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Geigen der Hoffnung

Damit ihr Lied nie verklingt

(8)

"Ihm war gar nicht bewusst gewesen, wie dringend sein Inneres Musik brauchte, welchen Hunger er danach verspürte. Es machte aus ihm, der stundenweise nur noch an Brot hatte denken können, wieder einen Menschen."
Ein Knirschen, Stahl auf Stahl. Waggons werden verriegelt. Die Brüder Marek und Stani ahnen: Der Transport geht ins Verderben. Doch Marek will die Hoffnung auf ein Überleben nicht aufgeben und klammert sich an seinen Geigenkasten ...
Über ein halbes Jahrhundert später beugt sich Amnon Weinstein über eine zerkratzte und verfärbte Geige. Mehr als 60 Streichinstrumente verfolgter Juden hat er wieder zum Klingen gebracht, er nennt sie "Violins of Hope". In den größten Konzertsälen der Welt werden sie heute gespielt.
Eine auf wahren Begebenheiten basierende Erzählung über die Kraft der Musik. Und die Geschichte eines außergewöhnlichen Geigenbauers, der alles daran setzt, dass die Opfer des Holocaust nicht vergessen werden.

Portrait

Titus Müller studierte in Berlin Literatur, Mittelalterliche Geschichte, Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Mit 21 Jahren gründete er die Literaturzeitschrift "Federwelt". Seine Ratgeber und historischen Romane begeistern viele Leser. Titus Müller ist Mitglied des PEN-Club und wurde u.a. mit dem "C. S. Lewis-Preis" und dem "Sir Walter Scott-Preis" ausgezeichnet.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 11.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86334-117-6
Verlag Adeo
Maße (L/B/H) 221/141/25 mm
Gewicht 413
Abbildungen 8-seitiger Bildteil
Buch (gebundene Ausgabe)
18,50
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Kundenbewertungen


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Inspirierend und berührend
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 23.02.2017

Amnon Weinstein ist ein außergewöhnlicher Geigenbauer. Nach langen Jahren, in denen er die Geschichte seines Volkes im Holocaust totgeschwiegen hat, setzt er nun alles daran, sie wieder zum Leben zu erwecken. Er restauriert alte, zerkratzte und zerbrochene Geigen verfolgter Juden, damit sie als „Violins of Hope“ in den größten... Amnon Weinstein ist ein außergewöhnlicher Geigenbauer. Nach langen Jahren, in denen er die Geschichte seines Volkes im Holocaust totgeschwiegen hat, setzt er nun alles daran, sie wieder zum Leben zu erwecken. Er restauriert alte, zerkratzte und zerbrochene Geigen verfolgter Juden, damit sie als „Violins of Hope“ in den größten Konzertsälen der Welt gespielt werden können. „Die Vergangenheit schreibt sich nicht in den Korpus ein. Es sind die Musiker, die anders auf ihnen spielen, sobald sie die Geschichten hinter den Instrumenten kennen.“ Ja, das ist es, was den Geigen ihren besonderen Klang verleiht. Dieses Buch hat mich unglaublich berührt. Geigen sind ganz besondere Instrumente in der jüdischen Kultur. Sie begleiten viele Gebete und waren in den meisten jüdischen Familien zu finden. Davon hatte ich keine Ahnung, genauso wenig wie von der Tatsache, dass es in den KZs Lagerorchester mit Insassen gab, deren Aufgabe darin bestand, die Todesmärsche ihrer Mitgefangenen zu begleiten. Dennoch schenkte die Musik ihnen inmitten all dem Leid und der Zerstörung auch Mut, Kraft und Hoffnung. Somit stellt dieses Buch nicht nur ein wichtiges geschichtliches Zeugnis dar, sondern auch eine Hommage auf die Musik. Amnon Weinstein dokumentiert auch sämtliche Geschichten, welche die Geigen begleitet haben, soweit sie sich rekonstruieren lassen. Denn er ist der Meinung, dass diese Geschichten nicht verschwiegen und vergessen werden dürfen. Aber darunter sind auch viele, welche durch die Musik gerettet wurden. Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Es wurde nicht von Amnon Weinstein selbst geschrieben, sondern ergab sich wohl aus einer Vielzahl von Gesprächen und Besuchen in seiner Werkstatt. Dabei wechseln sich Passagen, in denen er zu Wort kommt, ab mit solchen, in denen eine die Geschichte eines jüdischen KZ-Insassen erzählt wird. Dessen Schicksal fesselte mich ebenso wie die weisen Worte des alten Geigenbauers. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und hat den Lesern dennoch viel zu sagen. Es geht um die Geschichte eines Volkes, das sich nicht entmutigen lassen will, trotz Verfolgung und versuchter Auslöschung. Es geht auch um die Bedeutung der Erinnerung und Vergangenheitsbewältigung. All dies wird zu einem runden Ganzen verknüpft. Fazit: Ein bewegendes und ermutigendes Buch, das sehr viele Facetten zu bieten hat. Nicht nur für Musikliebhaber empfehlenswert!

