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Gott hat hohe Nebenkosten

Wer wirklich für die Kirchen zahlt

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Warum wir alle für die Kirche zahlen, aber nichts zu sagen haben
Seit neun Jahren leitet Bernadette Knecht einen katholischen Kindergarten bei Bonn. Sie ist kompetent, engagiert und beliebt. Aber als ihre Ehe zerbricht und sie sich neu verliebt, wird sie entlassen. Sie hat gegen die Moralvorstellungen der katholischen Kirche verstoßen. Die Eltern sind entsetzt – und wütend. Sie wollen ihre Kindergärtnerin behalten und gehen auf die Barrikaden. Dabei machen sie eine erstaunliche Entdeckung. Die Kirche bestimmt, aber sie zahlt gar nicht – der Kindergarten wird von ihnen selbst, vom Staat finanziert. Eva Müller erzählt die Geschichte einer Auseinandersetzung, die sinnbildlich für die Konflikte zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern in konfessionellen Einrichtungen steht. Anhand von weiteren Beispielen aus dem ganzen Land beleuchtet sie Arbeitsbedingungen von Ärzten, Pflegern und Lehrern. Dabei stellt sie fest, dass die Zahl von katholischen und evangelischen Einrichtungen immer weiter steigt, während die Zahl der Kirchenmitglieder immer weiter sinkt.
Eva Müller blickt in diesem Buch hinter die Kulissen des zweitgrößten deutschen Arbeitgebers; sie schildert, wie die Kirchen immer mehr Einfluss gewinnen, was das für Arbeitnehmer bedeutet und wer den Preis dafür zahlt. Anschaulich, informativ und kritisch: „Gott hat hohe Nebenkosten“ fragt danach, welchen Einfluss die Kirchen heute haben – und welchen sie haben sollen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 190
Erscheinungsdatum 07.01.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04485-0
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 21,8/13,8/2,2 cm
Gewicht 297 g
Buch (Paperback)
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Kundenbewertungen

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Sehr interessante Einblicke
von peedee am 17.01.2017

