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Gräser der Nacht

Roman

(9)

»Funkelnde Prosa, kongenial übersetzt.« Manfred Papst in >NZZ am Sonntag<

Als Jean in den 1960er-Jahren die geheimnisvolle Dannie kennenlernt, lebt sie in Paris, hat so viele Namen wie Adressen und verkehrt mit einer zwielichtigen Bande, die Kontakte nach Marokko unterhält. Trotz der vage lauernden Gefahr werden der angehende Schriftsteller und die junge Frau ein Paar. Doch dann verschwindet Dannie plötzlich und Jean wird als Zeuge in einem ungeklärten Todesfall verhört ....

Portrait

Patrick Modiano, 1945 geboren, ist einer der bedeutendsten französischen Schriftsteller der Gegenwart. Er erhielt zahlreiche Auszeichungen, darunter den großen Romanpreis der Académie française und den Prix Goncourt. 2012 wurde ihm der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur verliehen und 2014 der Nobelpreis für Literatur.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 184
Erscheinungsdatum 22.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14494-0
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,1/1,7 cm
Gewicht 199 g
Originaltitel L'herbe des nuits
Übersetzer Elisabeth Edl
Verkaufsrang 29.171
Buch (Taschenbuch)
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„Nobelpreis für Literatur 2014“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

...Jeder ganz große Autor hat eine unverwechselbare Stimme, die am Ende sein Geheimnis bleibt ...Iris Radisch in "Die Zeit"
Es sind die 60er Jahre, als Jean sich in Dannie verliebt. Oder vielmehr in ein Mädchen, das sich als Dannie vorstellt. Paris ist in Aufbruchstimmung. Politsche Auseinandersetzungen und gesellschaftliche Veränderungen zeichnen sich ab. Noch gibt es viele Heimlichkeiten und Geheimnisse in der Stadt. Auch Dannie ist voller Geheimnisse. Irgendwann erfährt Jean, dass Dannie mit falschen Papieren in Paris lebt. Ihre Erklärungen sind keine und vage Ausreden bleiben undurchsichtig. Jean liebt Dannie und weiß doch nichts von ihr. Nach und nach lernt Jean Bekannte, Feunde, Weggefährten kennen. Manchmal läßt sich Dannie von Jean zu einem Postamt begleiten.Sie läßt sich Briefe ihres Bruders postlagernd senden, erklärt sie ihm nebenbei. Immer dabei hat Jean sein schwarzes Notizbuch. Er notiert alles, was ihm erinnernswert erscheint. Und eines Tages ist Dannie verschwunden. Ohne Vorwarnung, ohne Nachricht. Jahre später wird Jean zu einem lange zurückliegenden Todesfall verhört.
"Gräser der Nacht" von Patrick Modiano ist kleines, feines Leseerlebnis
...Jeder ganz große Autor hat eine unverwechselbare Stimme, die am Ende sein Geheimnis bleibt ...Iris Radisch in "Die Zeit"
Es sind die 60er Jahre, als Jean sich in Dannie verliebt. Oder vielmehr in ein Mädchen, das sich als Dannie vorstellt. Paris ist in Aufbruchstimmung. Politsche Auseinandersetzungen und gesellschaftliche Veränderungen zeichnen sich ab. Noch gibt es viele Heimlichkeiten und Geheimnisse in der Stadt. Auch Dannie ist voller Geheimnisse. Irgendwann erfährt Jean, dass Dannie mit falschen Papieren in Paris lebt. Ihre Erklärungen sind keine und vage Ausreden bleiben undurchsichtig. Jean liebt Dannie und weiß doch nichts von ihr. Nach und nach lernt Jean Bekannte, Feunde, Weggefährten kennen. Manchmal läßt sich Dannie von Jean zu einem Postamt begleiten.Sie läßt sich Briefe ihres Bruders postlagernd senden, erklärt sie ihm nebenbei. Immer dabei hat Jean sein schwarzes Notizbuch. Er notiert alles, was ihm erinnernswert erscheint. Und eines Tages ist Dannie verschwunden. Ohne Vorwarnung, ohne Nachricht. Jahre später wird Jean zu einem lange zurückliegenden Todesfall verhört.
"Gräser der Nacht" von Patrick Modiano ist kleines, feines Leseerlebnis

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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4
1
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von Doris Lesebegeistert am 29.09.2016
Bewertet: anderes Format

Verdiehnter Nobelpreis. Ein tolles Buch.

