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Feine Leute

Kriminalroman

(7)

Mord in bester Gesellschaft
Berlin im Sommer 1925: Dass Bernice ihren schwerreichen Gatten von ihrem Liebhaber hat umbringen lassen, ist eine Tatsache - zumindest für die feine Gesellschaft. Kriminalkommissar Paul Genzer ist davon jedoch nicht überzeugt, insbesondere nachdem die Witwe plötzlich an einer Überdosis Morphium gestorben ist. Während der Tod der Witwe neue Fragen aufwirft, folgen weitere Bluttaten, und so ist der proletarische Kommissar bald froh, bei seinen Ermittlungen durch den hochadligen Filmstar Carl von Bäumer ungewöhnliche Unterstützung zu bekommen. Der Leinwanddetektiv mit der Leidenschaft für Kokain kennt sich zwar bestens aus in der Welt der Reichen und Schönen, er verfolgt jedoch ganz eigene Motive.
Ein Kriminalfall vor besonderer Kulisse: die Goldenen Zwanziger Jahre und ihre feine Gesellschaft.

Rezension
" Joan Weng beschreibt ihre Helden [...] mit Charme, Anmut und Sympathie [...]. " Werner van Berber, Tagesspiegel, 13.10.2016
Portrait

Joan Weng, geboren 1984 in Stuttgart, studierte Germanistik und Geschichte und promoviert aktuell über das Frauenbild in der Literatur der Weimarer Republik. Für ihre Kurzprosa wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Hattinger Literaturförderpreis, dem Wiener Werkstattpreis, dem Goldstaubpreis der Autorinnen Vereinigung e. V. sowie zahlreichen Stipendien. Seit 2013 leitet sie die Redaktion von www.zweiundvierziger.de, dem Blog der 42er Autoren. Sie lebt mit ihrer Familie bei Tübingen. "Feine Leute" ist ihr erster Roman.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 12.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3175-2
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 191/116/27 mm
Gewicht 271
Auflage 1. Auflage
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Anspruchsvoller Krimi
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 24.06.2016

Ich habe das Buch nach dem Cover gekauft und wurde sehr angenehm überrascht. Eigentlich erwartete ich einen seichten Krimi mit ein bisschen historischem Hintergrund, stattdessen bekam ich ein atmosphärisch sehr dichten, sehr schlau konstruierten klassischen Kriminalroman mit Ironie und Witz. Das Verbrechen ist intellektuell spannend und sehr gut recherchiert,... Ich habe das Buch nach dem Cover gekauft und wurde sehr angenehm überrascht. Eigentlich erwartete ich einen seichten Krimi mit ein bisschen historischem Hintergrund, stattdessen bekam ich ein atmosphärisch sehr dichten, sehr schlau konstruierten klassischen Kriminalroman mit Ironie und Witz. Das Verbrechen ist intellektuell spannend und sehr gut recherchiert, die Auflösung ein echter Clou und die Figuren angenehm edgy. Nicht alle unbedingt sympathisch, aber wunderbar lebensnah, durch die wechselnden Erzählperspektiven erhält man einen guten Einblick in die Gedankenwelt der Zeit. Dass es noch eine romantische Liebesgeschichte gibt, war für mich noch ein besonderes Zuckerle. Von mir eine 100% Leseempfehlung für alle die anspruchsvolle Krimiunterhaltung schätzen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Sprachlich anspruchsvolles Krimivergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 09.06.2016

Ich lese Krimis für gewöhnlich, weil ich abends nach einem langen Tag noch ein bisschen abschalten möchte und obwohl Joan Wengs Buch mich schwer beeindruckt, dafür ist es nicht geeignet. Wengs sprachliche Feinheiten und ihre kleinen amüsanten Bilder verlangen/verdienen die volle Aufmerksamkeit. Da die Autorin ja wohl über... Ich lese Krimis für gewöhnlich, weil ich abends nach einem langen Tag noch ein bisschen abschalten möchte und obwohl Joan Wengs Buch mich schwer beeindruckt, dafür ist es nicht geeignet. Wengs sprachliche Feinheiten und ihre kleinen amüsanten Bilder verlangen/verdienen die volle Aufmerksamkeit. Da die Autorin ja wohl über die Literatur der Zwanziger Jahre promoviert, gelingt es ihr sprachlich eindrucksvoll, den Leser direkt und ohne viele Erklärungen in diese Umbruchära zu versetzen. Man riecht, schmeckt und sieht die Zeit unmittelbar. Ein herrliches Buch, aber eindeutig eins zum zweimal lesen! Einmal für den spannenden und überzeugend gelösten Krimifall, zweimal/dreimal/viermal für die liebenswerten Figuren und die Seitenhandlungen oder einfach als Zeitreise.

