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"Ich musste sie kaputt machen."

Anatomie eines Jahrhundert-Mörders

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Der Name Joachim Georg Kroll steht für eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Kriminalgeschichte. In mehr als zwei Jahrzehnten tötete der Serienmörder mehrere Frauen und Mädchen, bevor er von der Polizei gefasst wurde. Mit analytischer Schärfe untersucht der bekannte Kriminalist Stephan Harbort den Fall des »Jahrhundertmörders«. Dabei entsteht das beeindruckende Psychogramm eines Mannes, der zeit seines Lebens von seinen Trieben gesteuert wurde.

Portrait
Stephan Harbort, geb. 1964 in Düsseldorf und dort lebend, Dipl. Verwaltungswirt, Kriminalhauptkommissar, langjähriger Lehrbeauftragter an der FH Düsseldorf und führender Serienmordexperte. Er sprach mit mehr als sechzig Serienmördern, entwickelte international angewandte Fahndungsmethoden zur Überführung von Gewalttätern und ist als Fachberater für TV-Beiträge tätig. Durch seine Fernsehauftritte bei Günther Jauch, Johannes B. Kerner und Frank Elstner ist er einem breiten Publikum bekannt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 11.10.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-37479-6
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 18,8/11,9/2,5 cm
Gewicht 276 g
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Nichts für schwache Nerven
von Charlene K. aus Berlin am 30.03.2018

Unauffällig und still war der Nachbar, der über ihnen wohnte. Nur selten sahen sie ihn und dann schraubte er meistens an seinem Mofa herum oder unterhielt sich freundlich mit den Nachbarskindern. Doch als das kleine vierjährige Mädchen verschwindet, kommt ihnen ein Verdacht. Ist es Zufall, dass plötzlich die Toilette... Unauffällig und still war der Nachbar, der über ihnen wohnte. Nur selten sahen sie ihn und dann schraubte er meistens an seinem Mofa herum oder unterhielt sich freundlich mit den Nachbarskindern. Doch als das kleine vierjährige Mädchen verschwindet, kommt ihnen ein Verdacht. Ist es Zufall, dass plötzlich die Toilette mit Kanincheneingeweiden verstopft ist? Wirkte er nicht nervös als man ihn darauf angesprochen hat? Und warum ist er eigentlich immer alleine, bekommt nie Besuch und lebt so zurückgezogen? Als die Polizei 1976 Joachim Georg Kroll im Zusammenhang mit dem Verschwinden des kleinen Mädchens befragt und sich in seiner Wohnung umschaut, wird schnell klar, dass die Suche ein Ende hat, aber das Kind nicht mehr lebt. Joachim Kroll gibt zu, dass er sie ermordet und anschließend zerteilt sowie teilweise gekocht hat. Die gefundenen Innereien stammten nicht von einem Kaninchen, sondern von dem Opfer. Im Kochtopf befinden sich noch menschliche Überreste und auch in der Tiefkühltruhe werden die Beamten fündig. Doch zu diesem Zeitpunkt ahnen sie noch nicht, dass sie den Mann geschnappt haben, der in mehr als zwei Jahrzehnten mehrere Frauen und Mädchen ermordet hat und später von der Presse als ?Menschenfresser von Duisburg? oder ?Kannibale vom Rhein? bezeichnet wird. Stephan Harbort hat für sein Buch umfangreiche Materialien herangezogen und eigene Recherchen vorgenommen. So werden nicht nur die Gerichts- und Ermittlungsakten genutzt, sondern auch Presseberichte und Interviews, die der Autor selbst durchgeführt hat. Zudem hat er die relevanten Ereignisorte selbst aufgesucht. Diese fundierte Arbeit macht sich praktisch auf jeder Seite bemerkbar und sorgt dafür, dass in Kombination mit einer Prise literarischer Freiheit eine spannende Geschichte erzählt wird, die so tatsächlich geschehen ist. Der Autor hat sein Werk geschickt in zwei Teile gegliedert, die sich in Erzählmodus und Inhalt unterscheiden. Im ersten Teil wird sein Werdegang oder besser seine Sozialisation durch einen auktorialen Erzähler beschrieben, der jedoch keinen Blick in die Zukunft wagt. Es geht hier vielmehr um die Entwicklung von Kroll, sein Innenleben und die aufkommende Mordlust. Harbort beschriebt sehr umfangreich und in klaren Worten wie sich der Drang des Tötens entwickelt hat und wie dieser im Zusammenhang mit Krolls Gefühlswelt und seinen gesellschaftlichen Erfahrungen steht. Gleichzeitig wird aber auch beschrieben, wie die Bevölkerung auf die Taten reagierte und wie die Ermittlungsarbeit der Polizei aussah. Wer jetzt denkt, dass es sich um einen trockenen Text handelt, irrt sich. Man vergisst sehr schnell beim Lesen, dass es sich um die Beschreibung realer Taten handelt. Der angenehmen und leicht verständlichen Erzählstil des Autors ermöglicht ein völliges Eintauchen in die Geschichte. Nur ab und an flackert im Hinterkopf auf, dass das wirklich passiert ist. Im zweiten und kürzeren Teil des Buches geht es um die Festnahme, die Vernehmungen und die Gerichtsverhandlung sowie die Reaktionen in der Bevölkerung. Hier werden viele Passagen aus den Protokollen wörtlich wiedergegeben. Aufgrund des ersten Teils ist der Leser gegenüber den Polizisten und der Bevölkerung im Vorteil. Man kennt den Ablauf vieler Taten bereits und hat vielleicht schon eigene Gedanken entwickelt. Gerade deshalb ist es aber spannend zu sehen wie die Vernehmungen abliefen und wie Kroll reagierte. Fazit: Ich habe das Buch verschlungen! Tolle Recherche, sehr gelungener Schreibstil, verständliche Sprache und eine spannende Zusammenstellung der Erkenntnisse führen zu einem spannenden Lesevergnügen. Die Wirklichkeit liefert halt doch noch die besten Geschichten

