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Erec

Mittelhochdeutsch-Neuhochdeutsch

Reclam Universal-Bibliothek 18530

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Erec, der Held des ersten deutschsprachigen Artusromans, "verligt" sich auf so berühmt gewordene Weise in der Zweisamkeit mit seiner ihm gerade eben angetrauten Enite, dass er auf einen leidvollen Weg der Bewährung in höfischem und herrschaftlichem Verhalten geschickt werden muss. Die Studienausgabe bietet einen neu erstellten Text, der sich darum bemüht, noch etwas besser als bisher die schwierige Überlieferungslage erkennbar zu machen, eine schwungvolle Neuübersetzung und eine hilfreiche überschaubare Kommentierung.
Portrait
Hartmann von Aue, um 1165 - um 1210. Zur Biographie des mhd. Lyrikers und Epikers gibt es nur punktuelle Hinweise in seinen Werken. Er gehörte nach eigener Aussage dem Ministerialenstand an und besaß eine lat. Schulbildung. Wem er diente, wo er die Bildung erwarb, wer ihn förderte, ist nicht bekannt, ebenso wenig, auf welchen Ort im Südwesten sich Hartmanns von Ouwe als Herkunfts- oder Dienstort bezieht. H.s Werk entstand ungefähr zwischen 1180 und 1205. Die drei Lieder H.s mit Kreuzzugsthematik können auf den Kreuzzug 1189-92 oder den von 1197 deuten; über eine mögliche Teilnahme sagen sie nichts. H. führte als Erster die von Chrétien de Troyes geschaffene Form des Artusromans in die dt. Literatur ein. Sein Erec (um 1180-85), eine freie Übertragung von Chrétiens Erec et Enide, wurde zum Muster der Gattung in Deutschland. Mit seinem letzten bekannten Werk, Iwein (um 1200), ebenfalls nach Chrétien, kehrte H. noch einmal zu dieser Gattung zurück. Zwischen den beiden Artusromanen entstanden die Erzählungen Gregorius (um 1190) und Der arme Heinrich (um 1195), die hö¿sches Erzählen und hö¿sche Umwelt mit religiös verstandener Schuldthematik verbinden und die optimistischen Harmonievorstellungen des Artusromans relativieren. Ein Frühwerk H.s, vor dem Erec anzusetzen, ist das so genannte Büchlein (auch als Klage bezeichnet), eine Minnelehre. Die 18 überlieferten Lieder H.s behandeln fast ausschließlich Themen aus dem Umkreis der 'Hohen Minne'; der klagende Ton herrscht vor. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Volker Mertens
Seitenzahl 721
Erscheinungsdatum März 2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-018530-8
Verlag Philipp Reclam Jun.
Maße (L/B/H) 14,7/9,6/3,2 cm
Gewicht 356 g
Übersetzer Volker Mertens
Buch (Taschenbuch)
15,30
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Kundenbewertungen

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Eine verlässliche Ausgabe des „Erec“-Romans!
von Die Fabelkatze am 11.12.2016
Bewertet: Taschenbuch

Der erste Artusroman in deutscher Sprache liegt hier in einer fundierten Ausgabe vor. Durch den revidierten kritischen Text und den ausführlichen Anmerkungsapparat, der Abweichungen der Handschrift vom kritischen Text, unterschiedliche Lesarten, Abweichungen vom Text früherer Auflagen, textkritische Entscheidungen usw. festhält, genügt das Buch wissenschaftlichen Ansprüchen und kann daher gut... Der erste Artusroman in deutscher Sprache liegt hier in einer fundierten Ausgabe vor. Durch den revidierten kritischen Text und den ausführlichen Anmerkungsapparat, der Abweichungen der Handschrift vom kritischen Text, unterschiedliche Lesarten, Abweichungen vom Text früherer Auflagen, textkritische Entscheidungen usw. festhält, genügt das Buch wissenschaftlichen Ansprüchen und kann daher gut für eine germanistische Beschäftigung mit dem Text genutzt werden. Ausserdem enthält der Band neben einer praktischen Einleitung auch Literaturhinweise. All dies macht das Buch meiner Meinung nach zur momentan verlässlichsten Ausgabe des Textes. Ich selbst habe an der Universität auch mit dieser Ausgabe gearbeitet. Wichtig: Der Text an sich ist nur in der mittelhochdeutschen Fassung enthalten. Wer den „Erec“ also lediglich zum Vergnügen lesen möchte und/oder des Mittelhochdeutschen nicht (ausreichend) mächtig ist, greift möglicherweise lieber auf eine zweisprachige Ausgabe (Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch) zurück.