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Im Dienst der Gräfin

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1606: Durch eine Seuche zur Waise geworden, gelangt die 17-jährige Emilia in die Dienste der Gräfin Elisabeth Bathory, der mächtigsten Frau Ungarns.
Emilia ist glücklich über die Möglichkeit ihrer Berufung zur Gewandschneiderin folgen zu können, doch schon bald überschatten Todesfälle und Misshandlungen das Leben am Hof. Obwohl Emilia in der Gunst der Gräfin steht, die ihre Fähigkeiten schätzt und ihr vertraut, erkennt sie eine dunkle Seite an ihrer neuen Dienstherrin.
Als sie sich in Istvan verliebt, der ebenfalls schicksalshaft mit Elisabeth verbunden ist, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu und Emilia gerät in einen lebensgefährlichen Strudel aus seelischen Abgründen und politischen Ränkespielen.

Portrait
Tereza Vanek wurde 1966 in Prag geboren und kam als kleines Kind zusammen mit ihren Eltern nach München. Nachdem sie als Erstklässlerin noch mit dem Lesen auf Kriegsfuß stand, wurde sie schnell zum Bücherwurm und verschlang die üblichen Kinder- und Mädchenbücher sowie – durch ihre Mutter ermuntert – ebenso die Klassiker der Weltliteratur.
Fasziniert von epischer Breite und tiefgründigen Charakteren begann sie schon bald, sich eigene Geschichten auszudenken. Dabei begeisterte sie sich für vergangene Epochen, fremde Kulturen und Frauen, die gegen Normen verstießen. Als Teenager erfolgten erste Schreibversuche über Amazonen oder Kämpferinnen für das Frauenwahlrecht im 19. Jahrhundert.
Gleichzeitig schloss sie die Schule ab, begann ein Studium der Anglistik, Romanistik und Slawistik und verbrachte ein Jahr in Frankreich. Sie promovierte über das Thema der Darstellung verbrecherischer Frauen im englischen Drama des 17. Jahrhunderts.
Mit einem eindrucksvollen Dr. phil. vor ihrem Namen war sie hoch qualifiziert, doch auf dem Arbeitsmarkt nicht unbedingt gefragt. Neugier und Abenteuerlust trieben sie wieder ins Ausland, wo sie in London, dann in dem postkommunistischen Prag als Fremdsprachenlehrerin tätig war. Schließlich kehrte sie nach München zurück und begann nach dem richtigen Beruf zu suchen.
Sie unterrichtete weiter Sprachen, übersetzte, war Call Center Agent und Teamassistentin und verkaufte im Internet nostalgische Kleidung, ihre zweite Leidenschaft neben der Literatur. Doch der Wunsch, Bücher zu schreiben, kristallisierte sich immer klarer heraus. Schließlich überwand sie ihre Selbstzweifel und machte sich endlich konsequent an die Arbeit.
Im September 2007 kam es zur Veröffentlichung ihres Debütromans „Schwarze Seide“, dem zahlreiche weitere Titel folgen sollten.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 420
Erscheinungsdatum 26.05.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-931989-81-1
Verlag Drachenmond-Verlag
Maße (L/B/H) 213/152/30 mm
Gewicht 610
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Serienmörderin oder Opfer politischer Intrigen?
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 14.09.2016

