Klassiker der österreichischen Küche finden

Idiopathie

Ein Roman über Liebe, Narzissmus und kranke Kühe

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Nach der Rückkehr in ihren Heimatort hat die dauerzynische Katherine die Hoffnung, glücklich zu werden, längst aufgegeben. Die Dreißigjährige ist seit einem Jahr vom chronisch sensiblen Daniel getrennt, ständig auf der Suche nach neuen Affären und schwanger vom größten Hornochsen der Stadt. Der mimosenhafte Daniel hingegen versucht sein Glück in einer neuen Beziehung, in der sich alles um Esoterik, gesunde Ernährung und öde Liebesschwüre dreht. Das findet er so langweilig, dass er schon bald wieder anfängt, sich nach der nervigen Katherine zu sehnen. Dann taucht plötzlich ihr gemeinsamer Freund Nathan wieder auf, der ein Jahr lang auf Entziehungskur abgetaucht war. Mit seinen abstrusen Ideen rüttelt Nathan das Leben der drei ziemlich durcheinander. Sie raffen sich noch einmal auf, die Fehler ihrer Jugend auszubügeln. Und das hat auch mit ein paar kranken Kühen zu tun.

Rezension
"Sam Byers ... liefert in "Idiopathie" das bitterböse Porträt einer Generation, die von einer Krankheit infiziert ist: dem Narzissmus. Er seziert die Psyche der Mittdreißiger mit messerscharfem Besteck: emotionaler Intelligenz, sprachlicher Präzision, Sarkasmus. Dabei gelingen ihm Dialoge, auf die Theaterautoren stolz wären."
Tobias Becker, Kultur Spiegel, Juli 2013
"Dass diese "Idiopathische Rindertrance" Metapher ist, ist klar. Dass Byers sie nie überspannt, erscheint einem angesichts der bloßgestellten Penetranz des Romanpersonals wie ein Musterbeispiel an Dezenz. Byers verrät seine Figuren nie - dafür kommt er ihnen viel zu nahe -, Gnade lässt er aber auch nie walten ... manchmal brüllend komisch ... und gleichzeitig zum Weinen wahr."
Wieland Freund, Die literarische Welt, 29.6.2013
""Idiopathie" ist die wunderbare, bitterböse Miniatur einer narzisstischen Generation."
Stern, 4.7.2013
""Idiopathie" ist ein Fest. Dafür sorgen der schwarze Humor, die Unmöglichkeit der Liebe, die schrulligen Charaktere und Sam Byers knackig-pointierte Sprache."
Frit,z RBB, August 2013
"... haifischscharfe Bilder und punktgenaue Dialoge."
Anja Rützel, Stuttgarter Nachrichten, 15.7.2013
"Mit "Idiopathie", sehr gut ins Deutsche übertragen von Barbara Heller und Rudolf Hermstein, stellt sich ein neuer britischer Autor vor, auf dessen weitere Werke wir uns freuen dürfen."
Andreas Frane, Nürnberger Zeitung, 30.7.2013
"... was Byers' Buch auszeichnet, sind ... die ausgeprägte Beobachtungsgabe des Autors im Feld des Allgemeinmenschlichen, verbunden mit der Fähigkeit, deren Ergebnisse sprachlich präzise und elegant umzusetzen, (fast) ohne die Pointen zu forcieren."
Hans von Trotha, Deutschlandradio Kultur, 12.6.2013
"Entzückend böse und fies!"
WOMAN, Juni 2013
"Grandios, böse und hochironisch."
annabelle, 22.5.2013
"Witzige Dialoge, aberwitzige Begegnungen, präzise, detaillierte Beobachtungen einer englischen Krankheit, die nicht nur Mittdreißiger in der ostenglischen Provinz befallen hat. Eine Seuche, die nur das Spiegelbild und der Humor bannen können."
Ruthhard Stäblein, hr2 Kultur, 23.5.2013
""Idiopathie" ist lesenswert wegen seines bitterbösen Humors und wegen eines schier unglaublichen psychologischen Einfühlungsvermögens, das Sam Byers für seine Figuren an den Tag legt."
Andreas Schröter, RuhrNachrichten, 25.5.2013"Sam Byers erzählt mit britischem Humor und Tiefgang von der Möglichkeit und Unmöglichkeit der Liebe einer selbstbezogenen Generation vor dem Hintergrund von Hippie-Protesten, Selbstfindungsschwindeleien und kränkelnden Kühen."
Main-Post, 25.5.2013
"... geschliffen formulierte, gemeine Geschichten - im besten Falle noch mit tief-menschlichem Verständnis ausgestattet ... Sam Byers besitzt diese Gabe."
XAVER, September 2013
Portrait
Sam Byers, geboren 1979, studierte Creative Writing an der East-Anglia-Universität in Ostengland. Er schreibt für mehrere renommierte Literatur- und Kunstzeitschriften.
Rudolf Hermstein, geboren 1940, studierte Sprachen in Germersheim und ist der Übersetzer von u.a. William Faulkner, Allan Gurganus, Doris Lessing, Robert M. Pirsig und Gore Vidal. Er wurde mit dem Literaturstipendium der Stadt München sowie mehrfach mit Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet. 2009 erhielt Rudolf Hermstein den "Münchner Übersetzerpreis".
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 24.05.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-50128-5
Verlag Tropen
Maße (L/B/H) 216/139/27 mm
Gewicht 538
Originaltitel Idiopathy
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
22,70
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Die spinnen, die Briten“

