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Ich war Sklavin des IS

Wie ich von Dschihadisten entführt wurde und den Albtraum meiner Gefangenschaft überlebte

(1)
Die Jesidin Jinan ist 18 und frisch verheiratet, als sie von Kämpfern des IS verschleppt, von ihrer Familie getrennt und als Sklavin an zwei Dschihadisten, einen Polizisten und einen Imam, verkauft wird. In ihrer Gefangenschaft wird sie zur Konversion gezwungen, misshandelt, wie Vieh behandelt. Sie erlebt, wie andere im gleichen Haus eingesperrte und zum Teil minderjährige Mädchen vergewaltigt und schwer verletzt werden. Doch die Frauen haben Glück: Nach drei Monaten gelingt es ihnen, Schlüssel zum Haus zu stehlen und zu fliehen. Jinan findet sogar ihren Mann Walid wieder, von dem sie inzwischen ein Kind erwartet. In diesem Buch erzählt Jinan fesselnd und berührend von ihrem Martyrium in der Gewalt von Männern, die behaupten, für Gott zu kämpfen. Gemeinsam mit Thierry Oberlé, einem Journalisten der renommierten französischen Tageszeitung Figaro, hat sie ihre Geschichte aufgeschrieben, um sich selbst und den vielen anderen Versklavten eine Stimme zu geben. Ihr bewegender Bericht ist Anklage und stellvertretender Hilferuf von Tausenden gefangenen Frauen. Er hat François Hollande bei einem persönlichen Treffen mit Jinan dazu bewegt, den irakischen Kurden die volle Unterstützung Frankreichs zu versichern. Ein Signal und Vorbild für alle, die das Schicksal der Jesiden aufrührt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 208 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.01.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783864159152
Verlag Mvg Verlag
Verkaufsrang 17.891
eBook
11,99
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"Das ist das Los der Abtrünnigen"
von Dr. M. am 17.07.2018
Bewertet: Taschenbuch

Einen solchen Satz mussten sich die Autorin dieses Buches und andere Frauen anhören als ihnen ein Video über die Hinrichtung von Männern ihres Volkes vorgeführt wurde, das sich ihre Sklavenhalter zur eigenen Erbauung ansahen. Jinan, ihre Familie und andere eines jesidischen Dorfes im Irak wählten auf ihrer Flucht vor... Einen solchen Satz mussten sich die Autorin dieses Buches und andere Frauen anhören als ihnen ein Video über die Hinrichtung von Männern ihres Volkes vorgeführt wurde, das sich ihre Sklavenhalter zur eigenen Erbauung ansahen. Jinan, ihre Familie und andere eines jesidischen Dorfes im Irak wählten auf ihrer Flucht vor den heranrückenden IS-Horden die Straße und nicht den Weg durchs Gebirge. Das wurde ihnen zum Verhängnis. Was dann weiter geschah ist für europäische Verhältnisse (noch) unvorstellbar. Liest man diesen Bericht, dann kommen nach einer Weile historische Vergleiche in den Kopf. Die ganze Beschreibung erinnert das eigene Gedächtnis an Dinge die man einst in der Schule über eine dunkle Zeit der deutschen Geschichte gelernt hat. Ein Zufall ist das keineswegs. Die Versklavung jesidischer Frauen, wie sie in diesem Bericht beschrieben wird, die Umstände, das Auftreten der IS-Schergen und die Begründung für dieses Verhalten sind der Auswuchs einer faschistischen Ideologie, die auf einer Selbsterhebung ihrer Vertreter über andere Menschen beruht. Sie entsteht - und das kann man an vielen Stellen dieses Buches nachlesen - aus der Gewissheit, den einzig richtigen Glauben zu vertreten, dessen Befolgung zu Höherem beruft und alle diejenigen mit Strafen bis hin zum Tode belegt, die sich weigern, diesem Glauben zu folgen oder ihn auch nur anzunehmen. Dieser Glaube ist der Islam, den der IS in seinem Kalifat wieder in seiner ursprünglichen Form zur Geltung bringen will. Dabei kann er sich wörtlich auf den Koran berufen, denn all die Taten, die in diesem Bericht beschrieben werden, führte einst auch der Prophet dieses Glauben höchst selbst aus. Das ist nicht bestreitbar, wenn man die Quellen des Islam als wahr annimmt. Dieses Buch gibt auch einen gewissen Einblick in den sozialen Hintergrund der IS-Leute. Es handelt sich bei ihnen wohl zumeist um brutale, wenig intelligente und in ihren Ursprungsländern sozial kaum erfolgreiche Männer, die sich in ihrem Kalifat nun austoben und mit ihrer Kriegsbeute tun und lassen können, was sie wollen. Selbstverständlich nach den Regeln des Propheten für Ungläubige. Wer möchte, kann sich im heiligen Buch dieser vorgeblichen Religion gerne über die phantasievollen Möglichkeiten erkundigen. Vielleicht lernt der Suchende dabei auch (was allerdings auf den ersten Blick nicht ganz so einfach zu erkennen ist), dass die guten Dinge im Koran, immer nur für die Muslime selbst gelten, nicht aber für die Ungläubigen. Jinan und die anderen Frauen aus diesem Bericht haben das am eigenen Körper durchleben können. Man kann jedem Interessierten dieses Buch nur empfehlen, denn es zeigt die Abgründe des Islam. Was im Kalifat des IS passiert, ist kein extremistisches Fehlverhalten, sondern die Realisierung von Anweisungen des Propheten, die wortwörtlich im Koran stehen. Dass Jinan am Ende dieses fast ein Jahr andauernde Märthyrium überlebt hat, verdankt sie dem Mut, den sie und die anderen gefangenen Frauen bewiesen haben, als sich eine Fluchtmöglichkeit ergab. Menschen im Westen sollten sich solche Berichte aufmerksam durchlesen, denn unsere Gesellschaften sind weder die Brutalität, noch die Entschlossenheit gewöhnt, mit der diese mittelalterlichen Horden vorgehen. Alles ist verlierbar, wenn man den Willen zur Verteidigung zivilisatorischer Errungenschaften aufgibt und naiv genug ist, um die Zeichen an der Wand nicht sehen zu wollen. Ein erschütterndes Buch.