(4,5 von 5 Sternen) Erzsébet Báthory / Elisabeth Bathory (*1560 - †1614) ist eine historische Gestalt, die es zu eher zweifelhafter Berühmtheit gebracht hat. Die englischsprachige Wikipedia-Seite nennt die ungarische Gräfin eine Serienmörderin und behauptet, die Anschuldigungen, sie habe hunderte von jungen Frauen gefoltert und getötet, seien durch Zeugenaussagen und... (4,5 von 5 Sternen) Erzsébet Báthory / Elisabeth Bathory (*1560 - †1614) ist eine historische Gestalt, die es zu eher zweifelhafter Berühmtheit gebracht hat. Die englischsprachige Wikipedia-Seite nennt die ungarische Gräfin eine Serienmörderin und behauptet, die Anschuldigungen, sie habe hunderte von jungen Frauen gefoltert und getötet, seien durch Zeugenaussagen und den Fund misshandelter Opfer und entstellter Leichen bewiesen. Die deutsche Wikipedia-Seite ist da vorsichtiger und berichtet zwar ebenfalls von ihrer Verurteilung als Serienmörderin, unterscheidet aber zwischen unbestrittenen Fakten und solchen, die aus heutiger Sicht durchaus anzuzweifeln sind - wie zum Beispiel Zeugenaussagen, die durch Folter erpresst wurden und daher fragwürdig sind. Daher werden im deutschen Artikel zu Erzsébet Báthory zwei verschiedene Theorien präsentiert: Báthory als grausame Serienmörderin, oder Báthory als Opfer einer politischen Intrige. Was immer auch die Wahrheit ist, die Legende der skrupellosen Schlächterin, die 600 junge Frauen ermordet haben soll, um in ihrem Blut zu baden, hält sich hartnäckig. Im Laufe der Zeit wurde die Gräfin so zu einer Art weiblichem Dracula. Daher war ich sehr gespannt, wie Tereza Vanek über die "Blutgräfin" schreiben würde, und war freudig überrascht davon, wie überzeugend, vielschichtig und glaubhaft sie diese Frau in ihrem Buch zum Leben erweckt. Erzsébet ist hier ohne Zweifel eine harte, unnachgiebige Frau, die auch vor Grausamkeiten nicht zurückschreckt. Aber sie ist auch eine zutiefst verwundete Frau, die vom Leben gebrochen und bis zur Unkenntlichkeit verzerrt wurde. Man kann als Leser immer wieder erahnen, dass sie eigentlich sogar die Veranlagung zu Wärme und Mitgefühl in sich trägt: in einem Lächeln, in einer Geste des Großmuts oder Vergebens blitzt dieses Potential immer wieder auf, und das macht sie zu einem Menschen aus Fleisch und Blut - und einer tragischen Gestalt. Ob sie sich am Schluss des Romans als Monster erweist oder als missverstandene, von Intrigen verunglimpfte Frau (oder gar eine Mischung aus beidem), das möchte ich hier natürlich noch nicht verraten, aber ich fand das Ende auf jeden Fall schlüssig. Die Geschichte wird aus Sicht der jungen Emilia erzählt, einer frei erfundenen und dennoch nicht weniger glaubhaften Frauengestalt. Ich habe mich öfter bei dem Gedanken ertappt, dass sie Erzsébets Spiegelbild ist, denn wo Erzsébet dunkel ist, ist sie Licht. In meinen Augen ist sie, was Erzsébet hätte sein können. Sie ist mitfühlend, hilfsbereit und selbstlos, und dennoch ein komplexer Charakter, der auch mal falsche oder dumme Entscheidungen trifft. Ihre große Leidenschaft ist das Entwerfen und Schneidern prächtiger Gewänder, und mit Kreativität, Intelligenz und Entschlossenheit schafft sie es, die Aufmerksamkeit der Gräfin zu gewinnen und in ihren Dienst zu treten - und das, obwohl sie nach einer Verkettung tragischer Umstände eigentlich schon gezwungen war, mittellos mit einem Hausierer durchs Land zu ziehen. Gemeinsam haben Emilia und Erzsébet, dass sie sich nicht mit der Rolle zufrieden geben, die die Gesellschaft der damaligen Zeit ihnen zuweist. Während Erzsébet wenigstens noch den Vorteil hat, dass sie eine adlige Frau ist, wird von Emilia eigentlich erwartet, dass sie den Hausierer heiratet, den ihre Tante ihr (aus rein egoistischen Gründen) ausgesucht hat, ihm jederzeit für Sex zur Verfügung steht, ihm in allem untertan ist und seine Kinder austrägt. Doch sie lehnt sich entschlossen dagegen auf, auch wenn das nicht ganz ungefährlich ist. Der Schreibstil lässt die damalige Zeit wunderbar lebendig vor dem inneren Auge auferstehen, in all ihrer Pracht und all ihrem Elend. Das ist wirklich lebendige Geschichte, originell und spannend erzählt. Mir ist das Buch nie langweilig geworden, und ich fand es auch nie vorhersehbar, weil ich bis zum Schluss nicht wusste, wie sich nun alles auflösen würde. Eine Liebesgeschichte gibt es natürlich auch, aber die fand ich erfreulicherweise kein bisschen kitschig. Im Gegenteil, sie schraubt die Spannung der Geschichte sogar noch hoch, denn sie bringt Emilia in Gefahr... Fazit: Tereza Vanek erweckt in ihrem Roman eine unheilvolle Frauengestalt zum Leben: die "tBlutgräfin" Erzsébet Báthory, die in die Legende einging als skrupellose Serienmörderin - und es mit angeblichen 600 Opfern sogar ins Guinnessbuch der Rekorde schaffte. Die Autorin zeichnet ein deutlich weniger reißerisches Bild dieser Frau! Sie lässt die Gräfin auf die junge Gewandschneiderin Emilia treffen und eine fragile Freundschaft zwischen ihnen entstehen. Rund um die beiden Frauen entspinnen sich politische Intrigen, junge Mädchen kommen zu Tode, und bis zum Schluss kann man sichicht sicher sein, ob Erzsébet Báthory Täter ist oder Opfer oder beides. Auch, wenn man wohl nie mit Sicherheit erfahren wird, was damals wirklich passiert ist: die Version der Geschichte, die Tereza Vanek erzählt, ist zumindest eine glaubhafte, und dabei auch spannend und unterhaltsam. Sie schreibt überzeugende, starke Frauencharaktere, und gerade ihr differenziertes Porträt der Gräfin hat mich vollendes überzeugt.