Marie-Therese Reisenauer, Thalia-Buchhandlung Wien

So unrecht hatte Asterix nicht, vermeint man nach der Lektüre von "Idiopathie" feststellen zu können. Allerdings, allzu ernst sollte man es vielleicht doch nicht nehmen. Vermutlich wurde vieles unter dem Einfluss guten Bieres verfasst. Der Verlag beschreibt das Buch als "ein Roman über Liebe, Narzissmus und kranke Kühe". Treffender So unrecht hatte Asterix nicht, vermeint man nach der Lektüre von "Idiopathie" feststellen zu können. Allerdings, allzu ernst sollte man es vielleicht doch nicht nehmen. Vermutlich wurde vieles unter dem Einfluss guten Bieres verfasst. Der Verlag beschreibt das Buch als "ein Roman über Liebe, Narzissmus und kranke Kühe". Treffender kann es nicht beschrieben werden, and,yes, offf course, very British indeed!

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Ein Roman über Kühe, Liebe und Narzissmus
von einer Kundin/einem Kunden am 13.05.2014

Idiopathie« ist der erste Roman des britischen Schriftstellers Sam Byres, der sofort in mehreren Ländern erschien und sich auf der Waterstone-Liste der elf besten Debüts des Jahres 2013 befindet. In einer nordenglischen Kleinstadt leiden die Kühe unter einer BSE-ähnlichen Erkrankung und starren immerzu ins Leere. Vor dem Hintergrund der... Idiopathie« ist der erste Roman des britischen Schriftstellers Sam Byres, der sofort in mehreren Ländern erschien und sich auf der Waterstone-Liste der elf besten Debüts des Jahres 2013 befindet. In einer nordenglischen Kleinstadt leiden die Kühe unter einer BSE-ähnlichen Erkrankung und starren immerzu ins Leere. Vor dem Hintergrund der Kühe, die ein Sinnbild für das Treiben, die Idiopathie, der drei Protagonisten darstellen, erzählt Sam Byres eine Geschichte über die Unmöglichkeit von Liebe in einer narzisstischen Gesellschaft. Katherine, Daniel und Nathan befinden sich in ihren Dreißigern. Katherine ist extrem selbstbezogen und zynisch. Sie kann Nähe zu Männern nicht ertragen und hat sich von Daniel getrennt. Trotzdem schläft sie sich durch das gesamte Kollegium und wird vom größten Vollidioten schwanger. Daniel, empfindsam und zartbesaitet, sucht einen Ausgleich zur anstrengenden Katherine und geht eine Beziehung zu einer esoterischen Umweltschützerin ein, die ihn täglich mit Liebeschwüren überhäuft. Zusammen mit seiner neuen Freundin und ihrer Hippie-Clique setzt er sich für die kranken Kühe ein, obwohl er eigentlich Chemielaborant ist und Vegetarier hasst ... Während Katherine sich in einem Selbstreflektions-Wahn befindet, indem sie nicht aufhören kann, sich mit Hilfe des Internets zu analysieren und Daniel sich selbst belügt, kommt plötzlich ihr gemeinsamer Freund Nathan aus der Psychiatrie zurück. Während eines Drogen-Trips verstümmelte er sich selbst. Nun zieht er wieder bei seinen Eltern ein, mit denen er allerdings auch einige Probleme hat. Nathan führt Daniel und Katherine erneut zusammen und das Aufeinandertreffen weckt vergessene Konflikte auf. Witzig und schockierend zugleich thematisiert Byres den grenzenlosen Narzissmus einer Generation. Durch einen Perspektivwechsel erhält man unterschiedliche Einblicke in die Gedankenwelt der drei Protagonisten. Obwohl ihre Selbstbezogenheit und Hysterie extrem überzeichnet und teilweise lächerlich dargestellt ist, erkennt man sich erschreckenderweise darin wieder. Keine der Figuren ist sympathisch, sondern wirkt anstrengend und man möchte sie schütteln, doch mit ihren nie enden wollenden, absurden Streitgesprächen aufzuhören. Mit präziser Sprache und eigenem Stil ist Byres insgesamt ein bitterböser Roman über Kühe, Liebe und Narzissmus gelungen.

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