Die Autorin lässt den Leser hinter die Kulissen des zweitgrössten Arbeitgebers Deutschlands blicken. Sie erzählt u.a. von Bernadette Knecht, die einen katholischen Kindergarten leitet und sich scheiden lässt. Das wäre noch gerade eben akzeptabel gewesen, aber da sie sich neu verliebt und zu ihrem Freund zieht, wird sie zum... Die Autorin lässt den Leser hinter die Kulissen des zweitgrössten Arbeitgebers Deutschlands blicken. Sie erzählt u.a. von Bernadette Knecht, die einen katholischen Kindergarten leitet und sich scheiden lässt. Das wäre noch gerade eben akzeptabel gewesen, aber da sie sich neu verliebt und zu ihrem Freund zieht, wird sie zum „schädlichen Ärgernis“ (!) und somit entlassen. All dies im Jahr 2011 in Deutschland… Erster Eindruck: Mir gefällt das klare Cover mit dem etwas lustig anmutenden Titel. Einleitend möchte ich sagen, dass für mich der Glaube sehr wichtig ist, ich aber nicht bibelfest bin und auch nicht jede Woche in die Kirche gehe. Mit der Institution „Kirche“, insbesondere der katholischen Kirche, tue ich mich nämlich manchmal etwas schwer. Ich kann u.a. nicht nachvollziehen, wie einzelne Menschen mit Vorbildfunktionen (z.B. Priester) Dinge vertuschen, verleugnen. Eines der 10 Gebote ist doch „Du sollst nicht lügen“ – das passt für mich dann überhaupt nicht. Das Buch hat mir sehr interessante Einblicke hinter die Kulissen der beiden grossen Kirchen gewährt (wo ca. 1,3 Millionen Menschen arbeiten). Mir war z.B. nicht bewusst, dass für Angestellte der Kirche nicht das „normale“ Arbeitsrecht gilt, sondern eben das Kirchenrecht. Und das hat z.B. etwas gegen Menschen, die sich scheiden lassen, wie Bernadette Knecht. Wenn sie alleine geblieben wäre, obwohl man wusste, dass sie einen neuen Partner hat, hätte sie ihren Job behalten können. Aber da sie doch tatsächlich mit ihm zusammenziehen musste, ist das ein K.O.-Kriterium: Nun ist für alle sichtbar, dass sie nicht vollumfänglich den Regeln der Kirche folgt. Das macht mich traurig und auch wütend, denn für mich ist der Entscheid der Kirche verlogen (ja, ich weiss, es ist ein hartes Wort). Ist diese Frau ein schlechterer Mensch, weil sie eine neue Partnerschaft eingeht? Und dadurch unfähig, Kinder zu betreuen? Man will ihr einen neuen Arbeitsplatz in einer anderen Stadt anbieten, wo die Leute nichts über ihre Lebensverhältnisse wissen! Ist das ehrlich? Menschen, die z.B. in einem katholischen Krankenhaus arbeiten wollen, haben die besten Voraussetzungen, wenn sie katholisch und in ordentlichen Lebensverhältnissen sind. Geschieden? Nicht katholisch? Äusserungen über Abtreibungen oder künstliche Befruchtungen? Oder etwa gar homosexuell? Alles gar nicht gut… Ich verstehe zwar, dass die Kirche ihre Werte hat und diese auch vertreten muss, aber es macht meiner Meinung nach keinen Unterschied, ob die Sekretärin evangelisch ist, der Pfleger homosexuell oder der Oberarzt geschieden. Die berufliche Qualifikation muss doch ausschlaggebend sein, nicht die Lebensverhältnisse. Die katholische Kirche ist Träger von vielen Einrichtungen, trägt aber finanziell wenig bis gar nichts bei: Im vorliegenden Fall zahlen das Land, die Kommune und die Eltern selbst (und zwar zu einhundert Prozent, plus zwei Prozent Verwaltungspauschale = einhundertzwei Prozent)! Sehr beeindruckend, wie sich die Eltern der Rauschendorfer Kindergartenkinder für ihre beliebte Leiterin einsetzen. Es muss für Frau Knecht eine unwahrscheinlich belastende Zeit gewesen sein, die ich niemandem wünsche. Wie die ganze Geschichte ausgeht, verrate ich hier nicht. Ein sehr gutes Buch – absolute Leseempfehlung von mir.

Die Kirche als Arbeitgeber...
von Marion Olßon aus Reutlingen am 27.03.2013

Sie gehören auch zu den Menschen, die brav ihre Kirchensteuer bezahlen? Nun denn, wissen sie dann auch, wen oder was sie da mitfinanzieren? Die Katholische Kirche ist der zweitgrößte Arbeitgeber in der Bundesrepublik Deutschland und wird von Staat und Allgemeinheit finanziert. Doch wo gehen die Gelder hin und welche „... Sie gehören auch zu den Menschen, die brav ihre Kirchensteuer bezahlen? Nun denn, wissen sie dann auch, wen oder was sie da mitfinanzieren? Die Katholische Kirche ist der zweitgrößte Arbeitgeber in der Bundesrepublik Deutschland und wird von Staat und Allgemeinheit finanziert. Doch wo gehen die Gelder hin und welche „ Sonderbedingungen“ nimmt sich der christliche „ Chef“ heraus? Natürlich gibt es immer bestimmte Kriterien, um eine Arbeitsstelle zu bekommen, doch die Auswahlverfahren unterscheiden sich! Bei denen der Kirche, diesem Zentrum des Glaubens und der Macht, gelten spezielle Regeln und Kriterien. Um einen Arbeitsplatz in dieser Organisation zu ergattern, werden hohe Anforderungen gestellt! Denn wenn man nicht getauft, nicht gläubig, ein uneheliches Kind hat oder gar geschieden und wieder verheiratet ist, dann wird es nichts mit diesem Job, auch nicht als Reinmachefrau! So etwas geht gar nicht. Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten haben schließlich ein Recht auf Zucht und Ordnung, so berichtet uns die Autorin. Sie hat hinter die Kulissen und Fassaden geschaut. Ein äußerst interessantes Buch über die Katholische Kirche als „ Brötchengeber“. Aufklärend und aufdeckend und zum Nachdenken anregend. Eine Lektüre, die erstaunt!