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Heimwärts über das Eis

Roman

(4)
Heimwärts über das Eis erzählt zart und berührend von der zweiten ersten Liebe, von Schuld und Reue, von Entfremdung und Versöhnung – inmitten der herrschaftlichen Weite des Meeres, der anmutigen Landschaft der schwedischen Schären und des schimmernden Glanzes einer Welt, die nach einem langen Winter wieder zum Leben erwacht.
Erste Frühlingsboten in den Schären: Kälte und Eis weichen nur zögerlich, doch die täglich höher steigende Sonne lässt den Frühling auf Hustrun, einer der nördlichsten Inseln im Stockholmer Schärengarten, schon erahnen.
Ellinor Ingman hat hier ihr ganzes Leben verbracht. Außer ihr und ihrem alten Vater leben fast keine Familien mehr auf der Insel. Es ist ein ruhiges, oft einsames Dasein, doch Ellinor liebt die Insel und das Meer, ihre Eiderenten und ihren kleinen Garten. Als Herrman Engström jetzt nach über dreißig Jahren plötzlich wieder vor ihr steht, ihre einstige große Liebe, gerät ihre Welt aus den Fugen. Die alten Gefühle drängen sich auf. Und mit ihnen die quälende Frage: Warum ging er damals einfach fort? Die Antwort birgt eine alte, unausgesprochene Geschichte, die immer zwischen ihnen stand. Die weit zurückreicht in den Winter 1914, als ein schreckliches Unglück über die Insel hereinbrach und ein verheerender Schneesturm das Leben der Familien dort für Generationen veränderte …
Im sanften Licht des herannahenden Frühlings beginnen die Schatten der Vergangenheit nun langsam zu weichen – und Ellinor und Herrman bekommen eine zweite Chance, für ihre Liebe zu kämpfen.
Rezension
»Ein großartiger Roman über die Verletzlichkeit der menschlichen Seele.«
Östgöta Correspondenten
Portrait

Gunilla Linn Persson ist Autorin mehrerer Romane, Kinderbücher und Theaterstücke, außerdem schreibt sieDrehbücher für das Fernsehen. Sie lebte lange Zeit auf einer Insel im Stockholmer Schärengarten, wo auch ihr Roman Heimwärts über das Eis spielt.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 335 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.12.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783458749264
Verlag Insel Verlag
Dateigröße 7019 KB
Übersetzer Stefan Pluschkat
eBook
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Eiseskälte
von einer Kundin/einem Kunden aus Hahnenbach am 05.02.2017
Bewertet: Paperback

