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Journeyman

1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs

(18)

Wie kommt man einmal um die Welt, mit nur 255 Euro auf dem Konto? Fabian Sixtus Körner schnappt sich seinen Rucksack und macht sich auf ins Ungewisse. Sein Plan: alle Kontinente dieser Erde bereisen - und überall für Kost und Logis arbeiten. Er legt Tausende von Kilometern in Fliegern, Zügen, Bussen, löchrigen Booten und Rikschas zurück und arbeitet dabei mal als Grafiker, mal als Architekt oder Fotograf. Zwei Jahre und zwei Monate, über 60 Orte, querweltein.

Portrait

Fabian Sixtus Körner, geboren 1981, ist Designer, Fotograf, Innenarchitekt, Blogger. Anfang 2010 begann er die Welt zu bereisen und für Kost und Logis zu arbeiten. Innerhalb von zwei Jahren besuchte er alle fünf Kontinente, seit April 2012 lebt und arbeitet er in Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 278
Erscheinungsdatum 06.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-37566-3
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 18,7/12/2,8 cm
Gewicht 303 g
Abbildungen mit zahlreichen QR-Codes, 24 meist farbigen Fotos-Taf.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
8
2
5
2
1

Schlechteste Buch was ich je gelesen habe
von einer Kundin/einem Kunden aus Magdeburg am 14.06.2018
Bewertet: Paperback

Titel und Klappentext wecken einfach einfach falsche Erwartungen: Ich persönlich ging zumindest davon aus mehr darüber zu erfahren, wie man sich beim Reisen mit verschiedenen Jobs über Wasser halten kann. Tatsächlich handelt es sich jedoch nur um einen eher oberflächlichen Reisebericht, der für jeden, der schonmal gereist ist, nicht... Titel und Klappentext wecken einfach einfach falsche Erwartungen: Ich persönlich ging zumindest davon aus mehr darüber zu erfahren, wie man sich beim Reisen mit verschiedenen Jobs über Wasser halten kann. Tatsächlich handelt es sich jedoch nur um einen eher oberflächlichen Reisebericht, der für jeden, der schonmal gereist ist, nicht wirklich spannend sondern sogar langweilig ist. Dass er nur mit 255? in der Tasche losfährt, ist absolut nicht relevant, da er sich (wie gegen Ende beiläufig erwähnt wird) seine Flüge mit Freelancerjobs bei deutschen Auftraggebern finanziert. Vielleicht interessant für Leute aus dem Design-Bereich, aber keine "Anleitung" für die breite Masse. Auch eine persönliche Entwicklung in den 2 Jahren ist nicht wirklich erkennbar. Ich denke nur an meine allererste Reise, die ich auf eigene Faust und ohne großen Plan durchs südliche Afrika unternahm und was das bei mir im Kopf verändert hat, wie viele interessante Menschen mich in dieser Zeit beeinflusst haben und wie viele verschiedene neue Eindrücke ich damals in mein Tagebuch geschrieben habe. Davon ist bei Körner nichts ernst zunehmendes zu finden außer das übliche Geschwafel über Dinge, die man gar nicht braucht, blablabla. Körners Erlebnisse sind einfach nur öde (oder zumindest öde beschrieben) und auf ein Buch zu schreiben, dass man 5 Kontinente bereist hat, obwohl man auf einigen Kontinenten nur mal kurz in einem Land war, finde ich auch übertrieben. Denn genau das habe ich persönlich von meinen Reisen mitgenommen: Dass ein paar Wochen oder Monate nicht reichen um alle Facetten eines Landes und schon gar nicht die eines ganzen Kontinents zu erfahren. Naja, wenigstens bekommt man durch das Buch wieder ein wenig Lust aufs Reisen und es liest sich auch recht flott. Und immerhin hat es mich dazu angeregt mein internationales Netzwerk nicht einschlummern zu lassen. Wer weiß, wann man mal wieder raus will und einen Job vorort sucht. Aber der Titel des Buches erzeugt einfach falsche Erwartungen.

von einer Kundin/einem Kunden am 19.05.2017
Bewertet: anderes Format

Ein tolles Buch, wenn man gerade selber an Fernweh leidet, denn hier erlebt man die Reise einfach mit. Spannende Erlebnisse auf verschiedenen Kontinenten werden hier beschrieben.

