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Lektionen aus dem Krematorium

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Wie befördert man übergewichtige Tote aus dem obersten Stockwerk auf die Straße? Wie geht man mit den schockierten Angehörigen um? Und wie bekommt man die Knochen in die Urne? In ihrem unter die Haut gehenden Memoir berichtet Caitlin Doughty in teils komischen, teils bizarren Szenen von ihrer etwas anderen Arbeit. Ein eindrucksvolles Plädoyer dafür, unsere Toten nicht länger hinter einem Vorhang aus Angst und Tabus verschwinden zu lassen.
Als die 23-jährige Caitlin Doughty ihren Dienst als Krematoriumsfachkraft antritt, ist ihre erste Aufgabe, eine Leiche zu rasieren. So wird sie im Westwind-Krematorium schnell zur Expertin, die vor keiner Aufgabe zurückschreckt. In ihrem wunderbar offenherzig und ironisch geschriebenen Buch öffnet sie uns die Augen für unseren Umgang mit den Toten. Sie blickt zurück in die Geschichte des Todes und erzählt, was in anderen Kulturen mit den Leichen geschieht. Wer schon immer mit einem guten Freund zur Mitternacht einen Friedhof besuchen wollte, um den Tod mit anderen Augen zu sehen, der sollte diese unvergessliche Geschichte lesen.
Portrait
Caitlin Doughty, geb. 1984, heuerte nach ihrem Studium der mittelalterlichen Geschichte bei einem Krematorium an, führt in Los Angeles ein Bestattungsinstitut und gilt in den USA als "Champion der alternativen Bestattungsindustrie" (Independent). Ihre Youtube-Serie "Ask a Mortician" hat Fans auf der ganzen Welt. Mit dem von ihr gegründeten "Order of the Good Death" setzt sie sich dafür ein, die Menschen wieder stärker mit "ihren" Toten zu konfrontieren.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 270 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 22.01.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783406688218
Verlag C.H.Beck
Übersetzer Sky Nonhoff
eBook
15,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Höchst ungewöhliches, aber großes Lesevergnügen für nicht zu zarte Gemüter“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Caitlin Doughty ist selbst noch ein Kind, als sie in einem Einkaufszentrum miterlebt, wie ein kleines Mädchen auf ein Geländer steigt und abstürzt. Über einen langen Zeitraum wird Caitlin von diesem traumatischen Erlebnis heimgesucht. Die Ängste vor dem Unbekannten, die Urangst vor dem Tod wird ständig auch begleitet von der Neugierde auf alles Morbide. Mit Anfang zwanzig beschließt Caitlin sich ihren Ängsten zu stellen und heuert in einem äußerst ungewöhnlichen Berufszweig an. Sie bewirbt sich beim Westwind-Krematorium. Caitlin bekommt die Stelle. Ihr Berufsziel - Bestatterin.
" Fragen Sie Ihren Bestatter" von Caitlin Doughty ist höchst ungewöhnliches, aber großes Lesevergnügen.
Caitlin Doughty ist selbst noch ein Kind, als sie in einem Einkaufszentrum miterlebt, wie ein kleines Mädchen auf ein Geländer steigt und abstürzt. Über einen langen Zeitraum wird Caitlin von diesem traumatischen Erlebnis heimgesucht. Die Ängste vor dem Unbekannten, die Urangst vor dem Tod wird ständig auch begleitet von der Neugierde auf alles Morbide. Mit Anfang zwanzig beschließt Caitlin sich ihren Ängsten zu stellen und heuert in einem äußerst ungewöhnlichen Berufszweig an. Sie bewirbt sich beim Westwind-Krematorium. Caitlin bekommt die Stelle. Ihr Berufsziel - Bestatterin.
" Fragen Sie Ihren Bestatter" von Caitlin Doughty ist höchst ungewöhnliches, aber großes Lesevergnügen.

