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Ich bin niemand

Roman

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Ein spannender und elegant erzählter Roman über die Welt in Zeiten wachsender Überwachung.



Als der Geschichtsprofessor Jeremy O’Keefe nach zehn Jahren aus Oxford in seine Heimatstadt New York zurückkehrt, um dort an der New York University zu unterrichten, gerät er in einen Sog seltsamer Vorfälle: Eine Studentin kommt nicht zum verabredeten Treffen, später stellt er verdutzt fest, dass er selbst die Verabredung abgesagt haben soll; ein ihm unbekannter junger Mann behauptet, ihn zu kennen; eine Reihe Pakete erreichen ihn, mit den Ausdrucken seiner Telefonverbindungen und seines Mailverkehrs der letzten Monate; der mysteriöse junge Mann taucht immer wieder auf – O’Keefe fühlt sich verfolgt, kann die Geschehnisse nicht zuordnen. Ist jemand hinter ihm her? Spielt ihm jemand einen bösen Streich? Wird er überwacht? Oder wird er einfach verrückt? Nach und nach stellt sich heraus, dass der Ursprung dieses Rätsels in O’Keefes Zeit in Oxford begründet liegt.



Ein stilistisch herausragender, hochintelligenter Roman über Erinnerung, Verdrängung und das, was geschieht, wenn unsere Vergangenheit uns einholt.




Rezension
"Ein kluger, kafkaesker Roman, stilistisch fabelhaft und souverän erzählt." Münchner Merkur
Portrait
Patrick Flanery wurde 1975 in Kalifornien geboren und lebt seit Jahren in Großbritannien. Nach einer Promotion an der Universität von Oxford unterrichtete er zunächst in Sheffield Literatur und arbeitet heute in London als Publizist. Sein Interesse gilt der Literatur und dem Filmschaffen Südafrikas.
Reinhild Böhnke, geb. 1944 in Bautzen, ist als literarische Übersetzerin in Leipzig tätig. Sie ist Mitbegründerin des sächsischen Übersetzervereins. Seit 1988 überträgt sie die Werke J. M. Coetzees ins Deutsche, weiter hat sie u.a. Werke von Margaret Atwood, Rebecca Miller, Nuruddin Farah, D. H. Lawrence und Mark Twain ins Deutsche übertragen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 06.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89667-578-1
Verlag Karl Blessing Verlag
Maße (L/B/H) 221/139/40 mm
Gewicht 581
Originaltitel I am No One
Buch (gebundene Ausgabe)
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I AM NO ONE - Paranoia oder Wirklichkeit? Reflexionen eines Universitätsprofessors im Zeitalter der totalen Überwachung
von j.h. aus Berlin am 28.03.2017

Nach 10 Jahren Lehrtätigkeit in Oxford kehrt Geschichtsprofessor Jeremy O'Keefe nach New York zurück und tritt an der New York University eine gut dotierte Stelle an. Kurz nach den Ereignissen des 11. September 2001 hatte er - gewissermaßen als Flucht vor seiner gescheiterten Ehe - das Land verlassen, das... Nach 10 Jahren Lehrtätigkeit in Oxford kehrt Geschichtsprofessor Jeremy O'Keefe nach New York zurück und tritt an der New York University eine gut dotierte Stelle an. Kurz nach den Ereignissen des 11. September 2001 hatte er - gewissermaßen als Flucht vor seiner gescheiterten Ehe - das Land verlassen, das ihm nun merkwürdig fremd erscheint. Einige seltsame Vorfälle erzeugen ein Unwohlsein und lassen O'Keefe an seiner geistigen Gesundheit zweifeln. Unerwartet erhält er dann per Boten ein dickes Paket mit den Ausdrucken seines Internetverlaufes der letzten Jahre. Wer könnte über derartige Datenmengen verfügen, und warum werden sie ihm zugesandt? Jeremy beginnt alarmiert über seine letzten Jahre nachzudenken und erhält bald weitere Pakete mit sensiblen Daten ... Patrick Flanery (*1975) greift mit I AM NO ONE ein sehr aktuelles Thema auf: das Eindringen staatlicher Überwachungsmechanismen in das Leben eines Normalbürgers, der von sich sagt, dass er doch "Niemand" sei. Zu Beginn des Gefühls überwacht zu werden, reflektiert der Ich-Erzähler (das Buch kommt gewissermaßen als Protokoll für die Nachwelt daher) über die filmischen Paranoia-Klassiker BLOW UP (1966) von Michelangelo Antonioni und THE CONVERSATION (Der Dialog, 1974) von Francis Ford Coppola, in dem ein Abhörspezialist selbst zum Abhöropfer wird. Doch das, was uns 1974 noch eher phantastisch als beunruhigend erschien, erscheint angesichts der heutigen Überwachungsmöglichkeiten nahezu lächerlich. Am Ende ist nicht wirklich klar, ob möglicherweise O'Keefes Beziehung zu einer ägyptischen Studentin in Oxford (vor deren Konsequenzen er wiederum zurück nach New York floh) zu einer Totalüberwachung führte oder ob hier Paranoia im Spiel ist, die durch das Wissen um die technischen Möglichkeiten befeuert wird. Dennoch bleibt der Leser beunruhigt zurück, da alle beschriebenen Überwachungstechniken nicht einmal das Äußerste des heute technisch möglichen darstellen. "Kinder werden in der Kunst der Überwachung und des Verrats geschult, von dem Moment an, in dem man sie allein zusammen spielen lässt, außerhalb der ständigen Überwachung durch Erwachsene, doch mit der Aussicht, dass die Erwachsenen schließlich zurückkehren werden, um sie daran zu erinnern, dass jedes Gefühl der Freiheit täuscht. Mensch zu sein bedeutet, beobachtet zu werden, Teil der Gesellschaft zu sein, weil wir soziale Wesen sind, doch wir rechnen nicht damit, dass die Überwachung durch die Gemeinschaft oder die Regierung sich bis in unser Privatleben als Erwachsene hinein erstreckt. Die Vernünftigen unter uns glauben, solange wir keine Gesetze brechen, gibt es keinen Grund für die Regierung, uns dabei zu beobachten, was wir in unserem Zuhause tun, innerhalb der Grenzen unseres Privateigentums, und doch hat das Verhalten von Polizeibehörden und Geheimdiensten diesen vernünftigen Glauben immer wieder als völlig falsch entlarvt." (S. 94) Der in Kalifornien geborene Patrick Flanery lebt übrigens selbst seit Jahren in Großbritannien. Er promovierte in Oxford und arbeitet gegenwärtig in London als Publizist. Möglicherweise ist der Professor mit seinem Unwohlsein über die Entwicklung in den USA nach Ground Zero auch so etwas wie Flanerys Alter Ego. Das 2016 veröffentlichte Buch erschien im BLESSING-VERLAG in hervorragender Übersetzung von Reinhild Böhnke unter dem Titel ICH BIN NIEMAND. Das mit zahlreichen philosophischen Reflexionen zur Überwachungsthematik aufwartende Werk ist ein Geheimtipp für anspruchsvollere Leser!

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