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Aufwühlend, tragisch, bewegend
von Monika Schulte aus Hagen am 11.12.2016

Amnon Weinstein restauriert Geigen. Sein Vater war einer der ersten Geigenbauer Israels. Zahlreiche Geigen wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zu Moshe Weinstein gebracht. Die einstigen Besitzer der Geigen wollten nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Sie haben zwar den Krieg und den Nazi-Terror überlebt, doch auch... Amnon Weinstein restauriert Geigen. Sein Vater war einer der ersten Geigenbauer Israels. Zahlreiche Geigen wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zu Moshe Weinstein gebracht. Die einstigen Besitzer der Geigen wollten nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Sie haben zwar den Krieg und den Nazi-Terror überlebt, doch auch ihr Leben nach dem Krieg war eine einstige Qual – zu sehr haben sie gelitten. Zu sehr wurden sie gequält, verachtet, gedemütigt. Das unfassbar Erlebte wurde unterdrückt. Erzählen konnte fast niemand darüber. Man wollte vergessen und konnte es doch nie. Amnons Familie ist selbst betroffen. Fast alle Familienmitglieder und einstigen Freunde der Familie fielen den Nazis zum Opfer. Eines Tages steht Amnon einem Holocaust-Überlebenden gegenüber. Seine stark demolierte Geige möchte er für seinen Enkel restaurieren lassen. Amnon Weinstein entdeckt im Innern der Geige Aschereste. Menschliche Überbleibsel aus den Krematorien? Es dauert noch ein ganzes Jahrzehnt, bis Amnon Weinstein sich der ganzen Geschichte gestellt, der Geschichte der Musik in den Konzentrationslagern. Marek und sein Bruder Stani werden ins KZ Dachau deportiert, doch Marek gibt die Hoffnung nicht auf. Er will überleben. Er umklammert seinen Geigenkasten – das Einzige, was ihm neben seinem Bruder geblieben ist. Als er seinem Bruder zu Hilfe kommen will, rächt sich Oberscharführer Köcher an ihn. Er zerstört Mareks Geige. Dieser wird zudem zu besonders harten Arbeitsdiensten herangezogen, doch Marek hat Glück. Er hat Fürsprecher und ihm gelingt es, einen Platz im Lager-Orchester zu bekommen, was schließlich seine Rettung ist. „Die Geigen der Hoffnung“ - ein Buch, das mich nachdenklich und unendlich traurig zurücklässt. Ein Buch, halb Sachbuch, halb auf wahren Begebenheiten basierende Erzählung. Christa Roth hat vor Ort bei Amnon Weinstein recherchiert. Hier leben die Geigen wieder auf, die einst in den Lagern gespielt wurden. Hier berichtet jede einzelne Geige in der Werkstatt Amnons Weinsteins von einem Schicksal, von einem Leben. Diese Geigen der Hoffnung gibt es wirklich. Sie werden heute weltweit in berühmten Orchestern gespielt. Titus Müller erzählt in einfühlsamer Weise die Geschichte von Marek und Stani. Den Häftling mit der Nummer 95101 hat es tatsächlih gegeben. Er hieß in Wahrheit Abram Merczynski. Es ist eine fesselnde und tief bewegende Geschichte. Manches Mal habe ich beim Lesen den Atem angehalten. Zu verstörend der Lageralltag, zu verstörend das für uns unbegreifliche Verbrechen, das dort an den Menschen begangen wurde. Titus Müller führt den Leser direkt in das Konzentrationslager. Er schildert das Leben der Menschen dort so eindringlich, das man beinahe das Gefühl hat, das Leid dieser Menschen zu fühlen. Ich sage bewusst „beinahe“, denn niemand kann das nachempfinden, was diese Menschen durchmachen mussten. Und doch gab es so ewas wie Hoffnung – die Musik. Die Musik, die auch Marek in Gedanken woanders hinführte, raus aus dem Lager. Mit der Musik konnten seine Gedanken fliegen. Orchestermitglieder bekamen mehr zu essen. Sie mussten fit sein, um am Abend für die SS-Offiziere aufzuspielen. Immer wieder spürt man die Angst. Bloß nicht nachlassen, bloß nicht schwach werden. Kein falsches Wort, kein falscher Blick. Man könnte der nächste sein. Titus Müller zeigt aber auch, dass es im Lager ein kleines bisschen Menschlichkeit gab. Da ist der Arzt, der die Kranken in Betten im Krankenrevier versteckt hat, damit wenigstens einige überleben konnten. Er erzählt auch, dass junge Leute gezwungen wurden, in die SS einzutreten und in den Lagern ihren Dienst tun mussten. „Die Geigen der Hoffnung“ - Ein Buch gegen das Vergessen, aufwühlend, tragisch, bewegend. Ein Buch, dessen Geschichte mich immer begleiten wird.