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Spannend erzählte Geschichte über eine außergewöhnliche Frau
von Zabou1964 aus Krefeld am 23.03.2015

Tereza Vanek sucht sich für ihre Romane immer außergewöhnliche Frauenfiguren aus, deren Leben und Wirken noch nicht in unzähligen Werken beschrieben wurden. In „Im Dienst der Gräfin“ bringt sie Elisabeth Báthory, die sogenannte Blutgräfin, dem Leser näher. Geschickt verwebt sie Fakten um die einst mächtige Ungarin mit einer fiktiven... Tereza Vanek sucht sich für ihre Romane immer außergewöhnliche Frauenfiguren aus, deren Leben und Wirken noch nicht in unzähligen Werken beschrieben wurden. In „Im Dienst der Gräfin“ bringt sie Elisabeth Báthory, die sogenannte Blutgräfin, dem Leser näher. Geschickt verwebt sie Fakten um die einst mächtige Ungarin mit einer fiktiven Geschichte um eine junge Deutsche, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Gewandschneiderin im Dienst der Gräfin steht. Die Waise Emilia ist gerade 17 Jahre alt, als sie von ihrer Tante und ihrem Onkel dem fahrenden Händler Kurt als Hilfe mitgegeben wird. Dieser behandelt sie mehr oder weniger gut, aber Emilia träumt von einem Leben als Gewandschneiderin, denn auch ihr Vater, der durch eine Seuche ums Leben kam, hat diesen Beruf bereits ausgeübt. Auf einem Markt in Wien lernt sie die Sängerin Ilona Hertz kennen, die sie am Hof der Gräfin Báthory einführt. Diese ist begeistert von Emilias Fertigkeiten und beauftragt sie, das Brautkleid ihrer Tochter sowie die Gewänder der Brautjungfern zu schneidern. Dazu begleitet Emilia ihre neue Herrin nach Ungarn. Sehr schnell wird ihr bewusst, dass im Haus der Gräfin raue Sitten herrschen. Die Dienstmägde werden brutal bestraft, wenn sie auch nur kleine Fehler begehen. Einige junge Frauen kommen dabei sogar zu Tode. Der Leser bekommt Einblick in die Verhältnisse der damaligen Zeit, insbesondere in die Rolle der Frauen, die praktisch keine Rechte hatten. Selbst die reiche und mächtige Gräfin ist als Frau den Intrigen der männlichen Herrscher ausgeliefert. Die Geschichte der Blutgräfin war mir bisher unbekannt. Am Ende des Buches erklärt die Autorin die Fakten, soweit sie bekannt sind. Ein ausführliches Personenregister, in dem vermerkt ist, welche Charaktere tatsächliche gelebt haben, rundet das Buch ab. Emilias Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Einzig eine Vielzahl von Rechtschreib- und Grammatikfehlern haben meinen Lesefluss empfindlich gestört. Hier sollte der Verlag sorgfältiger arbeiten. Fazit: Die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau wird in diesem Roman spannend und authentisch erzählt.

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Eintauchen in die Welt der Gräfin Báthory
von einer Kundin/einem Kunden am 17.11.2014

Tereza Vaneks Schreibstil lässt mich voll und ganz in die Geschichte eintauchen. Das Buch ist sehr aufwühlend und spielt in der Zeit des frühen 17. Jahrhunderts. In dieser grausamen Zeit waren Intrigen an der Tagesordnung. Die Höhergestellten kämpften mit allen erdenklichen Mitteln um Macht, Besitz und Ansehen. Darunter mussten oft gerade... Tereza Vaneks Schreibstil lässt mich voll und ganz in die Geschichte eintauchen. Das Buch ist sehr aufwühlend und spielt in der Zeit des frühen 17. Jahrhunderts. In dieser grausamen Zeit waren Intrigen an der Tagesordnung. Die Höhergestellten kämpften mit allen erdenklichen Mitteln um Macht, Besitz und Ansehen. Darunter mussten oft gerade die Bediensteten und auch die Niedriggestellten leiden. Das Leben der Emilia Sternerin im Dienst der Gräfin Bathory mit all ihren Höhen und Tiefen ist hier hervorragend mit der angenommenen Realität verknüpft. Und die oft extremen Gefühlsschwankungen der sagenumwobenen Gräfin Erzsébet Báthory hat Tereza Vanek so lebensecht beschrieben, dass ich häufig zwischen Mitleid, Groll und sogar Hass ihr gegenüber überrollt wurde.

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