden Beinen, aber doch auf eine Art innerlich gestärkt aus dem außergewöhnlichen Ereignis dieser Vorstellung heraus.
In Netanja, einer Stadt Nahe Nahe Tel Aviv an der israelischen Mittelmeerküste, steht ein Comedian auf der Bühne und spielt (um) sein Leben: Sein Publikum erwartet ein Feuerwerk aus Pointen, doch was auf sie zukommt, ist eine Lebensbeichte, die weder Dovele selbst noch sein Publikum schont.

Zwischen den Zuschauern sitzt der Ich-Erzähler – ein pensionierter Richter und Jugendfreund des Comedians, den er nach Jahrzehnte langer Funkstille mit der Bitte kontaktierte, zu diesem Auftritt zu kommen, um danach im Stile seines ehemaligen Berufs ein Urteil zu fällen: über das was auf der Bühne geschah, über die Ausstrahlung, über den Menschen.

David Grossman lässt in seinem neuesten Roman eine Welle nach der anderen aus unterschiedlichen Emotionen auf das Publikum im Theater und die Leserschaft des Buches prallen – ungebremst und ungefiltert. Denn Doveles Erzählungen changieren rückhaltlos, und auch gegen die immer stärker werdende Unruhe und -geduld seines Publikums, zwischen seinen seelischen wie körperlichen Gebrechen, Unglücksmomenten seiner Kindheit und hin und wieder dazwischen geschobenen Witzen.

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„fesselnde Leselektüre“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Es ist schon wieder eine Zeit her, seit er sein Richteramt auf Druck von höchster Stelle zurückgelegt hat. Sein ganzes Berufsleben lang übte er seinen Beruf mit Freude und Sorgfalt aus. Unbestechlich und gewissenhaft und ohne liebäugelndem Blick auf die Regierungsbank fällte er bis zuletzt seine Urteile. Seit seine Frau verstorben ist, lebt er nun vollkommen zurückgezogen. Nur seine altersschwache Hündin leistet ihm Gesellschaft. Als er von einem Spaziergang mit ihr zurück in die Wohnung kommt, erreicht ihn der Anruf eines Jugendfreundes. Sie haben sich ganz aus den Augen verloren und im ersten Moment weiß er gar nicht, wer diese seltsame Bitte an ihn heranträgt. Sein ehemaliger Freund Dovele ist Comedian. Er bittet ihn zu einer Vorstellung zu kommen. Er wünscht sich seine Einschätzung, sein unbestechliches Urteil. Erst will er ablehnen. Nun sitzt er im halbdunklen Zuseherraum. Als Dovele auf die Bühne stolpert, ist auf den ersten Blick klar, dass Dovele die besten Jahre längst hinter sich hat. Auch klar wird ihm, dass es nicht nur um sein Urteil geht...
Ungemein fesselnde Leselektüre
Es ist schon wieder eine Zeit her, seit er sein Richteramt auf Druck von höchster Stelle zurückgelegt hat. Sein ganzes Berufsleben lang übte er seinen Beruf mit Freude und Sorgfalt aus. Unbestechlich und gewissenhaft und ohne liebäugelndem Blick auf die Regierungsbank fällte er bis zuletzt seine Urteile. Seit seine Frau verstorben ist, lebt er nun vollkommen zurückgezogen. Nur seine altersschwache Hündin leistet ihm Gesellschaft. Als er von einem Spaziergang mit ihr zurück in die Wohnung kommt, erreicht ihn der Anruf eines Jugendfreundes. Sie haben sich ganz aus den Augen verloren und im ersten Moment weiß er gar nicht, wer diese seltsame Bitte an ihn heranträgt. Sein ehemaliger Freund Dovele ist Comedian. Er bittet ihn zu einer Vorstellung zu kommen. Er wünscht sich seine Einschätzung, sein unbestechliches Urteil. Erst will er ablehnen. Nun sitzt er im halbdunklen Zuseherraum. Als Dovele auf die Bühne stolpert, ist auf den ersten Blick klar, dass Dovele die besten Jahre längst hinter sich hat. Auch klar wird ihm, dass es nicht nur um sein Urteil geht...
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
9
2
0
1
0

von einer Kundin/einem Kunden am 25.01.2018
Bewertet: anderes Format

Dovele steht auf der Bühne, das Publikum starrt gebannt auf ihn und dann beginnt seine Show. Das was der Comedian erzählt, bringt nicht jeden zum Lachen. Bitterböse und irre gut!

In einem Atemzug zu lesen
von einer Kundin/einem Kunden aus Winterthur am 10.10.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Das Buch ist stilistisch ein Meisterwerk! Ich konnte das Buch nicht weglegen und habe es an einem einzigen Tag gelesen. Das ist auch zu empfehlen, denn der Leser fühlt sich beim Lesen wie der Stand-up Comedian im Buch: atemlos. Das Buch liest sich deshalb am Besten in einem Atemzug.... Das Buch ist stilistisch ein Meisterwerk! Ich konnte das Buch nicht weglegen und habe es an einem einzigen Tag gelesen. Das ist auch zu empfehlen, denn der Leser fühlt sich beim Lesen wie der Stand-up Comedian im Buch: atemlos. Das Buch liest sich deshalb am Besten in einem Atemzug. Die Story packte mich sofort und führte mich sehr langsam aber sich an den Abgrund der menschlichen Seele hin. Der Protagonist muss eine grausame Entscheidung treffen, welche im ganzen Buch nie wortwörtlich erwähnt wird, sich dem Leser aber unaufhaltsam eröffnet, je weiter er liest. Als Leserin fühlte ich mit und wurde in diesen Abgrund und in die Entscheidung des Protagonisten mitgerissen. Unwillkürlich trifft man als Leser ebenfalls eine Entscheidung.

"Kommt ein Pferd in die Bar"
von einer Kundin/einem Kunden am 29.09.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ich sah ihn gleich vor mir, diesen abgehalfterten Komödianten, der da auf die Bühne stolpert und sein erwartungsvolles Publikum mit seinem Auftritt irritiert, mit seiner Geschichte bis ins Mark trifft. Und ich bin ihm atemlos gefolgt bei seinem Monolog, mit wachsender Begeisterung für dieses großartige Buch.