Eis. Eiseskälte. Eiskaltes Herz. Das Thema Eis spiegelt sich bereits in der Farbe des Covers wider. Ein eisiges Blau. So geht es über viele Seiten, dass man bei dieser verstörenden Eiseskälte, die dieses Buch umgibt, als Leser schon glaubt zu erfrieren. Erzählt werden zwei Geschichten, die untrennbar miteinander verwoben sind. 1914... Eis. Eiseskälte. Eiskaltes Herz. Das Thema Eis spiegelt sich bereits in der Farbe des Covers wider. Ein eisiges Blau. So geht es über viele Seiten, dass man bei dieser verstörenden Eiseskälte, die dieses Buch umgibt, als Leser schon glaubt zu erfrieren. Erzählt werden zwei Geschichten, die untrennbar miteinander verwoben sind. 1914 wandert eine Gruppe junger Menschen über das Eis nach Hause. Obwohl das Wetter umschlägt, sind sie trotzdem der Meinung, ihnen kann nichts passieren, denn Werner besitzt einen Kompass, der ihm den richtigen Weg weist. Liegt es an dem Metallring - den er an seinem Finger trägt und später Kyra geben will - dass der Kompass nicht den richtigen Weg anzeigt? Oder hat er sich überschätzt, kann den Kompass gar nicht handhaben? Diese Frage bleibt offen. Die jungen Menschen, die zu einer lustigen Unternehmung aufgebrochen sind, verirren sich in diesem entsetzlichen Schneesturm, können kaum mehr auf Knien vorwärtsrutschen, verlieren die Orientierung. Dieses unerträglich Unglück verändert alles auf dieser kleinen Insel. Unsägliche Trauer bricht über die dort ansässigen Familien herein. Wo früher Freundschaft herrschte, ist von diesem Tag an Eiszeit. Die Autorin schafft es, den Leser mitten in dieses Unwetter zu schicken, dass man spürt, als sich die Schneeflocken wie tausend Nadeln ins Gesicht bohren und einem die beißende Kälte über den Rücken kriecht, die Finger gefühllos werden lässt. Es ist ein nordischer Roman, manchmal düster wie die dunklen Nächte, doch dann ist es wieder sternenklar. Aber es wird auch Frühling. Zeitwechsel. Gleichzeitig wird die heutige Geschichte von Hermann und Ellinor erzählt, die sich vor vielen Jahren einmal liebten. Doch Ellinor kann sich an nichts mehr erinnern. Hat Hermann sie einmal geküsst? Sie weiß es nicht. Die Erinnerung ist ausgelöscht. Ellinor hat sich in ihr Schicksal ergeben. Sie geht hinkend durchs Leben, hat sich damit abgefunden nur ab und zu mal einen Sommermann zu haben, ansonsten das Schärentaxi ihres Vaters zu fahren, diesen zu pflegen seit er nicht mehr gehen kann und ans Zimmer gefesselt ist, in den Sommermonaten den Kindern der Gäste zuzuhören und ansonsten möglichst nichts mehr zu fühlen. Sie lebt, hat aber kein eigenes Leben, ist innerlich wie zu Eis erstarrt. Erst als Hermann zurück auf die Insel kommt das Haus seines Vaters zu verkaufen und dabei wieder auf Ellinor trifft, anfängt ihre Nähe zu suchen, taut dieses Eis endlich in ihr auf. Ellinor fängt an, sich zu erinnern. Auf einmal weiß sie wieder, was das Knarren dieser Treppenstufe, über die sie täglich gehen muss wenn sie ihrem Vater das Essen bringt, ausgelöst hat. Dieses nordisch Unterkühlte zieht sich von der ersten bis zur letzten Seite durch dieses Buch. Die Kargheit der Insel ist stets gegenwärtig, genau so wie die Wildheit und Unbezähmbarkeit der Natur. Selbst die Sprache ist dieser Umgebung angepasst. Aber mir gefallen die Lebensgeschichten der Bewohner dieser Schäreninsel.

Eine Insel jenseits der Menschgrenze
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 10.01.2017
Bewertet: Paperback

