Knochenjob!

(10)
Drei wissenswerte Tatsachen

1. Dies ist eine Geschichte über den Tod.
2. Dies ist eine Geschichte über den Tod, der das Nasenbein gestrichen voll hat von rostigen Sensen und kratzigen Umhängen.
3. Dies ist eine Geschichte über den Tod, die folgende Dinge beinhaltet:
• Das Leben
• Das Schicksal
• Eine Reise zur Zeit
• Den todesmutigen Versuch, ein paar Menschen zu retten
• Und ein zufällig gelüftetes Geheimnis, das alles über den Haufen wirft.

Aber lest selbst.
Portrait
Hallo! Nun, was sagt man in solchen Texten schon über sich? Lass mich nachdenken.
Ich bin Sarah, 21 Jahre alt, und habe das beklemmende Gefühl, dass es für eine halbwegs aufschlussreiche Autoreninfo entweder viel zu viel oder viel zu wenig zu sagen gibt. Die wesentlichen Punkte lauten, denke ich, folgendermaßen: Ich interessiere mich brennend für alles Alte und irgendwie Gammlige (vermutlich eine der Hauptvoraussetzungen für Archäologiestudenten), verbringe den Großteil meiner Freizeit mit meiner Tastatur und wollte Autorin werden, seit... nun, seit ich meine ersten Geschichten verfasste, in denen es meistens um Kaninchen und magische Eichhörnchen ging. Wohlwollend könnte man sagen, dass ich mich seither zumindest ein wenig verbessert habe.
Das geschriebene Wort war mir (auch, wenn es momentan womöglich nicht den Anschein hat) schon immer das Liebste. Ich verschlinge alles, das mit Buchstaben geschmückt ist, lese ab und zu zum Spaß im Wörterbuch und mache mir ständig Notizen, wenn mir merkwürdige Redewendungen auf- oder Ideen für meine Geschichten einfallen.
Kurzum: Ich bin ein echter Junkie. Ein Leben ohne Schreiben ist für mich nicht möglich... und anders möchte ich es auch gar nicht haben.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 300
Erscheinungsdatum 31.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95991-192-4
Verlag Drachenmond-Verlag
Maße (L/B/H) 20,8/14,6/3,2 cm
Gewicht 396 g
Buch (Taschenbuch)
13,30
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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Ein tödliches Abenteuer mit Hindernissen ...
von Klaudia Szabo am 11.02.2018

