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Fahrenheit 451

(34)
›Fahrenheit 451‹ ist die Temperatur, bei der »Bücherpapier Feuer fängt und verbrennt«. In Ray Bradburys Zukunftsvision ist die Feuerwehr nicht mehr mit Wasserspritzen ausgerüstet, sondern mit Flammenwerfern, die genau diesen Hitzegrad erzeugen, um die letzten Zeugnisse individualistischen Denkens – die Bücher – zu vernichten. Da beginnt der Feuerwehrmann Guy Montag, sich Fragen zu stellen… Die beängstigende Geschichte von einer Welt, in der das Bücherlesen mit Gefängnis und Tod bestraft wird, ist ein zeitloses Plädoyer für das freie Denken.
Portrait
Ray Bradbury, geboren 1920 in Waukegan (Illinois). Nach dem Highschool-Abschluss stellte er sich an eine Straßenecke und verkaufte die Zeitschrift ›Futura Fantasia‹. Die Namen unter den Beiträgen täuschten: Geschrieben hatte Bradbury fast alles selber. 1953 erschien ›Fahrenheit 451‹, sein erster und berühmtester Roman, den François Truffaut verfilmte. Das Spektrum des »Louis Armstrong der Science-Fiction« (Kingsley Amis) reicht aber weiter, über Kinderbücher und Gedichte bis zu Drehbüchern, wie jenes zu ›Moby Dick‹ von John Huston. Seinem Ruf, Phantasie zu besitzen, verdankte der Vater von vier Töchtern außerdem seine Posten als Berater bei einem Architekturbüro und für das Euro-Disney bei Paris. Ray Bradbury starb am 5. Juni 2012 in Los Angeles.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 28.08.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-26104-2
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 15,2/9/2 cm
Gewicht 183 g
Übersetzer Fritz Güttinger
Verkaufsrang 3.275
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Michaela Salzmann, Thalia-Buchhandlung Linz

Es war eine Lust, Feuer zu legen.
Guy Montag ist Feuerwehrmann. Doch die Wache rückt nicht mehr aus um Häuser vor den Flammen zu retten, sie bringt selbst die vernichtende Glut, denn die Männer beschützen die Menschheit vor etwas viel gefährlicherem. Vor Büchern. Und davor selbst zu denken.

Montag verrichtet seine Arbeit gewissenhaft. Nacht für Nacht. Bis er auf ein besonderes Mädchen trifft. Clarisse. Die Sechzehnjährige ist anders. Unschuldig, klug, wissbegierig. Sie fragt nicht nur nach dem Wie, sondern auch nach dem Warum. Das Mädchen begleitet Montag ab dem ersten Treffen auf dem Nachhauseweg von dessen Arbeit. Nacht für Nacht. Sie lässt ihn zum Mond aufblicken. Sie weckt eine brennende Sehnsucht. Nach dem geschriebenen Wort. Nach den verbotenen Büchern.

Die Originalausgabe des Werkes erschien 1953. Umso erstaunlicher wie erschreckender sind die Parallelen mit der heutigen Zeit. Ray Brandbury lässt die Menschen mit Stöpsel in den Ohren herumlaufen, ständig beschallt mit Musik. In den Fernsehräumen werden die Bilder auf die Wände projiziert und zeigen sinnbefreite Sendungen und Shows. Lärm. Werbung. Eine Überreizung der Sinne. Am Schlimmsten ist aber die Gleichgültigkeit der Bevölkerung. Es war nicht die Regierung, welche damit begann die Literatur zu verbieten, es waren die Menschen selbst, die einfach aufhörten zu lesen, hinzusehen, sich zu kümmern.

Als Beispiel dieser Abstumpfung dient Mildred, Montag´s Ehefrau. Sie sieht die fiktiven Figuren auf den Fernsehbildschirmen, welche den treffenden Namen „die Verwandtschaft“ tragen, mehr als ihre Familie, als die reale Person ihres Ehepartners. Mildred spielt die Glückliche, ist aber in Wahrheit innerlich leer. Ihren Gegenpart nimmt die neugierige Clarisse ein. Deren kurzer, aber ebenso intensiver Auftritt, das erstarrte Blickfeld des Hauptprotagonisten öffnet. Der einprägsamste und vielleicht auch vielschichtigste Charakter, ist aber Hauptmann Beatty. Montag´s Vorgesetzter bei der Feuerwehr. Es ist der heimliche Höhepunkt der Geschichte, als dieser zur Waffe in Form von berühmten Zitaten der Literatur greift, um Montag vor der Verderbtheit der Bücher zu überzeugen.