Interessanter Fall
von einer Kundin/einem Kunden aus Völklingen am 06.03.2018
Bewertet: eBook (ePUB)

Der Fall "Joachim Kroll" war mir vorher unbekannt, er steht wohl im Schatten seiner amerikanischen "Kollegen". Dabei völlig zu unrecht, aus psychologischer Sicht finde ich diesen Fall sehr interessant. Was mir an Herrn Harborts Schreibweise sehr gefällt ist, dass er immer sachlich bleibt und sich nicht hinreißen lässt, von... Der Fall "Joachim Kroll" war mir vorher unbekannt, er steht wohl im Schatten seiner amerikanischen "Kollegen". Dabei völlig zu unrecht, aus psychologischer Sicht finde ich diesen Fall sehr interessant. Was mir an Herrn Harborts Schreibweise sehr gefällt ist, dass er immer sachlich bleibt und sich nicht hinreißen lässt, von Monstern oder Bestien zu sprechen, wie es in dien Medien gerne getan wird. Ich hatte ein wenig Schwierigkeiten mit der Wortwahl, weil es die Original Akten benutzt hat und viele Wörter nicht mehr gebräuchlich sind. Was aber wieder der Seriosität zugute kommt. Alles in allem sehr lesenswert, aber für zartbesaitete, aufgrund der Sachlichkeit und Nüchternheit, eher abschreckend.

Unbedingt lesen!
von einer Kundin/einem Kunden aus Ebersbach am 03.09.2017
Bewertet: eBook (ePUB)

Joachim Georg Kroll - ein Mörder - eine Bestie - ein Ungeheuer und ein Mensch. .. In diesem Buch schildert Stephan Harbort das Leben eines Menschen der sich zu einem der schlimmsten Mörder Deutschlands entwickelt. Wie konnte es so weit kommen? Hätte man es verhindern können? Neben... Joachim Georg Kroll - ein Mörder - eine Bestie - ein Ungeheuer und ein Mensch. .. In diesem Buch schildert Stephan Harbort das Leben eines Menschen der sich zu einem der schlimmsten Mörder Deutschlands entwickelt. Wie konnte es so weit kommen? Hätte man es verhindern können? Neben der Entwicklung des Täters erhält man auch einen Eindruck von den Ermittlungen der damaligen Zeit. Die Verzweiflung der Angehörigen und der Beamten. Wie viel Leid wurde angerichtet und Unschuldige verurteilt... Ein Buch das fesselt und gruselt aber auch nachdenklich stimmt. Ein Buch dass sich zu lesen lohnt!


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