Journeyman
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 19.07.2016

Fabian Sixtus Körner hat getan. Etwas unerhörtes, nein er ist nicht einfach nur aufgebrochen, um nach der Uni das Lebensglück im Brotberuf zu finden, nein er ist ausgebrochen indem er ferne Kontinente ohne Geld bereist. Jedenfalls behauptet der Buchrücken dieses in der heutigen Zeit erstaunliche Unterfangen. Allerdings habe ich... Fabian Sixtus Körner hat getan. Etwas unerhörtes, nein er ist nicht einfach nur aufgebrochen, um nach der Uni das Lebensglück im Brotberuf zu finden, nein er ist ausgebrochen indem er ferne Kontinente ohne Geld bereist. Jedenfalls behauptet der Buchrücken dieses in der heutigen Zeit erstaunliche Unterfangen. Allerdings habe ich beim Lesen nichts davon gespürt, dass Fabian ohne Geld diese Reisen gemacht hätte. Seine Kurzpraktika –denn seine Arbeitseinsätze im Ausland dauern selten länger als zwei Monate- wirken eher wie Rundumwohlfühlpakete in Überseegebieten und bleiben alles in allem touristische Zwischenspiele. Das einzige Mal wo er beklaut wird fragt er rasch einen deutschen Bekannten, der ihm umgehend die paar Hundert Euro leiht. Fabians Ziel ist es Kost und Logis frei zu haben, wie die Handwerkergesellen auf der Walz. Keine taufrische Grundidee, aber ein echter Mutmacher auf seinem Weg ins Unbekannte. Diesem philosophischem Überbau gibt er den klangvollen Namen Designwalz. Das hat was und ist stimmig. Leider gibt es auf den einzelnen Stationen wenig neues zu erzählen, Schanghai ist hektisch. Indien ein einzigartiges frauenfeindliches Durcheinander. In Malaysia sind die Menschen sanft, auf Cuba bieten sich die Einheimischen Frauen für eine Handvoll Dollar für den Geschlechtsverkehr an. Ägypten hat eine Spur zu viel muslimischer Religion abbekommen. In Australien sind die Leute locker drauf. Die USA ist das Land der Chancen, die Dominikanische Republik ein Land der Badehosen und Hahnenkämpfe und in Kolumbien sind die Drogen billig, die Fabian selbstredend nicht konsumiert, wie er die kubanische Prostituierte ganz deutschordentlich quasi aus dem Bett schmeißt, dass keine unsauberen Dinge geschehen, die man nachher bereuen könnte. Man wird das gesamte Buch über das Gefühl nicht los, dem smarten Vollbarträger mit Kreativjob ist das Glück gehobener Bildung hold, was dem Buch von vornherein eine gewisse Sterilität verleiht. Auch weil da die GIZ Schwägerin in Afrika, und die Taunus Kindergartenliebe in Südamerika wohnungstechnisch Überbrückungshilfe leisten kann. Solche Verbündete hat nicht jeder. Der Autor weiß aus seinen Vorteilen und Gaben eine Kunst zu machen, nicht aus seiner Geldlosigkeit. Jetzt aber genug mit der mäkeligen Kritikerspöttelei. Insgesamt habe ich ein gutes Buch gelesen. Fabian Sixtus Körner schlägt einen süffigen Erzählsound an, der praktisch gleich in die Handlung zieht. Die Orte und Menschen werden sehr anschaulich beschrieben. Einmal eingelesen konnte ich das Buch phasenweise schlecht aus der Hand legen einfach weil die Geschehnisse durchaus in den Bann zu ziehen vermögen und einem gelegentlich ein Grinsen auf den Lippen erscheint. Zum Schreien komisch ist die Szene mit dem fortgesetzten Hahnenkampf in der Dominikanischen Republik. Anrührend die Situation auf Cuba, als er eine Streichholzschachtel achtlos behandelt. Die Szene sagt viel mehr aus über die Situation im Lande als ganze Auslandskorrespondentenfilme. Diese Tiefe geht dem Buch allerdings ansonsten ab. Etwas leichtes für Zwischendurch, mehr nicht, weniger aber auch nicht.