Anders als erwartet, aber perfekt abgestimmt
von TinyHedgehog am 02.06.2016

**Meine Meinung** Gleich zu Beginn möchte ich erwähnen, dass der Klappentext viel rasanter und geheimnisvoller klingt, als das Buch tatsächlich ist. Dies ist aber kein negativer Kritikpunkt. Es sollte nur erwähnt werden, da durch den Klappentext falsche Erwartungen an das Buch gestellt werden könnten. Doch wie auch schon die Aufschrift... **Meine Meinung** Gleich zu Beginn möchte ich erwähnen, dass der Klappentext viel rasanter und geheimnisvoller klingt, als das Buch tatsächlich ist. Dies ist aber kein negativer Kritikpunkt. Es sollte nur erwähnt werden, da durch den Klappentext falsche Erwartungen an das Buch gestellt werden könnten. Doch wie auch schon die Aufschrift „Nobelpreis für Literatur 2014“ vermuten lässt, ist das Buch alles andere als ein typischer Spionagethriller oder auch ein Krimi. „Gräser der Nacht“ ist eher ein Bericht, bzw. die Erinnerungen des Protagonisten Jean, der in ihnen versucht, seine Erfahrungen und sein besonderes Erlebnis mit Dannie in den 60er Jahren zu verarbeiten und gedanklich zu ordnen. Vieles verschwimmt nach so vielen Jahren in Jeans Erinnerungen und wird undeutlich. Bei manchen Erinnerungen ist er sich nicht einmal mehr sicher, ob sie tatsächlich so stattgefunden haben, oder ob sie sich mit der Zeit, zusammen mit den wiederkehrenden Träumen und Auseinandersetzungen, verfälscht haben. Genau dieses Gefühl trägt Patrick Modiano authentisch an den Leser heran. Nur nach und nach lichtet sich der Nebel und man scheint immer mehr von der Geschichte zu verstehen. Trotz des „hohen“ Anspruches an die nobelpreiswürdige Literatur ist der Schreibstil des französischen Autors sehr leicht und gut zu lesen. Mich hat ein wenig gestört, dass die Geschichte größtenteils ohne wörtliche Rede auskommt. Das ist zwar interessant, da so die Authentizität der Erinnerungen des Protagonisten noch verstärkt wird, doch leider nimmt dieses Stilmittel dem Buch ein Stück Lebendigkeit. „Gräser der Nacht“ war für mich also eher geeignet, um immer mal wieder in kleineren Abschnitten zu lesen, als an einem Stück. Das Buch umfasst recht wenige Seiten, die wiederum auch noch einen breiten Seitenrand haben. So hatte ich das Gefühl, schneller als gewohnt mehr Text zu lesen, obwohl es eigentlich weniger Text pro Seite war. Doch dieses schnelle Vorankommen, unterstützt die Form der Berichterstattung bzw. der Erinnerungen, da diese sehr kurz und flüchtig sind. **Fazit** „Gräser der Nacht“ war für mich zwar anders als erwartet, aber trotzdem gut. Ich dachte zunächst, dass es mehr um politische Intrigen und eine fast schon actionreiche Geschichte gehen würde. Doch in Wirklichkeit war dies nicht der Fall und das Ziel des Buches blieb auf lange Sicht unklar. Obwohl ich einige kleine Sachen zu bemängeln habe, bietet dieses Buch zusammengefasst eine Geschichte, die in der Form seiner Erzählung und dem Inhalt perfekt abgestimmt ist. Und ich denke daran erkennt man, dass man hier nicht nur irgendeines von vielen zeitgenössischen Werken in der Hand hält, sondern eines, welches die Aufmerksamkeit verdient. Ich bin also sehr zufrieden mit „Gräser der Nacht“ und empfehle es gerne weiter. Ich ziehe jedoch aufgrund der fast immer fehlenden wörtlichen Rede und der etwas zu langwierigen Ziellosigkeit einen Stern ab.

Was erinnern wir?
von Sandra Matteotti aus Zürich am 06.05.2016

Jean, ein Schriftsteller, denkt zurück an die Zeit vor 30 Jahren, als er Dannie traf und sich verliebte. Er wusste nicht genau, woher sie kam. Sie schien mehrere Wohnorte zu haben und war sehr verschlossen, beantwortete ungern Fragen. Auch wusste er nicht genau, wie sie hiess, Dannie war wohl... Jean, ein Schriftsteller, denkt zurück an die Zeit vor 30 Jahren, als er Dannie traf und sich verliebte. Er wusste nicht genau, woher sie kam. Sie schien mehrere Wohnorte zu haben und war sehr verschlossen, beantwortete ungern Fragen. Auch wusste er nicht genau, wie sie hiess, Dannie war wohl nicht ihr richtiger Name, aber er nannte sie so, weil sie ihm so vorgestellt worden war. Dannie verkehrte mit mysteriösen Typen, die aus Marokko kamen oder Kontakte dahin hatten. Eines Tages wurde Jean sogar gewarnt, er solle sich fernhalten von diesen Menschen. Jean fühlte die Gefahr nicht. Erst 30 Jahre später sieht er langsam die Zusammenhänge, erfährt, was wirklich passiert ist – aber vielleicht auch dann nicht wirklich. So geht Jean durch die Zeiten, welche sich kreuzen und vermischen. Er liest seine Notizen von damals, die ihm Halt sind gegen das Vergessen. Er erlebt in Gedanken und Träumen nochmals die Vergangenheit und wandelt im Heute auf ihren Spuren. Modiano zeichnet eine Geschichte, die sich über 30 Jahre erstreckt, bei der man nie genau weiss, in welcher Zeit man genau ist – oft weiss es nicht mal der Erzähler. Er pendelt zwischen Träumen, Erinnerungen und der Gegenwart, weiss oft nicht, was Traum, was Wirklichkeit ist. Er stellt Fragen, obwohl ihn die Antworten nicht zu interessieren scheinen, denkt an Menschen, obwohl sie ihm – so sagt er – alle gleichgültig sind. "Gräser der Nacht" ist ein nachdenklicher Roman, ein Roman über Liebe, Lügen, Geheimnisse, Identität und Herkunft. Der Roman stellt fragen, wie es der Erzähler auch tut, die Antworten sind selten eindeutig. Modianos Sprache ist fliessend, fast schon monoton. Sie steht damit im Widerspruch zum wilden Durcheinander der Zeiten. Am Anfang kann dieses Monotone und doch Sprunghafte überfordern und auch langweilen. Es braucht seine Zeit, in die Geschichte reinzukommen, aber man sollte sie dem Buch geben, denn es lohnt sich. Einmal gepackt, taucht man ein und ungern wieder aus Fazit: Die Geschichte fängt langwierig und verworren an, verstrickt sich, wird dichter und packt den Leser dann plötzlich, um ihn nicht mehr loszulassen. Also: Unbedingt durchhalten. Absolut empfehlenswert.