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Gedichte

Sammlung von 1922

Reclam Universal-Bibliothek 18036

(1)
Als Wunderkind Loris hatte er debütiert, und sehr früh schon, mit etwa zwanzig Jahren, fand Hofmannsthal in der Lyrik den ihm gemäßen Stil. Mitte der neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts entstanden jene berühmten Gedichte, die den Kern seines letztlich schmalen lyrischen Werks ausmachen, das hier in einer Auswahlausgabe präsentiert wird.
Portrait
Hugo von Hofmannsthal (1. 2. 1874 Wien – 15. 7. 1929 Rodaun bei Wien) lebte und arbeitete nach einem Jura- und anschließenden Romanistik-Studium mit Promotion als freier Schriftsteller in Rodaun bei Wien. Der Fin-de-Siècle-Generation angehörend, wandte sich Hofmannsthal vom Ästhetizismus kommend einer skeptischen Reflexion der Realitätserfahrung zu und verarbeitete intensiv kulturelle Traditionen. Für Richard Strauss schrieb er Opernlibretti, mit ihm und Max Reinhardt gründete er der Salzburger Festspiele, für die er den »Jedermann« schrieb.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Mathias Mayer
Seitenzahl 115
Erscheinungsdatum 01.03.2000
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-018036-5
Verlag Philipp Reclam Jun.
Maße (L/B/H) 14,8/9,8/0,8 cm
Gewicht 61 g
Buch (Taschenbuch)
3,10
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Begegnungen mit Hofmannsthal
von Zitronenblau am 13.10.2009

Dass H. v. Hofmannsthal zur geistigen Elite der Wiener Klassik gehörte, ist unumstritten wie bekannt. Im hier vorliegenden Bändchen von Reclam wird sein lyrisches Werk anthologisiert (Sammlung von 1922, Gestalten, Prologe/Nekrologe, verstreute Gedichte). Ich lese Hofmannsthal mit gemischten Gefühlen. Seine große Zeit war biographisch gesehen bereits vor dem betagten... Dass H. v. Hofmannsthal zur geistigen Elite der Wiener Klassik gehörte, ist unumstritten wie bekannt. Im hier vorliegenden Bändchen von Reclam wird sein lyrisches Werk anthologisiert (Sammlung von 1922, Gestalten, Prologe/Nekrologe, verstreute Gedichte). Ich lese Hofmannsthal mit gemischten Gefühlen. Seine große Zeit war biographisch gesehen bereits vor dem betagten Alter nieder gesunken; selbst bestätigte er dies: "...Nach 'Der Abenteurer und die Sängerin' hätte ich sterben sollen." Er meinte, er war mit 25 Jahren bereits am intellektuellen, also dichterischen Höhepunkt seiner Laufbahn angelangt. Grämig verstirbt er mit weit über 50 Jahren. Da ich sein Gesamtwerk nicht kenne, allen voran die Dramen u. Libretti, ist es schwierig, aus diesen eher wenigen lyrischen Erzeugnissen ein Fazit zu Dichter und Werk ziehen zu können. Laienhaft kann ich allenfalls von mir sagen, dass mich seine Lyrik nicht davonträgt, mir fehlt in ihnen der Reiz. Freilich sind große Stücke dabei, z.B. "Ballade des äußeren Lebens" oder "Weltgeheimnis" oder "Lebenslied". Man sieht, das Leben per se ist mitunter zentral, es liegt ein Hauch philosophischen Atems darüber. Jedoch präferiere ich das Momentane, es ist meist akkute Ergriffenheit in ihm. Das Schwermotivische bringt meist, aufgrund der Verbildlichung des Kompakten, eine erschwerte Auslegung mit sich. Acuh werden mitunter Strenge und Form aufgebrochen, es vollzieht sich beinahe eine Prosaisierung des Lyrischen bei poetischer Konstanz - das lehne ich eher ab. Aber letztlich ist das ja Geschmackssache. Hoffmansthal als Lyriker ist (derzeit) für mich also kein Thema.