1914 wandern einige Jugendliche nach einer Tanzveranstaltung zwischen zwei Inseln in den Schären "Heimwärts über das Eis". Eigentlich sind es nur wenige Kilometer. Aber ein Schneesturm kommt auf. Und es passiert etwas, das die Familien der Jugendlichen auf lange Sicht entzweien wird. 100 Jahre später sind die Familienfehden immer... 1914 wandern einige Jugendliche nach einer Tanzveranstaltung zwischen zwei Inseln in den Schären "Heimwärts über das Eis". Eigentlich sind es nur wenige Kilometer. Aber ein Schneesturm kommt auf. Und es passiert etwas, das die Familien der Jugendlichen auf lange Sicht entzweien wird. 100 Jahre später sind die Familienfehden immer noch nicht vergessen. Und die Nachfahren zweier Familien, Ellinor und Herrmann treffen sich nach vielen Jahren Jahren wieder. In ihrer Jugend waren sie ineinander verliebt - aber das scheint Ellinor verdrängt zu haben. Aber für Herrmann sind die Erinnerungen an seine große Liebe noch sehr lebendig. Und so versucht er, herauszufinden, warum Ellinor auf der Insel geblieben ist und warum sie hinkt - denn in ihrer Jugend hinkte sie nicht. Die Geschichte spielt auf einer Insel, die weit ab von Stockholm im äußeren Schärengarten liegt - jenseits der Menschengrenze - wie es so schön im Buch beschrieben wird. Und überhaupt ist das Buch voller schöner Bilder und schöner Sprache, die das harte Leben auf der Insel beschreiben. Im Sommer sind die Schären ein Paradies. Aber im Winter und für die Dauerbewohner ist das Leben hart und karg und einsam. Und die Familienfehden machen das Leben nicht leichter. Ellinor ist Mitte Fünfzig und sie hat ihr ganzes bisheriges Leben auf der Insel verbracht. Wird sie es schaffen, sich Herrmann nochmals zu öffnen und wird ihre Liebe eine zweite Chance bekommen? Und welchen Einfluss hat die alte Geschichte auf ihr Leben? Dies wird ruhig erzählt in zwei Handlungssträngen. Eine Geschichte ist der Weg "Heimwärts über das Eis" im Jahre 1914. Die andere Geschichte spielt in der Gegenwart, 100 Jahre später, und erzählt, wie Herrmann zurückkehrt auf die Insel und Ellinor wieder sieht. Beeindruckend ist die ruhige und bildhafte Sprache des Buches, die das karge, einsame Leben auf der Insel frei von jeder Idylle darstellt. Man sich in der Sprache des Buches richtig verlieren und sich in das Leben auf der Insel einfühlen. Ein richtig schönes Lese-Erlebnis. Am besten im Winter lesen.

Wenn das Eis taut ...
von einer Kundin/einem Kunden am 07.01.2017
Bewertet: Paperback

Nicht jeder Buchtitel passt so gut wie dieser: Im Winter sind die schwedischen Schären von Eis umgeben. Eis, das – wie in diesem Buch - im Frühjahr aufbricht. Zuerst gibt es nur eine schmale Fahrrinne und die Menschen können noch zu Fuß zur nächsten Insel wandern … Das Leben auf... Nicht jeder Buchtitel passt so gut wie dieser: Im Winter sind die schwedischen Schären von Eis umgeben. Eis, das – wie in diesem Buch - im Frühjahr aufbricht. Zuerst gibt es nur eine schmale Fahrrinne und die Menschen können noch zu Fuß zur nächsten Insel wandern … Das Leben auf den Schären ist oft einsam und hart. Trotzdem hält Ellinor Ingman an ihrer Heimat fest. Viele Nachbarn sind weggegangen, haben ihr Land an Sommerfrischler verkauft. Auch der Vogelmaler Herrman Engström hat die Insel verlassen. Nach Jahrzehnten kommt er zurück, um das geerbte Land zu verkaufen. Als die beiden aufeinander treffen, werden Erinnerungen wach. Erinnerungen an gute und schlechte Tage. Erinnerungen an Geschehnisse, die beide nur vom Hörensagen kennen, die ihr Leben aber unmittelbar beeinflusst haben … Ellinor, die sich mit ihrem ganzen Sein an das Leben auf den Schären angepasst hat, kann gar nicht verstehen, was mir ihr geschieht. Als Leser kann man ihren Überlebenskampf miterleben. Es ist ein harter Kampf, den die Autorin in sehr einfühlsamen Worten schildert. Sehr gelungen sind die Naturbeschreibungen, die dem Leser einen Eindruck der Schären-Landschaft am Übergang vom Winter zum Frühling vermitteln. Auch die Menschen in ihren unterschiedlichen Lebensphasen bekommen vor dem Auge des Lesers Kontur. Die Autorin schreibt so poetisch, dass ich mich in dieses Buch regelrecht verliebt habe. So stieß ich schon Anfang Januar auf mein erstes Lesehighlight des Jahre 2017.