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Eindringlich und bewegend
von vielleser18 aus Hessen am 03.12.2016

Zwei Autoren - Titus Müller und Christa Roth - haben hier gemeinsam ein eindringliches und bewegendes Buch geschrieben. Es ist eine Mischung aus Roman und Dokumentation. Beides verbindet die Geigen, Geigen, die von Juden während der NS-Zeit gespielt worden sind. Das Buch beginnt mit der Beschreibung von Christa Roth. Sie... Zwei Autoren - Titus Müller und Christa Roth - haben hier gemeinsam ein eindringliches und bewegendes Buch geschrieben. Es ist eine Mischung aus Roman und Dokumentation. Beides verbindet die Geigen, Geigen, die von Juden während der NS-Zeit gespielt worden sind. Das Buch beginnt mit der Beschreibung von Christa Roth. Sie hat in Tel Aviv mehrmals Ammon Weinstein getroffen. Weinstein, Jahrgang 1939, hat über 60 Streichinstrumente wieder aufgearbeitet, sie wieder spielbar gemacht und diese Instrumente sind die "Violins of Hope". Roth erzählt die Geschichte von Ammon Weinstein, wie er zu den Geigen gekommen ist, wie alles begann. Abwechselnd in diese Berichterstattung eingebettet, ist der Roman von Titus Müller. Er hat, inspiriert durch verschiedene Dokumentationen, Erzählungen von Nachfahren oder Zeitzeugen, eine bewegende, eindringliche (fiktive) Geschichte geschrieben, die unter die Haut geht. Die sich so oder so ähnlich zugetragen haben könnte. Auch wenn es fiktiv ist, ist es dennoch real, was damals im KZ Dachau und in vielen anderen KZs passiert ist. Titus Müller lässt einen Häftling erzählen, Marek Krol. Als Leser leidet man mit ihm, wenn Aufseher ihn misshandeln. Man spürt die Verzweiflung, den Hunger, die Unmenschlichkeit, die Grausamkeit. Man spürt aber auch den Überlebenswillen Mareks, auch wenn es darum geht, seinen Bruder Stanek durch diese Zeit zu bringen. Marek ist Geiger, seine Geige wurde gleich bei der Ankunft zerstört, dennoch, er schafft es ins Lagerorchester. Ein Orchester, dass aufspielen muss, wenn andere drakonisch bestraft werden, die die SS-Leute unterhalten sollen und spielen, wenn andere zum harten Arbeitseinsatz müssen, aber sie geben auch Konzerte, bei denen die Insassen zuhören und Hoffnung schöpfen können. Man spürt beim Lesen die Zweischneidigkeit, das Wechselbad der Gefühle des Protagonisten. Einerseits der Urinstinkt des Überlebens-Wollen und anderseits die Menschlichkeit, die dennoch nicht zerstört werden kann - trotz aller Grausamkeiten, trotz aller Versuche den Protagonisten brechen zu wollen. Diese Geschichte von Titus Müller geht wahrlich unter die Haut, sie bewegt. Christa Roths Teil unterstreicht den wahren Kern, unterstreicht, dass dies nicht (alles) fiktiv war. Ammon Weinstein und seine "Violins of Hope" gibt es wirklich und jede dieser Geigen hat auch eine Geschichte. Der journalistische Teil hat mir vom Erzählstil zwar etwas weniger gefallen, es hätte linearer sein können und manche Nebenschauplätze weniger. Aber trotzdemhat sie eine eindrucksvolle Beschreibung von dem Menschen Weinstein geschaffen. Die Autorin hat ihn mehrmals getroffen, man spürt auch ihre Gefühle bei diesem Bericht. Sie passt vor allem im Kontext zu Müllers Geschichte, die dadurch eine große Authentizität erhält. Am Ende gibt es noch farbige Aufnahmen von Ammon Weinstein und seinen Violins of Hope, sowie im Nachwort von Titus Müller Hinweise zur wahren Geschichte, die ihn inspieriert hat. Fazit: Geigen der Hoffnung - Geigen voller Erinnerung. Eindringlich und bewegend erzählen die Autoren die wahre Geschichte von Ammon Weinstein und eine auf wahre Begebenheiten basierende Erzählung eines KZ-Häftlings in Dachau.

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