Irisches Tagebuch

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Diese Aufzeichnungen sind eine Hommage an das Land, in das Heinrich Böll 1954 seine erste wirkliche Auslandsreise unternahm und das ihm in den darauffolgenden Jahren mehr und mehr zur Wahlheimat wurde.
“Das Geheimnis dieses Buches, des liebenswertesten Buches von Heinrich Böll, ist, daß kaum ein Wort über die verzwickte Ökonomie und die noch verzwicktere Geschichte dieses kleinen Staates gesagt wird und daß dennoch das ganze Irland in diesem Tagebuch eingefangen zu sein scheint.” (Stuttgarter Zeitung). Marcel Reich-Ranicki sieht darin “ein verstecktes Deutschlandbuch, denn mit seinen Reisenotizen strebt Böll eine mittelbare Kritik der einheimischen Verhältnisse an: Irland wird immer wieder als Gegensatz zur Bundesrepublik betrachtet.” Das Irische Tagebuch wurde ein wesentlicher Auslöser der Irland-Reisewelle, die wenige Jahre nach seiner Veröffentlichung in Deutschland einsetzte.
Informieren Sie sich auch über das größte editorische Unternehmen in der Geschichte des Verlags Kiepenheuer & Witsch: Heinrich Böll, Werke 1 - 27 Kölner Ausgabe
Rezension
"Das ist alles locker und frei, auch das Beiläufige und nebenher Erzählte groß angelegt und wunderbar gesagt, Landschaft, Verhältnisse, Menschen, wenn auch nur wie mit einer Fahrradlampe kurz angeschnitten, gewinnen Kontur, prägen sich ein . . . Ich halte dieses Buch für eines der schönsten und wertvollsten." (Carl Zuckmayer)
Portrait

Heinrich Böll, geboren am 21. Dezember 1917 in Köln, gestorben am 16. Juli 1985 in Langenbroich. Heinrich Böll* *war Sohn eines Tischlers und Holzbildhauers, in dessen Hause in Köln ab 1933 Zusammenkünfte verbotener katholischer Jugendverbände stattfanden. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen. Er desertierte 1944 und kehrte 1945 aus der Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire Die schwarzen Schafe mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u. a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger). Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen das Grauen des Krieges und seiner Folgen, polemisierte er gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte er sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den 60er und 70er Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare »Nachrüstung«. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock (Reisen in die UdSSR und CSSR). Der 1974 aus der UdSSR deportierte Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift L 76. Demokratie und Sozialismus heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971-74). Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so den Georg-Büchner-Preis (1967), den Literatur-Nobelpreis (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).
Werke von Heinrich Böll:
Romane:Wo warst du, Adam? (1951)Und sagte kein einziges Wort (1953)Haus ohne Hüter (1954)Billard um halbzehn (1959)Ansichten eines Clowns (1963) Gruppenbild mit Dame (1971) Fürsorgliche Belagerung (1979) Frauen vor Flußlandschaft (posthum 1985)
Erzählbände:Wanderer, kommst du nach Spa... (1950)Doktor Murkes gesammeltes Schweigen (Satiren, 1958)Du fährst zu oft nach Heidelberg (1979)
*Erzählungen:*_Nicht nur zur Weihnachtszeit_ (Satire, 1952)Das Brot der frühen Jahre (1955)Entfernung von der Truppe (1964)Ende einer Dienstfahrt (1966)Die verlorene Ehre der Katharina Blum (1974)Berichte zur Gesinnungslage der Nation (Satire, 1975)
Dramen:Ein Schluck Erde (1962)Aussatz (1970)
*Essaybände: *Frankfurter Vorlesungen (1966)Querschnitte (1977)
Außerdem die Reisebeschreibung Irisches Tagebuch (1957); ferner zahlreiche Hörspiele, u. a. Hausfriedensbruch (1969), und die Sammlung Erzählungen, Hörspiele, Aufsätze (1961).
Im Rahmen der bislang größten editorischen Unternehmung des Verlages Kiepenheuer & Witsch werden sämtliche Werke Heinrichs Bölls in der sogenannten Kölner Ausgabe herausgegeben.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 143
Erscheinungsdatum 01.01.1957
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-02960-4
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19,7/12,5/1,7 cm
Gewicht 210 g
Abbildungen 10 schwarzweisse Abbildungen
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 26.03.2018
Bewertet: anderes Format

Sammlung von Stimmungsbildern aus dem Irland der 50er Jahre, mal kritisch, mal humorvoll, aber immer liebevoll beobachtet. Ein kleines, feines Büchlein!

Sowohl vor, als auch nach einem Irlandurlaub lesenswert!
von einer Kundin/einem Kunden am 22.09.2017
Bewertet: Taschenbuch

Sie stehen kurz vor einem Irlandurlaub und möchten sich noch etwas über Land und Leute informieren? Dann lesen Sie unbedingt dieses Buch! Es ist einer der schönsten Texte, die man über Irland finden kann!

von einer Kundin/einem Kunden am 24.06.2017
Bewertet: anderes Format

Wunderschönes Portrait eines Landes an der Schwelle der Veränderung. Schöne, witzige und traurige Episoden aus einem fantastischen Land.