Kundenbewertungen

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Lektionen aus dem Krematorium (Buchuntertitel).
von kvel am 12.02.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Inhalt und meine Meinung: Dieses Buch ist meiner Meinung nach eine Mischung aus Autobiografie und Sachbuch; denn zum Einen berichtet die Autorin aus ihrem Berufsalltag quasi von Beginn ihrer „Lehrjahre“ als sie ihren ersten Tag ihrer Stelle als Krematoriumsfachkraft nach ihrem Studium der mittelalterlichen Geschichte antrat; und zum Anderen lässt... Inhalt und meine Meinung: Dieses Buch ist meiner Meinung nach eine Mischung aus Autobiografie und Sachbuch; denn zum Einen berichtet die Autorin aus ihrem Berufsalltag quasi von Beginn ihrer „Lehrjahre“ als sie ihren ersten Tag ihrer Stelle als Krematoriumsfachkraft nach ihrem Studium der mittelalterlichen Geschichte antrat; und zum Anderen lässt sie sehr viele Informationen über den Umgang mit dem Tod in anderen Kulturen einfließen, so dass das Buch überaus informativ ist. Insgesamt lässt das Buch sehr tief auf den sehr empathischen Umgang der Autorin bei ihrer täglichen Arbeit im Krematorium mit den Lebenden, bei den Beratungsgespräche mit den Hinterbliebenen, und den sehr humanen Umgang mit den Toten schließen. „Wir bemühen uns nach Kräften, den Tod an den Rand unseres Daseins zu verdrängen, indem wir die Toten hinter rostfreien Stahltüren wegschließen, die Kranken und Sterbenden in Krankenhauszimmer auslagern.“ (S. 9) „Wir verbergen den Tod so perfekt, dass man fast glauben könnte, wir seien die erste Generation von Unsterblichen.“ (S. 9) „Doch das Verdrängen des Todes ist kein Segen, weil wir unsere Ängste lediglich unter die Oberfläche verbannen.“ (S. 9) Der Sprachstil der Autorin ist angenehm locker, zuweilen sogar „flapsig“, was das Dargebotene immer mal wieder angenehm auflockert: „diese Mittelalterheinis hatten schwer einen an der Waffel“ (S. 98 über Hexen, deren Prozesse und Verurteilungen), aber dies täuscht nicht darüber hinweg, dass sie echt Nachdenkenswertes beschreibt. Bspw. über Bestattungsriten in andern Kulturen. Sehr interessant fand ich die Ausführungen zu dem Volk der Wari', die den Endokannibalismus praktizierten (d.h. Sie aßen rituell die Körperteile ihrer Verstorbenen): Denn nach dem Tod eines Dorfbewohners „gingen Verwandte des Verstorbenen durchs Dorf und rissen aus jeder Hütte einen Holzpfahl, worauf das Dach der jeweiligen Behausung herabsackte - […] eine visuelle Mahnung, dass der Tod die Dorfgemeinschaft ins Wanken gebracht hatte.“ (S. 80). Die Autorin berichtet viel, ausführlich und auf interessante Weise aus ihrem Arbeitsleben und den dazugehörigen Handhabungen, dass z.B. die Toten aus den Krankenhäusern abgeholt werden, usw. „Die Menschen in der Kühlung hätten sich in der Welt der Lebenden wohl kaum miteinander abgegeben – der ältere Schwarze mit dem Herzinfarkt, die Weiße mittleren Alters, die ihrem Gebärmutterhalskrebs erlegen, und der junge Hispano, der nur ein paar Häuserblocks vom Krematorium erschossen worden war. Der Tod hatte sie zu einer Art UN-Versammlung zusammengeführt, einem offenen Gespräch über das Ende ihrer Existenz.“ (S. 25). Ich war beim Lesen zu Tränen gerührt über die Lebensgeschichte einer Mutter beim Beratungsgespräch zur Bestattung ihres Sohnes; da sie ihren Sohn schon unzählige Male zuvor zu Grabe getragen hatte: Als er mit den Drogen angefangen hatte, als er das erste Mal in den Knast gewandert war, bei seinem ersten, zweiten, sechsten Rückfall, jedes Mal, wenn er verschwunden war (S. 111). Fazit: Absolut lesens- und nachdenkenswert! Denn: „Jeder muss sein eigenes Arrangement mit dem Ende treffen.“ (S. 238)