Inhalt Der Tod hat die Nase gestrichen voll davon, dass seine Kollegen immer mehr Anerkennung bekommen als er. Vor allem dieses schreckliche Leben – nicht auszuhalten! So wie der Angeber herumprahlt, rollen sich einem ja die nicht vorhandenen Zehennägel auf. Also beschließt Tod, dem Sensemann-Image den Rücken zuzukehren. Zwischen Erste-Hilfe-Versuchen,... Inhalt Der Tod hat die Nase gestrichen voll davon, dass seine Kollegen immer mehr Anerkennung bekommen als er. Vor allem dieses schreckliche Leben – nicht auszuhalten! So wie der Angeber herumprahlt, rollen sich einem ja die nicht vorhandenen Zehennägel auf. Also beschließt Tod, dem Sensemann-Image den Rücken zuzukehren. Zwischen Erste-Hilfe-Versuchen, unschönen Begegnungen mit Krankheit, Zufall, Schicksal und Glück, und einer irrwitzigen Suche nach einer Urlaubsvertretung, um sich bei der Zeit zu beschweren, muss Tod erst entdecken, was sich in der Geschichte der Evolution so alles zugetragen hat … Meine Bewertung Es gibt Bücher, die brauchen einfach ihre Zeit – „Knochenjob“ von Sarah Adler gehört definitiv dazu. Dieses Buch war so lange auf meinem Currently Reading-Stapel, weil ich entweder nicht in der Stimmung dafür war, weil ich nicht die Konzentration dafür hatte oder weil es sich einfach nicht richtig angefühlt hat. Dafür habe ich die letzten 100 Seiten gestern am Stück verschlungen. Wie gesagt – es braucht definitiv die richtige Stimmung, um den geballten Tod in seiner bedauernswerten Existenz zu ertragen. Der erste Pluspunkt gleich vorweg: Fantasy ohne Liebesgeschichte. Yay! Dafür mit vielen Einsätzen bei Seelen, in ekligen Krankenhäusern, in noch ekligeren Mooren und in wunderschönen Sphären, die Sarah Adler meisterhaft beschreibt. Gerade die sehr irrwitzigen Behausungen ihrer Charaktere sind wirklich wundervoll beschrieben, allerdings muss man sich auf den Schreibstil als Gesamtwerk erst mal einlassen können, was mir mal besser, mal schlechter geglückt ist. Der Humor ist unheimlich schwarz, trocken und sarkastisch. Der Tod als ewiger Misanthrop und Pessimist kommuniziert seine Anmerkungen auch gern mal über Fußnoten, was ich hier passend empfand, mich aber in jedem anderen Buch genervt hätte. Was mir in dem Buch aber ein wenig gefehlt hat, war der rote Faden. Wahrscheinlich habe ich auch deshalb so lange dafür gebraucht, denn wenn man einmal drin ist, lässt es sich wirklich flüssig weglesen. Lange habe ich allerdings suchen müssen, was genau mir die Geschichte jetzt sagen soll und in welche Richtung wir uns eigentlich gerade bewegen. Dafür war die Auflösung wirklich all die „Vorrede“ wert. Es war so genial und ich hatte genau auf so etwas gehofft – keine dramatische Liebesgeschichte. Einfach nur ein Wohlfühlbuch, trotz all der Sticheleien und teilweise nicht gerade ästhetischen Charaktere (*hüstel* Krankheit). Was ich besonders toll fand, war auch die Art und Weise, wie Sarah Adler Witz, Wortgewandtheit und so viele verschiedene Facetten in ihren Charakteren vereint. Alle waren zum Greifen nah, egal, wie oft oder selten sie auftauchten. Und ich könnte jetzt nicht mal genau sagen, ob es jemanden gab, den ich nicht mochte. Aber Glück und Tod werden wohl einen sehr besonderen Platz in meinem Herzen behalten. Hätte es eine Liebesgeschichte gegeben – die aber wohl ebenso absurd geworden wäre – dann hätte ich sie mir zwischen diesen beiden gewünscht. Die Dialoge zwischen den verschiedenen Erscheinungen waren herrlich, vor allem, wenn Tod Erste Hilfe leisten will und dabei Krankheit in die Quere kommt. Ich habe bis heute Sarah Adlers Stimme im Kopf, die diese Passage so herrlich vorträgt, und auch beim erneuten Lesen habe ich mich vor Lachen kaum noch einbekommen. Alles in allem ist „Knochenjob“ kein Buch für jeden Leser, aber ich empfehle dringend, es anzutesten! Wenn euch der Humor und der Schreibstil gefallen – prima, lest weiter. Es lohnt sich. Ich finde es einfach sehr außergewöhnlich und liebenswert, weshalb ich darauf hoffe, dass mich auch die weiteren Bücher von Sarah Adler so überzeugen können.

Eine interessante Ansicht über Herrn Tod und sein "Leben"
von padmanpl.blog aus Frankfurt am 17.11.2017
Bewertet: eBook (ePUB)

