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Ich war jung und hatte das Geld

Meine liebsten Jugendkulturen aus den wilden Neunzigern

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Seien wir doch mal ehrlich. Sobald die 40 in greifbare Nähe rückt, ist der Lack ab. Wir sind angeschlagen. Samstagabend gehen wir nicht mehr feiern, sondern ärgern uns mit bockigen Kindern rum und erschrecken uns vor den Raten der Hypothek. Und dann fällt uns an so einem Sommerabend, der sich dehnt wie ein alter Kaugummi, zufällig eine Kurt-Cobain-Kassette in die Hände. Geht die überhaupt noch? Ja, sie geht noch! Ach, was waren das noch für Zeiten, als unsere größten Probleme darin bestanden, den perfekten Irokesenschnitt hinzubekommen oder im kommunistischen Lesezirkel Karl Marx nicht mit Karl May zu verwechseln. Sebastian Lehmann kennt sich mit den Marotten Heranwachsender aus, denn er hat sie alle gesammelt. Wenn jetzt das Leben mal wieder zu erwachsen ist – dann ist dieses witzige Best-of unserer schönsten Jugendkulturen die beste Medizin dagegen!

Rezension
»[U]ngefähr das Lustigste was ich seit langem gelesen habe. [...] kurzweilig, unterhaltsam und einfach nur scheiße lustig. Ich hab wirklich hart gelacht.« RBB
Portrait
Sebastian Lehmann, in Freiburg geboren, lebt in Berlin. Er liest auf Bühnen in ganz Deutschland und bei der Lesebühne Lesedüne in Kreuzberg. Im Aufbau-Verlag erschienen sein Roman Genau mein Beutelschema und die Geschichtensammlung Kein Elch, Voland & Quist veröffentlichte seinen Roman Paralell leben. Nirgends. Auf radioeins und SWR3 läuft seine Kolumne Meine 100 liebsten Jugendkulturen. Außerdem ist er Teil der Fernsehshow Bühne 36, die im rbb Fernsehen und in der ARD ausgestrahlt wird.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 15.05.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-15921-5
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 18,8/12,5/1,7 cm
Gewicht 274 g
Abbildungen farbige Abbildungen
Illustrator Lisa Bender
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10,30
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Anders als erwartet
von füchslein aus Donautal am 24.05.2017

Von manchen Jugendkulturen haben die meisten Menschen schon gehört. Hippie, Punker, Öko oder Christ ... mit diesen Begriffen kann sogar meine Mutter etwas anfangen. Bei Grunge, Emo oder Straight Edge würde sie nur verständnislos mit den Schulter zucken und fragen, ob das was ein neues Putzmittel, oder was zum... Von manchen Jugendkulturen haben die meisten Menschen schon gehört. Hippie, Punker, Öko oder Christ ... mit diesen Begriffen kann sogar meine Mutter etwas anfangen. Bei Grunge, Emo oder Straight Edge würde sie nur verständnislos mit den Schulter zucken und fragen, ob das was ein neues Putzmittel, oder was zum Essen ist. Für alle, denen es ähnlich geht, hat Sebastian Lehmann dieses Buch geschrieben. Eigentlich müsste das 192 umfassende Buch, in dem über 50 verschiedenen Jugendkulturen je ein kurzes Kapitel eingeräumt wird, heißen: »Ich war jung und hatte das Geld nicht.« Denn während sie von einer trendigen Bewegung zur nächsten wechseln, fehlt Sebastian und seinen Freunden Flo, Dirk und Tina vor allem eins: das nötige Kleingeld, um sich standesgemäß auszustaffieren. So improvisieren die Schüler mit Hilfe von Handtüchern, Bademantelgürteln oder eingetrockneter Handmalfarbe. Erfinderisch sind sie und trotzdem geht immer irgendetwas schief. Dirk ist mit Abstand der Uncoolste von allen, so dass er fast schon wieder cool ist, denn diese Rolle zieht er tapfer durch. Egal ob er als Backpacker nur einen Kinder-Rollkoffer mit Marienkäfern dabeihat oder als Skinhead Pumuckl-Hosenträger, Dirk führt jede Jugendkultur ad absurdum. Für mich ist er der eigentliche Held der kurzen Geschichten. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass die Erlebnisse immer noch Überraschungen bieten. Denn irgendwann hat man das Gefühl, egal was die Jungs da jetzt gerade ausleben, das hatten wir doch so ähnlich schon mal. Ein paar Kapitel vorher. Wer eine Art Nachschlagewerk der Jugendkulturen erwartet, wird enttäuscht sein. Der Autor nimmt sich selbst und all die verschiedenen Jugendbewegungen nicht wirklich ernst. Das zeigt sich auch darin, dass die Helden so jung sind, dass sie sich vor den bösen Fünftklässlern fürchten müssen. Denn sind sie kleine, unschuldige Grundschüler, die mit den oben erwähnten, begrenzten Mitteln und zusätzlich eingeschränkt durch Muttis Verbote, ausprobieren wollen, was bei den großen, echten Jugendlichen angesagt ist. Diese Konstellation hatte ich, ehrlich gesagt, nicht erwartet, sondern doch eher ein Mittelding zwischen humoriger Auseinandersetzung und Erlebnissen von jemandem, der wirklich dabeigewesen ist, bei den Gruftis, den Trekkies und den Skatern. Auch das Cover lässt keinesfalls an ständig aufs Neue scheiternde Grundschüler denken. Die phantasievollen Ankleidepüppchen zum Ausschneiden (??? Au weia, dann ist das Buch kaputt!), die viele der Kapitel illustrieren, sprechen auch eher jüngere Kinder an. Fazit: Nicht ganz mein Humor und ganz anders, als ich es dem Klappentext nach erwartet hätte. 3***