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Haus für eine Person

Roman

(3)

„Große Dinge geschehen, während ich in der Sonne sitze und eine Tasse Fair-Trade-Kaffee trinke.“

Rosa will ein neues, ein anderes Leben. Sie ist gerade dreißig und hat doch schon viel verloren: beide Eltern, die Liebe – und sich selbst. Radikal kehrt sie ihrem schnellen Großstadtleben den Rücken und zieht in ein vergessenes Viertel, in dem viele Vögel singen und lauter alte Leute wohnen. Hier sucht sie das „echte“ Leben und verzettelt sich zunehmend zwischen Zweifeln, innerer Revolte und Einsamkeit. Als sie feststellt, dass sie schwanger ist, erwägt sie einen Abbruch. Dann aber konfrontiert ihre hochbetagte Nachbarin Frau Paul sie mit Geschichten des Überlebens, mit der Möglichkeit von unerklärlichem Glück und niemals endgültigem Unglück. Rosa beginnt zu begreifen, dass ein hartnäckiges Verstehenwollen der Welt am Leben vorbeiführt: "Mein Kopf erschafft keinen Grashalm." Ein Roman, der auf sehr eigene und poetische Weise von einer jungen Frau erzählt, in deren Kosmos plötzlich die großen Fragen des Lebens drängen.

Eine neue Stimme in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur – so prägnant wie gefühlvoll, so lebensnah wie poetisch.

Portrait
Barbara Kenneweg, Jahrgang 1971, arbeitet seit 2006 als Autorin für den Hörfunk. Es entstanden zahlreiche Features und Hörspiele (u. a. für Deutschlandfunk, RBB, WDR). Für ihre Kurzgeschichten wurde Barbara Kenneweg bereits mehrfach ausgezeichnet. Haus für eine Person ist ihr erster Roman. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 10.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-550-08177-4
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,7/2,7 cm
Gewicht 377 g
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

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Großartiges Stück Literatur, aber anspruchsvoll
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 31.05.2017

Der Text hat mich von der ersten Seite an interessiert. Sprachlich ist der Stil sehr musikalisch und feingliedrig - als Vergleich kam mir eine Elfenbeinschnitzerei in den Sinn. Die Prosa ist kraftvoll und sehr gut lesbar. Betrachtungen, Beschreibungen, Überlegungen zum Weinen oder zum Lachen schön: zuweilen wuchtig! Häufig musste... Der Text hat mich von der ersten Seite an interessiert. Sprachlich ist der Stil sehr musikalisch und feingliedrig - als Vergleich kam mir eine Elfenbeinschnitzerei in den Sinn. Die Prosa ist kraftvoll und sehr gut lesbar. Betrachtungen, Beschreibungen, Überlegungen zum Weinen oder zum Lachen schön: zuweilen wuchtig! Häufig musste ich schmunzeln, grinsen, einige Male wirklich laut lachen, aber mir kamen auch die Tränen an mehreren Stellen. Am Überraschendsten fand ich feinen Humor, diese Selbstironie, die bis zur Abtrünnigkeit geht.

Nicht so mein Fall
von einer Kundin/einem Kunden am 29.05.2017

Ich kam einfach nicht in diese Geschichte rein. Es wurde mir einfach zu viel über Dinge geschrieben,die mich nicht interessiert haben. Bis zur Hälfte habe ich durchgehalten.

Kann man lesen, muss man nicht
von Julia Lotz aus Aßlar am 08.04.2017

Meine Meinung: Haus für eine Person habe ich bei netgalley entdeckt und nachdem mich das Cover sehr anzog, konnte mich auch der Klappentext sehr überzeugen. Eine junge Frau flieht nicht vom Land in die Stadt, wie man es so oft liest, sondern sie zieht in eine eher ländliche Gegend,... Meine Meinung: Haus für eine Person habe ich bei netgalley entdeckt und nachdem mich das Cover sehr anzog, konnte mich auch der Klappentext sehr überzeugen. Eine junge Frau flieht nicht vom Land in die Stadt, wie man es so oft liest, sondern sie zieht in eine eher ländliche Gegend, da sie sich etwas anderes vom Leben verspricht. Noch dazu hatte ich Lust auf Gegenwartsliteratur und so durfte dieses Buch bei mir einziehen. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten in dagoogs Buch einzusteigen. Es besteht vorrangig auf Erzählungen der Protagonistin und es gibt wenig Handlung und wenig Dialog. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich jedoch daran. Anschließend hatte ich aber auch einige Probleme mit dem Buch. Die Flucht auf das Land und das Leben auf dem Dorf oder in der Kleinstadt wird leider nicht näher beschrieben und die Protagonistin kommt leider auch erst sehr spät auf die Vorzüge des Lebens dort zu sprechen. Das passiert leider nur sehr oberflächlich und auch der Kontakt mit den älteren Leuten bleibt beinahe komplett aus. Stattdessen bezieht sich die Protagonistin sehr auf sich, auf ihre Ideale und ihre Lebensweise und steht allen anderen fast schon feindlich gegenüber. Niemand kann es ihr Recht machen und mehr als einmal ertappte ich mich bei dem Gedanken: Na, merkst du, warum dir dein Freund weggelaufen ist?! Gerade auch Rosas Ansichten werden im Buch sehr ideologisch rübergebracht und verbot es mir teilweise, mein eigenes Bild zu machen. Wenn das passierte, dann in völliger Abneigung zur Protagonistin. Dennoch hat Haus für eine Person durchaus auch seine guten Seiten. Zum einen zeigt es eine Frau, die sich alleine durch eine Schwangerschaft schlagen muss und ich kann mir vorstellen, dass Rosa damit vielen Leserinnen - egal ob schwanger oder nicht - eine Menge Mut mitgibt. Darüber hinaus gibt es außerdem die seltenen Szenen, die wirklich was bewirkt haben, die mich zum Nachdenken gebracht haben und mich länger beschäftigen könnten. Leider blieben sie im Buch aber eine Rarität, weshalb Rosas Geschichte für mich letztendlich nur mittelmäßig blieb. Fazit: Obwohl ich mich sehr auf Haus für eine Person und die Thematik, die der Klappentext versprach, freute, würde ich etwas enttäuscht. Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt und Rosas Charakter war schlichtweg nicht mein Fall. Dennoch hatte der Roman einig Szenen, die tief gingen und mich wirklich zum Nachdenken brachten. Vielen lieben Dank an den Ullstein Verlag für die Bereitstellung des *Rezensionsexemplars.