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Hat mich sehr gut unterhalten
von PMelittaM aus Köln am 28.05.2016

Berlin 1925: Der Gutsbesitzer Gottlieb Straumann wird tot aufgefunden. Schnell scheint klar, dass sein Verwalter Max Bayer ihn getötet hat, angestiftet von Bernice Staumann, Ehefrau des Toten und Geliebte des Verwalters. Doch ist der Fall wirklich so einfach? Kriminalkommissar Paul Genzer ermittelt und wird tatkräftig unterstützt von Carl von... Berlin 1925: Der Gutsbesitzer Gottlieb Straumann wird tot aufgefunden. Schnell scheint klar, dass sein Verwalter Max Bayer ihn getötet hat, angestiftet von Bernice Staumann, Ehefrau des Toten und Geliebte des Verwalters. Doch ist der Fall wirklich so einfach? Kriminalkommissar Paul Genzer ermittelt und wird tatkräftig unterstützt von Carl von Bäumer, dem UFA-Star, der mit Paul ein besonderes Verhältnis unterhält. Kriminalromane im Berlin der 20er Jahre lese ich sehr gerne und so freute ich mich, einen weiteren entdeckt zu haben. Der Roman liest sich sehr gut und entwickelte sich für mich schnell zum Pageturner. Mir gefällt vor allem der Erzählstil, die Geschichte wird aus vielen verschiedenen Perspektiven durch die Gedankengänge der einzelnen Charaktere erzählt. Man bekommt so unverstellt die Gedanken von Menschen der damaligen Zeit mit, diese machen sich dabei auch Gedanken über handelnde Personen oder drücken politische Stimmungen aus. Der Roman transportiert so nicht nur die eigentliche Geschichte sondern auch viele Informationen zum tatsächlichen und fiktiven (z. B. bezogen auf den o. g. UFA-Star) Stimmungsbild der 20er Jahre. Da historische Persönlichkeiten (z. B. Erich Gennat, den man auch in anderen Kriminalromanen aus der damaligen Zeit trifft) und Örtlichkeiten Berlins auftauchen, regt der Roman auch zum Selbstrecherchieren an, etwas, das ich an historischen Romanen besonders mag. Besonderes Augenmerk legt die Autorin auf das Verhältnis zwischen Paul und Carl, das in damaligen Zeiten unter den sogenannten Unzuchtparagraphen (§ 175 StGB) fiel und strafbar war. Mir hat die Beziehung der beiden sehr viel Spaß gemacht, vor allem auch, weil sie so unterschiedlich sind, hier der nicht gerade gut aussehende, aus einfachen Verhältnissen stammende Kommissar und dort der adelige „schönste Mann der UFA“. Auch die Reaktionen und Gedanken anderer Leute auf bzw. über Carl sind sehr amüsant dargestellt, da er im Film einen Ermittler verkörpert, wird ihm z. B. bedenkenlos abgekauft, dass er im Todesfall Straumann ermitteln darf. Es gibt überhaupt Einiges zum Schmunzeln in diesem Roman ... Doch auch der eigentliche Fall geht nicht unter, man erlebt Verhöre und Ermittlungen und am Ende gibt es eine zufriedenstellende Auflösung. Auch lässt es sich wunderbar miträtseln und es gibt mehr als eine überraschende Wendung. Durch den besonderen Erzählstil verlangt der Roman schon ein aufmerksames Lesen, auch, weil es schade wäre, Dinge zu überlesen, die zusätzlich Vergnügen bereiten. So gibt es eine Szene, die aus der Perspektive eines Liftboys erzählt wird, von dem man nicht erwartet, ihn später wieder zu treffen, jedoch spielt er an einer anderen Stelle noch einmal eine wesentliche Rolle, dass er dort beteiligt ist, könnte man jedoch leicht überlesen. Überhaupt ist am Ende mehr miteinander verbunden, als man zunächst ahnen konnte. Insgesamt ist der Roman sehr kurzweilig und hat mich ausgesprochen gut unterhalten. Joan Wengs Romandebüt ist ein richtig guter Kriminalroman, der durch seine besonderen Erzählstil, die außergewöhnlichen Ermittler und den interessanten Fall sehr gut unterhält. Von mir gibt es 5 Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung, vor allem für Jene, die gerne historische Kriminalromane lesen. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Fall, der Anfang 2017 erscheinen soll.

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