Vorweg möchte ich erklären, warum diese Geschichte „anders“ ist. Sie behandelt nämlich Themen, die in der heutigen Zeit ein ziemliches Tabu geworden sind, obwohl sie täglich überall auf der Welt zugegen sind. Die Themen sind Tod und Sterben. Aber in einer Art und Weise, die spannend und interessant zu... Vorweg möchte ich erklären, warum diese Geschichte „anders“ ist. Sie behandelt nämlich Themen, die in der heutigen Zeit ein ziemliches Tabu geworden sind, obwohl sie täglich überall auf der Welt zugegen sind. Die Themen sind Tod und Sterben. Aber in einer Art und Weise, die spannend und interessant zu lesen ist. Wichtig ist auch zu sagen, dass die Geschichte voll von schwarzem Humor, Sarkasmus, Ironie und Selbstironie ist. Wer sowas mag, so wie ich, wird oft und viel zu lachen haben. Die Tatsache, dass der Tod personifiziert wurde und dieses Buch von seinen Erlebnissen im Laufe der Jahrmilliarden „selbst“ geschrieben worden ist, stellt sich wahrlich als grandios heraus. In der Geschichte selbst erfährt man viel über die Arbeit und das Leben von Tod und wie er nach und nach genug davon hat. Durch die Erzählung lässt Tod viel in seine Gedanken blicken und sozusagen auch hinter seine Kulissen. Diese Seite vom Tod ist eine, die eher nur sehr selten betrachtet wird. Mit der Zeit wird auch verständlich, warum er nicht mehr der Tod in dieser Form sein möchte. Sein Ruf ist einfach nicht der beste und daran möchte er unbedingt etwas ändern. Seine Versuche sind herzallerliebst aber leider nicht mit Erfolg versehen. Diese sind sogar gut beschrieben, denn er versucht sich in Erster Hilfe. Man kann ihm jedenfalls nicht vorwerfen, dass er es nicht versucht hätte. So muss er sich stets neue Dinge einfallen lassen und probiert diese auch aus. Irgendwann beschließt er eine Reise zur Zeit zu unternehmen um seinen Unmut zu äußern. Seine Erzählung ist dabei jedoch nicht geradlinig, da häufig ein Rückblick oder Erklärungen zu Situationen mit unter Anderem weiteren Personifizierungen, wie zum Beispiel Leben, Zufall, Glück und weiteren, eingeschoben werden. Diese eingeschobenen Anekdoten bieten Abwechslung und machen meiner Meinung nach die Gesamtgeschichte verständlicher. Man merkt insgesamt in diesem Buch, dass sich die Autorin ausführlich mit dieser Thematik beschäftigt hat. Schließlich werden auch die kulturell unterschiedlichen Vorstellungen beschrieben, welche Erscheinung der Tod hat. Denn er tritt nicht überall auf der Welt als der bekannte „Sensenmann“ auf. Zudem ist die Idee, wie es sich mit dem Sammeln der Seelen verhält, schön durchdacht. Die Vorstellung, dass Tod ein ganz angenehmer Zeitgenosse ist und wie er die Seelen der Verstorbenen abholt und diese sich ihm gegenüber verhalten, bieten eine neue, recht positive Sichtweise zum Tod und Sterben. Darüber muss man erstmal nachdenken, finde ich. Der Charakter von Tod ist in diesem Buch sehr gut getroffen. Genau so stellt man ihn sich vor, wenn es um Charaktereigenschaften geht. Auch der Schreibstil passt und ist nicht zu kompliziert, so dass sich diese Geschichte sehr gut lesen lässt. Die Idee und die Umsetzung, sowie die Darstellung vom Tod als Person, haben mich an dieses Buch gefesselt. Obwohl es kein spezielles Spannungshoch gibt, wollte ich dranbleiben um diese Geschichte weiterzulesen. Das ist wirklich nicht die Norm bei mir. Aber es machte Spaß zu lesen und der besondere Humor, der passend zum Tod ist, sind das entsprechende Tüpfelchen auf dem „i“. Kurzum kann ich das Buch insbesondere jenen empfehlen, die sich ohnehin mit dem Tod als solchen beschäftigen und / oder eine Affinität zum schwarzen Humor besitzen. Für diese Menschen ist das Buch geradezu perfekt.

einfach ganz andere Erwartungen
von einer Kundin/einem Kunden aus Freiburg am 12.10.2017

ich weiß gar nicht, was ich groß zum Buch sagen soll. Ich hatte einfach ganz andere Erwartungen. Ich dachte, es gäbe eine witzige Story über den Tod und seine Aufgaben, aber stattdessen ließt sich Knochenjob wie eine Biografie, voller Anekdoten und schwarzem Humor. Das war leider so gar nicht... ich weiß gar nicht, was ich groß zum Buch sagen soll. Ich hatte einfach ganz andere Erwartungen. Ich dachte, es gäbe eine witzige Story über den Tod und seine Aufgaben, aber stattdessen ließt sich Knochenjob wie eine Biografie, voller Anekdoten und schwarzem Humor. Das war leider so gar nicht Meins. Schnell habe ich gemerkt, dass ich einfach mit dem Konzept des Buches nicht warm werde, habe es aber dennoch beendet, weil es so seine guten Momente hatte. Versteht mich nicht falsch, die Autorin hat hier einige sehr außergewöhnliche Einfälle aus dem Hut gezaubert, aber mir war die Erzählweise einfach zu trocken und langweilig. In sehr kurzen Abschnitten philosophiert der Tod über Dinge wie das Schicksal, das Leben usw. und die Texte lasen sich eher wie ein Aufsatz, als ein Fließtext. Das wird einigen sicher gefallen, mir allerdings nicht. Ich fand es auch etwas schade, dass kein roter Faden erkennbar war. Am Ende war ich jedenfalls nicht schlauer, als am Anfang und den Tod habe ich auch eher selten verstanden


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