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Juden und Worte

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Juden und Worte bilden von jeher eine enge Verbindung. Amos Oz und seine Tochter Fania Oz-Salzberger, die als Historikerin lehrt, erkunden jüdische Wortwelten, Wörter, ihre alten wie neuen Bedeutungen, Auslegungen und Wandlungen, die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. Kontinuität im Judentum war immer ans mündlich geäußerte und geschriebene Wort geknüpft, an ein ausuferndes Geflecht von Interpretationen, Debatten, Streitigkeiten. In der Synagoge wie in der Schule, vor allem aber zu Hause umspannte es zwei oder drei ins Gespräch vertiefte Generationen. Was Juden untereinander verbindet, sind Texte. Es ist mit Händen zu greifen, in welchem Sinne Abraham und Sara, Rabban Gamiel, Glückel von Hameln und zeitgenössische jüdische Autoren demselben Stammbaum angehören. Vater und Tochter zeigen anhand verschiedener Themen wie Kontinuität, Frauen, Zeitlosigkeit, Individualität quer durch die Zeiten, von der namenlosen, möglicherweise weiblichen Verfasserin des Hohenliedes bis zu den Talmudisten, Gelehrten und Künstlern die Verbindung von Juden und Wörtern.

Sie zeigen, dass jüdische Tradition, auch jüdische Einzigartigkeit nicht von zentralen Orten, Erinnerungsstätten, heroischen Figuren oder Ritualen abhängt, sondern vielmehr von geschriebenen Worten, deren Auslegungen und Debatten zwischen den Generationen. Gelehrt, behände und humorvoll bietet »Juden und Worte« einen einzigartigen Streifzug durch die jüdische Geschichte und Kultur und lädt jeden Leser, jede Leserin zum Gespräch ein, zu Fragen, Einwänden, Entdeckungen in einem Buch.
Portrait

Amos Oz wurde am 4. Mai 1939 als Amos Klausner in Jerusalem geboren und wuchs auch dort auf. Seine Eltern waren 1917 von Odessa nach Wilna (damals Polen) geflüchtet und wanderten von dort nach Palästina aus. 1954 trat er dem Kibbuz Chulda bei und nahm den Namen Oz an, der auf hebräisch Kraft, Stärke bedeutet. Von 1960 bis 1963 studierte er Literatur und Philosophie an der hebräischen Universität in Jerusalem und kehrte nach seinem Bachelor-Abschluss in den Kibbuz zurück und lehrte bis 1986 Literatur und Philosophie an der Oberschule Hulda. Seit dem 6-Tage-Krieg war er in der israelischen Friedensbewegung aktiv und befürwortete eine Zwei-Staaten-Bildung im israelisch-palästinensichen Konflikt. Er ist Mitbegründer und herausragender Vertreter der seit 1977 bestehenden Friedensbewegung Schalom achschaw (Peace now). Seit 1987 lehrt er Hebräische Literatur an der Ben-Gurion Universität von Negev, Beesheba. Die Werke von Amos Oz wurden in 37 Sprachen übersetzt. Er hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten.

Zeittafel

04.05.1939

geboren in Jerusalem als Amos Klausner, aufgewachsen in einer gebildeten rechts- zionistischen Gelehrtenfamilie, die 1917 von Odessa nach Wilna (damals Polen) geflüchtet war und von dort 1933 nach Palästina auswanderte.

1954

trat er - zwei Jahre nach dem Tod seiner Mutter - dem Kibbuz Chulda bei; Abschluß der Schule (religiöse Grundschule, weltliche Oberschule). Dort nahm er den Namen »Oz« (hebr. Kraft, Stärke) an.

1957-1960

Wehrdienst

1960-1963

Studium der Literatur und Philosophie an der hebräischen Universität in Jerusalem. Abschluß mit dem B.A., danach Rückkehr in den Kibbuz.

ab 1961

erste literarische Veröffentlichung

1963-1986

unterrichtete Amos Oz Literatur und Philosophie u. a. als Lehrer an der Oberschule Hulda.

1967

während des 6-Tage-Krieges kämpfte Amos Oz in einer Panzereinheit auf dem Sinai und

1973

während des Jom-Kippur-Krieges auf den Golan-Höhen. Seit dem 6-Tage-Krieg war er in der israelischen Friedensbewegung aktiv und befürwortete eine Zwei-Staaten-Bildung im israelisch-palästinensichen Konflikt Er ist Mitbegründer und herausragender Vertreter der seit 1977 bestehenden Friedensbewegung Schalom achschaw (Peace now).

Amos Oz hat ein Jahr in Oxford studiert und wurde später wiederholt zu Vorträgen und Lesungen in die Vereinigten Staaten eingeladen.

1986

verließ Amos Oz mit seiner Familie den Kibbuz und lebt seitdem in Arad in der Negev-Wüste.



Seit 1987 lehrt er Hebräische Literatur an der Ben-Gurion Universität von Negev, Beesheba Die Werke von Amos Oz wurden in 37 Sprachen übersetzt. Er hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten.

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An einer Debatte mitlauschen
von einer Kundin/einem Kunden aus obergösgen am 17.08.2014

Lesenswert und informativ; hat mir Lust gemacht, wieder Originaltexte zu lesen... Diesbezüglich war Anmerkung 104 (nesikim 15a) wenig hilfreich. Fündig wird mann/frau besser unter Baba Bathra 15a... Manche "Interna" scheinen mit in die innerisraelische debatte gesprochen. Hoffentlich werden sie gehört!