Ein großartiger Roman, der eine intelligente Geschichte erzählt. Eine Liebeserklärung an die Kraft die in Büchern steckt. Es schmerzt, wenn man erlebt wie verzweifelt Montag versucht sich Wort für Wort einzuprägen, bevor die loderten Flammen die Seiten für immer verschlingen. Vorallem auch wegen der lebendigen Bildsprache des Autor´s, so werden aus Flammenwerfern, speiende Schlagen und aus verkohltem Papier, schwarze Schmetterlinge, die sich in Nichts auflösen.
Es war eine Lust, Feuer zu legen.
Guy Montag ist Feuerwehrmann. Doch die Wache rückt nicht mehr aus um Häuser vor den Flammen zu retten, sie bringt selbst die vernichtende Glut, denn die Männer beschützen die Menschheit vor etwas viel gefährlicherem. Vor Büchern. Und davor selbst zu denken.

Montag verrichtet seine Arbeit gewissenhaft. Nacht für Nacht. Bis er auf ein besonderes Mädchen trifft. Clarisse. Die Sechzehnjährige ist anders. Unschuldig, klug, wissbegierig. Sie fragt nicht nur nach dem Wie, sondern auch nach dem Warum. Das Mädchen begleitet Montag ab dem ersten Treffen auf dem Nachhauseweg von dessen Arbeit. Nacht für Nacht. Sie lässt ihn zum Mond aufblicken. Sie weckt eine brennende Sehnsucht. Nach dem geschriebenen Wort. Nach den verbotenen Büchern.

Die Originalausgabe des Werkes erschien 1953. Umso erstaunlicher wie erschreckender sind die Parallelen mit der heutigen Zeit. Ray Brandbury lässt die Menschen mit Stöpsel in den Ohren herumlaufen, ständig beschallt mit Musik. In den Fernsehräumen werden die Bilder auf die Wände projiziert und zeigen sinnbefreite Sendungen und Shows. Lärm. Werbung. Eine Überreizung der Sinne. Am Schlimmsten ist aber die Gleichgültigkeit der Bevölkerung. Es war nicht die Regierung, welche damit begann die Literatur zu verbieten, es waren die Menschen selbst, die einfach aufhörten zu lesen, hinzusehen, sich zu kümmern.

Als Beispiel dieser Abstumpfung dient Mildred, Montag´s Ehefrau. Sie sieht die fiktiven Figuren auf den Fernsehbildschirmen, welche den treffenden Namen „die Verwandtschaft“ tragen, mehr als ihre Familie, als die reale Person ihres Ehepartners. Mildred spielt die Glückliche, ist aber in Wahrheit innerlich leer. Ihren Gegenpart nimmt die neugierige Clarisse ein. Deren kurzer, aber ebenso intensiver Auftritt, das erstarrte Blickfeld des Hauptprotagonisten öffnet. Der einprägsamste und vielleicht auch vielschichtigste Charakter, ist aber Hauptmann Beatty. Montag´s Vorgesetzter bei der Feuerwehr. Es ist der heimliche Höhepunkt der Geschichte, als dieser zur Waffe in Form von berühmten Zitaten der Literatur greift, um Montag vor der Verderbtheit der Bücher zu überzeugen.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
34 Bewertungen
Übersicht
28
3
1
2
0

Ein Klassiker, den man gelesen haben sollte
von PMelittaM aus Köln am 05.05.2018

Guy Montag ist Feuerwehrmann. Allerdings löscht er keine Feuer ? da in seiner Welt der Besitz von Büchern verboten ist, ist die Aufgabe der Feuerwehr, das Verbrennen von Büchern geworden. Erst als Guy die 17jährige Clarisse McClellan kennen lernt, stellt er dieses Vorgehen in Frage. Eine Welt, in der Bücher... Guy Montag ist Feuerwehrmann. Allerdings löscht er keine Feuer ? da in seiner Welt der Besitz von Büchern verboten ist, ist die Aufgabe der Feuerwehr, das Verbrennen von Büchern geworden. Erst als Guy die 17jährige Clarisse McClellan kennen lernt, stellt er dieses Vorgehen in Frage. Eine Welt, in der Bücher verboten sind ? ein Alptraum für jeden Bücherfreund. Guys Vorgesetzter behauptet, die Menschen seien selbst schuld daran, hätten sich immer mehr anderen Medien zugewandt und immer weniger gelesen. Man könnte den Roman also als Kritiker des Medienkonsums sehen, im Roman ist der größte Wunsch Mildreds, Guys Ehefrau, vier Fernsehwände zu besitzen, also einen Raum, der sie rundum beschallt. Heute gibt es massenhaft Fernsehsender, mit oft sehr fragwürdigen Programmen, jeder besitzt PC und Handy und verbringt viel Freizeit mit beiden ? aber es gibt immer noch eine ganze Menge Menschen, die gerne lesen, auch wenn dazu immer öfter ein Reader benutzt wird. Immerhin hätten die Menschen im Roman auch einfach mit dem Lesen aufhören können, warum hat es das Regime für notwendig gehalten Bücher trotzdem zu verbieten? Mit Büchern wird auch das Denken angeregt, es vermittelt Wissen und lässt den Leser reflektieren. Wer Bücher verbietet, will also freies Denken verhindern. Dass das nicht immer gelingt, sieht man an Clarisse, aber auch an Guy selbst. Für mich ist dieser Roman daher im wesentlichen ein Plädoyer dafür, sich das Denken nicht verbieten zu lassen. Und alleine dafür ist der Roman bereits lesenswert. Lesenswert wird er aber auch durch seine fast schon poetische Sprache. Es ist ein Genuss, ihn zu lesen, Ray Bradbury hat wunderbare Sätze gebildet, die zusätzlich zeigen, wie schade es wäre, ohne Bücher leben zu müssen. Aber der Autor verließ sich nicht nur auf seine Sprache, er hat auch einen spannenden Roman geschrieben, den man stellenweise fast atemlos liest ? auch wenn man vielleicht zunächst ein paar Seiten benötigt, um sich einzulesen. Für mich ist Fahrenheit 451 ein Klassiker (das Original stammt von 1953), der von jedem einmal gelesen werden sollte, ich empfehle ihn sehr gerne weiter und vergebe volle Punktzahl.

von einer Kundin/einem Kunden am 27.04.2018
Bewertet: anderes Format

Dieses geniale Buch darf einfach in keinem gut sortierten Bücherregal fehlen! Ausserdem lässt HBO es bald über die Bildschirme flimmern... auf jeden Fall noch vorher lesen.

Wer Bücher verbrennt verbrennt auch Menschen
von einer Kundin/einem Kunden am 06.03.2018

1953 geschriebener Roman, der in der Zukunft spielt. Bücher zu besitzen und zu lesen ist gegen das Gesetz, Feuer(wehr)männer verbrennen die Bücher. Und der totalitäre Staat tötet auch Menschen. Guy Montag ist Fireman. Da trifft er eines Nachts ein junges Mädchen und einen alten Mann, die so ganz anders... 1953 geschriebener Roman, der in der Zukunft spielt. Bücher zu besitzen und zu lesen ist gegen das Gesetz, Feuer(wehr)männer verbrennen die Bücher. Und der totalitäre Staat tötet auch Menschen. Guy Montag ist Fireman. Da trifft er eines Nachts ein junges Mädchen und einen alten Mann, die so ganz anders sind als alle Menschen denen er sonst begegnet. Er beginnt am Leben das er führt zu zweifeln. Spannende brutale Geschichte im Zeitgeist eines Autors, der nach den zwei Weltkriegen lebte. Top aktuell auch heute: ein System das seine Bewohner rund um die Uhr zwangsbespasst und deren Fähigkeit wirklich zu kommunizieren und zu denken nimmt besorgniserregend ab. Absolut lesenswert! Gibt es auch als Film aus dem Jahre 1966.